17 Jun

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 25/2021

Sommer, Sonne, Grillzeit – aber auch Rauch und Müll

Gerade an sonnig-heißen Wochenenden tummeln sich zahlreiche Menschen im Löwental und auf der Brehminsel, um dort in gemütlicher Gemeinschaft zu grillen – nicht wenige Bürger fühlen sich jedoch durch die Rauschwaden und den Müll, den die Gruppen hinterlassen, belästigt. „Ist das Grillen in der Öffentlichkeit nicht mittlerweile verboten?“, fragte daher unlängst ein Leser der Werdener Nachrichten. Zumindest hatte Oberbürgermeister Thomas Kufen im vergangenen Jahr während des Kommunalwahlkampf versprochen, das ein solches Grillverbot baldmöglichst kommt: Diesen Sommer ist allerdings nicht mehr damit zu rechnen– denn die politischen Beratungen über das Verwaltungskonzept werden kaum bis zur Sommerpause beendet sein, räumt die Stadt Essen auf Nachfrage der Werdener Nachrichten ein. 


Barrierefreiheit auf der Wartburg

Einen kleinen Fortschritt gab es zu vermelden bezüglich der Barrierefreiheit am Bahnhof Hügel bei einem Ortstermin, den die Grünen im Bezirk zusammen mit dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) und Vertretern der Deutschen Bahn (DB) unternommen haben: Denn entgegen vorheriger Aussagen soll auch dieser Bahnhof künftig für Menschen, die nicht gut zu Fuß sind, besser erreichbar sein – allerdings frühestens in acht Jahren – zu spät, finden die Grünen. 


Im Bürgermeisterhaus geht es langsam wieder los

Im Bürgermeisterhaus startet die Kultursaison am kommenden Freitag Juni „Es wird sich in den nächsten Tagen noch ein wenig erweitern, da einige Termine noch in der Schwebe sind und noch bestätigt werden müssen.“ so der Geschäftsführer des Kulturwohnzimmers, Carsten Linck. Er weiß, dass sich viele Künstler erst einmal impfen lassen wollen, bevor sie starten. Ob sich seine Befürchtungen bestätigen, dass viele Stammgäste vielleicht erst einmal vorsichtig sein werden, wird die Stimmung bei den ersten Konzerten zeigen. 


Public Viewing in Werden

Gemeinsam mitfiebern ist beim Fußball eine gute Idee. Zum Auftakt der Saison wurde dies auch gerne angenommen. Stimmung herrschte bei Fausto und Ramona im Ristorante Viehauser Höhe. Auch auf den Werdener Wiesn wurde mit einem kleinen Format angefangen, Deutschland in der EM zu begleiten. Die Wahl der Fußball-Beilage zum Gucken war demnach entweder die italienische Variante oder der amerikanischen Dreier-Kette aus Brötchen-Rindsfrikadelle-Brötchen. Wenn es auch dieses Mal keine Luftsprünge gab, ist gemeinsam Leiden auch was Schönes. 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Grillen soll ab 2022 nur noch auf einer kleinen Fläche im Löwental erlaubt sein. Eine gute Idee? 

10 Jun

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 24/2021

Endlich wieder Live-Musik in Werden

Am Dienstagabend eröffnete das Jazz-Duo „Mellow Talk“ mit Mariann Shaguroff (Gesang) und Mikhail Churilov die musikalische Szene in Werden. Die Jazz-Studenten von der Folkwang Universität hatten Jazz- und Lounge-Musik für die zahlreichen Gäste der Werdener Wiesen mitgebracht. Sie spielen in verschiedenen Formationen „einfach alles“. 


Bezirksvertretung entscheidet über Reparatur der Aussichtsplattform

„Egal, wie wir uns entscheiden, wir entscheiden uns falsch.“ Als neue Bezirksbürgermeisterin muss sich Gabriele Kipphardt auch mit einigen unliebsamen Altlasten herumschlagen. Dazu zählen sicherlich die beiden Aussichtsplattformen auf der Brehminsel. Dafür, dass die Bezirksvertretung die Plattformen überhaupt in Auftrag gegeben hatte, musste Kipphardts Vorgänger heftige Kritik einstecken. Und so schwante auch ihr wohl schon Übles, als die ungeliebten Holzkonstruktionen wieder auf der BV-Tagesordnung gelandet waren. Denn seit Monaten klafft ein Brandloch in einer der beiden Plattformen – und die Entscheidung, ob die Bezirksvertretung das Geld für die notwendige Reparatur locker macht, stand an. 


Gespaltene Meinungen beim Thema Solar

Nachdem die Initiative „Gemeinsam für Stadtwandel Werden“ (GfS) ihr Konzept erläuterte, kam das Thema auch beim Stammtisch des Werdener Bürger- und Heimatvereins (WBH) zur Sprache. Es klangen erhebliche Zweifel an, ob sich das Ziel einer „Solarstadt Werden“ bis 2030 tatsächlich erreichen ließe. 


