15 Dez

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 50/2022

Skulptur ist bald wieder an ihrem Platz

Je zwei Mitarbeiter der Firmen Metallbau Stratmann aus Kupferdreh und Steinmetzbetrieb Berns aus Duisburg rückten am Montagmorgen zum Heidhauser Platz an, um die Skulptur des dortigen Jugendstil-Brunnens wieder an ihren angestammten Platz zu montieren. 


„Werden hilft“ nimmt Arbeit wieder auf

Im März begann der Ukraine-Krieg – und seitdem sind viele Menschen aus diesem Land geflüchtet, um Schutz zu finden. Immerhin: Fast zeitgleich endeten die Corona-Einschränkungen in den Flüchtlingseinrichtungen. Der Verein „Werden hilft“ konnte darum sich der neuen Herausforderung stellen und seine Arbeit wieder aufnehmen. Seitdem ist viel geschehen. Der E-Mailverkehr mit 15 Mails pro Tag – statt wie vor Kriegsbeginn pro Woche – machte das gut erkennbar, so die wiedergewählte Vorsitzende Christiane Gregor


Wird das Jugendstil-Haus einem Neubau weichen müssen?

Bis Mitte Januar läuft voraussichtlich die Prüfung des Denkmalschutzes des Jugendstil-Hauses an der Propsteistraße 39 – und damit dürfte sich dann das Schicksal des aus dem Jahr 1899 stammenden Gebäudes entscheiden, den ein Investor durch einen Neubau ersetzen will. Die SPD in der Bezirksvertretung nimmt die Diskussion um das Gebäude zum Anlass, erneut eine Denkmalbereichssatzung für Werden mit einer entsprechenden Anfrage an die Verwaltung ins Spiel zu bringen. 


Montage der Fahrradrinne am Wehr führt zu temporären Einschränkungen

Der Ruhrverband lässt Anfang Januar am Treppenaufgang neben dem Wasserkraftwerk am Wehr Baldeney neue Rampensteine montieren, die das Hinauf- und Hinunterschieben von Fahrrädern erleichtern sollen. Für die Dauer der Arbeiten wird jeweils eine Hälfte der Treppe für den Publikumsverkehr gesperrt. 

Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Wo kaufen Sie Ihre Weihnachtsgeschenke? 

01 Dez

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 48/2022

Werdener Weihnachtsmarkt fand wieder statt

Bestens besucht war die 41. Ausgabe des Weihnachtsmarkts, der nach zwei Jahren Pause kleiner ausfiel als gewohnt: In der Heck-, und Grafenstraße sowie in der Hufergasse fehlten die Stände, die sich stattdessen auf dem Markt vorm Rathaus und um den Ludgerusbrunnen verteilten. So wurde es zeitweise recht eng zwischen den Ständen. Auch auf den ersten ökumenischen Adventsmarkt und dem „Anleuchten“ des Heidhauser Weihnachtsbaums blicken wir zurück. 


Geschichtsträchtige Gebäude sollen erhalten werden

Die Werdener hängen an ihren alten, oftmals geschichtsträchtigen Gebäuden – unlängst hat sich eine Initiative gegründet, die den drohenden Abriss des Hauses an der Propsteistraße 39 verhindern will. Und auch andere Bauwerke rücken in den Fokus: So steht am Leinwebermarkt die alte Gaststätte, die viele Werdener noch als „Am Kamin“ kennen. „Steht es eigentlich unter Denkmalschutz oder müssen wir mal wieder Abriss und einen Betonklotz befürchten?“, fragt etwa WN-Leser Rainer Giesen. Tatsächlich steht das 1786 errichtete Gebäude nicht unter Denkmalschutz – doch ein Abriss sei dennoch nicht zu befürchten, betont Andreas Zenker von der Firma Zenker Immobilien, die für die Vermarktung der Immobile zuständig ist: „Wir suchen in enger Absprache mit dem Eigentümer einen Käufer, der das Haus erhalten will.“ 


Weihnachtsgottesdienst diesmal im Mariengymnasium

Für die Weihnachtsgottesdienste hat die Propstei St. Ludgerus eine Alternative zur Basilika gefunden: Da die ehemalige Abteikirche wegen andauernder Bauarbeiten bis voraussichtlich Ende Februar 2023 geschlossen bleiben muss und die Luciuskirche, die für die anderen Gottesdienste als Ausweichquartier dient, Weihnachten zu klein sein dürfte, bekommt die Gemeinde über die Feiertagen im Forum des Mariengymnasiums eine Herberge. 


