01 Jul

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 27/2021

Abi-Zeugnisse mit Jubel vom Balkon

Endlich Abitur: Schüler und engste Familienangehörige haben die frischgebackenen Abiturientinnen und Abiturienten der beiden Werdener Gymnasien gefeiert. Auf dem Schulhof des Werdener Gymnasiums etwa jubelten Schüler und Eltern den Abiturienten bei der Zeugnisvergabe auf dem Balkon zu. In dieser Ausgabe drucken wir die stolzen Schulabgänger, die nun vor dem nächsten großen Schritt ihres Lebens stehen mit Bild und Namen ab. 


Schule und Corona – Resümee und Ausblick

Das Schuljahr unter Corona Bedingungen ist zu Ende. Zeit für ein Resümee dieser besonderen Herausforderung – und für einen kritischen Ausblick auf das, was kommen mag. Sie sei vorsichtig, ob man in der Pandemie bereits über den Berg sei, sagt Felicitas Schönau, Direktorin des Werdener Gymnasiums. Wenn derzeit schon wieder laut über Wechselunterricht nachgedacht werde, so erreiche das das Ende ihrer Geduld. „Die oberste Priorität sollte sein, dass gewährleistet wird, dass Schulen geöffnet sind.“ Weitgehende gesellschaftliche Abläufe seien darin eingeflochten, dass Schulen ihre Arbeit machen. „Das kann man Familien nicht noch einmal zumuten.“ 


Wie die Promis ihren Sommerurlaub verbringen

Auch wenn die niedrigen Inzidenzwerte momentan vieles erleichtern und in etlichen Bereichen nach monatelangen Einschränkungen so etwas wie Normalität eingekehrt ist – noch ist die Pandemie nicht vorbei. Auch deshalb ist, wenn jetzt die Sommerferien starten, ein gänzlich unbeschwerter Urlaub oft nicht möglich – zumal die Angst vor den Folgen der Ausbreitung der sogenannten Delta-Mutation des Virus wächst. Wie beeinflusst das Pandemiegeschehen den Urlaub der Werdener? Wir haben bei einigen Prominenten nachgefragt. 


Heimatverein traf sich wieder „in Präsenz“

Nur das Wetter hat nicht mitgespielt: Wegen trüber Aussichten hat der Werdener Bürger- und Heimatverein (WBH) seinen Stammtisch kurzerhand vom eigentlich angedachten Biergarten Werdener Wiesn ins nahe gelegene griechische Restaurant „Attika“ verlegt. Dort hat sich eine munterere Truppe am langen Tisch versammelt, um sich endlich wieder „in Präsenz“ über die Themen auszutauschen, die gerade in Werden, Heidhausen und Fischlaken wichtig sind – in den letzten Monaten war dies coronabedingt nur digital möglich. 


Und zu guter Letzt die Frage der Woche: 
Die zweiten Sommerferien unter Pandemiebedingungen beginnen. Beeinflusst Corona Ihre Urlaubsplanungen? 

24 Jun

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 26/2021

Anwohner beobachten hohes Verkehrsaufkommen mit Sorge

Entwickelt sich die Kreuzung An der Braut und Barkhovenallee zum Unfallschwerpunkt? Davor jedenfalls warnen Anwohner. Denn der Verkehr dort nehme zu – und das oft mit überhöhter Geschwindigkeit. Erst am Donnerstag vergangener Woche kam es dort zu einem Verkehrsunfall zwischen einem 13-jährigen Fahrradfahrer und einem Pkw: Der 13-Jährige musste laut Polizei schwer verletzt ins Krankenhaus. Die Stadt unternehme nichts gegen diese Zustände, klagen Bürger


Grillzonen-Pläne für das Löwental ernten Kritik

Die Welt im Löwental ist am Montagmorgen in Ordnung – zumindest wenn man nicht allzu genau hinsieht. Die Uferwiese auf Spielplatzhöhe ist von den Großfamilien der Entenvögel und Kanadagänse mit samt ihren Gelege belegt. Die Mülltonnen sind allesamt geleert. Nur wenige Verpackungen sind den Müllsammlern entgangen. Schaut man genauer hin, liegt an Bäumen Grillkohle und unzählige Brandlöcher mit Kohlerückständen verunzieren die Wiese. Die Pläne der Stadt, im Löwental eine Grillzone zu errichten und andernorts zu verbieten, sehen viele kritisch. 


