23 Dez.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 51/2021

– Die Redaktion wünscht Frohe Weihnachten!


Unverständnis für Domstuben-Umbaupläne

Die Ankündigung der Propsteipfarrei, die Domstuben durch einen Neubau ersetzen zu wollen, stößt bei vielen auf Unverständnis. Auch vom Pfarrgemeinderat kommt Kritik – insbesondere an der Kommunikation von Seiten der Pfarrei. „Eine explizite Entscheidung für einen Neubau hat es nicht gegeben“, widerspricht etwa Pfarrgemeinderat-Mitglied Ulrich Wiesweg der Darstellung, die die Propsteipfarrei in einem Schreiben zum aktuellen Planungsstand zur Pfarreientwicklung veröffentlicht und im Gespräch mit den „Werdener Nachrichten“ bekräftigt hat. 
Indes hat das Amt für Denkmalpflege des Landschaftsverbands Rheinland (LVR), das das Gebäude im Oktober zusammen mit dem städtischen Denkmalamt besichtigt hatte, das Gebäude als „Erhaltenswerte Bausubstanz“ eingestuft. Welche Bedeutung und eventuelle Folgen das hat, verraten die Werdener Nachrichten in ihrer Weihnachtsausgabe! 


Werdener Hilfsvereine für Ghana und Guatemala

Die Heidhauserin Heike Asmuth arbeitet als Krankenschwester in der ambulanten Anästhesie, mit Schwerpunkt zahnärztlicher Eingriffe bei Kindern. Der eingetragene Hilfsverein „Ghana Rural Health Care Support“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die armen Dörfer in der „Eastern Region“ Ghanas zu unterstützen. Heike Asmuth ist Gründerin und Vorsitzende dieser karitativen Vereinigung. Ihr Bruder hatte eine Ghanaerin geheiratet, die schon länger in Deutschland lebte: „Aber sie hat noch eine große Verwandtschaft in Afrika und viele Geschwister.“ 

2001 macht Fiamma Rupp ihr Abi am Gymnasium Werden. Um Erfahrungen zu sammeln, geht sie anschließend für ein Jahr als Hilfslehrerin nach Guatemala. Doch die ärmlichen Verhältnisse in dem zentralamerikanischen Land prägen sie nachhaltig. Um den Menschen und Familien vor Ort zu helfen, gründet sie 2004 die Hilfsorganisation „Sichere Perspektiven – Secure Perspectives“. Bis heute engagiert sie sich vor Ort, besucht regelmäßig „ihr“ Dorf Belejú in Guatemala – auch wenn sie seit Jahren hauptamtlich für die Unicef in New York tätig ist, für die sie sich zurzeit bei einem Einsatz in Burkina Faso befindet. 


Werdener Weihnachtsrätsel ist gelöst

„Bei der Stapelung der Wohnungen nach oben geht zuerst der Mensch zugrunde und dann die Natur.“: So lautet das in unserem Weihnachtsrätsel gesuchte Zitat von Friedensreich Hundertwasser (1928 – 2000). Dieser Lösungssatz ist allerdings nur die erste Hälfte des Zitats. Weiter heißt es: „Bei der Stapelung in die Breite läuft es umgekehrt.“ Die Namen der glücklichen Gewinner finden sich in der aktuellen Ausgabe der Werdener Nachrichten! 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Beeinflusst Sie die Corona-Lage in Ihren Weihnachtsplanungen?

16 Dez.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 50/2021

Die Domstuben sollen einem Neubau weichen

Das haben der Kirchenvorstand und der Pfarrgemeinderat Propsteipfarrei St. Ludgerus im Nachgang einer Klausurtagung beschlossen. Der Neubau soll weiterhin neben Gemeinderäumen auch eine Gastronomie samt Raumangebot für Gruppen, Vereine und Parteien bieten, betont Propst Jürgen Schmidt. Auch soll sich die Fassade des neuen Hauses „harmonisch in das Ensemble der angrenzenden Häuser“ einfügen. „Wir haben die Weichen gestellt, so dass die Projektgruppen weiterarbeiten können.“ Doch von Seiten der Politik und der Bürgerschaft hagelt es Kritik an den Plänen. 


