10 Sep.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 37/2026, Pfarrei, Klimaanpassung, Jubiläumskonzert und Ludgerusfest

Ludgerusprozession verbindet Tradition und Gegenwart

Beim Ludgerusfest betonte der Hamburger Erzbischof Stefan Heße die Bedeutung der Prozession. Ludgerus gehöre nicht ins Museum, sondern zu den Menschen auf die Straße, erklärte er in seiner Predigt. Bestes Sommerwetter und die traditionsreiche Prozession boten den passenden Rahmen für den Besuch des Erzbischofs, dessen Erzbistum Hamburg durch die Insel Helgoland eng mit dem Wirken des heiligen Ludgerus verbunden ist.


Pfarrei hält an Entwicklungsplänen fest

Die Propsteipfarrei St. Ludgerus setzt ihren Pfarreientwicklungsprozess trotz schwieriger Rahmenbedingungen fort. An den Plänen, die ehemaligen Domstuben in ein neues Pfarrzentrum umzubauen, soll festgehalten werden – obwohl derzeit weder die Finanzierung gesichert noch der Bauantrag genehmigt ist. Auch die Zukunft der Werdener Schatzkammer bleibt ein wichtiges Anliegen der Pfarrei. Um ihren Fortbestand zu sichern, könnte die Trägerschaft künftig jedoch in andere Hände übergehen.


Neue Straßenbäume sollen Werden abkühlen

Die Hitzebelastung im historischen Stadtkern von Werden ist laut Klimaanalyse besonders hoch. Vor allem rund um den Werdener Markt sorgen versiegelte Flächen und dichte Bebauung für starke Aufheizung. Als Gegenmaßnahme sollen in besonders belasteten Bereichen neue, hitzeresistente Straßenbäume gepflanzt werden. Sie sollen das Mikroklima verbessern, Schatten spenden, die Umgebung kühlen und gleichzeitig Schadstoffe aus der Luft filtern.


Symphonisches Blasorchester feiert 20-jähriges Bestehen

Das Symphonische Blasorchester Essen (SBE) begeht sein 20-jähriges Jubiläum mit Konzerten, darunter auch einem Auftritt im Mariengymnasium Werden. Das Orchester wurde am 1. Mai gegründet und blickt auf zahlreiche musikalische Höhepunkte zurück. Geschäftsführerin und Gründungsmitglied Elisabeth Willems erinnert sich besonders an die frühen Filmmusik-Konzerte in der Lichtburg, die bis heute zu ihren schönsten Erlebnissen zählen.


Folkwang-Studentin überzeugt bei „The Voice of Germany“

Kurz vor ihrem Auftritt bei den Blind Auditions von The Voice of Germany stieg die Nervosität von Emma Josephine Stappenbeck deutlich an. Die Folkwang-Studentin begleitete sich bei „Empire State of Mind“ von Alicia Keys selbst am Klavier – ganz ohne Unterstützung der Band. Damit schuf sie trotz der großen Fernsehkulisse einen sehr persönlichen und intimen Auftritt.


Oktoberfest-Stimmung beim letzten First Friday

Der letzte First Friday des Jahres stand ganz im Zeichen des Oktoberfests. Blau-weiße Dekoration, Leberkäse, Musik und bayerische Atmosphäre sorgten in der Grafenstraße für gute Stimmung. Daniel Vito Eberling, Taras Mahno und Wolf Scheitza spielten bekannte Stimmungslieder wie „Bella Ciao“ und luden die Besucher zum Feiern ein. Nach rund 90 Minuten setzte jedoch starker Regen der Veranstaltung ein vorzeitiges Ende.

03 Sep.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 36/2026

Edeka-Schließung in Werden: DRK plant ehrenamtlichen Fahrdienst für Senioren

Am 15. Oktober öffnet der kleine Edeka-Markt an der Heckstraße letztmalig seine Türen – für viele ältere Menschen im Stadtteil fällt damit eine wichtige Einkaufsmöglichkeit in fußläufiger Entfernung weg. Als Reaktion darauf will der DRK-Kreisverband Essen mit dem Zentrum 60plus Heckstraße einen ehrenamtlichen Fahrdienst ins Leben rufen, der mobilitätseingeschränkten Seniorinnen und Senioren weiterhin selbstständiges Einkaufen ermöglichen soll.


