07 Jan

Werdener Nachrichten können auch in dieser Woche nicht erscheinen

Liebe Leserinnen und Leser,

der Hackerangriff auf die FUNKE Mediengruppe, zu der auch die Werdener Nachrichten gehören, dauert an. Daher kann auch die nächste Ausgabe der Werdener Nachrichten, die am 8. Januar geplant war, nicht erscheinen.
Wir entschuldigen uns abermals für die Unannehmlichkeiten und bitten um Verständnis.


Betroffen vom Angriff sind zahlreiche Computersysteme im gesamten Bundesgebiet – auch unsere Redaktion und unser Druckhaus.

Die FUNKE Mediengruppe setzte nach dem Angriff sofort eine Taskforce aus Technik-Experten ein, die seitdem unter Hochdruck nach Lösungen sucht. Auch Staatsanwaltschaft und Datenschutz-Behörden sind eingeschaltet, das Landeskriminalamt leitet die Ermittlungen.

Um weitere Schäden an der Technik zu verhindern, wurden sämtliche IT-Systeme heruntergefahren. Damit sind alle Redaktionssysteme und die gesamte Technik für die Zeitungsproduktion ausgeschaltet, ein ansatzweise normales Arbeiten ist aktuell nicht möglich.

Auf waddische.de versorgen wir Sie weiter mit aktuellen Berichten aus Werden Stadt und Land.

Wir hoffen, Sie so schnell wie möglich in gewohnter Qualität mit den “Werdener Nachrichten” versorgen zu können.

Ihre Redaktion der Werdener Nachrichten.

07 Jan

Der waddische Jahresrückblick 2020:

September

Im Chorraum vor den Altarstufen stand auch bei diesem Ludgerusfest der Schrein mit den Reliquien des Heiligen. Die Festmesse feierten mit den Gläubigen Propst Jürgen Schmidt, Altabt Laurentius Schlieker und Bischof Franz-Josef Overbeck (v.l. am Altar stehend).

Die Jugendlichen im Jubb hatten sich den Bezirksbürgermeister und seine Vertreter eingeladen. Von dem Ergebnis waren sie begeistert. Einer glaubte, seine Bitte nach mehr Bussen habe sofort gefruchtet: „Moni, schon am nächsten Tag war der zweite E-Bus da – den Mann werde ich wählen“, strahlte ein Jugendlicher nach der Sprechstunde, die im Jugend- und Bürgerbegegnungszentrum (Jubb) stattfand. Auf dem Podium: Bezirksbürgermeister Benjamin Brenk (SPD), zu seiner rechten Seite Ludger Hicking-Göbels (Die Grünen) und zur linken Michael Nellessen (CDU).

Überraschungen gab es keine bei der Kommunalwahl in Essen. Wie von vielen Beobachtern erwartet konnte Thomas Kufen auf Anhieb sein Amt als Oberbürgermeister verteidigen: 54,27 Prozent reichten, um seine Herausforderer eindrucksvoll in die Schranken zu weisen. Auch im Rat kann Kufens CDU die Spitzenposition verteidigen: 34,45 Prozent, knapp 3 Prozent mehr als bei der letzten Kommunalwahl 2014, reichen für 30 Sitze. Drei davon nehmen Vertreter für Werden Stadt und Land ein. Die CDU gewinnt in Werden Stadt und Land alle Direktmandate, die SPD muss sich hinter den Grünen mit dritten Plätzen begnügen.

Große Gewinner bei der Wahl der Bezirksvertretung IX (Werden/Kettwig/Bredeney) sind die Grünen: Sie konnten im Vergleich zur Kommunalwahl 2014 satte 8,66 Prozent hinzugewinnen und kommen nun auf 21,58 Prozent. Die übrigen bislang in der BV vertretenen Parteien müssen Einbußen hinnehmen: Zwar hat die CDU mit 42,05 Prozent der Stimmen am meisten Wähler auf sich vereinigt, jedoch hat sie damit 3,25 Prozent ihrer Wähler verloren. Noch stärker sind die Verluste bei der SPD: Sie kommen nur auf 19,12 Prozent der Stimmen und damit auf 5,48 weniger als noch 2014. Die FDP kommt auf 4,71 Prozent der Stimmen, 1,79 weniger als 2014.

Offen ist noch die Frage nach dem neuen Bezirksbürgermeister. Einen Kandidaten will die CDU bislang noch nicht benennen. Nur eins ist klar: „Ich werde es nicht machen“, sagt Hanslothar Kranz – trotz seines Listenplatz 1, den er erhalten habe, weil er eines der bekanntesten Gesichter sei. Für die Grünen steht indes fest, dass einer der stellvertretenden Bürgermeister aus ihrer Mitte kommen sollte.

