23 Apr.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 17/2026: Auszeichnung für Buchhändler, neue Viet Cuisine, Bergbau-Erinnerung und Handyzeichnungen

Auszeichnung für Buchhändler Dennis Hasemann

Buchhändler Dennis Hasemann hat „eine besondere bürgerschaftliche Auszeichnung“ erhalten. Noch hatten die Werdener Kirchen nicht 19 Uhr geschlagen, doch fanden sich bereits über 70 Menschen vor und in der Buchhandlung Schmitz am Freitagabend ein: Mit einer besonderen bürgerschaftlichen Auszeichnung haben der Verein Leben in Vielfalt (LiV) Essen, das „Wohnzimmer für Demokratie“, vertreten durch Christiane Gregor, sowie zahlreiche Werdener Vereine und engagierte Bürgerinnen und Bürger den Buchhändler Dennis Hasemann geehrt.

Anlass war sein viel beachteter Verzicht auf das Gütesiegel des Deutschen Buchhandlungspreises, das er aus Protest gegen Eingriffe des Bundesministeriums für Kultur und Medien in das Votum einer unabhängigen Jury nicht angenommen hatte.


Viet Cuisine Sushi Bar in der Grafenstraße

Seit Dezember hat Dinh Thuong Tran die „Viet Cuisine Sushi Bar“ in der Grafenstraße eröffnet. Nun fand er Zeit für ein persönliches Gespräch. Werden lernte er bei der Eröffnung des Nagelstudios in der Brückstraße 16 kennen. Als er nach Deutschland kam, so berichtet er, hat er nahezu sofort begonnen, zu arbeiten. Zunächst in Frankfurt, dann in München, später in Berlin. Essen wurde zu seiner Heimat.

Fragt man ihn nach seinem eigenen Lieblingsessen, antwortet er ohne zu zögern: „Pho. Diese Suppe ist für uns, was in Deutschland ein Brötchen ist. Ist sie von einer super Qualität, dann ist das wunderbar und man kann sie den ganzen Tag essen.“


Zukunft des AWO-Treffs im Rathauskeller ist offen

Der AWO-Treff im Werdener Rathauskeller ist seit Jahren ein fester Anlaufpunkt – gerade für ältere Menschen im Stadtteil. Hier trifft man sich, um in Gemeinschaft Karten zu spielen, das Gedächtnis zu trainieren, um zusammen zu lachen und zu feiern.

Doch die Zukunft des Treffs ist ungewiss – und das nicht aus finanziellen Gründen, sondern aus einem, der viele Vereine dieser Tage umtreibt: Es fehlt an Menschen, die sich einbringen wollen.


SC Werden-Heidhausen feiert wichtigen Sieg im Derby

Trainer Danny Konietzko analysierte vor dem Lokalderby gegen Mitaufsteiger Katernberg: „Wir dürfen die Überzeugung und den Mut nicht verlieren, um gegen einen starken Gegner zu punkten.“ Am Ende war die Erleichterung riesengroß und Konietzko konstatierte: „Wenn man so eine Serie an Niederlagen hat, spielt dann auch der Kopf eine Rolle.“

Doch Einstimmung und Moral stimmen bei den Löwentalern. Dabei hatte es blöd angefangen. Doch am Ende konnte der Landesligist aus Werden/Heidhausen jubeln: Endlich gelang wieder ein dreifacher Punktgewinn.


Ehemalige Kumpel treffen sich im Hespertal

Auch wenn in Werden und Essen, der einst größten Bergbaustadt Europas, schon lange keine Steinkohle mehr gefördert wird, lebt der Geist des Bergbaus weiter – in den Geschichten, den Erinnerungen und vor allem in den Menschen, die ihn geprägt haben.

Und genau diese Menschen sollen wieder zusammenkommen, wenn sich die ehemaligen Kumpel und Freunde der Zechen „Pörtingssiepen/Carl Funke“ sowie der Werdener Kleinezeche „Herman/Ludscheid“ im Hespertal treffen.


Handyzeichnungen im Bürgermeisterhaus

Stefan Loos präsentiert sein druckfrisches Buch „Handysch-Mobile Zeichnungen“, 
Malerei und großformatige Tuschezeichnungen.

