31 Mrz

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 14/2021

Schnelltests: Einkaufen in Werden muss gut geplant werden

„Wir brauchen dringend einen Schnelltest!“ Diese spontane Anfrage kann Apothekerin Anke Hemmerle-Kock am Dienstagmorgen gegen 9.30 Uhr vor dem Teststand der Hirsch-Apotheke am Werdener Markt leider nur mit Bedauern beantworten: „Tut mir leid, für heute sind alle Termine belegt“, sagt sie dem Paar, das entsprechend enttäuscht von dannen zieht. „Die wollten wohl einkaufen.“ Denn seit Montag ist dies in vielen Läden nur mit tagesaktuellem Schnelltest möglich. Und den bekommt man zumeist nur, wenn man bereits Tage zuvor einen Termin gemacht hat. 


Domstuben: Abriss-Pläne sorgen für Bestürzung

Die Idee der Propsteipfarrei St. Ludgerus, das Domstuben-Gebäude abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen, stößt auf massive Kritik. Der Vorstand des Werdener Bürger und Heimatverein reagiert mit „großer Bestürzung“ auf die Pläne und spricht sich gegen den Abriss und Neubau aus. Und der einstige Domstuben-Wirt Frank Hahn widerspricht gar den Ausführungen der mit der Planung der Zukunft der Gaststätte beauftragten Projektgruppe: Anders als diese in der digitalen Pfarrversammlung behauptet hatte, sei der sanierungsbedürftige Zustand der Domstuben bekannt gewesen, sagt er. 


Werdens historische Bruchsteinhäuser: Sanierung mit örtlichem Handwerk

Eines der letzten Bruchsteinhäuser in Werden lässt sich an der Kellerstraße finden. Seit mehr als 150 Jahren steht es bereits hier: „Seit wann genau, ist nicht sicher. Die ältesten Unterlagen sind von 1854“, hält Martin Winking fest, der jetzt alles daran setzt, das Gebäude langfristig zu erhalten. Was in Werden oft mit historischer Bausubstanz passiert, hält er für ein Trauerspiel. Schnell sind Namen wie „Kaiser Friedrich“ oder „Domstuben“ genannt. Und wie steht es um das Bruchsteinhaus als alte, ortsübliche Bauform? „Noch eines steht an der Kurve Steinbeck und Mintropstraße. Das andere, was ich kenne, stand an der Heidhauser Straße vor dem Kamillushaus. Das wurde noch ganz toll saniert, um es dann abzureißen. So etwas kann ich nicht nachvollziehen.“ Darum hat sich Winking entschlossen, die Sanierung zu wagen. Bei den Arbeiten setzt er auf Werdener Betriebe: „Wo immer es geht, gehen die Aufträge ins Städtchen. Das machen wir ganz bewusst. Woanders wäre das wohl ein bis zwei Drittel billiger, aber so wollen wir unser örtliches Handwerk unterstützen.“ 


Werdens Kirchturmspitzen: eine Würdigung

Mit einer guten Aussicht ist durch einen weiten Blick eine gute Übersicht verbunden. Und ebenso zieht die Aussicht auf eine gute Aussicht die Blicke an. Der Kirchturmshahn ist immer in Sicht. Er bildet den Abschluss von Kirchtürmen und bietet eine Vielzahl von Orientierungen, denn er zeigt schon aus der Ferne eine Ortschaft mit ihrem Gotteshaus an und in seiner Funktion als Wetterhahn gibt er Auskunft über die Wetterentwicklung. Eine Würdigung der Werdener Kirchturmspitzen gibt es in der Osterausgabe der Werdener Nachrichten!


Unsere Frage der Woche: Die Domstuben sollen Überlegungen der Pfarrei zufolge einem Neubau weichen – eine gute Idee? 

25 Mrz

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 13/2021

Die Domstuben könnten bald endgültig Geschichte sein

Aktuell ist ein Abriss und Neubau an der Stelle des traditionsreichen Gastronomie-Gebäudes an der Brückstraße die Variante, die die zuständige Projektgruppe des Pfarr-Entwicklungsprozesses bevorzugt. Grund sei der unerwartet hohe Sanierungsbedarf des Gebäudes und die damit verbundenen Kosten – auf lange Sicht sei ein Neubau günstiger, erfuhren die Teilnehmer der digitalen Pfarrversammlung der St.-Ludgerus-Propsteipfarrei am Mittwochabend. 


Luftballons beim Balkonsingen-Jubiläum

Das Jubiläum-Konzert beim Balkonsingen im St. Ludgeri Wohnen mit Service wurde am Mittwoch mit Ballons gefeiert, die ihren Weg in den Himmel fanden. Die Idee von Ute Müller-Grieger sowie Gaby Lippe-Eins vom Sozialen Dienst fand großen Zuspruch. Mit Akkordeon begleiteten Horst Kuhn und Hildegund Legemann „Kauf dir einen bunten Luftballon“ und weitere Lieder. 


