15 Apr

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 16/2021

Werden und seine Parkplätze

Carsharing-Parkplätze am Kastellgraben und vor den Domstuben

Am Stadteingang liegt der Werdener Parkplatz „Kastellgraben“. Dort wird künftig ein Stellplatz für ein Carsharing-Fahrzeug reserviert – und nicht nur dort: Auch vor den einstigen Domstuben müssen künftig zwei Plätze für ein Carsharing-Angebot freigehalten werden. 



Neue Parkverbotszone vor dem Bürgermeisterhaus

Ärger um Parkplätze hat auch das Bürgermeisterhaus: Denn praktisch vor seiner Haustür hat die Stadt Essen nun eine Parkverbotszone eingerichtet. Was das für den sowieso schon durch die Corona-Krise gebeutelten Kulturbetrieb bedeutet und was die Stadt dazu sagt, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der Werdener Nachrichten! 


Parkplätze – eine poetische Betrachtung

Außerdem gehen wir in einem feuilletonistischen Spaziergang durch Werdens Zentrum der Poesie der Parkplätze nach. 

08 Apr

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 15/2021

Der April macht dieses Jahr mal wieder, was er will. Noch vor einer Woche zeigte er sich von seiner schönsten Seite, nur um zum Anfang dieser Woche den Winter wieder vorbeizuschicken. Dieses Wochenende sehen die Aussichten auch eher trübe aus. Doch sollte man den Optimismus bewahren und sich an den schönen Seiten des Frühlings erfreuen – so wie es WN-Leser Werner Henselowsky es mit dem in voller Pracht erblühten Baum getan hat, der vor der Luciuskirche steht. Diese Freude möchte er mit den anderen Lesern teilen.  


Mangel an öffentlichen Toiletten in Werden

Wer in der Werdener Altstadt ein plötzlich dringliches Bedürfnis verspürt, das auf der Blase drückt, der dürfte angesichts der mangelnden Möglichkeiten, sich Erleichterung zu beschaffen, schnell ins Schwitzen kommen. Auch Wally Klettke befand sich unlängst in einer solchen Notlage: Ihre Hoffnungen, im Werdener Rathaus ihre Notdurft verrichten zu können, haben die Mitarbeiterinnen der dort ansässigen Stadtteilbibliothek jedoch schnell zunichte gemacht. „Man hat sich geweigert, mir die Toilette aufzuschließen“, berichtet die 83-Jährige erbost. „Eine Unverschämtheit.“ Diese unschöne Erfahrung der Seniorin zeigt aber eine weitergehende Problematik auf: In Werden gibt es schlicht keine öffentlichen Toiletten. 


Peter Renzel wirbt für die Psychatrische Klinik in Heidhausen

Für die Pläne des Landes NRW, zusammen mit dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) in Heidhausen eine Klinik für psychisch erkrankte, straffällig gewordene Frauen zu errichten, hat Essens Sozial- und Gesundheitsdezernent Peter Renzel in seinem Blog geworben, den er wöchentlich im sozialen Netzwerk Facebook veröffentlicht. Anlass war ein Besuch der Psychiatrischen Klinik in Bedburg-Hau, wo er sich mit Experten aus dem NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales und dem dortigen Chefarzt „besonders hinsichtlich der Situation der Frauenstation“ fachlich ausgetauscht hat. 


Diskussion um den Uhu im Steinbruch gerät zum politischen Zankapfel

Nach einer nicht öffentlichen Ortsbesichtigung der Bezirksvertretung im Steinbruch ist der FDP-Einzelvertreter und vierte stellvertretende Bürgermeister Gerd Kolbecher mit einer Pressemitteilung nach vorne geprescht, in der er seine Sicht der Dinge darstellt und die Grünen ins Visier nimmt. Für andere politische Kräfte ist dies ein Bruch der guten Sitten. 