Vernissage: Donnerstag, 30. April von 19:30 – 21:30 Uhr

Eintritt frei


Der Frühling ist in Heidhausen angekommen

16 Apr.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 16/2026: St. KÖB Kamillus schließt, Favourite Sidewalk Couch spielt und Kunstwerden zieht positives Fazit


Favourite Sidewalk Couch spielt beim Pfingst Open Air
Local Stage feiert Premiere

„Auf dem Pfingst Open Air zu spielen, war immer ein Traum.“ Bislang war Leonard nur als Zuschauer auf dem Umsonst-und-Draußen-Festival im Löwental zu Gast. In diesem Jahr wird dieser Traum wahr: Zusammen mit seiner Band „Favourite Sidewalk Couch“ wird der Essener am Pfingstsamstag, 23. Mai, die „Local Stage“ bespielen, die bei der neuen Ausgabe Premiere feiern wird.

> Zur Website der Band Favourite Sidewalk Couch

„Damit werden wir unserem Anspruch gerecht, Newcomern und jungen Talenten aus der Region Auftrittsmöglichkeiten als Sprungbrett zu bieten“, so Maximilian Janetzki, Inhaber von Indie Radar Ruhr. Der Oberhausener Veranstalter richtet das Festival nun bereits zum zweiten Mal in Folge aus. Einerseits will er an die Tradition des 45 Jahre alten Festivals anknüpfen, andererseits soll es durch einige Neuerungen „relevant und richtungsweisend“ bleiben – und das unter finanziell äußerst schwierigen Bedingungen.


Jürgen Kettner ist „Gastgeber des Jahres 2026“

Jürgen Kettner und sein Restaurant „Kamota“ in Essen-Werden sorgen für lässige Atmosphäre und nehmen Berührungsängste. Aber kann das richtig sein? „Der Große Restaurant & Hotel Guide“ hat den Wahl-Werdener nun zum „Gastgeber des Jahres 2026 “ ernannt. Eienn Koch? Das sei kein Versehen, betont der Gastroführer, ein Nachschlagewerk für über 2.000 Restaurants und Hotels im deutschsprachigen Raum, und lobt Jürgen Kettner und sein „Kettner’s Kamota“ in Werdens Fußgängerzone, welches er 2021 mit Geschäftspartnerin Wiebke Meier eröffnete.

Der Steirer bringe der Kundschaft seine österreichische Küche näher, mit japanischen Einflüssen. Aber der Koch sei auch „im Gastraum und an den Tischen sehr präsent“. Und schaffe so mit Charme eine Atmosphäre, in der „man sich nicht nur wie ein Gast fühlt, sondern wie ein gern gesehener Freund“. Was der 37-Jährige mit seinem oft frechen Schmäh kontert: „Wir haben ja auch die besten Gäste der Welt.“

Etwas dick aufgetragen, möchte man meinen. Kettner präsentiert halt eine Generation junger Köche, die sich nicht allzu bierernst nehmen: „So abgedroschen das auch klingen mag, der Preis gebührt meinem gesamten Team.“

(Fotos: Sascha Perrone)


Erinnerungen an die Jugendarrestanstalt am Wesselswerth

Die ehemalige Jugendarrestanstalt am Wesselswerth 10 wird zu einem Studierendenheim umgebaut. Da kommen Erinnerungen hoch. Klaus Vogeler war von 1968 bis 2003 Jugendrichter und hatte als „Vollzugsleiter“ regelmäßig Dienst in der Werdener Jugendarrestanstalt. Der 86-Jährige erinnert sich noch lebhaft: „Ich war für das Wohlergehen der Delinquenten zuständig, die waren zwischen 14 und 21 Jahre alt. Ich habe mit ihnen über ihre Taten gesprochen. Das waren keine großen Schandtaten. Kleine Schlägereien, Drogendelikte, Ladendiebstähle, Schwarzfahren, sowas.“

Als junger Jurist fing Vogeler beim Landgericht an und wechselte bald zum Amtsgericht Essen-Mitte: „Zivilsachen, also Bau und Blech und Boden.“ Wenig spannend. Als er gefragt wurde, ob er nicht Jugendrichter werden wollte, griff er zu: „Ich hatte zwar keine Ahnung vom Jugendrecht. Aber ich hab’s gewagt und war zuständig für die Nachnamen mit den Anfangsbuchstaben D, F, P und Z, später auch S und Sch.“


Marla Langhof gewinnt den Vorentscheid beim Vorlesewettbewerb

Unter lauter Leuten stand sie da, das Publikum applaudierte frenetisch, doch Marla schien in einer anderen Welt. Stand da ganz still. Realisierte erst nach und nach, was der Werdener Buchhändler Dennis Hasemann soeben verkündet hatte: „Du hast gewonnen!“ Das war so einer dieser Momente, wo man die berühmte Stecknadel hätte fallen hören können: „Ich habe mich gefreut, wirklich. Aber ich bin halt cool geblieben.“ Marla Langhof vom Gymnasium Essen-Werden stand zusammen mit Noah Schwittek von der Gustav-Heinemann-Gesamtschule auf dem Siegerpodest des Vorentscheides beim bundesweiten Vorlesewettbewerb.