Antrag auf mehr Barrierefreiheit am Wehr

„Aus ökologischer Sicht ist der Fischlift sicher eine gute Sache“, lobt der stellvertretende Bezirksbürgermeister Herbert Schermuly, das System am Werdener Stauwehr, das seit vergangenem Sommer Fische von der Ruhr in den Baldeneysee verhilft. Doch ein Lift, der Menschen, die nicht gut zu Fuß sind, aufs Wehr oder auf die andere Uferseite hilft, gibt es an dieser Stelle nicht. „Ebenso wichtig ist es Barrierefreiheit zu schaffen“, betont daher Schermuly. Seine CDU hat zusammen mit der FDP daher einen Antrag in der Bezirksvertretung IX (Werden/Kettwig/Bredeney) gestellt, der diesen Zustand ändern soll. 


Keine Priorisierung aber kein Impfstoff: auch in Werden herrscht Ebbe

Manch einer mag sich den 7. Juni herbeigesehnt haben: Hatte doch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für diesen Stichtag versprochen, die Impfpriorisierung aufzuheben. Und so ist es dann auch gekommen: Jeder ab 12 Jahre, der sich gegen Corona impfen will, kann jetzt – unabhängig davon, ob er zu einer Risikogruppe gehört – einen Termin vereinbaren. Theoretisch. Denn in der Praxis ist momentan kaum an Impfstoff zu kommen – auch bei den Werdener Praxen herrscht diesbezüglich Ebbe. 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Brehminsel, Ruhrufer, Löwental & Co.: Nutzen Sie Werdens grüne Naherholungsgebiete gern? 

02 Jun

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 23/2021

Baldeneysee-Ausflügler sorgen für volle Parkplätze und Ärger bei den Anliegern

„Entschuldigen Sie, wo geht es denn hier zum Baldeneyer See?“ Die nicht ganz richtig gewählte Bezeichnung für das beliebte Naherholungsziel zeigt, dass die Dame, die gerade ihren Wagen am Straßenrand abgestellt hat, wohl nicht von hier ist. Aus Recklinghausen ist sie mit ihrer Familie angereist, wie ein Blick aufs Nummernschild zeigt. Dass der Parkplatz am Haus Scheppen gesperrt ist, wusste sie offenkundig nicht. Aber den Weg umsonst wollen sie auch nicht auf sich genommen haben: Von hier bis zum beliebten Treffpunkt am Baldeneysee sind es zu Fuß von hier aus ja nur 15 Minuten, und der strahlende Sonnenschein lädt zu einem kleinem Spaziergang geradezu ein. Wie sie tun es etliche andere auch, wie die Stoßstange an Stoßstange geparkten Autos entlang der Maasstraße zeigen – sehr zum Ärger der Anlieger. 


Diskussion um Denkmalschutz für Haus Scheppen

Um das altehrwürdige Gebäude am Fischlaker Fuß des Baldeneysees gibt es aktuell noch mehr Diskussionen: „Der Haus Scheppen ist so etwas wie eine Visitenkarte für die Stadt.“ Ludger Hickings-Göbels findet aber, momentan ist das geschichtsträchtige Gebäude trotz seiner malerischen Lage in Fischlaken, direkt am Baldeneysee, eben keine Karte, die man gerne vorzeigt. Denn der Blick tausender Motorradfahrer, die hier jede Saison Station machen, fällt auf ein wenig glanzloses ruinöses Gemäuer, das von den ihm umgebenden Wassergräben und Wildbewuchs gezeichnet ist. „Warum schafft man es nicht, zumindest das Gewächs aus den Mauern zu entfernen?“, fragt der erste Bezirksbürgermeister-Stellvertreter und Grüne Fraktionsvorsitzende in der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung. Zu Besuch war Ina Hanemann, die seit April ihren Job als Leiterin der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Essen angetreten ist. Doch ihre Antworten, die sie zum Thema Denkmalschutz im Gepäck hatte, waren für die Stadtteilparlamentarier eher ernüchternd. 


Wie geht es weiter mit den Domstuben?

Um ein anderes Gebäude in Werden gibt es bereits seit Monaten anhaltende Diskussionen: Mit Argusaugen verfolgt die Werdener Öffentlichkeit, welche Entscheidung die katholische Ludgerus-Gemeinde als Eigentümerin der Domstuben fällen wird: Sanierung, Fassadenerhalt mit neuem Kern oder gar den kompletten Abriss? Das historische Ensemble zu bewahren, dafür hat sich in den letzten zwei Monaten neben zahlreichen Stimmen aus der Bürgerschaft auch der Werdener Bürger- und Heimatverein (WBH) als vehementer Fürsprecher hervorgetan. Dieser hat bei seinem Stammtisch nun über Gespräche mit der zuständigen Projektgruppe der Ludgerus-Pfarrei berichtet. Und die Werdener Nachrichten haben genau zugehört! 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Sind die Sperrungen am Haus Scheppen und rund um den Baldeneysee sinnvoll? 