Neues Restaurant lädt zur Genussreise ein

„Einen schöneren Ort als Werden könnte man sich nicht wünschen, um die Steiermark ins Ruhrgebiet zu bringen.“ Mit dem Restaurant „Kettner’s Kamota“ will der steirische Sternekoch Jürgen Kettner den Urlaub für der Haustür ermöglichen: Mit bodenständigen, österreichischen Gerichten, die der preisgekrönte Küchenchef neu und mit leicht asiatischem Pfiff interpretiert, will er künftig die Gäste in der Werdener Altstadt auf Genussreise schicken. Am 8. Januar soll das Restaurant eröffnen. Die Werdener Nachrichten haben schon mal einen Blick in die Räumlichkeiten an der Hufergasse 32 geworfen, die gerade renoviert werden. 


Neue Skulptur in Werden enthüllt

Das rote Tuch war gut verschnürt, das die Skulptur „Großer Schritt“ verhüllte, bis Peter Könitz und Barbara Schröder sie unter dem Applaus der Anwesenden befreite. Nun hat Werden eine weitere Augenweide im öffentlichen Raum. Der gebürtige Mülheimer Peter Könitz, der die Skulptur schuf, studierte an der Folkwang-Hochschule und lebt heute in Wymeer, Ostfriesland. Barbara Schröder unternahm große Anstrengungen, um sein Kunstwerk nach Werden zu holen 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche:
Ist die Entscheidung der Propstpfarrei, die Domstuben durch einen Neubau zu ersetzen, nachvollziehbar? 

09 Sep.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 37/2021

Gute Stimmung bei der ersten Appeltatenkirmes nach dem Lockdown

Wo in den Coronazeiten noch weitestgehend gähnende Leere herrschte zwischen Los- und Würstchenbuden, Fahrgeschäften und Bierstand, sind diesmal allerlei gut gelaunte Gesichter zu sehen auf der Appeltatenkirmes. Die Menschen lachen und quatschen vergnügt, während sie über den Platz schlendern, freudiges Geschrei war von den Passagieren zu hören, die sich vom „Twister“ durch die Luft wirbeln ließen, der Duft von gebrannten Mandeln, Bratwurst, Zuckerwatte und Popcorn verbreitete sich. Zuschauer und Schausteller ziehen ein positives Fazit der ersten Appeltatenkirmes nach dem Lockdown. 


Panne bei Briefwahl-Benachrichtigungen

Briefwahl liegt im Trend: Nicht zuletzt wegen der immer noch nicht vollends besiegten Corona-Pandemie wollen immer mehr Bürger den Gang ins Wahllokal meiden und stattdessen daheim ihr Kreuz machen zur Bundestagswahl – so wie Günther Schwartz, der nahe vom Pastorsacker wohnt. „Doch ich habe immer noch keine Wahlbenachrichtigung bekommen“, ärgert sich der 83-Jährige, der nun fürchtet, gar nicht von seinem Wahlrecht Gebrauch machen zu können – zumal er ohne Wahlbenachrichtigung nicht wisse, in welches Wahllokal er gehen muss, falls es mit der Briefwahl nicht mehr klappt. Bei der Stadt Essen räumt man auf Nachfrage der Werdener Nachrichten ein, dass rund 900 Wahlberechtigte im Werdener Raum von einer Panne beim Verschicken der Benachrichtigung betroffen sind. 


Ludgerus-Festmesse bei bestem Wetter

Es war Ludgerusfestwetter – blauer Himmel und Sonnenschein. Und die Festmesse fand nach vielen Jahren wieder auf dem Abteihof statt. Die Atmosphäre und die Feier trugen sich wechselseitig zu einem sehr guten Verlauf des Ludgerusfests. Da dachte niemand mehr daran, dass die Festmesse wegen der Coronaviruspandemie statt in der Kirche auf die Weite des Platzes verlegt worden war. 