SC Werden-Heidhausen verliert knapp beim SV Scherpenberg

Der Fußball-Landesligist kämpfte vorbildlich und hätte dem Aufstiegskandidaten fast einen Punktverlust zugefügt. Aber eben nur fast. Am Ende unterlag der SC Werden-Heidhausen auswärts gegen den SV Scherpenberg mit 3:1 aus Sicht des Gastgebers. Die meisten SC-Treffer (6) hat bisher der momentan verletzte Jacob Mertes erzielt. Damit liegt er in der Torschützenliste der Landesliga auf dem 41. Platz. Die Damen holten gegen Frintrop einen nicht unbedingt zu erwartenden Zähler und die Zwote überstand das schwierigste Geläuf der Saison. „Dreite“ und „Bierte“ konnten nicht punkten.

10 Apr.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 15/2026: Bücherei, Abschiede, Gründung und Stadtteilporträt

KÖB St. Kamillus spendet 2700 Euro an die Kinderintensivstation

Die Regale sind weg, der Raum wirkt viel kleiner als zuvor. Noch ein paar Kartons mit Büchern stehen im Gang, in der ehemaligen Bücherei schlängelt sich noch eine kurze Reihe Bücher an der Wand entlang. „Welche sollen wir öffnen?“, fragt Petra Zentarra und deutet auf zwei Flaschen Sekt samt Knabbereien, mit denen sich die anderen Büchereien für die Spenden bedankten, die sie aus Heidhausen mitnehmen durften.

Etwa 200 Stunden lang wickelten Petra Zentarra und das Team die Katholische Öffentliche Bücherei St. Kamillus ab, schrieben etliche Emails, organsierten Besichtigungstermine. Auf einem Flohmarkt ist man viel losgeworden, aber nicht alles. Was übrig blieb, wurde telefonisch an weitere Abnehmer vermittelt.

Die Ehrenamtlichen der ehemaligen KÖB St. Kamillus unterstützen mit dem Verkaufserlös der Bücher die Kinderintensivstation der Universitätsmedizin Essen mit einer stattlichen Spende in Höhe von 2700 Euro. Im Rahmen einer symbolischen Übergabe wurde die Spende an die Stiftung Universitätsmedizin sowie an Vertreterinnen und Vertreter der Universitätsmedizin Essen überreicht.


Bettina Heubach schließt ihr Geschäft und blickt nach vorn

„Freu dich auf dein neues Leben“, wünscht eine Kundin, die soeben zum letzten Mal bei Bettina Heubach eingekauft hat. Die lächelt strahlend: „Ich werde Pippi Langstrumpf und mach, was mir gefällt.“ Aufhören wird sie nicht gänzlich: Bei Anne Wiesenberg wird sie für ihre Berger-Düfte ein Schaufenster dekorieren, diese Marke wird sie weiterverkaufen.

Doch einen Laden wird es nicht mehr geben. „Ich bin jetzt offen für alles“, skizziert sie ihre Pläne. Freunde in der ganzen Welt locken, aber Hündin Thilda setzt da den Rahmen doch etwas enger und die Gewissheit: „Ich habe ein schönes Zuhause.“ Und nun ist Zeit für ausgedehnte Ausflüge statt kurze, praktische Hunderunden.


Kunstwerden zieht positive Jahresbilanz

Der künstlerische Rückblick aufs vergangene Jahr, den Petra Steinhardt den Mitgliedern von Kunstwerden bei der Jahresversammlung ins Gedächtnis rief, fiel positiv aus. Beginnend mit Thomas Plaßmann war viel Sehenswertes am Start. Und wenn auch mal kontrovers diskutiert wurde, waren sich die Mitglieder einig, dass es stets spannend und konzeptionell sehr gut gelaufen ist und „viele interessierte Besucher“ erreichte, wie die Kuratorin erfreut feststellte.