Zwillings-Eltern-Treff im Werdener Familiencafé

„Zwillinge zu bekommen, bedeutet echtes Glück“. Silke Liedtke freut sich, dass ihre beiden Töchter Johanna und Charlotte vor elf Monaten fast gleichzeitig das Licht der Welt erblickt haben. Aber bei allem Glück sei der Alltag auch „wahnsinnig anstrengend“, räumt die junge Zweifach-Mutter ein. Damit Eltern wie sie sich mit anderen, die die gleiche Erfahrungen teilen, austauschen können, gibt es seit diesem Monat den Zwillings-Eltern-Treff im Werdener Familiencafé Löffelöhrchen


Besuch bei der Werdener Autorin Stefanie Lasthaus

Wenn man Stefanie Lasthaus bei ihrem Schreiben an ihren Romanen zugucken würde, würde man auf ihrem Schreibtisch nicht nur den Computer sehen, sondern auch eine Riesentasse mit duftendem Tee. Die in Werden lebende Schriftstellerin schreibt mit Leidenschaft und vermittelt mit ihren Büchern ihren Leserinnen und Lesern Ausflüge in eine ebenso entspannte wie anregende Welt der Unterhaltungsliteratur. 

Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Gehört für sie der Besuch von Weihnachtsmärkten zur Adventszeit dazu? 

30 Jun

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 26/2022

Platz Eins für den Junioren-B-Achter

So sehen Sieger aus: Den 1. Platz im Junioren-B-Achter zu erreichen, ermöglichten auch Jonas Frommhold (4. von links), daneben Jannik Elsner vom EWRC. Im letzten Junioren-B-Rennen des Tages starteten die beiden mit ihren Partnern aus Münster und Minden. Nach dem Sieg im Vorlauf hatten sie sich die Mittelbahn gesichert. Alle sechs Boote gingen stark ins Rennen. Das Boot mit Jannik und Jonas hatte nach 500 geruderten Meter die Bugspitze vorne und gab die Führung bis ins Ziel nicht mehr ab.  


Verein Elterninitiative für Menschen mit Behinderung sucht Lösungen in Werden

Rosemarie Trilling und Maria Martin-Casais verzweifeln zwar nicht, aber ihr Lebensproblem und das von fünf weiteren Eltern mit teilweise schwerstbehinderten Kindern lässt sich trotz vieler guter Ideen seit sieben Jahren nicht realisieren. Sie wünschen sich eine betreute Wohngemeinschaft für die jungen Menschen. Die Zeit läuft ihnen nach und nach weg: „Wenn wir sterben, kommen sie zunächst in ein Altenheim. Wir wissen aber, dass sie sich da nicht wohlfühlen.“ Da sie aus den Erfahrungen anderer wissen, dass auch bei dieser Wohnform offenbar täglich ihr Besuch nötig ist, wünschen sie sich eine Lösung in Werden, die sie unkompliziert erreichen können. Dafür gründeten sie den Verein Elterninitiative für Menschen mit Behinderung (EVA). 


Bauantrag nicht mehr gültig – Abriss an der Propsteistraße 39 vorerst gestoppt

„Die fehlenden Unterlagen wurden nicht fristgerecht nachgereicht“, so Jacqueline Schröder, Pressereferentin der Stadt Essen auf Nachfrage der Werdener Nachrichten, daher sei der Bauantrag nicht mehr gültig. „Falls das Bauvorhaben weiterhin bestehen sollte, muss ein neuer Antrag eingereicht werden.“ Der „komplexe und arbeitsintensive Vorgang“ zur Prüfung des Denkmalschutzes des Gebäudes befinde sich indes zwar in „vordringlicher Bearbeitung“, so Schröder weiter. „Da er allerdings mit vielen Stellen abzustimmen ist, konnte er noch nicht endgültig abgeschlossen werden.“ 


Schule sammelt Spenden für die Ukraine

Angestoßen von Gregor Lauenburger, Schulseelsorger des Mariengymnasiums in einem Gottesdienst, wurde zunächst in Klassenprojekten die Idee aufgegriffen, Geld für die Ukraine zu sammeln. Zunächst allerdings wurden sackweise Kuscheltiere gewaschen und gespendet, um ukrainische Kinder in einer Klinik zu trösten. Dann begannen einige Schüler zu backen, und die Muffins in der Pause zu verkaufen. „Ich fand es allerdings zweischneidig, da wir auch einen offiziellen Pausenverkauf haben“, schränkte Lauenburger ein. 