Domstuben, Kolpinghaus, Gesellenhaus: Drei Namen, drei Häuser der Werdener Geschichte

Nicht mehr vielen, eher einigen wenigen ist die Tradition einer wichtigen Stütze des gesellschaftlichen Lebens in Werden noch klar bewusst. Jetzt, da die Zukunft dieser altehrwürdigen Institution nachhaltig gefährdet ist, bietet sich eine Rückschau auf Beginn und vorläufiges Ende der Werdener Kolpinghäuser an. Begründet haben sie sich im Wirken des katholischen Gesellenvereins zu Werden, der noch heute als ehrwürdig ergraute Kolpingsfamilie besteht. Der erste Teil befasst sich mit dem ersten Kolpinghaus, das von 1882 bis 1945 Bestand hatte: Wie es zu Verein und Versammlungshaus gekommen ist. 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Reichen vier Tage Appeltatenkirmes? 

02 Juni

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 23/2021

Baldeneysee-Ausflügler sorgen für volle Parkplätze und Ärger bei den Anliegern

„Entschuldigen Sie, wo geht es denn hier zum Baldeneyer See?“ Die nicht ganz richtig gewählte Bezeichnung für das beliebte Naherholungsziel zeigt, dass die Dame, die gerade ihren Wagen am Straßenrand abgestellt hat, wohl nicht von hier ist. Aus Recklinghausen ist sie mit ihrer Familie angereist, wie ein Blick aufs Nummernschild zeigt. Dass der Parkplatz am Haus Scheppen gesperrt ist, wusste sie offenkundig nicht. Aber den Weg umsonst wollen sie auch nicht auf sich genommen haben: Von hier bis zum beliebten Treffpunkt am Baldeneysee sind es zu Fuß von hier aus ja nur 15 Minuten, und der strahlende Sonnenschein lädt zu einem kleinem Spaziergang geradezu ein. Wie sie tun es etliche andere auch, wie die Stoßstange an Stoßstange geparkten Autos entlang der Maasstraße zeigen – sehr zum Ärger der Anlieger. 


Diskussion um Denkmalschutz für Haus Scheppen

Um das altehrwürdige Gebäude am Fischlaker Fuß des Baldeneysees gibt es aktuell noch mehr Diskussionen: „Der Haus Scheppen ist so etwas wie eine Visitenkarte für die Stadt.“ Ludger Hickings-Göbels findet aber, momentan ist das geschichtsträchtige Gebäude trotz seiner malerischen Lage in Fischlaken, direkt am Baldeneysee, eben keine Karte, die man gerne vorzeigt. Denn der Blick tausender Motorradfahrer, die hier jede Saison Station machen, fällt auf ein wenig glanzloses ruinöses Gemäuer, das von den ihm umgebenden Wassergräben und Wildbewuchs gezeichnet ist. „Warum schafft man es nicht, zumindest das Gewächs aus den Mauern zu entfernen?“, fragt der erste Bezirksbürgermeister-Stellvertreter und Grüne Fraktionsvorsitzende in der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung. Zu Besuch war Ina Hanemann, die seit April ihren Job als Leiterin der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Essen angetreten ist. Doch ihre Antworten, die sie zum Thema Denkmalschutz im Gepäck hatte, waren für die Stadtteilparlamentarier eher ernüchternd. 


Wie geht es weiter mit den Domstuben?

Um ein anderes Gebäude in Werden gibt es bereits seit Monaten anhaltende Diskussionen: Mit Argusaugen verfolgt die Werdener Öffentlichkeit, welche Entscheidung die katholische Ludgerus-Gemeinde als Eigentümerin der Domstuben fällen wird: Sanierung, Fassadenerhalt mit neuem Kern oder gar den kompletten Abriss? Das historische Ensemble zu bewahren, dafür hat sich in den letzten zwei Monaten neben zahlreichen Stimmen aus der Bürgerschaft auch der Werdener Bürger- und Heimatverein (WBH) als vehementer Fürsprecher hervorgetan. Dieser hat bei seinem Stammtisch nun über Gespräche mit der zuständigen Projektgruppe der Ludgerus-Pfarrei berichtet. Und die Werdener Nachrichten haben genau zugehört! 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Sind die Sperrungen am Haus Scheppen und rund um den Baldeneysee sinnvoll? 


