27 Jan

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 4/2022

Spendendose für  krebskranke Kinder gestohlen

Claudia Soller – Inhaberin von „Blumen Werden“ – ist fassungslos. Seit Jahren steht auf der Ladentheke ihres Geschäfts in der Abteistraße eine kleine, rund 20 Zentimeter große Spendendose. Doch seit Montag nicht mehr. Denn am Vormittag hat eine angebliche Kundin die Dose samt Kaffeekasse dreist gestohlen. Das Geld war eigentlich für die Kinderkrebshilfe gedacht.


Marode Rathausfenster gefährden Bausubstanz – Bezirksvertreter sehen Handlungsbedarf

Wer die immerwährenden Diskussionen um historische Bausubstanz in der Altstadt verfolgt, weiß: Die Werdener identifizieren sich stark mit ihren Gebäuden. Dies gilt natürlich auch für das Werdener Rathaus: „Ein sehr historisches Rathaus mit Ausstrahlung“ nennt es der Werdener Bezirksvertreter Herbert Schermuly. Doch diese Ausstrahlung ist gefährdet: „Wenn man sich mittlerweile die Fensterfronten ansieht, bekommt man einen negativen Eindruck“, ergänzt der CDU-Politiker. In der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung hat seine Partei daher zusammen mit der FDP einen Antrag gestellt, der eine Sanierung der Fenster zufolge haben soll.


SPD will für Werden Denkmalbereichssatzung – Ratsfraktion fordert klare Linie im Umgang mit historischen Gebäuden

Das Schicksal der Domstuben beschäftig die zuständige Bezirksvertretung schon länger – erst in der letzten Sitzung hat sie ihre Forderung nach einem Denkmalschutz für das geschichtsträchtige Gebäude, das die Propsteipfarrei St. Ludgerus durch einen Neubau ersetzen will, erneuert. Nun erreicht die Diskussion auch die Ratsebene: Die dortige SPD-Fraktion fordert gar eine Denkmalbereichssatzung für Werden.


Schildbürgerstreich vermutet – Bremerstraße verrammelt, Hammer Straße bald gesperrt

“Diesen Schildbürgerstreich sollte doch mal die Verkehrssicherungspflicht erklären!“ wütend hat sich  Uta Rieper an die Heimatzeitung gewandt. „Einfahrt und Ausfahrt an der Bremerstraße sind seid fast zwei Wochen nicht möglich.“ Doch noch mehr ärgert sie sich über die widersprüchliche Ausschilderung der Umleitung: „ Warum dann die Umleitung U 22 zur Hammer Straße nach rechts ausgewiesen wird, wenn ich durch die Absperrung noch nicht einmal auf die Heidhauser Straße kommen kann, ist der größte Witz.“ 

Hammer Straße ab 14. Februar gesperrt

Voraussichtlich ab Montag, 14. Februar, wird die Hammer Straße zwischen der Velberter Straße und Straße Hespertal in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Die Wiederherstellung der Böschung und der Straße dauern voraussichtlich acht Wochen. Während der Vollsperrung wird eine weiträumige Umleitung über die Straßen Hespertal, Hefel und Hefeler Straße bis nach Velbert und dann zurück über die Werdener Straße, Bergische Landstraße und Heidhauser Straße nach Essen eingerichtet.


Der Schrei durch die Tarzanskulptur

Der Heidhauser Künstler Johannes Gramm hat ein begehbares Kunstwerk geschaffen, durch das jeder zum Helden werden kann. Vor dem Gartenzaun Künstlers hat sich ein kleines kulturelles Wunder entfacht: Wer auf dem Pastoratsberg unterwegs ist, entdeckt im Garten des 57-Jährigen eine Persönlichkeit, die sonst im Dschungel Heldentaten vollbringt. Denn dort steht nun die größte begehbare Tarzan-Skulptur der Welt – nicht nur für Kunstfreunde könnte dies der letzte Schrei werden.

> Mehr von Johannes Gramm und Tarzan auf Instagram


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: Spenden Sie einen Teil Ihres Geldes?

