31 Okt

Von Kürbissen, Vampiren und kleinen Zombies

Ich hatte es schon angekündigt: Ich bin ein großer Halloween-Fan und lasse es mir natürlich nicht entgehen, heute etwas zu diesem spannenden Thema zu schreiben. Offensichtlich gibt es viele, die meinen, wir sollten lieber unsere eigenen Feste feiern und bräuchten nicht noch eins von den Amerikanern zu übernehmen (das war vor ein paar Wochen das Ergebnis der Frage der Woche). Vielleicht kann ich ja wenigstens ein paar von den Halloween-Hassern vom Gegenteil überzeugen.

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Ein Muss an jedem 31.Oktober ist natürlich das Kürbisschnitzen. Am besten überlässt man das Aushöhlen einem starken Mann und dann kann es auch schon losgehen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, wie man so schön sagt. Lustige, traurige, gruselige Gesichter – alles ist erlaubt. Mal sehen, was es dieses Jahr wird – vielleicht eine furchterregende Fratze?!  Und ja nicht entmutigen lassen, wenn nicht alles klappt oder man sich mal verschnitzt. Mein bewährter Spruch für solche Fälle: „Das soll so sein!“ Und spätestens im Dunkeln mit einer Kerze im Innern sieht jeder Kürbis schön und einzigartig aus. Versprochen!

Nächster Programmpunkt ist natürlich das richtige Outfit. Schließlich sollen an Halloween die bösen Geister verjagt werden. Einmal im Jahr bekommen wir hier die Möglichkeit, hässlich herum zu laufen, ohne uns Gedanken über die perfekte Frisur zu machen. Warum sollten wir sie nicht freudig und dankbar ergreifen? Augenringe willkommen!

Der Unsichtbare

Für die Abendunterhaltung empfehle ich die richtigen Filme. Ich persönlich ziehe ja die alten Schwarz-Weiß Klassiker den heutigen ultra-brutalen Schlachtorgien vor. Bela Lugosi als Dracula muss jeder Vampirfan einmal gesehen haben. Zugegeben, der Film von 1931 verbreitet aus heutiger Sicht mehr Komik als Grusel. Trotzdem ist und bleibt er ein Kracher!

Wirklich erstaunlich finde ich allerdings „Der Unsichtbare“ aus der gleichen Zeit. Wie die Filmemacher diesen Effekt ohne Computer und allen möglichen technischen Schnick Schnack wohl hinbekommen haben…ich weiß es nicht. Jedes Mal sitze ich von Neuem erstaunt auf dem Sofa und frage mich: Wie haben die das bloß gemacht?  „Frankenstein“, „Frankensteins Braut“ (sehr lustig!) und der schon farbige „Tanz der Vampire“ passen ebenfalls prima in das Programm.

Frankenstein und Braut

Wer Lust auf mehr Action hat, der kann sich ja in ein passendes Kostüm werfen und beim Zombiewalk in der Innenstadt mitschlurfen. Um 18 Uhr geht´s los.

Woran ich mich trotz aller Liebe zu Halloween noch nicht gewöhnt habe, sind die kleinen Hexen, Vampire und Teufel an der Tür, die „Süßes oder Saures“ wollen. Langsam bürgert sich diese Tradition wohl auch bei uns ein und deshalb bin ich dieses Jahr – im Gegensatz zu den peinlichen letzten Jahren – vorbereitet und habe Süßes da. Also kommt ruhig her und schellt, ihr kleinen Zombies!

 

27 Okt

Kürbisfest mit viel Grusel und wenig Kürbis

DSC00814Schaurig schön wurde es gestern auf dem Kürbisfest in Kettwig. Das milde Wetter lud auch noch nach Einbruch der Dämmerung zu einem Spaziergang durch die Gassen und in die „Geisterstadt“ ein. Dort warteten Fledermäuse, Riesenspinnen, Skelette und allerlei andere schaurige Gestalten auf die mutigen Besucher. Ich habe aber die vielen geschnitzten Kürbisse vermisst, die sonst die Fußwege gesäumt und einen im Dunkeln mit leuchtenden Augen angegrinst haben – ein paar gab es, aber die konnte ich an wenigen Fingern abzählen. Schön war es trotzdem und mit viel Mühe gemacht, aber eben kein „Kürbisfest“.