Das Ludgerusfest wird am Sonntag um 10 Uhr mit einem Pontifikalamt gefeiert. Abt em. Laurentius Schlieker und Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck werden es halten. In der Zeit zwischen 12 und 17 Uhr kann der Schrein mit den Reliquien des heiligen Ludgerus im Chorraum der Basilika verehrt werden. Jeweils zur vollen Stunde sprechen die Mitglieder des Pastoralteams kurze Gebete und geistliche Texte. Um 18 Uhr findet eine feierliche Vesper statt. Für beide Feiern besteht in der Basilika eine begrenzte Platzkapazität, diese ist erschöpft. Um einem weiteren Kreis die Mitfeier des Pontifikalamtes zu ermöglichen, wird der Gottesdienst per Livestream über www.bistum-essen.de und www.domradio.de übertragen.

Wer sich am Sonntag auf einen gemütlichen Shopping-Spaziergang durch Werdens Altstadt gefreut hat, dem hat Verdi einen Strich durch die Rechnung gemacht: Erst am Freitag zuvor hatte die Dienstleistungs-Gewerkschaft eine Klage beim Oberverwaltungsgericht zum verkaufsoffenen Sonntag eingereicht – und bereits am Nachmittag desselben Tages wurde der Klage stattgegeben. Lange Gesichter bei den Kaufleuten und beim Werdener Werbering sind die Folge – und die zwei verkaufsoffenen Sonntage, die für dieses Jahr eigentlich noch geplant sind, stehen nun auf der Kippe.

„Genieß dein Leben!“ Diesen Ratschlag hat Kirstin Drichel von einer Freundin erhalten, die an Krebs erkrankt war. „Das Problem: Ich habe insbesondere im vergangenen Jahr festgestellt, dass der Werbering für mich immer mehr zum Stressfaktor wurde“, berichtet sie den Werdener Nachrichten. Darum ist sie am Sonntag mit sofortiger Wirkung von ihrem Amt als zweite Vorsitzende des Werdener Werberings zurückgetreten.

Corona hat mit dem Werdener Bollerwagenumzug ein weiteres prominentes Opfer: Der Förderverein hat den Umzug fürs kommende Jahr nun abgesagt. Damit fällt der närrische Höhepunkt der Altstadt zum zweiten Mail in Folge aus: In diesem Jahr sorgte eine Sturmwarnung dafür, dass die Bollerwagen in den Schuppen blieben. „Die Sicherheitsauflagen zu Coronazeiten sind für uns nicht zu erfüllen“, so willi Hagemann, zweiter Vorsitzende des Fördervereins. Immerhin: Finanziell ist ist man noch gut aufgestellt: „Wir hatten in 2019 nur geringe Ausgaben, so dass die restlichen Spenden noch auf unserem Konto ruhen“, informiert er in einem Schreiben an die Mitglieder. „Wir freuen uns auf eine Zeit mit erfreulicheren Nachrichten, denn trotz und alledem – zum Trübsal blasen sehen wir keinen Grund, wir singen und lachen und bleiben gesund!“ Das Sessions-Motto gelte noch: „Essen – Wir halten zusammen“.

Bei der Diskussion um die Wiederkehr Aldis nach Werden dreht sich vieles um Parkplätze, um den Abriss eines schützenswertes Gebäudes – aber es geht auch um ein gutes Stück Kultur, das sich seit 15 Jahren in der Altstadt befindet. Denn sollte das alte Postgebäude an der Heckstraße abgerissen werden, verliert auch die Werdener Musikschule seine Heimat.

Der Bagger ist angerollt auf dem Areal im Löwental 19, auf dem die Stadt eine Kita errichten möchte. Das ehemalige Asylbewerberheim ist inzwischen verschwunden, das Baufeld wurde hergerichtet. Laut Stadt Essen haben die Bauarbeiten bereits letzte Woche begonnen. Auf dem Gelände wird nun eine Kindertagesstätte unter Trägerschaft des Diakoniewerks Essen für etwa 70 Kinder in vier Gruppen entstehen, berichtet die Stadt. Davon soll jeweils eine Gruppe für unter und über Dreijährige sowie zwei altersgemischte Gruppen entstehen. Für die drei Kastanien, die im Zuge der Bauarbeiten vorab weichen mussten, sind Ersatzpflanzungen geplant.

Horst Jürgen Lippold von der Frittenschmiede versteht die Welt nicht mehr: „Der Lockdown war das eine, dann war noch ein Mitarbeiter erkrankt, und wir schlossen bis zur Gewissheit, dass alle gesund sind.“ Aber dann wurde ihm die Baustelle samt Halteverbot vor die Türe gesetzt. Er sei darauf angewiesen, dass die Kunden sein Schild sehen und sich spontan entscheiden, eine Tüte Fritten mit auf den Weg zu nehmen. Die Verkehrsführung an der Baustelle, die seit dem 23. August mit Ampel einspurig an seinem Laden vorbei führt, lässt diese spontane Entscheidung nicht zu. Das Schild, das auf einen Parkplatz hinter dem Haus hinweist, ist schnell übersehen. Einen Tag später wird alles wieder abgebaut – nur die Halteverbotschilder bleiben stehen.