20 Jan

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 3/2022

Voller Einsatz für das Menügelingen

Das gab das Ensemble des Folkwang-Tanzstudios im „Tanzstück über gesundes und leckeres Essen“ – eines von zwei Stücken des Tanzstudios, die an einem Abend in der Neuen Aula der Folkwang-Universität der Künste auf dem Werdener Campus ihre Uraufführung feierten.
(Foto: Ursula Kaufmann)


Werdens Impfstelle verimpft weniger als andernorts

849 Impfungen gegen Corona konnten die Mitarbeiter der temporären Impfstelle im Kardinal-Hengsbach-Haus in der zweiten Januarwoche verabreichen: Damit gehen in der Impfstelle, die den Essener Süden abdecken soll, abermals deutlich weniger Dosen in die Arme als in den übrigen drei städtischen Impfstellen. Eine genaue Analyse darüber, wieso die Impfstelle in der noch im Besitz des Bistums befindlichen Immobilie schlechter angenommen wird als anderswo, bleibt jedoch schwierig. „Wir bekommen keinerlei Informationen über die Impfstruktur nach Postleitzahlen“, beklagt Stadtsprecherin Jasmin Trilling


Coup nach Kaiser-Friedrich-Manier im Grünen Viertel?

Anwohner im „Grünen Viertel“ befürchten einen weiteren Verlust an der Ruhrtalstraße. Das neue Gebäude auf der freien Fläche neben der Ruhrtalstraße 45 ist bereits fast fertig, auch die Häuser, die dahinter geplant wurden, die Gärten sind noch Matschgruben. Nun beobachteten die dort schon länger Eingesessenen, dass die Fenster in der späten Herbst- und Winterzeit offengelassen worden seien. „Ein weiterer Coup nach Kaiser-Friedrich-Manier“ befürchten sie. „Die Bausubstanz soll geschädigt werden, damit der Abriss Formsache ist.“ 


Domstuben-Abrisspläne sorgen weiter für Ärger

„Es trifft die Werdener Seele“, fasst Bezirksbürgermeisterin Gabriele Kipphardt den Ärger zusammen, den die St. Ludgerus-Propsteipfarrei mit ihren Abriss-Plänen der Domstuben ausgelöst hat: Auch in der Bezirksvertretung IX (Werden/Kettwig/Bredeney) sorgt die Aussicht, dass das 1787 als Rektoratsschule erbaute Gebäude, das lange als Kolpinghaus bekannt war, aus dem Straßenbild verschwinden könnte, für einmütigen Unmut über die Fraktionsgrenzen hinweg. Zufriedengeben wollen sie sich nicht damit – und auch nicht mit der Beurteilung der Denkmalbehörde, das Haus nicht unter Schutz zu stellen. 


Mehr Einfluss auf Standorte für Aufladesäulen für E-Autos

Das zumindest wünscht sich die Bezirksvertretung IX (Werden/Kettwig/Bredeney). Zwar gebe schon einige in Werden, aber zum Beispiel ein großer Bereich rund um die Straße Am Schwarzen sei bislang noch völlig ohne Ladesäulen, kritisieren die Politiker in der Sitzung der Bezirksvertretung am vergangenen Dienstag im Ratssaal des Essener Rathauses. Man sollte sich zusammensetzen, um Standorte zu erörtern und diese an die Verwaltung weitergeben. 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Kommen für Sie E-Autos infrage? 

13 Jan

Die Werdener Nachrichte, Ausgabe 2/2022

Sonntagsgottesdienst in Heidhausen gewünscht

Unverständnis gegenüber der Gottesdienstordnung St. Ludgerus
Keine heilige Messe an Heiligabend und am ersten Weihnachtstag in der Kirche St. Kamillus, obwohl Priester dienstbereit sind.“ Das empörte Monika Wiese und Wolfgang Bromberg, die dazu einen Leserbrief an die Heimatzeitung schrieben. „Da werden Gemeindemitglieder – viele ältere Menschen – von ihren gewohnten und für sie wichtigen Kirchenbesuchen zum Fest der Liebe, und dem aufstrahlenden Licht der Weihnacht abgehalten, beziehungsweise ausgeschlossen. Das ist kein Ruhmesblatt für die Entscheidungsträger der Pfarrei St. Ludgerus.“ 