Großer Besucherandrang: 3. Löwenflohmarkt im Löwental voller Erfolg

Der Löwenflohmarkt vom SCWH und Werbering war auch in der dritten Auflage ein voller Erfolg: Von alten Büchern über Kinderschuhe, Klamotten und Schmuck bis hin zu Aufziehuhren, Porzellan und eine in die Jahre gekommene Waage war alles zu finden. „Werden in Bewegung, Spiel, Spaß und Freude ist das Motto“, sagte Andreas Miksch, Vorsitzender des Werdener Werberings, und freute sich über den Besucherandrang auf dem Sportplatz im Löwental.


Felswand-Silikonabdruck am Pastoratsberg: Ungewöhnliches Lehrprojekt der THGA

Ein wenig sah es zeitweise aus, als hätte sich grüner, glibberartiger Schleim über die Mintrop‘sche Spitzfalte am Pastoratsberg ergossen. Doch war es das Werk von Spezialisten der Technischen Hochschule Georg Agricola (THGA) in Bochum und des ebenfalls in dieser Stadt beheimateten Deutschen Bergbau-Museums, die hier die Grundlage geschaffen haben für ein ungewöhnliches Lehrprojekt.

Einen Abschnitt der Werdener Felswand haben sie mit Silikon abgeformt. Die dabei entstandenen Teile werden nun in Bochum zusammengesetzt und weiterbearbeitet. Voraussichtlich im Frühjahr 2027 soll die Nachbildung im Foyer der Technischen Hochschule Georg Agricola (THGA) zu sehen sein.


SC Werden-Heidhausen: Gemischter Saisonauftakt von Herren und Damen

Der Landesligist SC Werden-Heidhausen legt bisher eine unglückliche Serie hin. Dreimal ging es um Punkte, dreimal unterlag der SC mit 1:2 Toren. Die Damen holten sich einen guttuenden Auftaktsieg über einen der Favoriten der Kreisliga. Die SC-Reserve spielte Katz und Maus mit ihren Gegnern. „Dreite“ und „Bierte“ teilten die Punkte.


Brandschutzerziehung im Zentrum 60plus: Wichtige Tipps für ältere Generationen

Oliver Lücke ist bei der Feuerwehr Essen für die Brandschutzerziehung und Aufklärung im vorbeugenden Brandschutz zuständig. Im Zentrum 60plus hielt er für die Besucher einen wichtigen Vortrag, bei dem nicht nur Senioren das eine oder andere Licht aufging. Die Zielgruppe ab 45 Jahren hat guten Grund, interessiert zuzuhören: Die Todesursachen-Statistik des Statistischen Bundesamtes zeigt einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Lebensalter und der Zahl der Todesfälle durch Rauch, Feuer und Flammen.


Erzbischof Stefan Heße zu Gast beim Ludgerusfest in Werden

In diesem Jahr besucht der Erzbischof Stefan Heße aus Hamburg Essen-Werden und nimmt am kommenden Sonntag am Ludgerusfest teil. Bis in das Kerngebiet des heutigen Erzbistums Hamburg ist Ludgerus als Missionar nicht gekommen. Hier wirkte eher Ansgar (801-865) als Benediktienermönch, Bischof von Bremen und Hamburg und Missionsbischof für Skandinavien. Hier wird der Hl. Ansgar noch heute als „Apostel des Nordens“ verehrt.


Diskussion um Appeltatenkirmes: Debatte über städtische Kulturförderung

Die Absage der Appeltatenkirmes hat in Werden eine grundsätzliche Debatte ausgelöst: Warum unterstützt die Stadt Essen Theater, Konzerte und andere Kulturangebote mit öffentlichen Mitteln, während eine traditionsreiche Kirmes keine Förderung erhält? Die „Werdener Nachrichten“ haben bei der Stadt Essen nachgefragt.

11 Sep.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 37/2025: First Friday, Politiker-Gespräch und Beherbergungssteuer

First Friday im 90er-Jahre-Style

Beim „First Friday“ zum Thema „90er Jahre“ fand Trial-Biker Sebastian van Schingen sogar einen Freiwilligen, den er mit seiner passgenauen Showeinlage mit seinem Rad umzirkelte. Schon davor hatte er sein Können mit Sprüngen auf den Paletten gezeigt. Die DJs Maral Rosenbaum alias Kate Boss und Dennis Keller alias Booty Carell legten Musik auf, zu der sich tanzen und feiern lassen konnte. Ivo Matic und Christian Breuer boten über Holz gerösteten Lachs im Burger an, der Werbering hatte Bratwurst am Start. Trotz wechselhaftem Wetter ließen sich die Werdener zum Bummeln und Genießen in den Geschäften einladen.