Manche Schüler dürften aufatmen: Die Maskenpflicht in den Klassenräumen gehört der Vergangenheit an. Dennoch wird die Mund-Nase-Bedeckung noch auf unbestimmte Zeit zum Schulalltag gehören – auch im Werdener Gymnasium. So findet es Rektorin Felicitas Schönau wichtig, dass die Maskenpflicht auf den Schulhöfen und in den Gängen bestehen bleibt – „schon als Zeichen dafür, dass wir uns in einer Pandemie befinden.“ Die Maske habe sich schnell etabliert, Lehrer und Schüler hätten sich mit der Situation gut arrangiert, lobt Schönau. „Und das trotz der Hitze.“ Wenngleich es einzelnen schon schwer gefallen sei und deshalb auch hin und wieder Klagen kamen: Die Disziplin sei groß gewesen. Am Montag veröffentlichte die Schulleiterin nach vielen Gesprächen eine Mahnung, den Mund-und-Nasen-Schutz freiwillig weiter zu tragen.

“Vorhang” auf” im Werdener Gymnasium gab es in diesem Jahr unter freiem Himmel.

Bereits wenige Wochen nach Schulbeginn heißt es am Werdener Gymnasium auch in diesem besonderen Schuljahr wieder „Vorhang auf – Bühne frei” am 24. September. Nach dem Motto „Tanz, Musik, Spiel und Spaß für kleine und große Leute” lädt die Traditionsschule zu einer Aufführung ein, bei der die verschiedenen Kunstrichtungen der Schule Ausschnitte ihrer Programme zeigen. Tänze, musikalische Darbietungen, Texte aus dem Unterricht sorgen für Kurzweil und Vergnügen. Den Vorhang muss man sich allerdings diesmal denken; denn die Veranstaltung findet im Freien statt, auf dem Schulhof A vor dem Hauptgebäude.

Eine spannende Entdeckung in Werden vermeldet die Essener Stadtarchäologie: Ein Kanal vermutlich aus dem 18. Jahrhundert ist bei Bauarbeiten am Boden im Hof zu den Domstuben aufgetaucht.

Seit 73 Jahren schon gibt es die Werdener Nachrichten in gewohnter Papierform, ab sofort kann man die „Waddische“ jedoch auch digital lesen: Als E-Paper kommt die vollständige Ausgabe der Werdener Nachrichten Woche für Woche aufs Laptop, Handy, Computer oder Tablet.

„Ich glaube an eine unvorstellbare Kraft“: Conrad Schlimm glaubte, den Krebs bekämpft zu haben. Nun tritt er für die Ehre des Hospiz Werden ein. Mit den Lesern der Werdener Nachrichten teilt er eine bewegende Innenansicht seiner Situation.

Auf der Suche nach einem Raum für ihre musikalische Praxis hatten die beiden Folkwangstudentinnen Mariana Hernandez und Itxaso Etxeberria im Bürgermeisterhaus in der Zeit der Coronaschließungen eine Heimat gefunden. Aus Dankbarkeit boten sie an: „Wir möchten ein Benefizkonzert fürs Bürgermeisterhaus geben.“ Das hatte Geschäftsführer Carsten Linck sich nicht zweimal sagen lassen.

„Besondere Umstände erfordern besondere Maßnahmen“, sagt der Veranstalter Frank Brügma einleitend. So war beispielsweise eine Anmeldung per E-Mail erforderlich. Für das ausgebuchte Konzert von Pernilla Kannapinn im Garten des Vereins Kunstwerden ist an alles gedacht. Wie Campingparzellen sind Tische nebeneinander und Bänke hintereinander angeordnet und in Abschnitte eingeteilt. Auch für einen guten Sound ist gesorgt, wenn auch ein Flugzeug gleich zu Beginn die Ansage dämpft.

Die Musik Ludwigs van Beethoven (1770 – 1827) ist ein Erlebnis, denn der Meister wusste seine Empfindungen in Ausdrucksformen zu fassen, die überraschen. Was für seine Zeitgenossen wegen des Wagemuts der Notenverbindungen Staunen und auch Unverständnis auslöste, bekommt heute allgemeine Bewunderung. Beethoven ist nicht allein anlässlich des Jubiläums seines Geburtsjahres vor 250 Jahren wohl beliebter denn je. Das „Klavier-Festival Ruhr“ trägt hieran mit und bringt in Werden seine bekannten neun Sinfonien in fünf Konzerte. Es sind glänzende Aufführungen.