27 Mai

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 22/2021

„Jürgen seiner“, „Ameline“ und „Mon Jardin“: Solch klingende Namen besitzen die Ackerparzellen, die Bauer Thomas Leuchten seit neuestem verpachtet. Drei weitere heißen „Joschka“, „Konrad“ und „Willy“ – und erinnern nicht umsonst an berühmte frühere legendäre Politiker. Denn diese Gärten sind unter Harke und Gießkanne von den Grünen, CDU Heidhausen und der SPD Werden. Was sich Politiker von dem parteiübergreifenden Gartenprojekt versprechen, steht in den neuen Werdener Nachrichten! 


Und was war über Pfingsten in Werden los?

Der Pfingsttourismus in Werden hielt sich in Grenzen. Weder Biergarten noch Cafés waren am Sonntagnachmittag heftig nachgefragt. Am Pfingstmontag war das Wetter auch nicht einladend. Es gab keine langen Schlangen vor den Eiscafés. Lediglich eine Meldung erreichte die Polizei am Pfingstmontag am Haus Scheppen. Dabei ging es um regelwidriges Parken und Maskentragen. Auch der Bericht des Ordnungsamtes fiel positiv auf: Wir berichten ausführlich in der neuen Ausgabe der Werdener Nachrichten. 


Mülleimer am Hardenbergufer bald gedeckelt

Die offenen Müllbehälter entlang des Hardenbergufers stinken den Grünen. Krähen, Raben und Biberratten suchen in den Eimern nach fressbaren Resten und verteilen den Müll ins Umfeld und in den Baldeneysee. Darum möchten die Grünen-Vertreter in der Bezirksvertretung IX (Werden/Kettwig/Bredeney) einen Deckel auf das Thema – und damit auf die Mülleimer – machen. In der BV-Sitzung am vergangenen Mittwoch im Essener Rathaus haben sie einen entsprechenden Antrag gestellt, dem das Gremium einstimmig zugestimmt hat. 


Niedrige Inzidenz schafft Möglichkeiten für Vereinssport

Am Dienstag fiel die 7-Tage-Inzidenz für Essen endlich laut RKi unter die 50er Marke. Im Stadtbezirk IX pendelt sie sich schon seit längerem auf einen Wert um die 10 ein. Das Absinken der Inzidenz in Essen lässt wieder mehr Sport zu, zumindest unter freiem Himmel. Was für die Werdener Vereine künftig möglich ist – und wie sie die Regeln umsetzen wollen, verraten die Werdener Nachrichten. 


Gute Mischung für den Bezirks-Sport

Der neue Bezirks-Sportbeauftragte Gerhard Schupp sieht in den monatelangen, coronabedingten Stillstand für die Vereine jedoch auch Chancen: „Dadurch haben die Vereine aber jetzt die Zeit, ihr Angebot zu überdenken. Was fehlt im Klub? Sind wir richtig aufgestellt? Ein Vorstand muss sowas abfragen. Doch die Vorstände sind im Schnitt oft älter und scheuen Innovationen. Besser wäre eine Mischung von Jung und Alt.“ Lächelnd verweist er auf den stellvertretenden Sportbeauftragten Falk Petersen: „Ein glücklicher Umstand. Er ist 29 Jahre jung und hat Sportmanagement studiert. Wir beide zusammen sind eine Superkombination.“ 


Zaun an der Bernhardstraße missfällt Anwohnern

Als einen „Schandfleck“ bezeichnet ihn ein Anwohner der Bernhardstraße: Es geht um den schwarzen hohen Zaun, der blickdicht und abweisend um das Hausgrundstück Bernhardstraße 46 gezogen wurde. „Und nicht nur, weil er nicht ins Straßenbild passt, sondern weil er wie ein Kinnhaken gestaltet wurde. Er zieht sich um das gesamte Grundstück, das eigentlich Ackerland sein soll“, erregt sich ein weiterer Anwohner. „Hier dürften nicht mal Jägerzäune zur Abwehr von Rehen aufgebaut werden“, weiß ein dritter. Was die Stadt Essen zu dem Ärgernis sagt, verraten die Werdener Nachrichten! 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Wie lässt sich das Müllproblem in Grünanlagen und an den Ruhr- und See-Ufern lösen? 

21 Mai

Radfahrerin bei Unfall im Hespertal schwer verletzt

Schwer verletzt wurde eine 57-jährige Radfahrerin, als sie am Donnerstagmittag im Hespertal mit einem 49-jährigen Motorradfahrer frontal zusammenstieß..

Die Radfahrerin befuhr die Straße Hespertal in Richtung Hammer Straße und wollte nach links in einen Radweg abbiegen. Dabei übersah sie vermutlich den entgegenkommenden Kawasaki-Fahrer. Doch auch ein starkes Bremsmanöver konnte den Zusammenstoß zwischen den beiden Zweirädern nicht mehr verhindert. Beide Fahrer stürzten zu Boden. Während die Radfahrerin schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht wurde, blieb der Motorradfahrer unverletzt.