Streckenführung der Quatriersbusse kommt auf die Agenda

Seit Anfang des Jahres rollen die Quartiersbusse durch Werden Stadt und Land – von vielen als lang ersehnte, notwendige Verbesserung im Öffentliche Nahverkehr angesehen, um gerade die ländlichen Bereiche besser anzubinden, haben die wenigen, gelben Kleinbusse jedoch in ihren Anfangsmonaten viel Kritik einstecken müssen – insbesondere mit den Streckenführungen zeigt sich nicht jeder zufrieden. Die Bezirksvertretung beschäftigt sich in ihrer kommenden Sitzung am 6. Juli im Essener Rathaus mit der fehlenden Anbindung des Bergfriedhofs


Baupläne wecken Zweifel an ausreichender Infrastruktur

Heidhausen wächst – nicht nur die Grüne Harfe hat für gehörig Zuzug gesorgt im Stadtteil, auch darüber hinaus wachsen kleinere und größere Bauprojekte scheinbar pausenlos aus dem Boden. Zum Beispiel sollen auf der Wiese an der Jacobsallee rund 80 neue Wohneinheiten entstehen. Damit wachsen jedoch auch die Zweifel, ob auch die Infrastruktur dem standhält – ein Bürger hat sich mit der Sorge, ob es genug Kita- und Schulplätze gibt und ob der Verkehr den immensen Zuzug verkraftet, nun an die Bezirksvertretung gewandt. 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Die Grünen in NRW fordern ein flächendeckendes Tempo 30 in der Stadt. Ist das eine gute Idee? 

17 Jun

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 25/2021

Sommer, Sonne, Grillzeit – aber auch Rauch und Müll

Gerade an sonnig-heißen Wochenenden tummeln sich zahlreiche Menschen im Löwental und auf der Brehminsel, um dort in gemütlicher Gemeinschaft zu grillen – nicht wenige Bürger fühlen sich jedoch durch die Rauschwaden und den Müll, den die Gruppen hinterlassen, belästigt. „Ist das Grillen in der Öffentlichkeit nicht mittlerweile verboten?“, fragte daher unlängst ein Leser der Werdener Nachrichten. Zumindest hatte Oberbürgermeister Thomas Kufen im vergangenen Jahr während des Kommunalwahlkampf versprochen, das ein solches Grillverbot baldmöglichst kommt: Diesen Sommer ist allerdings nicht mehr damit zu rechnen– denn die politischen Beratungen über das Verwaltungskonzept werden kaum bis zur Sommerpause beendet sein, räumt die Stadt Essen auf Nachfrage der Werdener Nachrichten ein. 


Barrierefreiheit auf der Wartburg

Einen kleinen Fortschritt gab es zu vermelden bezüglich der Barrierefreiheit am Bahnhof Hügel bei einem Ortstermin, den die Grünen im Bezirk zusammen mit dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) und Vertretern der Deutschen Bahn (DB) unternommen haben: Denn entgegen vorheriger Aussagen soll auch dieser Bahnhof künftig für Menschen, die nicht gut zu Fuß sind, besser erreichbar sein – allerdings frühestens in acht Jahren – zu spät, finden die Grünen. 


Im Bürgermeisterhaus geht es langsam wieder los

Im Bürgermeisterhaus startet die Kultursaison am kommenden Freitag Juni „Es wird sich in den nächsten Tagen noch ein wenig erweitern, da einige Termine noch in der Schwebe sind und noch bestätigt werden müssen.“ so der Geschäftsführer des Kulturwohnzimmers, Carsten Linck. Er weiß, dass sich viele Künstler erst einmal impfen lassen wollen, bevor sie starten. Ob sich seine Befürchtungen bestätigen, dass viele Stammgäste vielleicht erst einmal vorsichtig sein werden, wird die Stimmung bei den ersten Konzerten zeigen. 