Neue Serie – Mit dem 9-Euro-Ticket ab Werden: Diesmal nach Hösel

Das 9-Euro-Ticket ermöglicht es noch bis Ende August, Monat für Monat für 9 Euro mit Regionalzügen durchs ganze Land zu reisen – gute Nerven vorausgesetzt: Denn volle Züge, Verspätungen und verpasste Anschlüsse für Umstiege können die Reisefreuden gehörig trüben. Doch zumindest den letzten Punkt kann man sich ersparen, indem man sich möglichst Ziele mit wenigen Umstiegen sucht. Und auch die S6, die einzige Bahn, die in Werden hält, bietet den ein oder anderen spannenden Zielort. In den kommenden Wochen möchten wir Ihnen einige davon vorstellen. In unserem ersten Teil schauen wir, was Hösel zu bieten hat…


Unsere Frage der Woche: Wie steht es mit der Barrierefreiheit in Werden? ist alles gut zu erreichen, was wichtig ist oder braucht es deutlich mehr auf diesem Gebiet von allen Seiten?

24 Feb

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 8/2022

Essen will die Verkehrswende

Bis 2035 soll der Anteil des motorisierten Individualverkehrs auf den Straßen der Stadt 25 Prozent betragen. Doch bis dahin ist noch ein weiter Weg: 2019 haben die Essener laut Haushaltsbefragung noch 55 Prozent ihrer Wege mit Pkw und Co. erledigt. Dass, um den Autoverkehr zu reduzieren, zum Beispiel das Radfahren in der Stadt attraktiver werden muss, darin sind sich die meisten Parteien wohl einig. Nicht aber über das Wie, wie die jüngste Diskussion in der Bezirksvertretung IX (Werden/Kettwig/Bredeney) zeigte: Denn während die Grünen für mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder auf dem Platz der Werdener Feintuchwerke und in der Altstadt Auto-Parkplätze opfern würden, stimmt die CDU dem Wunsch nach mehr Platz für Drahtesel gerne zu – aber ohne den Autos etwas wegzunehmen


Von Denkmälern und Hochwasserschutz in Werden

9,3 Millionen Euro beantragt die Stadt Essen beim NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, um Hochwasserschäden aus dem vergangenen Juli zu beheben – auch in Werden. Dies hat der Rat in seiner Sitzung am Mittwoch im Rahmen eines Wiederaufbauplans beschlossen. Die Bezirksvertretung IX (Werden/Kettwig/Bredeney) sieht indes in Sachen Hochwasserschutz in den Stadtteilen enormen Verbesserungsbedarf. In ihrer Sitzung am Montag hat das Stadtteilparlament diesbezüglich einen Fragenkatalog an die Verwaltung beschlossen. „Es geht uns zum Beispiel darum, zu fragen, was im Bezirk zum Hochwasserschutz von Denkmälern wie der Neukircher Mühle getan wird“, erläutert die Grüne Bezirksvertreterin Hildegard Demmer einen entsprechenden Antrag ihrer Fraktion. Zudem fragt der Antrag danach, wie eine „regelmäßige Risiko- und Katastrophenschutz-Information der Eigentümerinnen und Eigentümern und der Bevölkerung in Hochwasserrisikogebieten“ geplant sei. 


Erlebnisbericht aus der Familien-Quarantäne mit kleinen Kindern

Auch wenn die Infektionszahlen nicht mehr so rasant steigen wie noch wenige Wochen zuvor: ,Mit den Pool-Tests werden zahlreiche Fälle in Kitas entdeckt und unzählige Familien mit Kleinkindern verbringen seit Jahresbeginn Wochen in Quarantäne. Was seit zwei Jahren vermieden werden sollte, ist nun Realität geworden: Covid durchseucht die Gesellschaft. Eine Werdenerin berichtet für die „Werdener Nachrichten“ über ihre Familien-Quarantäne


Bistums-Angestellter über sein Coming Out in der katholischen Kirche

Lange Zeit hat Rainer Teuber seine Sexualität und seine Liebe zu einem Mann geheim gehalten – denn als Angestellter des Bistums musste er um seinen Job fürchten. Bis ihm vor rund drei Jahren bei einer Veranstaltung der katholischen Kirche der Kragen platzte und er sich als homosexuell outete. Nun berichtete er im Forum des bischöflichen Mariengymnasium über sein Leben vor und nach dem Outing – und darüber, wie er Teil der Kampagne „Out In Church“ und der ARD-Doku „Wie Gott uns schuf – Coming Out in der katholischen Kirche“ wurde, die beide vor rund einem Monat großes Aufsehen erregten. 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Sollte man für mehr Fahrradständer Parkplätze in der Werdener Altstadt Auto-Parkplätze opfern? 

