23 Apr.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 17/2026: Auszeichnung für Buchhändler, neue Viet Cuisine, Bergbau-Erinnerung und Handyzeichnungen

Auszeichnung für Buchhändler Dennis Hasemann

Buchhändler Dennis Hasemann hat „eine besondere bürgerschaftliche Auszeichnung“ erhalten. Noch hatten die Werdener Kirchen nicht 19 Uhr geschlagen, doch fanden sich bereits über 70 Menschen vor und in der Buchhandlung Schmitz am Freitagabend ein: Mit einer besonderen bürgerschaftlichen Auszeichnung haben der Verein Leben in Vielfalt (LiV) Essen, das „Wohnzimmer für Demokratie“, vertreten durch Christiane Gregor, sowie zahlreiche Werdener Vereine und engagierte Bürgerinnen und Bürger den Buchhändler Dennis Hasemann geehrt.

Anlass war sein viel beachteter Verzicht auf das Gütesiegel des Deutschen Buchhandlungspreises, das er aus Protest gegen Eingriffe des Bundesministeriums für Kultur und Medien in das Votum einer unabhängigen Jury nicht angenommen hatte.


Viet Cuisine Sushi Bar in der Grafenstraße

Seit Dezember hat Dinh Thuong Tran die „Viet Cuisine Sushi Bar“ in der Grafenstraße eröffnet. Nun fand er Zeit für ein persönliches Gespräch. Werden lernte er bei der Eröffnung des Nagelstudios in der Brückstraße 16 kennen. Als er nach Deutschland kam, so berichtet er, hat er nahezu sofort begonnen, zu arbeiten. Zunächst in Frankfurt, dann in München, später in Berlin. Essen wurde zu seiner Heimat.

Fragt man ihn nach seinem eigenen Lieblingsessen, antwortet er ohne zu zögern: „Pho. Diese Suppe ist für uns, was in Deutschland ein Brötchen ist. Ist sie von einer super Qualität, dann ist das wunderbar und man kann sie den ganzen Tag essen.“


Zukunft des AWO-Treffs im Rathauskeller ist offen

Der AWO-Treff im Werdener Rathauskeller ist seit Jahren ein fester Anlaufpunkt – gerade für ältere Menschen im Stadtteil. Hier trifft man sich, um in Gemeinschaft Karten zu spielen, das Gedächtnis zu trainieren, um zusammen zu lachen und zu feiern.

Doch die Zukunft des Treffs ist ungewiss – und das nicht aus finanziellen Gründen, sondern aus einem, der viele Vereine dieser Tage umtreibt: Es fehlt an Menschen, die sich einbringen wollen.


SC Werden-Heidhausen feiert wichtigen Sieg im Derby

Trainer Danny Konietzko analysierte vor dem Lokalderby gegen Mitaufsteiger Katernberg: „Wir dürfen die Überzeugung und den Mut nicht verlieren, um gegen einen starken Gegner zu punkten.“ Am Ende war die Erleichterung riesengroß und Konietzko konstatierte: „Wenn man so eine Serie an Niederlagen hat, spielt dann auch der Kopf eine Rolle.“

Doch Einstimmung und Moral stimmen bei den Löwentalern. Dabei hatte es blöd angefangen. Doch am Ende konnte der Landesligist aus Werden/Heidhausen jubeln: Endlich gelang wieder ein dreifacher Punktgewinn.


Ehemalige Kumpel treffen sich im Hespertal

Auch wenn in Werden und Essen, der einst größten Bergbaustadt Europas, schon lange keine Steinkohle mehr gefördert wird, lebt der Geist des Bergbaus weiter – in den Geschichten, den Erinnerungen und vor allem in den Menschen, die ihn geprägt haben.

Und genau diese Menschen sollen wieder zusammenkommen, wenn sich die ehemaligen Kumpel und Freunde der Zechen „Pörtingssiepen/Carl Funke“ sowie der Werdener Kleinezeche „Herman/Ludscheid“ im Hespertal treffen.


Handyzeichnungen im Bürgermeisterhaus

Stefan Loos präsentiert sein druckfrisches Buch „Handysch-Mobile Zeichnungen“, 
Malerei und großformatige Tuschezeichnungen.