Bausubstanz und Denkmalschutz

Die Themen Bausubstanz und Denkmalschutz haben wieder einmal die Bezirksvertretung beschäftigt: Sowohl alte und neue Häuser haben dabei für Diskussionsstoff gesorgt. So erregte unter anderem auch ein geplanter Neubau in Heidhausen den Unmut der Stadtteilparlamentarier. Und ein altes Haus in der Wigstraße möchten sie vor dem Verfall retten. 


Alteburg durch Unwissenheit beschädigt

Als Ludger Hicking-Göbels in der vergangenen Woche im Wald auf dem Pastoratsberg entlangspazierte, traute er seinen Augen kaum: Gesteinsbrocken und Mauerreste sind aus dem Boden herausgebrochen und dabei wohl massiv beschädigt worden, Gestein, das zur Alteburg gehört, eines der bedeutendsten Bodendenkmäler Essens. Der Eigentümer eines benachbarten Grundstücks wollte dort offenbar eine Zufahrt schaffen und hat dabei dieses wichtige Zeugnis der Geschichte zerstört. Offenbar aus Unwissenheit


Werdener Hallenbad wird 50

„Rekord-Bauzeit“ – eine solche Meldung sucht man heutzutage eher vergeblich: Nach sportlichen 13 Monaten steigt der Festakt, mit dem das Werdener Hallenbad eingeweiht wird. Und das sollte nicht der einzige Superlativ bleiben: Denn die Öffnung am 24. März 1971 erfolgt gar fünf Wochen früher als ursprünglich geplant, so früh, dass die Stadt noch ihre liebe Mühe hatte, die ringsherum angelegten Beete rechtzeitig zu bestücken. Ebenfalls nicht bestückt war das Hallenbad mit geeigneten Parkplätzen, die erst im Nachgang durch das Bäderamt finanziert wurden. Parkplatzmangel – seit 50 Jahren ein Dauerbrenner. 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Die Domstuben sollen Überlegungen der Pfarrei zufolge einem Neubau weichen – eine gute Idee? 

18 Mrz

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 12/2021

Psychatrische Klinik soll in Heidhausen entstehen

„Das Projekt ist eine richtig gute Sache, die betroffenen Frauen sehr helfen wird.“ Im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) man davon überzeugt, dass die psychiatrische Klinik, die das Land NRW in Heidhausen errichten lassen will, ein wichtiges Projekt ist– nicht zuletzt soll damit die erste Klinik im Land entstehen, die sich ausschließlich um die Behandlung straffällig gewordener, psychisch erkrankter Frauen kümmert. Seitdem diese Pläne in der vergangenen Woche publik geworden sind, mahnen politische Vertreter fast aller Parteien mit Blick auf die Anwohner an, dass nun vor allem eins wichtig ist: Transparenz


Wanderbaustelle der Telekom sorgt für Frust

Mitte Dezember flatterte den Haushalten in den Fischlaker Höfen ein wichtiger Brief ins Haus. Eine Wanderbaustelle wurde darin angekündigt, es sollen Kabelschutzrohre unter den Fischlaker Höfen und Niermanns Weg verlegt werden. Eine Bauvorleistung für den Glasfaserausbau, federführend ist hier die Deutsche Telekom. Noch im selben Monat sollte es losgehen, enden voraussichtlich am 31. Januar. Doch zwei Monate nach dieser Frist ist die Straße immer noch streckenweise aufgerissen. Der Frust bei den Anwohnerinnen wächst, denn mit den Arbeiten häuften sich auch die Probleme. Frustriert berichtet Walburga Küthen: „Entweder gab es mal kein Wasser oder kein Telefon, dann war die eine Straßenseite ohne Wasser, dann wieder die andere. Aber vorher Bescheid bekommen haben wir so gut wie gar nicht. Uns traf es mehrmals völlig unvorbereitet.“ 


Was wird aus den ehemaligen Domstuben?

Zu zwei Pfarrversammlungen lädt die Propstpfarrei St. Ludgerus ein – pandemiebedingt finden diese diesmal nur digital statt. Doch nicht nur aus virologischer Sicht scheint dies eine gute Lösung, denn an geeigneten Räumlichkeiten mangelt es der Pfarrei aktuell ohnehin: An den einstigen Domstuben jedenfalls herrscht seit über einem Jahr Stillstand. So sind die Erwartungen groß, ob denn die Pfarrei am 24. und 25. März Neuigkeiten betreffs der Zukunft der früher so beliebten Gastronomie samt ihrer für viele Vereine und Gemeindemitglieder wichtigen Versammlungsräume preisgeben wird. Bislang hüllt sich Propst Jürgen Schmidt zu diesem Thema nämlich beharrlich in Schweigen. 


