03 Feb

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 5/2022

Grünes Licht für die Wald-Kita auf dem Gelände des ehemaligen Sportplatzes Am Volkswald

Nachdem nun auch endlich die Verwaltung ihr Okay gegeben hat, soll das von Politik und manchem Bürger lang ersehnte Projekt im kommenden Jahr tatsächlich realisiert werden – ein Jahrzehnt, nachdem die Fläche als Sportplatz aufgegeben wurde. Ein Kita-Betreiber steht bereits in den Startlöchern. Unklar ist aber weiterhin, ob sich auf dem weitläufigen Areal andere Projekte wie eine Skateranlage, ein Jugendtreff und eine Mehrgenerationen-Fläche realisieren lassen. Dabei hatte es zunächst auch für die Wald-Kita-Pläne gar nicht gut ausgesehen, wie Bezirksbürgermeisterin Gabriele Kipphardt bei der Vorstellung der Pläne am vergangenen Freitag zugegeben hat: „Von der Verwaltung kam zunächst rotes Licht, nachdem die Bezirksvertretung am 30. November vergangenen Jahres in einem Antrag ein Nutzungskonzept für die lange brach liegende Fläche forderte.“ 


Die E-Scooter bleiben in der öffentlichen Diskussion

Nachdem der Werdener Norbert Fabisch sich an den städtischen Beschwerdeausschuss gewandt hatte, um eine Reduzierung der mietbaren Elektroroller im Straßenbild zu erreichen, hat sich vor allem die SPD des Themas angenommen. Am kommenden Donnerstag, 10. Februar, bringt die SPD-Fraktion einen Antrag in den Ausschuss für Mobilität und Verkehr, der die Sicherheit bei der Nutzung und Akzeptanz der Fahrzeuge verbessern soll. 


Stabwechsel bei der FDP Werden

Stefan Moors löst Peter Barthel als Vorsitzenden der FDP Werden ab. Dabei ist der 58-jährige Unternehmer aus Heidhausen gerade erst im vorigen Jahr Mitglied der liberalen Partei geworden. Auslöser für sein spätes politisches Engagement war die Corona-Pandemie: „Diese hat so viele wichtige Entscheidungen auf den Tisch gebracht, dass ich es für notwendig gehalten habe, mich politisch einzubringen – und das geht meines Erachtens am besten in einer Partei.“ 


Ein musikalisches Porträt des Komponist Luciano Berio

Städte werfen in ihrer Komplexität von Dichte und Unüberschaubarkeit immer wieder Fragen auf. Sich diesem Phänomen zu nähern, kann eine Betrachtung des Zustands und der Vorgänge in diesem Raum durch ein Porträt helfen. Nach dem Beispiel des italienischen Komponisten Luciano Berio (1925 – 2003) haben dies Schülerinnen und Schüler des Mariengymnasiums in Werden gemacht und ihr Werk im Rahmen eines Konzerts des „Klavierfestivals Ruhr“ in der Neuen Aula vorgestellt. 


Bauarbeiten an der Laupendahler Landstraße

Eine Steinwüste – nicht im übertragenen, sondern im wirklichen Wortsinne – haben die Bagger aus den Häusern 39 — 43 der Laupendahler Landstraße gemacht. Schon seit September 2019 waren die Abrisspläne bekannt. Anstelle der alten Gerberei Comberg werden nun drei Wohnhäuser gebaut, darin Platz für 29 Wohneinheiten. Die zweigeschossigen Bauten sollen mit einem Flachdach ausgeführt werden, obendrauf mit einem begrünten Sattelgeschoss. Hier, mitten im Hochwassergebiet, wird anstelle des kleinteiligen Industrierelikts ein weiterer Neubau mit Tiefgarage entstehen. Nach den 2019 veröffentlichten Berechnungen der Bezirksregierung Düsseldorf liegt auch die Liegenschaft Nr. 39 – 43 im Hochwasserrisikogebiet.
Dass deren Prognosen noch übertroffen werden sollten, zeigte die Nacht vom 14. Juli 2021: Starkregen ließ den Pegelstand der Ruhr bei Hattingen auf über sieben Meter anschwellen, die Anwohner der Laupendahler Landstraße mussten in dramatischer Weise evakuiert werden. 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Ist die Waldkita am Volkswald ein Gewinn für Heidhausen?