Keine Beleuchtung für den Ruderclub EWRC

Alfred Höltgen ist froh, dass sich der Sommer langsam nähert und dass mit der Sommerzeit auch die Abende wieder kürzer geworden sind. Nicht nur, weil der Vorsitzende des Essen-Werdener Ruderclubs (EWRC) wärmere Temperaturen einfach lieber hat als das nasskalte Wetter, auch nicht nur, weil Rudern eher ein Sommersport ist. Nein, die Besucher des Vereinsheims, die dort trainieren oder – in coronafreien Zeiten – die dort ansässige Gastronomie nutzen, müssen dann in den späteren Abendstunden nicht buchstäblich im Dunkeln tappen. Bei seinem Bemühen, mit Hilfe der Bezirksvertretung den Fußgängerweg am Hardenbergufer mit einer Beleuchtung ausstatten zu lassen, die diese Situation aufhellt, ist er allerdings vorerst von der Verwaltung ausgebremst worden. 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche:  Braucht es mehr öffentliche Toiletten in Werden? 

02 Apr

Ehemaliges Vereinsheim Am Volkswald abgebrannt

Ein Feuer hat das Vereinsheim an der Heidhauser Straße zerstört.

Das einstige Vereinsheim Am Volkswald ist in der Nacht zu Karfreitag abgebrannt. Die gegen 3 Uhr nachts angerückte Feuerwehr konnte das Gebäude, das leer steht, seitdem der SC Werden-Heidhausen dort vor acht Jahren auszog, nicht mehr retten.

Als die Feuerwehr anrückte, brannte das Vereinsheim bereits in voller Ausdehnung. Zwar gelang den Feuerwehrleuten nicht, mit ihren vier Strahlrohren das völlige Ausbrennen des Gebäudes zu stoppen, jedoch konnten sie verhindern, dass sich der Brand auf die angrenzenden Bäume ausbreitet.

Nach gut vier Stunden war der Einsatz der Feuerwehr beendet. Verletzt wurde niemand. Die Feuerwehr war mit einem Löschzug und Kräften der Freiwilligen Feuerwehr Heidhausen vor Ort. Wie der Brand zustande kam, ist noch unklar: Die Kriminalpolizei ermittelt.

01 Apr

Ostergottesdienste in Werden Stadt und Land nur digital

Die Basilika.

Auch wenn es theoretisch erlaubt gewesen wäre, verzichten die christlichen Gemeinden in Werden Stadt und Land in diesem Jahr wegen der steigenden Fallzahlen der Corona-Pandemie erneut auf Präsenzgottesdienste zu Ostern.

Die katholische St. Ludgerus-Gemeinde überträgt die Feier des Österlichen Triduums im Live-Stream aus der Basilika . Darüber hinaus gibt es das Angebot der bewährten Zoom-Gottesdienste und weitere digitale Möglichkeiten, das Osterfest in den Familien zu gestalten. Alle Termine findet man auf der Homepage der Propsteipfarrei.

Auch die Evangelische Kirchengemeinde Werden verzichtet über die Ostertage auf Präsenzgottesdienste: Für Karfreitag und Ostersonntag nehmen Kantorin Sabine Juchem und Pfarrer Oliver Ruoß musikalisch gestaltete Video-Gottesdienste in der Evangelischen Kirche werden auf, die über die Gemeindehomepage abgerufen werden können.

Die Jonakirche.


Die Jonagemeinde überträgt am Karfreitag aus der Jonakirche einen Musikgottesdienst, der um 110 Uhr auf dem Youtube-Kanal der Gemeinde Premiere feiert. Ebendort feiert Ostersonntag um 11 Uhr ein Familiengottesdienst aus der Jonakirche mit einer besonderen Überraschung Premiere: Während des Gottesdienstes ist eine virtuelle Ostereiersuche in dem Video möglich. Die Kinder müssen die Eier zählen, die Farben erkennen und sogar den Osterhasen aufspüren Alle Kinder und Jugendliche bis einschließlich 14 Jahre sind gebeten, ihre Lösung bis einschließlich 5. April, 24 Uhr, per Email zu senden an carolina.baltes@ekir.de oder schriftlich in den Briefkasten Am Schwarzen 3 zu werfen. Unter allen richtigen Einsendungen werden drei Preise verlost. Mehr Infos und die genauen Teilnahmebedingungen findet man auf der Homepage der Gemeinde.