31 März

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 14/2021

Schnelltests: Einkaufen in Werden muss gut geplant werden

„Wir brauchen dringend einen Schnelltest!“ Diese spontane Anfrage kann Apothekerin Anke Hemmerle-Kock am Dienstagmorgen gegen 9.30 Uhr vor dem Teststand der Hirsch-Apotheke am Werdener Markt leider nur mit Bedauern beantworten: „Tut mir leid, für heute sind alle Termine belegt“, sagt sie dem Paar, das entsprechend enttäuscht von dannen zieht. „Die wollten wohl einkaufen.“ Denn seit Montag ist dies in vielen Läden nur mit tagesaktuellem Schnelltest möglich. Und den bekommt man zumeist nur, wenn man bereits Tage zuvor einen Termin gemacht hat. 


Domstuben: Abriss-Pläne sorgen für Bestürzung

Die Idee der Propsteipfarrei St. Ludgerus, das Domstuben-Gebäude abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen, stößt auf massive Kritik. Der Vorstand des Werdener Bürger und Heimatverein reagiert mit „großer Bestürzung“ auf die Pläne und spricht sich gegen den Abriss und Neubau aus. Und der einstige Domstuben-Wirt Frank Hahn widerspricht gar den Ausführungen der mit der Planung der Zukunft der Gaststätte beauftragten Projektgruppe: Anders als diese in der digitalen Pfarrversammlung behauptet hatte, sei der sanierungsbedürftige Zustand der Domstuben bekannt gewesen, sagt er. 


Werdens historische Bruchsteinhäuser: Sanierung mit örtlichem Handwerk

Eines der letzten Bruchsteinhäuser in Werden lässt sich an der Kellerstraße finden. Seit mehr als 150 Jahren steht es bereits hier: „Seit wann genau, ist nicht sicher. Die ältesten Unterlagen sind von 1854“, hält Martin Winking fest, der jetzt alles daran setzt, das Gebäude langfristig zu erhalten. Was in Werden oft mit historischer Bausubstanz passiert, hält er für ein Trauerspiel. Schnell sind Namen wie „Kaiser Friedrich“ oder „Domstuben“ genannt. Und wie steht es um das Bruchsteinhaus als alte, ortsübliche Bauform? „Noch eines steht an der Kurve Steinbeck und Mintropstraße. Das andere, was ich kenne, stand an der Heidhauser Straße vor dem Kamillushaus. Das wurde noch ganz toll saniert, um es dann abzureißen. So etwas kann ich nicht nachvollziehen.“ Darum hat sich Winking entschlossen, die Sanierung zu wagen. Bei den Arbeiten setzt er auf Werdener Betriebe: „Wo immer es geht, gehen die Aufträge ins Städtchen. Das machen wir ganz bewusst. Woanders wäre das wohl ein bis zwei Drittel billiger, aber so wollen wir unser örtliches Handwerk unterstützen.“ 


Werdens Kirchturmspitzen: eine Würdigung

Mit einer guten Aussicht ist durch einen weiten Blick eine gute Übersicht verbunden. Und ebenso zieht die Aussicht auf eine gute Aussicht die Blicke an. Der Kirchturmshahn ist immer in Sicht. Er bildet den Abschluss von Kirchtürmen und bietet eine Vielzahl von Orientierungen, denn er zeigt schon aus der Ferne eine Ortschaft mit ihrem Gotteshaus an und in seiner Funktion als Wetterhahn gibt er Auskunft über die Wetterentwicklung. Eine Würdigung der Werdener Kirchturmspitzen gibt es in der Osterausgabe der Werdener Nachrichten!


Unsere Frage der Woche: Die Domstuben sollen Überlegungen der Pfarrei zufolge einem Neubau weichen – eine gute Idee?