Nun wird der Verein seine Mitglieder aufrufen, sich an einer Gemeinschaftsausstellung zu beteiligen, die am 10. Mai eröffnet werden soll. „Wenn sich viele melden, könnte ich mir auch zwei Chargen vorstellen“, so die Fachfrau, die im Museum Folkwang ihren Arbeitsplatz hat.


SC Werden-Heidhausen verliert zuhause 0:3 gegen den FC Kray

Am 10. Oktober 2025 war dem Landesliga-Aufsteiger SC Werden-Heidhausen in der Krayer Arena ein grandioser 4:1-Erfolg gelungen. Diesmal gab es betretene Gesichter. Nichts passte besser zur momentan prekären Situation, dass der gerade erst nach langer Verletzung genesene Tom Roß das Warmmachen abbrechen musste. Für ihn rutschte Moritz Stöber in die Startelf, auch er nach längerer Pause. Gegen den FC Kray verlor man zuhause 0:3.


Lars Höcker erfüllt sich mit Five Elements Massage einen Traum

Lars Höcker ist Sportler durch und durch. Schon lange kickt er beim SC Werden-Heidhausen, spielte einst in der ersten Mannschaft und ist mittlerweile bei den Alten Herren aktiv. Doch auch auf seinem Weg in die Selbstständigkeit wurde er zum regelrechten Hürdenläufer. „Sie glauben nicht, wie viele wie viele Stöcke uns in den Weg gelegt worden sind“, schüttelt der gebürtige Werdener den Kopf. „Da könnte man ein Buch drüber schreiben.“

Zusammen mit seinem Partner Tim Dambor hat er sich im Rüttenscheider Girardet-Haus mit dem Wellness-Studio „Five Elements Massage“ einen Traum erfüllt. Ein Projekt, das von einer tiefen Motivation und dem Kampf gegen zahlreiche bürokratische und finanzielle Hindernisse geprägt war.


Michael Foster arbeitet mit der Tanzabteilung des Gymnasiums Werden

Mit Michael Foster spricht ein Künstler, der die Tanzszene aus unterschiedlichsten Perspektiven kennt: als Tänzer, Choreograf, Regisseur und Pädagoge. Seine Laufbahn führte ihn von renommierten Compagnien wie dem Texas Ballet Theater und dem Ballett der Staatsoper Hannover bis zum Ballett am Rhein, wo er sein Repertoire stetig erweiterte und sich zugleich als kreativer Kopf profilierte.

Der gebürtige Amerikaner leitete das Tanzbildungsprogramm „Tanz mit!“ und verband dort schon künstlerische Praxis mit pädagogischem Engagement. Er folgte der Einladung des Gymnasiums Werden, in der Tanzabteilung nun nicht mehr mit Profitänzern zu arbeiten, sondern die Weichen zu ihnen zu stellen. Im Interview gibt er Einblicke in seinen vielseitigen Werdegang, seine künstlerische Handschrift und seine Arbeit mit der nächsten Generation von Tänzerinnen und Tänzern.


Fischlaken: Viel Platz, viel Geschichte, wenig Versorgung

Der erste Eindruck bei einem Spaziergang durchs Dorf: Hier ist viel Platz. Auf 9,28 Quadratkilometern leben nur knapp 4400 Menschen. Dünner besiedelt sind nur noch Schuir und Byfang. Der ländlich geprägte Stadtteil glänzt mit Wiesen, Wäldern, Feldern, dem Baldeneysee. Nicht nur das südliche Seeufer, sondern fast die ganze Wasserfläche des Sees gehört zu Fischlaken. Hier ziehen Leute hin, die „ihre Ruhe“ suchen.

Der Stadtteil ist laut einer Schenkungsurkunde stolze 1230 Jahre alt. Und damit wohl „das älteste Dorf an der Ruhr“. Früher gab es hier Lebensmittelgeschäfte, Metzgerei, etliche Kneipen. Inzwischen nicht mal mehr eine Postfiliale. Auch keine Apotheke. Sogar die Kirche ist geschlossen. Für immer. Übriggeblieben sind noch Gaststätten am Baldeneysee und „Am Schwarzen“ sowie einige Dienstleister.

02 Apr.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 14/2026: Ostereiersuche, Wohnungsbau, Asiatische Hornisse, Kirchenmusik und Fußball

Osterhasen verstecken 1000 Eier im Wildgatter

Viel zu tun hatten die drei frohgelaunten Osterhasen Beatrice Cloidt, Kirsa Galla und Henrike Galla (v.l.), um tausend Eier im Heissiwald zu verstecken. Der der Förderverein Wildgatter Heissiwald hatte auf die Wiese an der Schutzhütte schon eine Woche vor Ostern zur fröhlichen Eiersuche geladen.