Neue Beherbergungssteuer sorgt für Unmut

Irina Werres, Inhaberin des Campingplatz Deichklause in Werden, ist sehr aufgeregt: Denn die Stadt Essen hat sie zur „Steuereintreibung“ verpflichtet: „Die Stadt hatte offenbar ein Jahr, sich darauf vorzubereiten, wir zwei Monate!“ Seit dem 1. August gilt in Essen eine neue kommunale Beherbergungssteuer. Sie wird auf bezahlte Übernachtungen erhoben – also auf Aufenthalte in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Hostels – und eben auch auf Campingplätzen. Fünf Prozent des Brutto-Übernachtungspreises und höchstens 9 Euro pro Person und Nacht müssen Beherbergungsgäste zahlen. Die Betriebe behalten den Steuerbetrag ein und führen ihn an die Stadt Essen ab. Die Beherbergungssteuer dient laut der Stadt der Finanzierung zahlreicher öffentlicher Aufgaben: Straßen und öffentliche Infrastruktur, Schulen, Kitas und soziale Einrichtungen, Sicherheit und Ordnung, Klimaanpassung und Stadtentwicklung.


FDP-Ortsverbandsvorsitzender Stefan Moors im Gespräch

Seit über 30 Jahren lebt Stefan Moors in Werden. In der Politik aktiv ist der 61-Jährige langjährige Unternehmer, der aktuell beratend in seinem einstigen Unternehmen tätig ist: Seit 2021 ist er Mitglied bei der FDP, bereits ein Jahr später hat er den Vorsitz des Werdener Ortsverbands übernommen. Mit dem Leiter der Redaktion der Werdener Nachrichten, Gordon K. Strahl, spricht er, warum er nun in die Bezirksvertretung will.


Ludgerusfest mit Prozession durch die Abteistadt

Höhepunkt des traditionellen Ludgerusfestes waren die Festmesse und die anschließende Prozession durch die Abteistadt am vergangenen Sonntag. Wegen der Straßenbauarbeiten auf der Bungertstraße führte geänderte Prozessionsweg am Alten Werdener Markt vorbei, so dass der Schrein mit dem Heiligen und Stadtgründer vorbei an seiner Figur auf der Brunnensäule getragen wurde. Darüber, wie und wo man das Fundament des Zusammenhalts finden kann, machte sich der emeritierte Erzbischof von Kattowitz, Wiktor Skworc, zuvor bei der Festmesse Gedanken. Denn eine Welt im Wandel, wie unsere Zeit es ist, braucht Orientierung. Sie braucht das Verbindende, um nicht auseinanderzufallen.


Bürgermeisterhaus beteiligt sich am Tag des Denkmals

Am Tag des Denkmals am Sonntag, 14. September, öffnet das Bürgermeisterhaus, Heckstraße 105, nicht nur seine Türen, sondern bietet auch gespendete Kunstwerke zum Kauf in der Zeit von 12 bis 18 Uhr an. Besucher haben dabei die Gelegenheit, Kunstwerke aus Privatbesitz zu erwerben, die von Mitgliedern des Vereins und Interessierten gespendet wurden.


Fußball-Wochenende ohne Glück für den SC Werden-Heidhausen

Nein, das war kein gutes Wochenende für den SC Werden-Heidhausen. Es hagelte Niederlagen, nur die Zwote konnte souverän siegen. Das Spiel der „Dreiten“ gegen den ESC Preußen II wurde verschoben, weil es bei den Preußen auf der Anlage gebrannt hatte und komplette Trikotsätze zerstört wurden.


29 Aug.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 35/2024

Appeltatenkirmes: Buntes Treiben ab 31. August

Die Schausteller haben in der vergangenen Woche die Appeltatenkirmes auf dem Platz der Werdener Feintuchwerke aufgebaut. Ab Samstag, 31. August, beginnt das bunte Treiben, das traditionell parallel zum Ludgerusfest stattfindet. Bis Dienstag, 3. September, drehen sich Karussell und Co. und bieten Unterhaltung für Groß und Klein.


Ludgerusfest: Prozession durch Werdens Altstadt

Am Sonntag wird nach dem Festgottesdienst mit dem Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer und dem Essener Bischof Franz-Josef Overbeck die Prozession durch Werdens Altstadt ziehen. Viele Zuschauer werden wieder am Straßenrand stehen, um an dieser feierlichen Tradition teilzunehmen. Hinter den Kulissen hat sich in diesem Jahr einiges verändert: Die Ludgerus-Gemeinschaft hat sich aus der Vorbereitung zurückgezogen, und neue ehrenamtliche Helfer wurden durch die Propsteipfarrei St. Ludgerus rekrutiert.


