Nach der Verlegung der Deutschen Junioren- und Jahrgangsmeisterschaften im Rudern haben Ruhrverband, Stadt Essen, Weisse Flotte Baldeney und die Interessengemeinschaft Baldeney gemeinsam über die Zukunft des Wassersports auf dem Baldeneysee beraten. Ziel der Fachkonferenz war es, Lösungen zu entwickeln, damit sportliche Großveranstaltungen trotz des starken Wasserpflanzenwachstums möglichst weiter in Essen stattfinden können. Auslöser war die kurzfristige Verlegung der Meisterschaften, die ursprünglich vom 25. bis 28. Juni 2026 auf dem Baldeneysee geplant waren, wegen außergewöhnlich starker Vegetation aber an den Elfrather See in Krefeld verlegt werden mussten.
Folkwang-Alumnus Christoph Schlemmer feiert Erfolg in Italien
Folkwang-Alumni Christoph Schlemmer hat ein preisgekröntes Erfolgsstück geschrieben, das derzeit in Italien gefeiert wird. Der Weg dorthin begann für ihn mit einem Artikel in der Schülerzeitung über die Folkwang Hochschule in Essen-Werden. Das Abteigebäude, das Ausbildungskonzept und die Beschreibung der Hochschule beeindruckten ihn so sehr, dass er beschloss, die Aufnahmeprüfung zu wagen. Sollte sie gelingen, wollte er Schauspieler werden, andernfalls Lehrer. Die Prüfung klappte – und wurde zum ersten Schritt einer ungewöhnlichen Karriere, die ihn inzwischen auch als Theaterautor erfolgreich gemacht hat.
Open-Air-Gottesdienst mit Piratenschatz in Heidhausen
Zum ersten Mal feierte die Ökumenische Gemeinde Heidhausen einen Open-Air-Gottesdienst am Haus am Turm. Rund hundert Besucher nahmen das anschließende Gemeindefest im geschützten Bereich rund um das Tageszentrum gerne an. Die Jona-Jugend sorgte mit einer Piratenschatzsuche für Abenteuerstimmung: Verkleidet und mit Wegweisern aus Naturmaterialien führte sie die Kinder auf Schatzsuche. Am Ende wurde die Kiste am Rand der Wiese gefunden – begleitet von Musik, Stockbrot und gelebter Ökumene.
Era Lubisch wird Deutsche Meisterin im Doppelzweier
Für den Essen-Werdener Ruderclub verliefen die Deutschen Junioren- und Jahrgangsmeisterschaften besonders erfolgreich: Era Lubisch gewann im leichten Doppelzweier die Goldmedaille und sicherte sich im leichten Doppelvierer zusätzlich Silber. Nach der kurzfristigen Verlegung vom Baldeneysee an den Elfrather See mussten sich die Sportlerinnen und Sportler nicht nur auf einen neuen Austragungsort einstellen, sondern auch mit extremer Hitze kämpfen. Temperaturen bis zu 40 Grad, direkte Sonne und kaum Wind machten die Rennen zu einer körperlichen und mentalen Herausforderung. Die Zeitpläne wurden deshalb angepasst und die Anzahl der Rennen reduziert.
Mächtig Trubel herrschte am Mittwoch auf dem Werdener Markt vorm Rathaus: Der Runde Tisch Senioren im Bezirk hatte zusammen mit dem Zentrum 60plus den ersten Seniorentag in Werden organisiert. Zahlreiche Institutionen und Vereine informierten an eigenen Ständen, darunter Awo, Caritas, Deutsches Rotes Kreuz, Bürger- und Heimatverein, Stiftung St. Ludgeri, Hirsch-Apotheke und die Stadtteilbibliothek. Mit Aktionen, Leckereien und Angeboten wie der Rollstuhl-Rikscha Rolfi wurde der Aktionstag zu einem lebendigen Treffpunkt für ältere Menschen im Stadtteil.
