26 Dez

Genugtuung von den Stones

Ich könnte . . .

noch ein wenig schlafen; bin aber ohnehin zu spät dran. Also schönen Mittag dann. Gestern war ich im Bahnhof Süd und habe mit den Jungs meiner alten Band eine Band live angehört; und auch ein Gespräch mitgehört auf der Herren-Toilette: „Die sind nicht schlecht, aber etwas viele Songs von den Stones.“ „Aber das ist doch eine Stones-Cover Band.“  „Na dann ist es ihnen verziehen.“

Trotzdem war das sehr speziell, drei Stunden nur Songs von den Rolling Stones. Zwar gab es dazwischen eine Komposition von Bob Dylan, von der ich gar nicht wusste, dass die von ihm ist, aber wie gesagt.

Ich lese ja gerade die Autobiographie des Who-Chefs Pete Townshend. The Who sind sicher noch weniger zu covern; wer kann so eigenwillig spielen wie Drummer Moon, kaum einer wie Bassist Entwistle (beide schon tot: Hope I die, before I get old“)? Aber ein Zitat möchte ich Ihnen doch gönnen. (Siehe unten)

Vor den covernden “ Midnight Ramblers“ hatte ich in beiden Familien, meiner und der meiner Frau. Weihnachtsfeiern. Das erwähnte Wichteln war großartig. Alle waren skeptisch, merkten wir nachher, und alle fanden es eine gute Idee. Allerdings bekannte sich trotz des Erfolges keiner dazu, die Idee gehabt zu haben. Es muss also eine göttliche Idee gewesen zu sein. Vor allem das Raten war eine großartige Sache und führte zu netten kleinen Erkenntnissen.

Ich besitze nun einen neuen Schottischen Whiskey, dessen Namen ich mir weder merken, noch aussprechen kann. Das haben die Kelten genial gemacht mit ihrer Sprache. Allerdings durfte ich heute Nacht im Süd lernen, dass es dann sicher ein Irischer Whiskey sei, und der wird dann auch anders geschrieben, oder? Whisky?

Später haben wir dann mitgetanzt; zwischendurch haben die Kumpels sogar auf Michael Jackson geschwooft. So weit bin ich aber noch nicht.

 

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Sie sehen, Sie sehen Nichts. Kein Wehr im Heyerstrang mehr zu sehen. Aber noch ist genug Böschung.

Ausflugstipp für heute: Ruhr. Sie wälzt sich eindrucksvoll durch ihr Bett, das noch reicht. Das Wehr! Schon etwas blau, aber vor allem nett gischtig.

Das Zitat des Tages: „Sich in Schweden Instrumente von unseren Vorbands zu leihen, von denen manche kaum Englisch sprachen, und ihnen zu erklären, dass das Publikum von uns erwartete, ihre Ausrüstung kaputt zu schlagen, funktionierte einfach nicht. (…) Die schwedische Presse schien sich ehrlich auf ein paar zertrümmerte Gitarren gefreut zu haben und verlieh ihrer Enttäuschung deutlich Ausdruck.“ 

Pete Townshend (The Who) in „Who I am“ S.94)