Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 07/2026: Karnevalsgala, Forensik-Streit, Dinner-Sieg und Volleyball-Frust
Festliche Gala bei der Karnevalssitzung von „Völl Freud“
Die Gala der Karnevalssitzung von Völl Freud begann nach dem Protokoll der Senatorenernennung von Norbert Siepmann mit dem Besuch des Prinzenpaars durchaus festlich. Wie viel Arbeit in der Dekoration des Saales gesteckt wurde, dem Design der Kostüme, dem Füllen der Becher mit neuem Logo und Richten des Buffets nebst Beschaffung der Getränke – all dies blieb den Gästen verborgen. Diese durften sich am Schautanz „Zauberwald“ der Jugendgarde ebenso erfreuen wie deren Gardetanz. Hildegard Brömmelstrote erfrischte mit ihrer Comedy und das Kinderprinzenpaar der Stadt Essen zeigte, das neue Tanzelemente durchaus auf Gegenliebe stoßen.
IGA 2027: Kritik am Stillstand rund um Haus Scheppen
Im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027 sollte das Haus Scheppen am Baldeneysee zu einem zentralen Projekt der Stadt Essen werden, das durch umfassende Planungen und Bürgerbeteiligung vorangetrieben wurde. Hierfür wurden zwei Millionen Euro veranschlagt. Das Haus Scheppen selbst bleibt allerdings in seinem Dornröschenschlaf. „Das, was passiert, ist hochnotpeinlich“, so Ludger Hicking-Göbels als Sprecher der Grünen-Fraktion.
Forensik-Debatte: Offener Brief spricht von Missverständnis
Hohe Wellen im Essener Süden hat die Einlassung der Altenessener BSW-Politikerin Tina Endruschat in der Forensik-Diskussion geschlagen. Diese hatte sich – wie die Werdener Nachrichten berichteten – gegen angebliche Forderungen gewehrt, die vom Land und Landesverband Rheinland (LVR) in Heidhausen geplante Klinik lieber in nördlichere Stadtteile zu verpflanzen. Doch dies beruht auf ein Missverständnis, betont Werner Walther in einem offenen Brief an die Essener Stadtplanung.

Neues „Atelier Ma Vie“ in der Wigstraße setzt auf Upcycling
Ein wenig von dem nostalgischen Charme ist noch spürbar in Wassilios „Wadi“ Dimitriadis‘ altem Ladenlokal. „Das sagen viele“, lächelt Marika Ratajczak, die nun den vier Wänden an der Wigstraße ihren eigenen Stempel aufdrücken möchte. Denn während Wadi, der im August vergangenen Jahres überraschend verstarb, dort eigentlich einen Schuh- und Schlüsseldienst betrieb, der jedoch zugleich Antiquariat war, haben auch bei seiner Nachfolgerin alte Schätzchen Platz. Doch verleiht sie in die Jahre gekommenen Möbelstücken buchstäblich neuen Glanz: Mit Farbe, Pfiff und viel Fantasie verhilft sie abgeranzten Schränken, Kommoden, Tischen und Stühlen zu neuem Leben. „Upcycling“ heißt dieses Konzept, mit dem die Inhaberin vom „Atelier Ma Vie“, so der neue Name des Geschäfts, auch einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten will.

„Das perfekte Dinner“: Gewinner zu Gast bei Kettner – und mit Spende
Von dem kann ich noch etwas lernen“, lacht Jürgen Kettner – und das will etwas heißen, ist das Werdener Restaurant des Steirischen Sternekochs doch unlängst vom Magazin „Feinschmeckrer“ zum besten Österreicher in Deutschland ausgezeichnet worden. Umso größer wiegt das Kompliment, das er Kolja Eikelmann gemacht hat: Der Werdener hat im Januar die Ruhrpott-Edition von „Das perfekte Dinner“ gewonnen. „Eine knappe Kiste“, lächelt er beim Nachtreffen in „Kettner’s Kamota“: Mit der Einladung an seine Konkurrenten in diese gute Gastrostube hat er ein Versprechen wahr gemacht, das er am Ende seiner Sendung gegeben hat. Auch sein zweites Versprechen löst er ein: Von den 3000 Euro der Gewinnsumme spendet er 1000 Euro an das Projekt Children for a better world.“
Volleyball: Bitteres Wochenende für die Teams
Es war kein gutes Wochenende für die Volleyballer. Erst scheitert die wU16 in der Quali B knapp als Dritte, dann verliert die zweite Herrenmannschaft und ist nun endgültig auf Schützenhilfe angewiesen, um doch noch die Aufstiegsrelegation zu erreichen.
Himmlische Farbspiele am Baldeneysee