Diskussionen um Neubauprojekt an der Velberter Straße

Es gibt zu wenig bezahlbaren Wohnraum für die Mitte der Gesellschaft“. Davon ist Matthias Riediger überzeugt. – und möchte das in Heidhausen zumindest ein Stück weit ändern: Zusammen mit der „Jabo Velberter Str. 101/109 GbR“ will der Geschäftsführer des Projektentwicklers und Vermarkters Immostore Immobilien 30 neue Wohnungen schaffen – und es auch Menschen mit mittlerem Einkommen ermöglichen, im Essener Süden zu ziehen.

Dafür musste unter anderem ein altes Bruchsteinhaus an der Velberter Straße weichen. In der Nachbarschaft hat das Verschwinden des urigen Einfamilienhauses lebhafte Diskussionen ausgelöst. Dieses ist vor einigen Tagen buchstäblich von der Bildfläche verschwunden, die Bagger sind just dabei, die Reste des in Schutt und Asche gelegten Gebäudes zu beseitigen.


Kreisimkerverband ruft zur Mithilfe bei Sichtungen auf

Der Frühling ist da. Mit sich bringt er ein stetiges Ansteigen der Populationen der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina). Diese invasive Art breitet sich rasch aus und stellt eine große Gefahr für heimische Insekten dar, insbesondere für Honigbienen.

Der Kreisimkerverband Essen (KIV) ruft daher dazu auf, Sichtungen oder Nester zu melden. Es wurden 10.000 Flyer gedruckt, die nach und nach verteilt werden sollen. Ulf Brinkmann ist Wespen- und Hornissenberater beim KIV Essen:

„Wir gehen auf die Bürger zu, machen sie aufmerksam und bitten um Mithilfe. Zum Beispiel, bei der Gartenarbeit die Augen aufzuhalten. Ist da vielleicht in rund zwei Metern Höhe eine etwa Tischtennisball-große Kugel zu sehen, in grauem oder beigem Farbton?“


WDR-Rundfunkchor in der Evangelischen Kirche Werden

Erkenntnis führt zum Aufdecken von Taten und Verhalten. Das Matthäus-Evangelium berichtet darüber, wie Petrus am Karfreitag während des Verhörs Christi ihn verleugnet. Er hatte Angst um sein Leben und verriet darum seinen Freund. Jesus hatte es vorhergesehen. Petrus erkannte seine Schuld „und weinte bitterlich“.

Dies hat der Renaissancekomponist Orlando di Lasso (1532 – 1594) in seinem Musikwerk „Lagrime di San Pietro“ (Die Tränen des heiligen Petrus) zu dem Text von Luigi Tansillo (1510 – 1568) vertont. Aufgeführt wurde es vom renommierten WDR-Rundfunkchor in der Evangelischen Kirche Werden.


SC Werden-Heidhausen mit Niederlage und Auswärtserfolg

Der Landesligist hatte 70 Minuten lang eine Punkteilung im Blick und kam dann doch unter die Räder: Gegen den Mülheimer FC 97 unterlagen die 1. Herren des SC Werden Heidhausen auswärts mit 3:0.

Die „Dreite“ holte sich einen hart erkämpften Auswärtserfolg. Die „Bierte“ hielt gut mit, ging dem Spitzenreiter aber zu oft auf den Leim.

26 März

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 13/2026: Stoff- und Tuchmarkt lockt, Brückensanierung verzögert und Selbsthilfegruppe geplant

Stoff- und Tuchmarkt lockt Besucher in die Altstadt

Beste Stimmung herrschte am Sonntag bei den Händlern an den Ständen des deutsch-holländischen Stoff- und Tuchmarkts, die sich auf dem Schulhof des Gymnasium Werdens an der Joseph-Breuer ausgebreitet haben. Aber auch die Geschäftsleute in der Werdener Altstadt freuten sich über die Besucherströme, die der Markt mit Hilfe des sonnigen Frühlingswetters angelockt hat.