Erfolgreich Einspruch  eingelegt gegen Knöllchen

Schwierige Parksituation am Kamillusweg: Anwohner wehrt sich
Die Parksituation am Kamillusweg stellt für die Anwohner, gelinde gesagt, eine Herausforderung dar. Der Stadtteil Heidhausen und auch die Straße wächst – und der Parkdruck steigt. Anwohner, die ihre Autos auf die Bürgersteige parken, müssen mit Knöllchen rechnen – so passierte es auch Frank Roeser. Der Rechtsanwalt wollte das jedoch nicht hinnehmen und legte Widerspruch ein – mit Erfolg. Auch die Bezirksvertretung IX hat sich inzwischen mit der Situation beschäftigt.


Vor dem Spenden gab’s Applaus

Die gereiften Sternsinger ließen sich nicht unterkriegen
Hermine Recksing, Gregor Lauenburger, Yvonne Zelter, Iris Budach starteten am Freitagabend durch. Gregor Lauenburger zeigte sich als gut organisierter Tourenplaner für die Sternsinger XXL-Gastronomie-Tour
Erste Station: da Omero, das italienische Restaurant am Porthofplatz. Die Gäste waren zwar erstaunt, aber zeigten sich angetan von der Idee. Ein Lied von Sternträgerin und Kronentragenden, kurze Ansage von Gregor Lauenburger, dann wurde die Spendenbüchse näher an die Tische gebracht, Segensbänder und Flyer verteilt. Mal zugewandter, mal reservierter, aber alle spenden.
Insgesamt war es ein Erfolg: 750 Euro in zwei Stunden, da kann man nur stolz sein. Und einige Lokale waren auch schon gut gefüllt. 


Acht Monate Bauzeit an der B224 geplant: Bauarbeiten für das Regenrückhaltebecken bringen Fahrbahnverengungen

Am Montag, 17. Januar, beginnen nun die Arbeiten zum Bau des neuen Kanals entlang der Bredeneyer Straße auf Höhe der Graf-Bernadotte-Straße. Auf einer Länge von rund 150 Metern werden Abwasserrohre mit einem Durchmesser von 3,6 Metern in Richtung Graf-Bernadotte-Straße unter die Erde gebracht. 
Um Platz für die Bauarbeiten zu schaffen, muss der Verkehr um die Baustelle herumgeführt werden. Für die Dauer der Baumaßnahme steht den Autofahrern jeweils nur eine Fahrspur in beide Fahrtrichtungen zur Verfügung.


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Es gibt viele „Schmuddelkinder“ in der Klimadiskussion. Eines davon sind Urlaubsflüge. Beeinflusst das Ihre Entscheidung?

06 Jan

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 1/2022

FuchsTeufelsBild: Ausstellungseröffnung heute im Bürgermeisterhaus

Mitten im Herzen der Werdener Altstadt eröffnete der Fotograf und Filmemacher Niklas Hlawatsch vor zwei Jahren sein Atelier „FuchsTeufelBild“. Die von ihm genutzte Technik der „Ambrotypie“ entspringt der Mitte des 19. Jahrhunderts, der Name stammt vom griechischen „ambrotos“ für unsterblich ab. Im sogenannten Kollodium-Nassplatten-Verfahren werden die Fotografien aufwendig erstellt, die dafür notwendigen Emulsionen nach historischen Rezepten gemischt. Es entstehen Kunstwerke aus Licht und Chemie. Verschiedene Zeitebenen verweben sich, ohne Vergangenes nachzustellen oder sich einer rückwärtsgewandten Nostalgie hinzugeben. Mithilfe des traditionellen handwerklichen Prozesses kommentiert Hlawatsch das Hier und Jetzt. Hier und jetzt hängen die Bilder seiner Ausstellung „Zeitsprung“ im Bürgermeisterhaus an der Heckstraße. Die Schau wird am heutigen Freitag mit einer Vernissage eröffnet


Bodendenkmal unter Domstuben vermutet

Zwar halten die Denkmalbehörden die Domstuben für „erhaltenswerte Bausubstanz“ – als Denkmal wollen sie es aber wegen zu starker Schädigungen durch zahlreiche Umbauten nicht einstufen. Unter dem Gebäude könnte das jedoch anders aussehen: Der Landschaftsverband Rheinland vermutet auf dem Areal ein Bodendenkmal, wie dessen Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland auf Anfrage der Werdener Nachrichten bestätigt. Für einen Neubau könnte dies nicht nur einen höheren Aufwand, sondern vor allem höhere Kosten bedeuten.