27 Jan

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 4/2022

Spendendose für  krebskranke Kinder gestohlen

Claudia Soller – Inhaberin von „Blumen Werden“ – ist fassungslos. Seit Jahren steht auf der Ladentheke ihres Geschäfts in der Abteistraße eine kleine, rund 20 Zentimeter große Spendendose. Doch seit Montag nicht mehr. Denn am Vormittag hat eine angebliche Kundin die Dose samt Kaffeekasse dreist gestohlen. Das Geld war eigentlich für die Kinderkrebshilfe gedacht.


Marode Rathausfenster gefährden Bausubstanz – Bezirksvertreter sehen Handlungsbedarf

Wer die immerwährenden Diskussionen um historische Bausubstanz in der Altstadt verfolgt, weiß: Die Werdener identifizieren sich stark mit ihren Gebäuden. Dies gilt natürlich auch für das Werdener Rathaus: „Ein sehr historisches Rathaus mit Ausstrahlung“ nennt es der Werdener Bezirksvertreter Herbert Schermuly. Doch diese Ausstrahlung ist gefährdet: „Wenn man sich mittlerweile die Fensterfronten ansieht, bekommt man einen negativen Eindruck“, ergänzt der CDU-Politiker. In der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung hat seine Partei daher zusammen mit der FDP einen Antrag gestellt, der eine Sanierung der Fenster zufolge haben soll.


SPD will für Werden Denkmalbereichssatzung – Ratsfraktion fordert klare Linie im Umgang mit historischen Gebäuden

Das Schicksal der Domstuben beschäftig die zuständige Bezirksvertretung schon länger – erst in der letzten Sitzung hat sie ihre Forderung nach einem Denkmalschutz für das geschichtsträchtige Gebäude, das die Propsteipfarrei St. Ludgerus durch einen Neubau ersetzen will, erneuert. Nun erreicht die Diskussion auch die Ratsebene: Die dortige SPD-Fraktion fordert gar eine Denkmalbereichssatzung für Werden.


Schildbürgerstreich vermutet – Bremerstraße verrammelt, Hammer Straße bald gesperrt

„Diesen Schildbürgerstreich sollte doch mal die Verkehrssicherungspflicht erklären!“ wütend hat sich  Uta Rieper an die Heimatzeitung gewandt. „Einfahrt und Ausfahrt an der Bremerstraße sind seid fast zwei Wochen nicht möglich.“ Doch noch mehr ärgert sie sich über die widersprüchliche Ausschilderung der Umleitung: „ Warum dann die Umleitung U 22 zur Hammer Straße nach rechts ausgewiesen wird, wenn ich durch die Absperrung noch nicht einmal auf die Heidhauser Straße kommen kann, ist der größte Witz.“ 

Hammer Straße ab 14. Februar gesperrt

Voraussichtlich ab Montag, 14. Februar, wird die Hammer Straße zwischen der Velberter Straße und Straße Hespertal in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Die Wiederherstellung der Böschung und der Straße dauern voraussichtlich acht Wochen. Während der Vollsperrung wird eine weiträumige Umleitung über die Straßen Hespertal, Hefel und Hefeler Straße bis nach Velbert und dann zurück über die Werdener Straße, Bergische Landstraße und Heidhauser Straße nach Essen eingerichtet.


Der Schrei durch die Tarzanskulptur

Der Heidhauser Künstler Johannes Gramm hat ein begehbares Kunstwerk geschaffen, durch das jeder zum Helden werden kann. Vor dem Gartenzaun Künstlers hat sich ein kleines kulturelles Wunder entfacht: Wer auf dem Pastoratsberg unterwegs ist, entdeckt im Garten des 57-Jährigen eine Persönlichkeit, die sonst im Dschungel Heldentaten vollbringt. Denn dort steht nun die größte begehbare Tarzan-Skulptur der Welt – nicht nur für Kunstfreunde könnte dies der letzte Schrei werden.

> Mehr von Johannes Gramm und Tarzan auf Instagram


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