31 Mrz

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 14/2021

Schnelltests: Einkaufen in Werden muss gut geplant werden

„Wir brauchen dringend einen Schnelltest!“ Diese spontane Anfrage kann Apothekerin Anke Hemmerle-Kock am Dienstagmorgen gegen 9.30 Uhr vor dem Teststand der Hirsch-Apotheke am Werdener Markt leider nur mit Bedauern beantworten: „Tut mir leid, für heute sind alle Termine belegt“, sagt sie dem Paar, das entsprechend enttäuscht von dannen zieht. „Die wollten wohl einkaufen.“ Denn seit Montag ist dies in vielen Läden nur mit tagesaktuellem Schnelltest möglich. Und den bekommt man zumeist nur, wenn man bereits Tage zuvor einen Termin gemacht hat. 


Domstuben: Abriss-Pläne sorgen für Bestürzung

Die Idee der Propsteipfarrei St. Ludgerus, das Domstuben-Gebäude abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen, stößt auf massive Kritik. Der Vorstand des Werdener Bürger und Heimatverein reagiert mit „großer Bestürzung“ auf die Pläne und spricht sich gegen den Abriss und Neubau aus. Und der einstige Domstuben-Wirt Frank Hahn widerspricht gar den Ausführungen der mit der Planung der Zukunft der Gaststätte beauftragten Projektgruppe: Anders als diese in der digitalen Pfarrversammlung behauptet hatte, sei der sanierungsbedürftige Zustand der Domstuben bekannt gewesen, sagt er. 


Werdens historische Bruchsteinhäuser: Sanierung mit örtlichem Handwerk

Eines der letzten Bruchsteinhäuser in Werden lässt sich an der Kellerstraße finden. Seit mehr als 150 Jahren steht es bereits hier: „Seit wann genau, ist nicht sicher. Die ältesten Unterlagen sind von 1854“, hält Martin Winking fest, der jetzt alles daran setzt, das Gebäude langfristig zu erhalten. Was in Werden oft mit historischer Bausubstanz passiert, hält er für ein Trauerspiel. Schnell sind Namen wie „Kaiser Friedrich“ oder „Domstuben“ genannt. Und wie steht es um das Bruchsteinhaus als alte, ortsübliche Bauform? „Noch eines steht an der Kurve Steinbeck und Mintropstraße. Das andere, was ich kenne, stand an der Heidhauser Straße vor dem Kamillushaus. Das wurde noch ganz toll saniert, um es dann abzureißen. So etwas kann ich nicht nachvollziehen.“ Darum hat sich Winking entschlossen, die Sanierung zu wagen. Bei den Arbeiten setzt er auf Werdener Betriebe: „Wo immer es geht, gehen die Aufträge ins Städtchen. Das machen wir ganz bewusst. Woanders wäre das wohl ein bis zwei Drittel billiger, aber so wollen wir unser örtliches Handwerk unterstützen.“ 


Werdens Kirchturmspitzen: eine Würdigung

Mit einer guten Aussicht ist durch einen weiten Blick eine gute Übersicht verbunden. Und ebenso zieht die Aussicht auf eine gute Aussicht die Blicke an. Der Kirchturmshahn ist immer in Sicht. Er bildet den Abschluss von Kirchtürmen und bietet eine Vielzahl von Orientierungen, denn er zeigt schon aus der Ferne eine Ortschaft mit ihrem Gotteshaus an und in seiner Funktion als Wetterhahn gibt er Auskunft über die Wetterentwicklung. Eine Würdigung der Werdener Kirchturmspitzen gibt es in der Osterausgabe der Werdener Nachrichten!


Unsere Frage der Woche: Die Domstuben sollen Überlegungen der Pfarrei zufolge einem Neubau weichen – eine gute Idee?