Offenes Internet und Digitalisierung in Werden

Schon aus Eigennutz befasste sich die BV IX mit dem Vorschlag, mehr offenes WLAN im Stadtbezirk einzurichten. Eigentlich sollte bereits im Januar die neue digitale Sitzungsarbeit vorgestellt werden, so Verwaltungsbeauftragte Brigitte Harti. In absehbarer Zeit verschwinden die dicken Papierstapel von den Sitzungstischen. Schon 2016 fasste der Stadtrat den Beschluss, die Arbeit in den Gremien zu digitalisieren


Hinter den Kulissen der Werdener Kochshow “Die Cookies”

„Wir wollten doof gesagt, einfach mal was machen.“ André Gantenberg und Nico Anselm Glanz haben letzten Sonntag die erste Folge ihrer neuen Kochshow veröffentlicht. Die beiden 37- und 38-Jährigen, die sich zusammen „Die Cookies“ nennen, laden von nun an jeden Sonntag eine neue Folge auf ihrem gleichnamigen Youtube-Kanal hoch. Den Werdener Nachrichten serviert das Duo die Geschichte hinter der Show. 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Wünschen sie sich mehr WLAN an öffentlichen Orten? 

26 Dez

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 52/2019

Neuer Pächter und Pläne für die Domstuben

Das Franz-Sales-Haus soll neuer Pächter der Domstuben werden: Die katholische Propsteipfarrei St. Ludgerus in Werden plant am Standort des früheren Kolpinghaus an der Brückstraße weitreichende Neuerungen. Ein „attraktives gastronomisches Angebot für die Menschen vor Ort“ samt modernen einladenden Veranstaltungsräumen für Gruppen und Gremien der Pfarrei sowie für Vereine und Verbände im Stadtteil seien ebenso geplant wie barrierefreie Hotelzimmer. Heißt es aus der Pfarrei. 


Traditionelle Nikolausfahrt mit historischer Lok

Außerdem gingen die Werdener Nachrichten mit der Hespertalbahn auf traditionelle Nikolausfahrt: Kinder aus benachteiligten Familien saßen in den vier Abteilwagen auf Einladung des ehemaligen Bürgermeisters Rolf Fliss und des Hespertalbahn-Vereins. Vornweg zog die Lok aus dem Baujahr 1956. Der Antrieb war echte Muskelarbeit, denn der Heizer sorgte mit dem Einschaufeln von Koks dafür, dass die notwendige Energie im Kessel brannte. 


Ein Blick zurück und nach vorne

Außerdem ist in der letzten Ausgabe des Jahres wieder Zeit für einen großen Jahresrückblick: Was waren die Themen im Jahr 2019 die Werden Stadt und Land bewegten? Und natürlich richten wieder Vertreter Werdener Vereine, Institutionen und Parteien Neujahrs-Grußworte an die Leser der Werdener Nachrichten. 


Stimmen Sie ab bei unserer Frage der Woche: 
Das Franz-Sales-Haus soll die Domstuben übernehmen. Eine gute Entscheidung? 

05 Dez

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 49/2019


Neuwahlen nach Bonmanns Rücktritt

Nach dem überraschenden Rücktritt des Bezirksbürgermeisters Michael Bonmann steht die Bezirksvertretung (BV) vor einem kleinen Neuanfang: Laut Verwaltung der Stadt Essen sieht die Gemeindeverordnung des Landes NRW nämlich eine Neuwahl des Bezirksbürgermeisters vor. Die soll nun bei der nächsten Sitzung erfolgen – am 25. Februar 2020. Also hat das Vorort-Parlament noch guter zweieinhalb Monate Zeit, einen geeigneten Kandidaten zu finden. 


Ein Besuch bei den Werdener Julis

Wofür steht die FDP? Und was wollen die Jungen in dieser Partei? Wer zu den wenigen Interessierten gehörte, die am Montagabend der Einladung der Werdener FDP in die Domstuben gefolgt ist, um die Vorstellungen der Jungen Liberalen (Julis) zu aktuellen politischen Themen und gesellschaftlichen Konflikten zu erfahren, war nach dem rund zweistündigen Abend nur wenig schlauer als vorher. Der Essener Juli-Vorsitzende Christian Mertens brachte das Problem seiner Partei auf den Punkt: „Die FDP hat im Moment ein Positionierungsproblem.“ 


Wie geht es nach dem Aus der Domstuben weiter?

In den Domstuben trifft sich der Werdener Bürger- und Heimatverein und auch die Kinogruppe Forstmann. Die bisher ausgerichteten Weihnachtsfeiern kann Frank Hahn gar nicht mehr zählen. Der Gesangsverein-Stammtisch der Werdener Sangesfreunde kommt jeden Montag. Sportlich trifft sich der Rad-Sportverein Kettwig. Musikalisch gibt es viel zu nennen, auch die Konzerte der Folkwang-Uni Hans Steinmann Big Band. Dann kommen hier die Kleingartenvereine zusammen, lassen sich die Kanufreunde bewirten, feiern Narren ihren Karneval. Hier und da ein Motorradtreffen. Die allseits geliebte Awo-Versammlung und Weihnachtsfeier fand in den Räumen statt, nebst „Markt der schönen Dinge“, um nur einige zu nennen. Sie alle sind vom Aus der Domstuben betroffen. Wie sie ihre Zukunft sehen, haben sie den Werdener Nachrichten verraten.


Stimmen Sie ab bei unserer Frage der Woche: 
Für die Zeit von Ende Februar bis zur Kommunalwahl im September 2020 soll ein neuer Bezirksbürgermeister gewählt werden. Eine gute Idee?