Staus auf der Abteistraße sorgen weiter für Ärger
Über die Abteistraße in Richtung Heidhausen und Velbert geht derzeit kaum etwas. Seit Anfang Juni legen die Stadtwerke Essen dort auf rund 120 Metern neue Versorgungsleitungen. In Stoßzeiten berichten Betroffene von Verzögerungen bis zu einer Stunde. Dass die Bauzeit nun von ursprünglich drei Monaten um zwei Wochen verkürzt werden soll, erscheint manchen nur als schwacher Trost. Der pensionierte Polizist Uwe Klein aus Fischlaken kritisiert fehlende verkehrsleitende Maßnahmen und fragt, warum Stadt und Polizei die Autofahrer aus seiner Sicht weitgehend sich selbst überlassen.
Fahrradständer an der Heckstraße sorgen für Kopfschütteln
Die neuen Fahrradständer vor der Boutique „Engel Werden“ an der Heckstraße 10 sorgen bei vielen Werdenern für Unverständnis. Einige halten sie für überflüssig, weil auf der gegenüberliegenden Straßenseite bereits Radständer vorhanden seien, die selten voll belegt wirkten. Zusätzlich kommt es offenbar immer wieder zu Problemen mit den rot-weißen Baken an den Stellplätzen: Lkw oder Lieferwagen fahren beim Wenden dagegen, wie ansässige Geschäftsleute beobachtet haben.
Sardisches Fine Dining in der Grafenstraße
In der Grafenstraße bietet Turhan Demirci nun Hummer und sardisch geprägte Küche an – genauer gesagt sein Sohn Luca, eigentlich Gianluca, der viele Gäste bereits aus Oberhausen mitgebracht hat. Der fehlende Name „La Maddalena“ auf der Scheibe ist Absicht: Gerade daran erkennen Stammgäste das Restaurant. Luca verbindet sardische Küche mit Fine Dining sowie modernen und asiatischen Einflüssen. Seine kulinarischen Wurzeln liegen in der Familie: Der Vater ist Koch mit türkischen Wurzeln, die Mutter Konditorin.
Werdener Grundschulen feiern ihre eigene Fußball-WM
Wer keine Lust hat, sich für die Fußball-WM in Amerika nachts den Wecker zu stellen, findet in Werden eine lautstarke Alternative: das zwölfte Fußballturnier der vier Werdener Grundschulen in der Sporthalle im Löwental. Diesmal ist die Ludgerusschule Ausrichterin.
Schulleiterin Kerstin Peiker musste am Mikrofon gegen einen enormen Lärmpegel ankommen, denn die jungen Fans sorgten mit Anfeuerungsrufen, Trommeln und Klangstäben für echte Turnieratmosphäre.
„Zeitfenster“ machen Werdener Geschichte sichtbar
Seit rund einem halben Jahr verwandeln großformatige historische Schwarz-Weiß-Fotos an Häuserwänden die Werdener Altstadt in eine Art Freilichtmuseum. Die Bilder stammen aus dem Archiv von Albert Mittweg. Nach dessen Tod entwickelte der pensionierte Lehrer Norbert Fabisch die Idee für das Projekt „Zeitfenster“.
Nun erweitert er es um Schaukästen gegenüber dem Werdener Gymnasium. Zum Auftakt zeigt er Motive zur Strafanstalt in der alten Abtei sowie zum Karneval der frühen Nachkriegszeit. Ein besonderes Bild erzählt von drei jungen Frauen, die in Bergleute auf der Zeche Pörtingsiepen verliebt waren und unbedingt einmal die Arbeitswelt unter Tage kennenlernen wollten.