„Solche Tage brauchen wir als Einzelhändler einfach“, unterstreicht Julian Frielingsdorf, Mitinhaber der beiden „Catwalk“-Boutiquen an der Grafenstraße, die Wichtigkeit von verkaufsoffenen Sonntagen wie diesen aus Einzelhändlersicht . „Nach dem Weihnachtsmarkt ist der Stoff- und Tuchmarkt die größte Attraktion. Der Herbstmarkt ist sogar noch stärker.“

Gewesen, möchte man ergänzen, denn dieses Jahr müssen die Einzelhändler der Werdener Altstadt genauso wie die Besucher wohl auf diese Tradition verzichten. Der Grund: „Auf dem Schulhof sind massive Umbaumaßnahmen geplant“, berichtet Marko Krstic, Geschäftsführer der Expo Event Marketing GmbH, die den Markt ausrichtet. „Uns fehlt daher die Planungssicherheit – und es hat sich niemand bemüht, diese herzustellen“, sagt er insbesondere mit Blick auf dem Werdener Werbering. Vor allem von dessen Vorsitzenden fühl er sich im Stich gelassen. „Die Kommunikation war unterirdisch.“ Doch der Werbering widerspricht.


Sanierung der Gustav-Heinemann-Brücke verzögert sich weiter

Der Beginn der geplanten Sanierung an der Gustav-Heinemann-Brücke verschiebt sich weiter: Zuletzt hatte die Stadt Essen angekündigt, dass die umfangreichen Arbeiten in diesem Frühjahr beginnen sollen. Doch daraus wird nichts: Die Verwaltungsmühlen mahlen bekanntlich langsamer, so dass die Stadt Essen jetzt mit kommendem Herbst für den Baustart anvisiert. Es fehlen Papiere der der Bezirksregierung Düsseldorf, ohne die man nicht starten kann, heißt es vonseiten der Stadt Essen zur Begründung für die Verzögerung.


Miriam Stehling plant neue Selbsthilfegruppe in Essen

Rein äußerlich beeindruckt Miriam Stehling durch ihre klare, unerschütterliche Präsenz. Seit einem Jahrzehnt führt sie die Velberter Stehling Stanztechnik GmbH gemeinsam mit ihrem Bruder in dritter Generation, trägt damit die unternehmerische Verantwortung für Belegschaft und Kundenstamm. Sie tritt verbindlich auf und beherrscht das – nach eigener Aussage – perfekt antrainierte Lächeln.

Eine Depression ist kein lauter Knall, kein plötzlicher Bruch, sondern eher ein feiner Riss im Fundament des Lebens: Anhaltende Niedergeschlagenheit, Verlust von Freude und Interesse oder Selbstzweifel. Das Gefühl, keine Energie mehr zu haben, ist oft begleitet von der Antriebslosigkeit, Alltägliches wie Aufstehen, Einkaufen oder das Beantworten von Nachrichten zu erledigen. Anhaltende Müdigkeit, trotz ausreichenden Schlafs. Irgendwann erscheint die Welt wie durch ein trübes Glas betrachtet: farblos, distanziert und merkwürdig fremd. Sie plant ein neuartiges Projekt in Essen: eine Selbsthilfegruppe für Betroffene und Angehörige.

„Die Selbsthilfegruppen sind geschützt, was ja grundsätzlich gut ist. Ich möchte beide zusammenbringen: ein gemeinsamer Auftakt, dann getrennter Austausch in Gruppen und am Ende ein Zusammenkommen. Die Einsicht muss bestenfalls von einem selbst kommen“, betont Stehling.


SC Werden-Heidhausen mit kämpferischem Auftritt

Der Fußball-Landesligist SC Werden-Heidhausen zeigte sich kämpferisch von seiner besten Seite, war aber spieltechnisch unterlegen.

Die Damen kamen zu einem hart erkämpften Auswärtserfolg. Die 2. und 3. Herren rutschten aus den Aufstiegsrängen, doch da ist noch nichts verloren. Vor Ostern steht eine englische Woche an.


Besonderer Jahrgang am Mariengymnasium

„Keiner war sich so richtig sicher, was wir überhaupt sind.“ Mit diesen Worten beschreibt Lina Stachow die anfängliche Verwirrung, die die 19-Jährige und ihre Mitschülerinnen und Mitschüler im sogenannten Bündelungsjahrgang am Werdener Mariengymnasium erlebten.

Ihr Jahrgang ist eine Besonderheit im nordrhein-westfälischen Bildungssystem, denn er entstand im Zuge der Umstellung von G8 auf G9. Er sollte Schülerinnen und Schülern den Wechsel auf ein Gymnasium erleichtern oder diejenigen auffangen, die den Übergang in die gymnasiale Oberstufe nicht direkt schafften.