02 Sep

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 36/2021

Woher kommen unsere Lebensmittel?

„Häufig kommt es mir so vor, als ob die Städter den Landwirten erklären wollten, wie sie ihren Job machen sollen“, ärgert sich Maria Werner. Dabei sei in der Stadtbevölkerung die Landwirtschaft kaum präsent. Aus ihrer Kindheit kennt die Landwirtin das noch anders: Von Regalen mit Weckgläsern, die mit allem gefüllt waren, was der Garten hergab, bis dazu, dass ab und an ein Schwein geschlachtet worden ist, war ihr schon früh präsent, woher Lebensmittel kommen. „An dem Bild hat sich einiges geändert“, stellt die Landwirtin fest, die dieses Bild gerne wieder geraderücken möchte. Deshalb luden sie und ihr Lebensgefährte Thomas Leuchten Kollegen, Politiker und Verbraucher am vergangenen Samstagabend zum Gespräch auf ihren Hof in die „Heu-Arena“. 


Reichlich Gegenwind für CDU-Kandidat Matthias Hauer im Mariengymnasium

Den Fragen der Schüler der Q2 stellte sich der Essener Bundestagsabgeordnete Matthias Hauer im Forum des Mariengymnasiums. Die Positionen des CDU-Politikers, der sich bei der kommenden Bundestagswahl in drei Wochen ein erneutes Direktmandat erhofft, zu aktuellen Themen wie die Afghanistan-Politik oder Rechtsextremismus interessieren die angehenden Abiturienten. Besonders beim Thema Klimawandel bekommt es der 43-Jährige mit reichlich Gegenwind zu tun. 


Straßenbeschilderung für die Grüne Harfe

Schon längst ist das Neubaugebiet Grüne Harfe besiedelt. Doch die offizielle Beschilderung der neu geschaffenen Straßen hat lange gefehlt. Über Monate hat sich der Werdener Marc Mülling diesbezüglich um eine amtliche Auskunft bemüht – vergeblich. Doch mittlerweile wurden die Straßenschilder in aller Stille aufgestellt. Wirklich zufrieden stellt das Mülling nicht: Denn die Informationen auf den ergänzenden Schildern, die die Bedeutung der Namenspaten erläutern sollen, fallen teils sehr spärlich aus. 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Sind Lebensmittel zu billig? 

29 Okt

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 44/2020

Herbert Knebel gratuliert den Deutschen Fairtrade-Meistern

Das Mariengymnasium wird beim Nachwuchspreis des Fairtrade Awards mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Der bekannte Kabarettist war die paar Meter rübergekommen ins bischöfliche Gymnasium, lobte den tadellosen Zustand des Gebäudes, da habe er bei Kulturveranstaltungen kreuz und quer durch die Republik schon ganz andere Lehranstalten erleben müssen. Das Anliegen eines fairen Handels sei ein politisch ganz wichtiges Projekt, das er voll unterstütze. Die Jury zeichnete mit dem ersten Platz das Engagement der Marienschüler*innen aus, die mit kreativen Ideen über den fairen Handel informieren. 

Die Schule hat nach den Herbstferien begonnen – und kann trotz Lockdown-Light, der weite Teile des öffentlichen Lebens im November lahmlegt, auch erst einmal weiterghen. Die Heimatzeitung befragte die drei Rektoren der weiterführenden Schulen zu den neuen Verordnungen und dem aktuellen Stand. 


Entsetzen bei Werdener Gastronomie über zweiten Lockdown

„Katastrophe“, „Absolutes Unverständnis“, „politische Willkür“: Gastronomie und Kultur sind besonders betroffen von dem zweiten Lockdown, den Bund und Länder unter Führung von Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwochnachmittag per Telefonschalte zur Eindämmung des Coronavirus beschlossen haben. Bei den Werdener Gastwirten und Kulturschaffenden herrscht entsprechendes Entsetzen darüber, dass sie gezwungen sind, ab kommenden Montag erneut ihre Arbeit im gewohnten Maße einzustellen. 


Besondere Herausforderung auch für die Folkwang-Universität der Künste

Im vergangenen Semester lief vieles anders gewohnt für Studenten und Dozenten. Auch das kommende Semester, das im November als „Hybrid-Semester“ beginnt, wird noch weit weg sein vom Normalbetrieb. Die Werdener Nachrichten haben mit dem Folkwang-Uni-Rektor Andreas Jacob, der jüngst für vier weitere Jahre im Amt bestätigt wurde, über die Erfahrungen aus dem vergangenen Semester gesprochen – und über das was Studenten und Dozenten im kommenden Halbjahr bewältigen müssen.