Spaziergänger entlang des Werdener Ruhrufers kennen sie gut, die drei kleinen, grünen Inseln vor dem Wehr. Immer wieder bleiben Menschen dort stehen, um den Vögeln bei ihrem bunten Treiben zuzusehen. „Dort brüten Schwäne und Graugänse“, hat auch WN-Leserin Sabine Sherin Mocek beobachtet. „Und sie werden für die Jungtiere gerne als Schutzräume verwendet“ Umso schockierter ist sie, nachdem sie erfahren hat, dass der Ruhrverband diese Inseln in diesem Sommer entfernen will, um der Hochwassergefahr zu begegnen. „Ich glaube kaum, dass sich die Hochwassergefahr durch die Entfernung der Inseln reduzieren wird und finde wieder einmal traurig, wie den Tieren einfach so Lebensräume geraubt werden.“
Beim Ruhrverband bestätigt man das Vorhaben. Dort hält man die Maßnahme jedoch tatsächlich für unverzichtbar – die Wasservögel habe man dabei jedoch im Blick, versichert Britta Balt, stellvertretende Abteilungsleiterin der Unternehmenskommunikation. „Die Inseln werden in diesem Sommer entfernt“, bestätigt Balt. Derzeit befinde sich die Maßnahme in der Ausschreibung. „Voraussichtlich im Juli werden wir damit beginnen.“ Drei Monate sollen die Arbeiten in Anspruch nehmen.
Werden trauert um Christian Streffer
Am 7. Mai verstarb der international renommierte Strahlenbiologe Christian Streffer im Alter von 91 Jahren. Streffer, der auch in seinen 90 Jahren noch aktiv war und seine Frau Dorle wählten vor rund 50 Jahren Werden als Domizil nach ihrer Studentenzeit in Freiburg, als Prof. Dr. Dr. h.c. Christian Streffer seinerzeit von der Universität Essen auf den Lehrstuhl für Medizinische Strahlenbiologie berufen wurde. Mit seiner Frau Dorle Streffer zog er vier Kinder groß und freute sich über eine stattliche Anzahl von Enkeln. Dorle Streffer starb am 1. Dezember 2017 in dem Hospiz, das seit 2018 ihren Namen trägt. Denn es blieb nicht nur bei der Aussicht auf die Turmspitzen von St. Ludgerus, Evangelischer Kirche und Luciuskirche im gemeinsamen Haus Auf dem Sutan: Eine Herzensangelegenheit war dem Ehepaar die Ökumene.
SC-Reserve steigt in die Kreisliga A auf
Es ist vollbracht: Nach zehn Jahren spielt der SC Werden-Heidhausen II endlich wieder in der Kreisliga A. Zwei Spieltage vor Schluss kann die SC-Reserve nicht mehr eingeholt werden. Dementsprechend feucht-fröhlich wurde gefeiert, einschließlich zünftiger Sektdusche für die Erfolgstrainer Jason Munsch und Dirk Thüning. Dem Landesligisten gelang ein ganz wichtiger Sieg.
DRK trägt Licht der Hoffnung über die Brehminsel
Am Sonntag beteiligte sich das Deutsche Rote Kreuz Essen erneut am „Fackellauf nach Solferino“. Im Rahmen der bundesweiten Aktion wurde das „Licht der Hoffnung und Menschlichkeit“ von Ehrenamtlichen des Deutsche Rote Kreuz (DRK) Essen auf seinem Weg durch Deutschlandauch auf der Brehminsel weitergetragen.
Foto: Volker Hartmann
Jan Bierther prägt die Jazzszene im Ruhrgebiet
Seit vielen Jahren gehört Jan Bierther zu den prägenden Persönlichkeiten der Jazzszene im Ruhrgebiet. Der 1970 in Essen geborene Gitarrist, Komponist, Musikpädagoge und Kulturmanager lebt und arbeitet in Werden und gilt weit über die Region hinaus als wichtiger Vernetzer der nordrhein-westfälischen Jazzlandschaft. Seine musikalische Ausbildung absolvierte Bierther von 1992 bis 1996 an der Amsterdamer Hochschule der Künste in Hilversum. Dort studierte er Jazzgitarre bei dem renommierten Dozenten Wim Overgaauw und schloss mit dem Examen zum „Docerend Musicus“ ab.
