30 Jan

Mintarder Brücke – zu kurz gedacht

Die Mintarder Brücke soll also mittelfristig ausgebaut oder abgerissen werden, oder einen platonischen Partner bekommen; eine weitere Brücke ohne Berührung daneben. Sechs Spuren würden dann entstehen, passend zum Ausbau der A 52 vor und hinter der Brücke. 52 Jahre ist die Mintarder jetzt alt, was ja gut zur A 52 passt. Zum Vergleich, der selbstverständlich absurd ist: Die vorletzte Brücke von Werden hat dieses Alter nicht erreicht, die letzte ist zwei Jahre jünger, hätte aber wenigstens genug Spuren. In der Breite schenken sich beide Brücken nichts. Leider dürfte Werdens Brücke zu kurz sein, und zu kurze Beine haben. Schade. Diesen „Flugzeugträger“ könnte Werden gut abgeben.

Ein Abriss der Mintarder Brücke wäre wirklich seltsam, nicht nur wegen eines zumindest für Menschen noch akzeptablen Alters, indem man noch nützlich sein kann, oder? Aber auch so wäre es seltsam: Ist die letzte Reparatur nicht erst gerade gewesen? Nun ja, genaugenommen ist das doch schon viereinhalb Jahre her. Eigentlich wurde sie schon immer repariert. Der Bau der heute noch längsten Stahlbrücke Deutschlands (1800 Meter, immerhin bei allen Brücken Deutschlands knapp auf Platz 8) war ein Schnäppchen: Umgerechnet 20 Millionen Euro. Nun gut, in den ersten Jahren mussten kleine Nacharbeiten für 8,4 Millionen € vorgenommen werden. Damit kostete sie immer noch weniger, als vor 30 Jahren für den Werdener Tunnel (ca. 300 Meter) mit umgerechnet 30 Millionen € veranschlagt wurden. Doch dann kam über Mintard die Reparatur vor 13 Jahren mit 14 Millionen € dazu, und nun 2013 noch einmal 2,5 Millionen €.

80.000 Fahrzeuge fahren täglich hoch über Mintard. In Werden sind es 40.000; und wie gesagt: Sieben Fahrspuren in Werden! Bekanntlich weniger ein Problem der Werdener Brücke als der B224 in Werdens Innenstadt.

Ich gebe zu: das kann man alles nicht vergleichen. Also zurück zur Mintarder Brücke: Der Verkehr der Zukunft braucht diesen Ausbau, sonst wären der Ausbau der B 52  davor und danach Unsinn. Eine Frage: Hat man sich das nicht vorher überlegt?

Und dann doch noch eine Feststellung für Werden, wo die heute noch viel zu breite Brücke ja den Verkehr einer A 31 aufnehmen sollte, die nie gebaut wurde. Da hatte man vorher überlegt, aber falsch.

Ich könnte . . . drüber schmunzeln, wenn es nicht in Werden und über Mintard so traurig wäre. Aber vielleicht reicht es ja auch, wenn man über das Ruhrtal bei Werden eine Brücke zur Entlastung der B 52 baut —  von  Bredeney nach Ober-Heidhausen (Preutenborbeck) oder gleich nach Velbert . Das sähe sicher nicht schön aus, aber die Italiener machen so etwas locker zwischen Venedig und Cortina d’Ampezzo. Da steht ein Brückenpfeiler mitten in der historischen Stadt Vittorio de Veneto. Ein kleines Opfer für eine Entlastung um 20 Prozent .  (Ich bitte inständig, die vorangegangenen Zeilen nicht ernst zu nehmen; und hoffe trotzdem, Sie nicht gelangweilt zu haben)

23 Jan

Jetzt ans Baden denken

Ich weiß auch nicht, warum ich in diesen trockenen Minuten ans Baden in der Ruhr denke, vielleicht weil sich jetzt Mülheim massiv darum bemüht auch eine Badestelle zu bekommen. 

Was ist aber mit dem Löwental. Da steht doch eine Bade-Stelle aus. Vielleicht könnten DRK, WTB-Schwimmer und Bürgerverein mal daran denken. Im Löwental wird im Sommer ohnehin gebadet, da wäre so ein Projekt  gut, schon weil es eine Aufsicht braucht.

20 Jul

Ertrinkender aus der Ruhr geborgen

Der Hubschrauber schien auf dem Wasser zu stehen. Aber recht schnell sah der Mann auf der Kufe den Untergegangenen.

Der Hubschrauber schien auf dem Wasser zu stehen. Aber recht schnell sah der Mann auf der Kufe den Untergegangenen.

Gerade um ca. 16 Uhr wurde ein 19-Jähriger Mann aus der Ruhr geborgen, der mit einer GRuppe von Männern aus einem nahegelegenen Flüchtlingsheim in der Ruhr badete, sich dann nicht mehr halten konnte und plötzlich in der Ruhr vor dem ehemaligen Strandbad Löwental untergegangen war und sich mehrere Minuten unter Wasser befand. Neben den Rettungskräften der Feuerwehr war auch der Hubschrauber der Polizei entscheidend an der Suche des zu Rettenden beteiligt. Der Copilot auf der Kufe entdeckte den Vermissten unter Wasser und mit Hilfe weiterer Retter der Feuerwehr konnte der Verunglückte sezhr schnell aus dem Wasser ans Ufer gebracht werden. Eine Notärztin reanimierte ihn vor Ort. Der Mann wurde umgehend ins Uniklinikum gebracht. Näheres über seinen Zustand ist noch nicht bekannt. Er schwebt aber offenbar noch in Lebensgefahr.

Zwei 15-Jährige Mädchen in einem Tretboot waren auf den Mann aufmerksam geworden, der sich in einer Gruppe von weiteren fünf Männern befand, die plötzlich um Hilfe riefen; aber kein Deutsch konnten. Noch von weiteren Tretbooten aus wurde sofort die Feuerwehr alarmiert. Doch bis zur Bergung des Mannes vergingen sicherlich 15 Minuten.

Die Retter mit dem Untergegangenen, den sie ans Ufer bringen.

Die Retter mit dem Untergegangenen, den sie ans Ufer bringen.

Die Rettungskräfte hatten den Untergegangenen erst weiter unterhalb vermutet.

Die Rettungskräfte hatten den Untergegangenen erst weiter unterhalb vermutet.

Angespannte Ruhe vor dem Sturm. Noch ist der Mann nicht gefunden, alle warten. Etwa 100 Meter weiter unterhalb und gegenüber schwimmen Menschen munter. Sie wissen nichts von dem Unglück, könnten es aber angesichts der dauern neu ankommenden Rettungswagen womöglich ahnen. Auch nach der Bergung geht das Baden in der Ruhr nicht sichtbar vermindert weiter.

Angespannte Ruhe . Noch ist der Mann nicht gefunden, alle warten. Etwa 100 Meter weiter unterhalb und gegenüber schwimmen Menschen munter weiter. Sie wissen nichts von dem Unglück, könnten es aber angesichts der dauernd neu ankommenden Rettungswagen womöglich ahnen. Auch nach der Bergung geht das Baden in der Ruhr nicht sichtbar vermindert weiter.