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Ist der „Lockdown-Light“ im November angemessen oder übertrieben?  

13 Aug

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 33/2020

So war der erste Schultag unter Corona-Bedingungen in Werden

„Ich habe zwar eure Gesichter auf den Fotos angesehen und eure Namen gelernt, aber mit den Masken erkenne ich euch überhaupt nicht mehr. Ich werde mir jetzt verstärkt eure Augenpartie und Haarschnitte einprägen“, lächelte Lehrer Hendrik Tank, der zum ersten Mal eine fünfte Klasse unterrichtete, zur Begrüßung am Mariengymnasium. Wie der erste Schultag für Lehrer und Schüler unter Corona-Bedingungen verlief – und was die Eltern zur Maskenpflicht sagen, ist heute Thema in den Werdener Nachrichten. 


Neuer Schriftführer im Werdener Bürger- und Heimatverein

„Es stimmt, dass die Jugend in Werden bislang nicht gehört worden ist.“ Damit will sich Chris Helmer, der sich mit 31 Jahren durchaus noch selbst als Vertreter der jungen Generation ansehen kann, jedoch nicht abgeben. Im Bürger- und Heimatverein hat er als neuer Schriftführer bereits den Altersdurchschnitt beträchtlich herabgesetzt. Und der Jugend will er dort in Werden eine Stimme geben – und dass es solch einen Ort bald gibt, daran dem arbeitet er bereits. 


Kommunalwahl: Kandidaten beantworten Fragen in der Waddischen

Außerdem: Am 13. September steht die Kommunalwahl in NRW an: Auch in Werden Stadt und Land stellen sich viele Kandidaten zur Wahl für Rat und Bezirksvertretung. Um sie den Bürgern näherzubringen, haben die Werdener Nachrichten Fragebögen an die Kandidaten geschickt, die wir samt Antworten ab der aktuellen Ausgabe nach und nach veröffentlichen. 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Masken im Unterricht und auf den Schulhöfen ab der fünften Klasse sind… 

30 Jan

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 05/2020

Widerstand gegen das Bauvorhaben Im Hesgarten

Mit seinem vielen Grün und doch nah an der Altstadt gilt das Werdener Land als beliebter Wohnort. Nicht zuletzt deshalb entstehen in Heidhausen und Fischlaken immer wieder neue Bebauungen. Doch nicht jedem Alteingesessenen schmeckt das, fürchten diese doch um ihre Idylle vor der Haustür. Gegen ein Bauvorhaben Im Hesgarten regt sich nun Widerstand: Anwohner haben gegen die Bauvoranfrage für das Grundstück Im Hesgarten 23 Beschwerde beim Verwaltungsgericht Gelsenkirchen eingelegt. 


FDP-Staatssekretär besuchte Mariengymnasium

Staatssekretär Mathias Richter besuchte das Mariengymnasium und richtete Grüße der Bildungsministerin Yvonne Gebauer aus. Sie sei aus bedauerlichen familiären Gründen verhindert. Die Schulform des Mariengymnasiums mag den den FDP-Politiker an seine eigene erinnert haben: Der vierfache Vater besuchte bis zum Abitur das Gymnasium Private Bischöfliche Fürstenberg-Schule Recke. Im Forum ging es dann schnell vor allem um Schulpolitik. 


Ersatz für verschwundenes Christusmonogram

Nicht wenige halten die Grabstätte der Evangelischen Kirchengemeinde auf dem Friedhof Werden II für denkmalwürdig – wurde sie doch nicht zuletzt 1906 vom bedeutenden Architekten Hans Bernoulli gefertigt. Doch die Zeit ist auch an dieser über hundert Jahre alten Grabstätte nicht spurlos vorüber gegangen. So ist ein bronzenes Christusmonogram, das der Bildhauer Hans Krückeberg gefertigt hat, auf dem zentralen Grabmal längst verschwunden. Doch nun haben Conrad Schlimm und Edith Telkof Ersatz organisiert. 


Stimmen Sie ab bei unserer Frage der Woche: 
Sollte die Stadt mehr Vorgaben bei Wohn-Neubauten machen?