Pioniere der Werdener Hospizarbeit gewürdigt

„Es war ein stimmiger ökumenischer Gottesdienst“, berichtet Hedwig Reinhardt. Die Vorsitzende des Vereines zur Förderung der ökumenischen Hospizgruppe Werden strahlt: „Propst Jürgen Schmidt und Pfarrer Oliver Ruoß drückten ihre Wertschätzung aus, auch wurden die vier Ehrenamtlichen besonders geehrt, die von Anfang an dabei waren.“ Vor 25 Jahren begründete eine noch kleine Gruppe um Dorle Streffer und Adelheid Kröger die Werdener Hospizarbeit. Heute blickt man voller Dankbarkeit auf die Pioniere zurück. 


Der Wintercircus zieht weiter

„Es gab viele Anrufe, die nach den aktuellen Bestimmungen gefragt haben und dann feststellten, dass sie als Gäste nicht ausreichend geimpft sind“, berichtet Justine Neigert. Die bekannten Zirkus-Familien Neigert und Sperlich bauen in diesen Tagen den „Wintercircus“ ab, der im Löwental gastierte. „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen.“ 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Mit welchen Gefühlen gehen Sie ins dritte Corona-Jahr? 

30 Dez

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 52/2021

Einen Hauch von weiße Weihnachten gab es doch noch am Morgen des ersten Weihnachtstags, was natürlich zum Spaziergang einlud. Werdener-Nachrichten-Leser Christian Meisert gelang dabei dieses schöne Fotomotiv vom sonnenbeschienen am Waldrand liegenden Haus Rosenau


Stadtbad zurück in der Normalität

Nach den schlimmen Flutschäden des Sommers kehrt das Stadtbad an der Körholzstraße langsam zurück zur Normalität. Der geschäftsführende Vorstand des Werdener Turnerbundes (WTB) sei zuversichtlich, berichtet Brigitte Schmitt, und zählt auf: „Der Schulbetrieb läuft bereits, unsere Schwimmabteilung wird jetzt auch ihren Trainingsbetrieb zumindest teilweise zurückverlegen können. Und im Januar starten unsere Aquakurse wieder in der Heimat. Die angemeldeten Kursteilnehmer werden informiert.“ 


Welle Wadden im Preisrennen

Die Bürgerfunk-Sendung „Welle Wadden“ geht ins Rennen um den Bürgermedienpreis 2021. Dieser von der Landesanstalt für Medien NRW (LfM) ausgelobte Preis ist mit bis zu 1000 Euro dotiert und wird nun zum bereits 15. Mal verliehen. „Welle Wadden“ bewirbt sich hierbei in der Kategorie „Publikumspreis für Audiobeiträge“. Bis zum 7. Januar 2022, 12 Uhr, können Interessierte auf der Website der LfM (www.medienanstalt-nrw.de/events/buergermedienpreis/publikumspreis-audiobeitraege-1) die Stimme für ihren Favoriten abgeben. 


“Werden hilft” versammelt sich

Mit reichlich Abstand konnte der Verein „Werden hilft“ in diesem Jahr seine Mitgliederversammlung abhalten. Schwer gebeutelt durch den aus persönlichen Gründen kurzfristigen Rücktritt der ehemaligen Vorsitzenden Ursula Lötzer und den plötzlichen Tod der darauf folgenden Vorsitzenden Annette Dirkes konnte mit der Versammlung nun ein neuer Vorstand ins Rennen gehen. 


Luftreinigungsgeräte fürs Gymnasium

Ein Viertel der mobilen Luftreinigungsgeräte, die die Stadt Essen für die Ausrüstung von Schulräumen geliefert bekommen haben gehen ans Gymnasium Werden: Insgesamt mit zehn Geräten wird die weiterführende Schule in der Altstadt ausgestattet, berichtet die Stadt Essen. 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Was halten Sie vom erneuten Böllerverbot zu Silvester?