16 Jan

Haste Haschisch in den Taschen . . .

… haste immer was zum Naschen.

Sensationell finde ich die Meldung, dass deutsche Bauern keine Chance haben, bei der Vergabe der Lizenzen für Cannabis für den Feldanbau berücksichtigt zu werden. Es fehle ihnen an Erfahrung mit den Stoff.  Dass das für Ämter nicht gut ist, ist mir neu. — Mal ehrlich, ich kann jetzt nicht sagen, dass ich selber Ende der Jugendzeit so oft eine durchgezogen habe. Der tiefste Eindruck war eigentlich das Festival 1978 auf der  Lorelei, wo die US-Boys die Joints durch die Reihen gaben, wir auch immer wieder zogen, und alles im Rauch versank (Passiv-Drogenrausch) und am Ende wir alle die Bühne angezündet haben, berechtigt (weil alle Bands nicht aufgetreten waren und das Geld nicht zurückgegeben werden sollte), vorsichtig (dass niemand zu schaden kam, alle Verantwortlichen hatten sich ohnehin verdrückt) und fröhlich (da mag das Haschisch geholfen haben), und unbestraft (weil die Polizei das verstand). Dass viele Bauern dabei waren, ist mir so nicht direkt aufgefallen. Schade eigentlich.

Zurück zur Vergabe der Lizenzen: Es gibt jetzt schon eine stattliche Kommission, die sich um die Vergabe kümmert: Von gerade einmal zehn Lizenzen! Die Kommission hat einen Chef mit Gehalt und Mitarbeiter. Das macht doch Freude. Wenigstens bürokratisch ist alles im Lack. Und da die Damen und Herren ja nicht viel zu tun haben, bei gerade einmal zehn Lizenzen, könnten sie ja auch Hasch-Proben der Antrag stellenden Bauern prüfen, aus den Niederlanden, wo man ja Erfahrungen hat, oder gleich von Kartellen aus Kolumbien, wo es vielleicht zu den Proben gleich Geldgeschenke gibt. Ich sehe da eine lilarosa oszillierende Zukunft in allen grellen Farben explodierend.

15 Jan

FDP rückt nach rechts

Gerade wird viel über die Vorverhandlungen zur Groko geschrieben; vieles kritisch und vieles zu Recht. Doch ich finde, ein Nebenabsatz in der Frankfurter am Sonntag ist wichtig: Die Bundes FDP hat unter Lindner mit ihrer Stellung zu Flüchtlingspolitik endgültig die Linie von Baum und Scheel verlassen, sie rückt damit deutlich in Richtung der Nationalliberalen; was ein Irrweg in der Geschichte des Liberalismus war und ist.

14 Jan

Mit Toms und Huckleberries

Gestern habe ich meinen Geburtstag nachgefeiert; diesmal vor allem mit Freunden aus meiner alten Siedlung, die ich nach Jahrzehnten voer ein paar Monaten wiedergetroffen habe. Die Vier wohnen noch dort; und da gab es einiges zu erzählen von zerstochenen Bällen, braven und weniger braven, von gewievten Tom Sawyers, und von wilden Huckleberries. Von ersten Entdeckungen weiblicher Brüste, die in einem Garten der Siedlung sonnenbadeten. Von Festen (siehe Bild) und vor allem, was aus ihnen geworden ist.

Geburtstagsfeier Am Staadt mit meinen Eltern und mit Hubert Göbels aus dem Unteren Pustenberg.

12 Jan

Ich glaube nicht an Gott

Zitat des Tages: Ich habe es ja nicht mit Gott und so. Aber die glauben, die sind schon etwas Besonderes, bremsen vor jeder Ameise, oder freuen sich, wenn jemand stirbt, weil er dann in den Himmel kommt; oder fliegen in das World Trade Center für ihren Gott.“

– Mike Klingenberg aus „Tschick“ (Wolfgang Herrndorf)