Vernissage: Donnerstag, 30. April von 19:30 – 21:30 Uhr

Eintritt frei


Der Frühling ist in Heidhausen angekommen

12 März

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 11/2026: Kunstrasen, Studierendenwohnheim, Verkehrspolitik und ein Buchhandlungspreis

Buchhandlungspreis aus Protest abgelehnt

„Das war eine wilde Woche“. Das Telefon stand kaum still bei Dennis Hasemann, nachdem er aus Protest gegen politische Einflussnahme den Buchhandlungspreis abgelehnt hatte. Die mediale Aufmerksamkeit, die ihn „ziemlich im Mittelpunkt“ stehen ließ, sei „echt anstrengend“ gewesen.

Zahlreiche Medien, kontaktierten Hasemann, dem Deutschlandfunk gab er am vergangenen Dienstag ein live im radio ausgestrahltes Interview. Auch die Branchenpresse wie das Börsenblatt berichtete mehrfach.


Kunstrasen im Löwental wird erneuert

Im Sommer hat die Sanierungsbedürftigkeit des Kunstrasens im Löwental ein Ende. Der Ausschuss für Sport- und Bäderbetriebe Essen (SBE) hat die „Erneuerung des Kunstrasens auf dem Kunstrasengroßspielfeld und Jugendspielfeld der Sportanlage Im Löwental“ beschlossen.

Vor dem größten Feriencamp in Nordrhein-Westfalen, ausgerichtet vom SC Werden-Heidhausen im Löwental im August, sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, so Sebastian Paas, Jugendleiter des Vereins.


Ehemalige Jugendarrestanstalt wird Studierendenwohnheim

Früher brummten Jugendliche, die etwas ausgefressen haben, hier ihre Zeit auf Staatskosten ab. Bald sollen hier junge Menschen leben, die vornehmlich an der Folkwang Universität studieren. Die ehemalige Jugendarrestanstalt (JVA) in Werden, ein geschichtsträchtiges Denkmal aus dem Jahr 1912, erlebt derzeit eine bemerkenswerte Transformation. Unter der Federführung von Architekt und Stadtplaner Thomas Deilmann wird das ehrwürdige Gebäude zu einem modernen Studierendenwohnheim umgebaut.

Ein Projekt, das nicht nur dringend benötigten Wohnraum für junge Menschen in akademischer Ausbildung schafft, sondern auch ein bedeutendes Stück regionaler Geschichte bewahrt und mit neuem Leben füllt. Diese anspruchsvolle Sanierung wird unter anderem von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz mit 100 000 Euro unterstützt, wobei dieser Betrag explizit für die umfassende Instandsetzung des Daches vorgesehen ist.


Verkehrspolitik: Was wird aus dem Radweg?

Die rot-schwarze Koalition will die Prioritäten im Straßenverkehr verschieben. Hatte bislang, nicht zuletzt auch mit Blick auf den fraktionsübergreifenden Ratsbeschluss zum Radentscheid, der Ausbau des Radverkehrs im Vordergrund gestanden, rückt man nun den Fokus wieder auf die Sanierung vorhandener Straßen und Brücken, die vornehmlich dem Autoverkehr dienen. Doch was bedeutet das für den geplanten Radweg zwischen Werden und Velbert entlang der B224?


Vom Operationssaal in den „Ayurveda Space“

„Ich fresse einen Besen, wenn mir das hilft.“ Dieser Satz markiert einen Wendepunkt im Leben von Iris Rupprecht. Er steht für den Beginn einer tiefgreifenden persönlichen und beruflichen Veränderung, die die aus Essen stammende Fachärztin für Viszeralchirurgie – will heißen: Bauchchirurgie – vom Operationssaal in ihre eigene Praxis für Ayurveda und ganzheitliches Coaching führte.

Iris Rupprecht – Fachärztin für Viszeralchirurgie

In ihrem „Ayurveda Space“ im Tor 3 an der Ruhrtalstraße bietet sie nun einen Raum für Menschen, die einen anderen Weg zu mehr Wohlbefinden suchen.


SC Werden-Heidhausen: Wichtiger Punkt im Abstiegskampf

Der stark ersatzgeschwächte Landesligist SC Werden-Heidhausen konnte in Duisburg unter großen Anstrengungen ein Remis erzielen. Sogar ein wenig Glück war vonnöten. Umso wichtiger, dass so ein Konkurrent im Abstiegskampf auf Distanz gehalten werden konnte. Die Damen siegten überzeugend und überholten den Gegner in der Tabelle. Zwote und „Dreite“ bleiben im Aufstiegsrennen und die „Bierte“ ergatterte spät einen Zähler.