Weitere Impulse erhielt er durch Workshops und Masterclasses bei internationalen Größen wie John Scofield, Mike Stern, Jim Hall, Tal Farlow und Steve Khan.
Am 8. Januar 1926 wurde der Bürgerschützenverein „Gut Ziel“ Essen- Werden-Heidhausen 1926 gegründet. Aus Anlass des 100-jährigen Bestehens fand jetzt die Jubiläumsfeier mit den Mitgliedern und den eingeladenen Ehrengästen statt. Zu diesen zählten der Oberbürgermeister Thomas Kufen, der Vizepräsident des Rheinischen Schützenbundes Eckhard Wilms, der Vorsitzende des Schützenbezirks 02 Uwe Schraven, die Vorsitzende des Kreises 023 Sibille Ebert und der Vorsitzende des Essener Sportbundes Jochen Sander, sowie der Assindia-König Hans-Albert Honnacker.
Ebenso gerne der Einladung gefolgt waren die Bezirksbürgermeisterin Gabriele Kipphardt, Ratsherr Plarent Kazani und aus der Bezirksvertretung IX Benjamin Brenk und Ludger Hicking-Göbels.
KÖB St. Kamillus spendet 2700 Euro an die Kinderintensivstation
Die Regale sind weg, der Raum wirkt viel kleiner als zuvor. Noch ein paar Kartons mit Büchern stehen im Gang, in der ehemaligen Bücherei schlängelt sich noch eine kurze Reihe Bücher an der Wand entlang. „Welche sollen wir öffnen?“, fragt Petra Zentarra und deutet auf zwei Flaschen Sekt samt Knabbereien, mit denen sich die anderen Büchereien für die Spenden bedankten, die sie aus Heidhausen mitnehmen durften.
Etwa 200 Stunden lang wickelten Petra Zentarra und das Team die Katholische Öffentliche Bücherei St. Kamillus ab, schrieben etliche Emails, organsierten Besichtigungstermine. Auf einem Flohmarkt ist man viel losgeworden, aber nicht alles. Was übrig blieb, wurde telefonisch an weitere Abnehmer vermittelt.
Die Ehrenamtlichen der ehemaligen KÖB St. Kamillus unterstützen mit dem Verkaufserlös der Bücher die Kinderintensivstation der Universitätsmedizin Essen mit einer stattlichen Spende in Höhe von 2700 Euro. Im Rahmen einer symbolischen Übergabe wurde die Spende an die Stiftung Universitätsmedizin sowie an Vertreterinnen und Vertreter der Universitätsmedizin Essen überreicht.
Bettina Heubach schließt ihr Geschäft und blickt nach vorn
„Freu dich auf dein neues Leben“, wünscht eine Kundin, die soeben zum letzten Mal bei Bettina Heubach eingekauft hat. Die lächelt strahlend: „Ich werde Pippi Langstrumpf und mach, was mir gefällt.“ Aufhören wird sie nicht gänzlich: Bei Anne Wiesenberg wird sie für ihre Berger-Düfte ein Schaufenster dekorieren, diese Marke wird sie weiterverkaufen.
Doch einen Laden wird es nicht mehr geben. „Ich bin jetzt offen für alles“, skizziert sie ihre Pläne. Freunde in der ganzen Welt locken, aber Hündin Thilda setzt da den Rahmen doch etwas enger und die Gewissheit: „Ich habe ein schönes Zuhause.“ Und nun ist Zeit für ausgedehnte Ausflüge statt kurze, praktische Hunderunden.
Kunstwerden zieht positive Jahresbilanz
Der künstlerische Rückblick aufs vergangene Jahr, den Petra Steinhardt den Mitgliedern von Kunstwerden bei der Jahresversammlung ins Gedächtnis rief, fiel positiv aus. Beginnend mit Thomas Plaßmann war viel Sehenswertes am Start. Und wenn auch mal kontrovers diskutiert wurde, waren sich die Mitglieder einig, dass es stets spannend und konzeptionell sehr gut gelaufen ist und „viele interessierte Besucher“ erreichte, wie die Kuratorin erfreut feststellte.
