17 Aug.

Wir werden See(n) 9

Uiiiih, war das voll gestern am Haus Scheppen; gegenüber an der Regattastrecke auch mit den Kanupolospielern. Ich dachte noch, was für ein schönes internationales Zeltlager, als ich ja dann doch las: Deutsche Meisterschaften. International war Pfingsten. Gegenüber am Haus Scheppen schoss dieses Mal ein herrlicher Typ mit urlangem silbernen Bart ab, der auf einer biederen BMW aus den Siebzigern abrauschte. Obwohl fast logisch, wäre ich auf diese Maschine nie gekommen. Mit meinem Steckenpferd: „Raten, wer welche Maschine fährt“, komme ich nicht recht weiter. Zwar kenne ich nun ein paar Fahrer und ihre Maschinen, aber das gilt ja nicht. Einer sah aus, als fahre er sicher eine abgefahrene Harley, es war dann aber nur eine Intruder von der Stange. Dass es immerhin eine Chopper war, gilt schon deshalb nicht, weil er es auf dem T-Shirt stehen hatte.

15 Aug.

Der Sommer darf nicht vorbei sein

Früher vor der Wirtschaftskrise hatte noch jeder Junge ein eigenen Swimmingpool. Reiche Zeiten. Wirtschaftswunder 1961.

Früher vor der Wirtschaftskrise hatte noch jeder Junge ein eigenen Swimmingpool. Reiche Zeiten. Wirtschaftswunder 1961.

Mein Kollegin meint, der Sommer wäre vorbei. Gestern flogen auch Zugvögel über die Altstadt, als wären sie die Geier des Sommers. Ich hoffe, es waren nur Graugänse auf dem Weg nach Heisingen oder so.

Jedenfalls kann ich eine schöne neue Ausgabe der Werdener Nachrichten versprechen: Wir starten eine Serie über die Erlebnisse eines Auswanderers vom Hilfsklempner zum erfolgreichen Hotelier; klären mehrere Verkehrsfragen unter anderem am Heyerstrang, haben natürlich schöne Bilder, berichten von sehr speziellem Jazz. Ab Morgen am Kiosk und in Ihrem Briefkasten. Dazu wunderschöne Bilder.

14 Aug.

Wir werden See(n) 8 – Santorini Kupferdreh

Dieses zwnazig Jahre alte Bild habe iich noch gefunden. Die neu mobile Polizei klärt über Gefahren des Skatens am See auf. Es ist bis heute irgendwie gewöhnungsbedürftig mit dieser Polizeiausstattung. Aber es war herrlich bürgernah.

Dieses zwanzig Jahre alte Bild habe ich noch gefunden. Die neue mobile Polizei klärt am Fischlaker Uger über Gefahren des Skatens am See auf. Es ist bis heute irgendwie gewöhnungsbedürftig mit dieser Polizeiausstattung. Aber es war herrlich bürgernah.

Kaum schreibt man über einen Ausgewanderten, steht er auch schon vor dem Schaufenster. Richard Unger hatte einen Termin bei Heilpraktiker Tennie und entdeckte seinen Artikel bei uns. Und so lud er zu einer Runde um den Baldeneysee ein: Mit einem erfolgreichen Berufsfotografen ist das an manchen Stellen ein Erlebnis. Auf Kupferdreh zu rollend zeigt er mir den „wahnsinnigen Abendhimmel“ über Kupferdreh, sprich über den Neubauten auf dem Gelände der ehemaligen Zementfabrik. ,Das sieht wirklich gut aus!‘ dachte ich. Naturfans und Großbaugegner mögen mir verzeihen. Es war aber vorher eben eine Zementfabrik, und Architektur hat seine eigene Ästhetik. Man kann darin auch die häßliche Bebauung a’la Mittelmeerstrand sehen, aber die weiße Bebauung des Kraterrundes von Santorini hat eben auch ihre Ästhetik (natürlich keine Vergleich, aber ich ziehe ihn). Einigen wir uns auf böse Großbebauung mit schöner Abendoptik. Wir hatten vor drei Wochen ein Bild dieses Blickes, erinnere ich mich. Gestern hatte ich keine Kamera mit und das Handy leer.

Es war übrigens eine rutschige Partie nach den dauernden Kurzregen der vergangenen Tage.
Angesichts der andauernden Krupp-Krise noch ein unpassender Spontispruch: Was Krupp in Essen, sind wir im Trinken.

 

 

 

12 Aug.

Schlechteste Parker seit Monaten

WaddParken

Seit wann sind hier Schrägeinstellplätze? In der letzten Ausgabe haben wir welche für die Fläche der Parkpalette angekündigt. Aber hier nebenan stellten die Nächsten die Autos ab; gerade, aber mit perfekten Abständen — neunzehntel Autobreite. Der Tag des Freestyle Parking

Der Schutzengel der schlechten Parker möge mir vergeben, das ich noch einmal über Parken schreibe. Es gibt Wichtigeres. Aber heute morgen waren die Autos neben dem Schwimmbad so schlecht geparkt wie seit Monaten nicht mehr: Alle Alkoholiker? Alle Anautobeten? Oder was?Waddzwei

11 Aug.

Brehm, Heyerstrang ohne Rad und einem seltsamen „Terror“

Ich könnte ja . . .

… das Schild ausschreiben, aber es ist mir doch zu herbe. Jedenfalls gehe ich gestern unbeschwerter Dinge am Brehm entlang, um etwas zu klären. Dazu später! Aber da sehe ich eine Fotokopie auf das Schild an der Brücke geklebt; das in derber Sprache auffordert, dort nicht „oben ohne“ zu sitzen; die rede ist von Ti…Terror.DSC_0265 Etwas konservativ, denke ich, aber mit Humor gezeichnet und auch der Spruch; und ich überlege, wem das so wichtig ist.

Ich denke erst einmal weiter darüber nach.

Aber zum Grund meiner Fotosafari, die ohne Erfolg blieb: Angesprochen wurde ich von zwei Werdener Bürgern, das Radfahren am Heyerstrang sei nun erlaubt, das war mir neu. Ich fände das sicher gut, aber angesichts der Rollstuhlfahrer und gebrechlichen Alten sei das sehr bedenklich. Ein neues Schild erlaube das.

In der Tat habe ich mal geschrieben, da mach Radler den Umweg über die Heckstraße scheuen, sollten sie sich zumindest genau deshalb sehr in Acht nehmen und sich wie Gäste benehmen; genauso wie die immer wieder auftauchenden Radfahrer bei uns in der Grafenstraße.

Aber am Brehm ist kein neues Schild zu entdecken, nur das alte hoch hängende schwer sichtbare. Ein Hinweis auf den offiziellen Weg Heckstraße fehlt, wo wie einer zur Altstadt Werdens. Da ist keine neue Regelung an der Brehmbrücke. Bin verwirrt.

 

Sponti-Spruch: Wer Toiletten von Sprüchen reinigt, frisst auch kleine Kinder.