14 Mrz

Super Karte im Quartett

Ich könnte . . . . mich ja über manche Statistiken wundern, aber manche sind so nett:

Essen ist im Netz sicher nicht Sieger, aber die „Netzsieger-Redakteure“ haben sich damit befasst, welche Städte die schnellsten Bahnen haben, in der U-Bahn und auf den Stadt-Bahnstrecken.

Essen war bei den U-Bahnen gar nicht in der Konkurrenz, kein Wunder, kaum rollt die Bahn runter, sieht der Fahrgast schon das Licht am Ende des Tunnels..

Bei den Stadtbahnen sind wir Essener vorn mit dabei, also vorn in der Mitte dabei: ganz knapp hinter Köln, was die nicht wundern wird, aber Duisburg, Bochum (die mit ihrer einen Rennstrecke und dem Starlight-Express) und Bonn liegen vor uns.

Düsseldorf und Dortmund sind weit abgeschlagen, Hannover auch und Bielefeld, wenn es das gibt, ganz hinten. In einem Quartett wären wir nicht die schlechteste Karte.

In Essen fährt man in der Stadtbahn im Durchschnitt 29 km/h. Da kann jeder Fußgänger zur Seite springen. Wie hoch mag die Spitzengeschwindigkeit sein, bei 29 im Durchschniott. Da geht noch was.

Das ist der Weg: Macht die Bahnen sexy! „Während die Diesel kämpfen, liefern sich die Städte Rennen um die schnellste Stadt; dann eine Konterbewegung für die netteste Bummelbahn, die von Fußgängern überholt wird.

Welche Stadt hat eigentlich die schnellsten Fußgänger?

Werden sucht die steilsten Radfahrer, die an der Stadtmauer im größten Gang hochkommen? Mit Auto kann das auch nicht jeder.

Die schönsten Schleuderradien von ÖPNV-Bussen. So viele Möglichkeiten. Das Auto ist nicht mehr länger sexy.

05 Mrz

Wann wird’s mal wieder richtig Winter?

 

Radlader bei der Feuerwache Werden/Heidhausen

„Wann wird’s mal wieder richtig Winter?“ schrieb frei nach Rudi Carell ein spöttelnder Leser. Das kann ich auch nicht sagen. Aber da ist im Archiv ein Bild von Peter Prengel, das den Schnee zeigt, der am Heiligabend 2010 fiel. Das war schon eine Nummer. Hier ein Radlader auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr in Heidhausen.

01 Mrz

Essen steigt ab

Ich könnte . . .  traurig sein, aber als Essener ist man ja Kummer gewöhnt. Wir waren bis vor 35 Jahren die fünftgrößte Stadt der Republik, als diese noch kleiner war. Man ahnte ja, dass man als Essener in der Provinz lebte, aber immerhin war Essen größer als Dortmund und Düsseldorf. Da konnte man sich wenig für kaufen,aber lernte dann doch: Für die Zuschüsse hat das schon eine Bedeutung. Nun ist die Stadt abgerutscht hinter Leipzig, eine Stadt, die ja einen guten Namen hat. Mal sehen. wohin das Essen noch führt. Immerhin soll es im November eine besondere Bürgerversammlung geben, mit per Zufall ausgesuchten Einwohnern, die beraten, wie Essen baulich noch wachsen könnte und vor allem wo. Man darf gespannt sein.

In jedem Fall ist ein attraktives Umfeld des Baldeneysees dabei hilfreich, und dazu passt die Wiedereröffnung der Heimlichen Liebe, die zu meiner Jugend gehört, Ziel vieler Wanderungen war. Dort soll Krupp seinen Villen-Standort ausgeguckt haben, während er weiter östlich bei der Schwarzen Lene vornehmlich mit Freunden trank. Essen ist reich an guten Geschichten; aber erstaunlich wenig Unternehmen bekennen sich zu der Stadt: Coca Cola weg, Eon und RWE Innogy sponsern in fernsten Gebieten, aber wenig bei Essener Vereinen, was natürlich bisweilen auch an deren Führungen liegen kann. Essen hat einen sehr erfreulichen Aspekt: Da geht mehr.

27 Feb

Schweigen und zahlen — ÖPNV

Ein Fünfer für mehr ÖPNV

Ich könnte ja. . . sagen: Es ist ein Fehler, der Öffentliche Nahverkehr in Essen nicht versuchsweise kostenlos zu machen. Aber dazu habe ich wirklich zu wenig Ahnung. Die Umsetzbarkeit in den Mühlen der Politik und Verwaltung von Stadt, Land und Bund war womöglich unrealistisch. Aber ich sage: Schade. Nun scheint er vom Tisch, der kostenlose Nahverkehr in Essen als Versuch. Ich bin überwiegend Autofahrer und sicher kein Experte für den Nahverkehr. Aber, dass wir neue Wege zu einem besseren Öffentliche Nahverkehr finden müssen, ist doch offensichtlich. In Essen verwalten wir bewusst einen Mangel, wissen, dass er sehr unvollkommen ist, und haben kein Geld. Nichts anderes bedeutete der Ratsbeschluss, aus drei Möglichkeiten den zu wählen, bei dem der in der Vorlage so auch benannte schlechte Status Quo bewahrt wird. Ich wäre, selbst wenn ich vielleicht nicht umsteigen würde, aber bereit, eine Steuer-Abgabe für so einen Test zu leisten; damit es vorwärts geht beim ÖPNV.

Übrigens: Die Schlange heute um 8.40 Uhr am Berg hinauf nach Bredeney war besonders hoch. Klar, da stehen mangels Bahnen auch Busse drin, aber schon zwei Busse machen fast 100 Autos, oder?

Das Schweigen hören

Bemerkenswert fand ich in der heutigen Tageszeitung den Satz in dem Interview mit dem Frohnhauser Dietrich Garstka, der 1956 zum „Schweigenden Klassenzimmer“ gehört: „Jeder Aufschrei verhallt doch heutzutage. Wir schwiegen damals, und alle hörten zu.“ Der Film über eine Klasse, die sich dem DDR-Regime widersetzte, hat heute in der Lichtburg Premiere. Bericht morgen hier.

22 Feb

Gekaufter Polizeischutz

Ich könnte . . . nun nichts Erhellendes zur Diskussion über die Bezahlung der Polizei bei kritischen Fußball-Großereignissen beitragen. Bremen-Urteil. Aber ich denke nur: Hoffentlich geht das gut!

Nicht, dass in wenigen Jahren auch gute andere Ereignisse die Kosten tragen müssen.

Und: Das Gefühl im Notfall immer die Polizei rufen zu können, ohne mit der Bank Rücksprache zu halten, ist mir sehr wichtig.

Natürlich ist es lange noch nicht so weit. Aber solche Entwicklungen sind ein Nachteil unserer sehr guten Republik.

Und da ist schon die Überschrift, die mich nachdenken lässt: Rudeljubel …. nur unter bezahltem Polizeischutz?