Nun wird der Verein seine Mitglieder aufrufen, sich an einer Gemeinschaftsausstellung zu beteiligen, die am 10. Mai eröffnet werden soll. „Wenn sich viele melden, könnte ich mir auch zwei Chargen vorstellen“, so die Fachfrau, die im Museum Folkwang ihren Arbeitsplatz hat.
SC Werden-Heidhausen verliert zuhause 0:3 gegen den FC Kray
Am 10. Oktober 2025 war dem Landesliga-Aufsteiger SC Werden-Heidhausen in der Krayer Arena ein grandioser 4:1-Erfolg gelungen. Diesmal gab es betretene Gesichter. Nichts passte besser zur momentan prekären Situation, dass der gerade erst nach langer Verletzung genesene Tom Roß das Warmmachen abbrechen musste. Für ihn rutschte Moritz Stöber in die Startelf, auch er nach längerer Pause. Gegen den FC Kray verlor man zuhause 0:3.
Lars Höcker erfüllt sich mit Five Elements Massage einen Traum
Lars Höcker ist Sportler durch und durch. Schon lange kickt er beim SC Werden-Heidhausen, spielte einst in der ersten Mannschaft und ist mittlerweile bei den Alten Herren aktiv. Doch auch auf seinem Weg in die Selbstständigkeit wurde er zum regelrechten Hürdenläufer. „Sie glauben nicht, wie viele wie viele Stöcke uns in den Weg gelegt worden sind“, schüttelt der gebürtige Werdener den Kopf. „Da könnte man ein Buch drüber schreiben.“
Zusammen mit seinem Partner Tim Dambor hat er sich im Rüttenscheider Girardet-Haus mit dem Wellness-Studio „Five Elements Massage“ einen Traum erfüllt. Ein Projekt, das von einer tiefen Motivation und dem Kampf gegen zahlreiche bürokratische und finanzielle Hindernisse geprägt war.
Michael Foster arbeitet mit der Tanzabteilung des Gymnasiums Werden
Mit Michael Foster spricht ein Künstler, der die Tanzszene aus unterschiedlichsten Perspektiven kennt: als Tänzer, Choreograf, Regisseur und Pädagoge. Seine Laufbahn führte ihn von renommierten Compagnien wie dem Texas Ballet Theater und dem Ballett der Staatsoper Hannover bis zum Ballett am Rhein, wo er sein Repertoire stetig erweiterte und sich zugleich als kreativer Kopf profilierte.
Der gebürtige Amerikaner leitete das Tanzbildungsprogramm „Tanz mit!“ und verband dort schon künstlerische Praxis mit pädagogischem Engagement. Er folgte der Einladung des Gymnasiums Werden, in der Tanzabteilung nun nicht mehr mit Profitänzern zu arbeiten, sondern die Weichen zu ihnen zu stellen. Im Interview gibt er Einblicke in seinen vielseitigen Werdegang, seine künstlerische Handschrift und seine Arbeit mit der nächsten Generation von Tänzerinnen und Tänzern.
Fischlaken: Viel Platz, viel Geschichte, wenig Versorgung
Der erste Eindruck bei einem Spaziergang durchs Dorf: Hier ist viel Platz. Auf 9,28 Quadratkilometern leben nur knapp 4400 Menschen. Dünner besiedelt sind nur noch Schuir und Byfang. Der ländlich geprägte Stadtteil glänzt mit Wiesen, Wäldern, Feldern, dem Baldeneysee. Nicht nur das südliche Seeufer, sondern fast die ganze Wasserfläche des Sees gehört zu Fischlaken. Hier ziehen Leute hin, die „ihre Ruhe“ suchen.