Public Viewing in Werden

Gemeinsam mitfiebern ist beim Fußball eine gute Idee. Zum Auftakt der Saison wurde dies auch gerne angenommen. Stimmung herrschte bei Fausto und Ramona im Ristorante Viehauser Höhe. Auch auf den Werdener Wiesn wurde mit einem kleinen Format angefangen, Deutschland in der EM zu begleiten. Die Wahl der Fußball-Beilage zum Gucken war demnach entweder die italienische Variante oder der amerikanischen Dreier-Kette aus Brötchen-Rindsfrikadelle-Brötchen. Wenn es auch dieses Mal keine Luftsprünge gab, ist gemeinsam Leiden auch was Schönes. 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Grillen soll ab 2022 nur noch auf einer kleinen Fläche im Löwental erlaubt sein. Eine gute Idee? 

10 Jun

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 24/2021

Endlich wieder Live-Musik in Werden

Am Dienstagabend eröffnete das Jazz-Duo „Mellow Talk“ mit Mariann Shaguroff (Gesang) und Mikhail Churilov die musikalische Szene in Werden. Die Jazz-Studenten von der Folkwang Universität hatten Jazz- und Lounge-Musik für die zahlreichen Gäste der Werdener Wiesen mitgebracht. Sie spielen in verschiedenen Formationen „einfach alles“. 


Bezirksvertretung entscheidet über Reparatur der Aussichtsplattform

„Egal, wie wir uns entscheiden, wir entscheiden uns falsch.“ Als neue Bezirksbürgermeisterin muss sich Gabriele Kipphardt auch mit einigen unliebsamen Altlasten herumschlagen. Dazu zählen sicherlich die beiden Aussichtsplattformen auf der Brehminsel. Dafür, dass die Bezirksvertretung die Plattformen überhaupt in Auftrag gegeben hatte, musste Kipphardts Vorgänger heftige Kritik einstecken. Und so schwante auch ihr wohl schon Übles, als die ungeliebten Holzkonstruktionen wieder auf der BV-Tagesordnung gelandet waren. Denn seit Monaten klafft ein Brandloch in einer der beiden Plattformen – und die Entscheidung, ob die Bezirksvertretung das Geld für die notwendige Reparatur locker macht, stand an. 


Gespaltene Meinungen beim Thema Solar

Nachdem die Initiative „Gemeinsam für Stadtwandel Werden“ (GfS) ihr Konzept erläuterte, kam das Thema auch beim Stammtisch des Werdener Bürger- und Heimatvereins (WBH) zur Sprache. Es klangen erhebliche Zweifel an, ob sich das Ziel einer „Solarstadt Werden“ bis 2030 tatsächlich erreichen ließe. 


Antrag auf mehr Barrierefreiheit am Wehr

„Aus ökologischer Sicht ist der Fischlift sicher eine gute Sache“, lobt der stellvertretende Bezirksbürgermeister Herbert Schermuly, das System am Werdener Stauwehr, das seit vergangenem Sommer Fische von der Ruhr in den Baldeneysee verhilft. Doch ein Lift, der Menschen, die nicht gut zu Fuß sind, aufs Wehr oder auf die andere Uferseite hilft, gibt es an dieser Stelle nicht. „Ebenso wichtig ist es Barrierefreiheit zu schaffen“, betont daher Schermuly. Seine CDU hat zusammen mit der FDP daher einen Antrag in der Bezirksvertretung IX (Werden/Kettwig/Bredeney) gestellt, der diesen Zustand ändern soll. 