Erfolgreiches Wochenende für den SC Werden-Heidhausen

Der Bezirksligist SC Werden-Heidhausen holte sich den nächsten Sieg in einem hart umkämpften Spiel. Auch die anderen Herrenteams konnten Siege verzeichnen. Die Ü32-Herrenmannschaft schnupperte beim traditionellen Turnier auf Borkum kurz am Gesamtsieg, verpasste ihn aber knapp. Die Mannschaft genoss dennoch das herrliche Wetter auf der Nordseeinsel. Am Samstag starten auch die Damen ins Meisterschaftsrennen.


Frust bei den Bewohnern des Adolphi-Seniorenwohnens

Peter Lemberg, Bewohner des Adolphi-Seniorenwohnens, fühlt sich angesichts einer Jahresfrist hilflos: Im August letzten Jahres sammelten die Bewohner 250 Unterschriften und übergaben sie Michael Feller, Geschäftsführer der Ruhrbahn. Sie baten um eine kleine Änderung der Buslinie 182 und 192, damit diese direkt an ihrem Haus in der Schaphausstraße 11 halten. Bisher gab es keine Änderung.


Tag des Offenen Denkmals am 8. September

„Wahr-Zeichen. Zeitzeugen der Geschichte“ ist das Motto des Tags des Offenen Denkmals am Sonntag, 8. September. In Werden und Umgebung öffnen an diesem Termin denkmalgeschützte Häuser ihre Türen, um Einblicke in ihre Geschichte zu gewähren. In Werden steht mit der ehemaligen Abtei am Klemensborn 39 das erste Denkmal, das die Stadt Essen rechtskräftig unter Schutz gestellt hat.


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: Nutzen Sie für Ihre täglichen Wege den Nahverkehr, also Bus und Bahn?

24 Aug.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 34/2023

Ludgerus bekommt seine eigene Ausstellung

Kein anderer Heiliger wird in Werden so verehrt wie der Heilige Liudger. Kein Wunder, hat er vor fast 1225 Jahren doch mit der Gründung Benediktinerklosters Werden auch den Grundstein für die Ortschaft errichtet, die 1317 ihre Stadtrechte erhielt. Pünktlich zum Ludgerusfest am kommenden Wochenende eröffnet in der Schatzkammer Werden eine Sonderausstellung, die Ludgerus in den Mittelpunkt rückt – und deshalb auch genau diesen Namen trägt. 


Geschichte wurde lebendig – Rückblick zum Seefest

Thomas Büchel steht als Gustav Krupp auf dem Werdener Wehr. Er ist einer von neun Schauspielern, die die Geschichte des Geburtstagskindes entlang des Baldeneysteigs lebendig machen – und gehört damit zu den eher wenigen Attraktionen, die sich nicht rund um den Regattaturm tummeln. Dort gleicht das Seefest tagsüber einem etwas überdimensionierten Kindergeburtstag: Hüpfburgen, Kinderspiele und Würstchenbuden allerorten. Erwachsene freuen sich über die ebenfalls rege vertretenen Bierstände. Auf der Werdener Seite geht es eher ruhig zu tagsüber. 


Festgottesdienst wieder in der Basilika

Ausblick aufs Ludgerusfest der Propsteipfarrei am kommenden Wochenende vom Freitag, 1. bis Sonntag, 3. September: Den Auftakt bildet der ökumenische Gottesdienst mit der Schreinerhebung am Freitag, 1. September, 19 Uhr in der Basilika St. Ludgerus. Die Details zum Fest: In der aktuellen Ausgabe der Werdener Nachrichten. 


Friedlicher Protest der Senioren für Haltestelle

Bei der feierlichen Wiedereinweihung des Jugendstilbrunnens an der Jacobsallee kürzlich machte eine friedliche Protestaktion auf ein Problem aufmerksam. Ältere Menschen kamen mit ihren Rollatoren dazu und verteilten Flugblätter mit der Forderung nach einer weiteren Bushaltestelle des seit Anfang 2021 verkehrenden Quartierbusses. Die Senioren leben in den 33 Wohnungen der Adolphi-Stiftung am ehemaligen Standort des Paul-Hannig-Heims in der Schaphausstraße. Sie kämpfen seit längerem für einen Halt der Linien 182 und 192 vor ihrer Einrichtung. Denn die Haltestellen „An der Braut“ und „Grüne Harfe“ lägen jeweils zu weit abseits. 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: Ludgerus und Werden – ist der Patron der Basilika hier genügend gewürdigt?