Der Stadtteil ist laut einer Schenkungsurkunde stolze 1230 Jahre alt. Und damit wohl „das älteste Dorf an der Ruhr“. Früher gab es hier Lebensmittelgeschäfte, Metzgerei, etliche Kneipen. Inzwischen nicht mal mehr eine Postfiliale. Auch keine Apotheke. Sogar die Kirche ist geschlossen. Für immer. Übriggeblieben sind noch Gaststätten am Baldeneysee und „Am Schwarzen“ sowie einige Dienstleister.
Viel zu tun hatten die drei frohgelaunten Osterhasen Beatrice Cloidt, Kirsa Galla und Henrike Galla (v.l.), um tausend Eier im Heissiwald zu verstecken. Der der Förderverein Wildgatter Heissiwald hatte auf die Wiese an der Schutzhütte schon eine Woche vor Ostern zur fröhlichen Eiersuche geladen.
Diskussionen um Neubauprojekt an der Velberter Straße
Es gibt zu wenig bezahlbaren Wohnraum für die Mitte der Gesellschaft“. Davon ist Matthias Riediger überzeugt. – und möchte das in Heidhausen zumindest ein Stück weit ändern: Zusammen mit der „Jabo Velberter Str. 101/109 GbR“ will der Geschäftsführer des Projektentwicklers und Vermarkters Immostore Immobilien 30 neue Wohnungen schaffen – und es auch Menschen mit mittlerem Einkommen ermöglichen, im Essener Süden zu ziehen.
Dafür musste unter anderem ein altes Bruchsteinhaus an der Velberter Straße weichen. In der Nachbarschaft hat das Verschwinden des urigen Einfamilienhauses lebhafte Diskussionen ausgelöst. Dieses ist vor einigen Tagen buchstäblich von der Bildfläche verschwunden, die Bagger sind just dabei, die Reste des in Schutt und Asche gelegten Gebäudes zu beseitigen.
Kreisimkerverband ruft zur Mithilfe bei Sichtungen auf
Der Frühling ist da. Mit sich bringt er ein stetiges Ansteigen der Populationen der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina). Diese invasive Art breitet sich rasch aus und stellt eine große Gefahr für heimische Insekten dar, insbesondere für Honigbienen.
Der Kreisimkerverband Essen (KIV) ruft daher dazu auf, Sichtungen oder Nester zu melden. Es wurden 10.000 Flyer gedruckt, die nach und nach verteilt werden sollen. Ulf Brinkmann ist Wespen- und Hornissenberater beim KIV Essen:
„Wir gehen auf die Bürger zu, machen sie aufmerksam und bitten um Mithilfe. Zum Beispiel, bei der Gartenarbeit die Augen aufzuhalten. Ist da vielleicht in rund zwei Metern Höhe eine etwa Tischtennisball-große Kugel zu sehen, in grauem oder beigem Farbton?“
WDR-Rundfunkchor in der Evangelischen Kirche Werden
Erkenntnis führt zum Aufdecken von Taten und Verhalten. Das Matthäus-Evangelium berichtet darüber, wie Petrus am Karfreitag während des Verhörs Christi ihn verleugnet. Er hatte Angst um sein Leben und verriet darum seinen Freund. Jesus hatte es vorhergesehen. Petrus erkannte seine Schuld „und weinte bitterlich“.
Dies hat der Renaissancekomponist Orlando di Lasso (1532 – 1594) in seinem Musikwerk „Lagrime di San Pietro“ (Die Tränen des heiligen Petrus) zu dem Text von Luigi Tansillo (1510 – 1568) vertont. Aufgeführt wurde es vom renommierten WDR-Rundfunkchor in der Evangelischen Kirche Werden.
SC Werden-Heidhausen mit Niederlage und Auswärtserfolg
Der Landesligist hatte 70 Minuten lang eine Punkteilung im Blick und kam dann doch unter die Räder: Gegen den Mülheimer FC 97 unterlagen die 1. Herren des SC Werden Heidhausen auswärts mit 3:0.
Die „Dreite“ holte sich einen hart erkämpften Auswärtserfolg. Die „Bierte“ hielt gut mit, ging dem Spitzenreiter aber zu oft auf den Leim.