Keine Priorisierung aber kein Impfstoff: auch in Werden herrscht Ebbe

Manch einer mag sich den 7. Juni herbeigesehnt haben: Hatte doch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für diesen Stichtag versprochen, die Impfpriorisierung aufzuheben. Und so ist es dann auch gekommen: Jeder ab 12 Jahre, der sich gegen Corona impfen will, kann jetzt – unabhängig davon, ob er zu einer Risikogruppe gehört – einen Termin vereinbaren. Theoretisch. Denn in der Praxis ist momentan kaum an Impfstoff zu kommen – auch bei den Werdener Praxen herrscht diesbezüglich Ebbe. 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Brehminsel, Ruhrufer, Löwental & Co.: Nutzen Sie Werdens grüne Naherholungsgebiete gern? 

02 Jun

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 23/2021

Baldeneysee-Ausflügler sorgen für volle Parkplätze und Ärger bei den Anliegern

„Entschuldigen Sie, wo geht es denn hier zum Baldeneyer See?“ Die nicht ganz richtig gewählte Bezeichnung für das beliebte Naherholungsziel zeigt, dass die Dame, die gerade ihren Wagen am Straßenrand abgestellt hat, wohl nicht von hier ist. Aus Recklinghausen ist sie mit ihrer Familie angereist, wie ein Blick aufs Nummernschild zeigt. Dass der Parkplatz am Haus Scheppen gesperrt ist, wusste sie offenkundig nicht. Aber den Weg umsonst wollen sie auch nicht auf sich genommen haben: Von hier bis zum beliebten Treffpunkt am Baldeneysee sind es zu Fuß von hier aus ja nur 15 Minuten, und der strahlende Sonnenschein lädt zu einem kleinem Spaziergang geradezu ein. Wie sie tun es etliche andere auch, wie die Stoßstange an Stoßstange geparkten Autos entlang der Maasstraße zeigen – sehr zum Ärger der Anlieger. 


Diskussion um Denkmalschutz für Haus Scheppen

Um das altehrwürdige Gebäude am Fischlaker Fuß des Baldeneysees gibt es aktuell noch mehr Diskussionen: „Der Haus Scheppen ist so etwas wie eine Visitenkarte für die Stadt.“ Ludger Hickings-Göbels findet aber, momentan ist das geschichtsträchtige Gebäude trotz seiner malerischen Lage in Fischlaken, direkt am Baldeneysee, eben keine Karte, die man gerne vorzeigt. Denn der Blick tausender Motorradfahrer, die hier jede Saison Station machen, fällt auf ein wenig glanzloses ruinöses Gemäuer, das von den ihm umgebenden Wassergräben und Wildbewuchs gezeichnet ist. „Warum schafft man es nicht, zumindest das Gewächs aus den Mauern zu entfernen?“, fragt der erste Bezirksbürgermeister-Stellvertreter und Grüne Fraktionsvorsitzende in der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung. Zu Besuch war Ina Hanemann, die seit April ihren Job als Leiterin der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Essen angetreten ist. Doch ihre Antworten, die sie zum Thema Denkmalschutz im Gepäck hatte, waren für die Stadtteilparlamentarier eher ernüchternd. 


Wie geht es weiter mit den Domstuben?

Um ein anderes Gebäude in Werden gibt es bereits seit Monaten anhaltende Diskussionen: Mit Argusaugen verfolgt die Werdener Öffentlichkeit, welche Entscheidung die katholische Ludgerus-Gemeinde als Eigentümerin der Domstuben fällen wird: Sanierung, Fassadenerhalt mit neuem Kern oder gar den kompletten Abriss? Das historische Ensemble zu bewahren, dafür hat sich in den letzten zwei Monaten neben zahlreichen Stimmen aus der Bürgerschaft auch der Werdener Bürger- und Heimatverein (WBH) als vehementer Fürsprecher hervorgetan. Dieser hat bei seinem Stammtisch nun über Gespräche mit der zuständigen Projektgruppe der Ludgerus-Pfarrei berichtet. Und die Werdener Nachrichten haben genau zugehört! 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Sind die Sperrungen am Haus Scheppen und rund um den Baldeneysee sinnvoll?