Am 19. und 20. September öffnen bei der „KunstspurEssen“ auch in Werden, Fischlaken und Heidhausen Künstler wieder ihre Ateliers und Atelierhäuser – bereits zum 22. Mal. 31 hiesige Künstlerinnen und Künstler bieten in der Regel von 15 Uhr bis 19 Uhr einen Einblick in ihre Arbeit.

Zu letzten Garten-Jazz-Konzert in diesem Jahr im Jubb gastier der in Münster lebende Christian Kappe. Der Hochkaräter-Trompeter lässt seine Zuhörer einfach nur träumen und in seinen JazzWelten versinken.

Eine Lösung für den Sportplatz im Löwental ist gefunden.

Einen Tag vor seiner Wiederwahl besucht Thomas Kufen zum ersten Mal in seinem Leben den Sportpark Löwental und staunt: „Was für eine schöne Anlage.“ Kufen hat eine frohe Botschaft im Gepäck: „Ich freue mich, dass wir eine gute Lösung bekommen haben und werde das weiter im Auge behalten. Vor allem freue ich mich für Herrn Weiß.“ Harald Weiß lächelt milde. Als neuer Platzwart hält er nun die Sportanlage in Schuss. Über das staatliche Förderprogramm „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ konnte er dem Verein vermittelt werden.

Bei seinem „Debüt“ in der Kreisliga B netzt Jason Munsch dreifach für den SC Werden-Heidhausen ein. Kupferdreh ist längst nicht so stark wie in vergangenen Jahren und die Werdener Reserve verpasst einen deutlich höheren Sieg. Der SC trittt mit vier aus der A-Jugend aufgerückten Spielern und weiteren Youngsters an. Schließlich gewinnt der SC gegen SG Kupferdreh II mit 4:0.

So langsam wächst die Löwentaler Dritte zu einem ernstzunehmenden Aufstiegskandidaten heran. Die Trainer Stefan Homberg und Felix Beckmannshagen sehen einen weiteren Erfolg ihrer immer besser harmonierenden Elf. Gegen gegen Fortuna Bredeney III obsiegt der SC Werden-Heidhaussen III mit. 4:2.

In der ersten Runde des Kreispokals müssen die Alten Herren des SC Werden-Heidhausen beim Heisinger SV antreten und verlieren. Gegen den Heisinger SV unterliegen sie mit 2:3.

Mit den verbandsoffenen Wettfahrten startet die 62. Essener Segelwoche auf dem Baldeneysee. Ausrichter ist in diesem Jahr der Etuf. Mit Blick auf die Coronapandemie verzichten die Veranstalter in diesem Jahr allerdings auf die Zeltstadt vor dem Regattahaus. Lediglich der sportliche Teil der traditionellen Segelveranstaltung findet statt.

Am ersten Wochenende im September fahren 16 Mitglieder der Leichtathletikabteilung des WTB mit ihren Partnern zum Wandern nach Altenahr.

06 Jan

Der waddische Jahresrückblick 2020:

August

Über viele Wahlplakate kann Grafikdesigner Dirk Uhlenbrock nur den Kopf schütteln

Wahlkampfzeit ist Plakate-Zeit: Pünktlich sechs Wochen vor dem Kommunalwahl-Termin am 13. September haben die Helfer der Parteien und Wählerbündnisse auch in Werden viele Laternen und Verkehrsschilder mit ihren Wahlplakaten vollgehängt. Die Werdener Nachrichten sind mit Dirk Uhlenbrock durch die Altstadt spaziert, um den waddischen Grafikdesigner ein kritisches Auge auf die Plakate werfen zu lassen. Welche Motive fallen ins Auge, welche Sprüche bleiben hängen – oder törnen eher ab? Über viele Plakate kann der Fachmann nur den Kopf schütteln.

Am 12. August beginnt in NRW das neue Schuljahr in Werden nun mit Präsenzunterricht. Galt die Maskenpflicht vor den Ferien nur im Gebäude und auf dem Schulhof und durfte sodann abgenommen werden, sobald die Schüler auf ihren Plätzen saßen, beschloss das Schulministerium, „einen an das Infektionsgeschehen angepassten Schulbetrieb“ nur beim durchgängigen Tragen von Masken zu erlauben – und dies an allen weiterführenden Schulen. Also auch an den beiden Werdenern Gymnasium gilt fortan: Masken tragen im Unterricht. Die Schulleiterinnen stehen hinter der Maskenpflicht. In der Elternschaft regt sich jedoch Empörung. „100 Prozent Regelbetrieb bei null Prozent Konzentrationsfähigkeit ist kein Gewinn“, zitieren die Werdener Nachrichten den Vorstand der Landeselternschaft.

Die Einschulung der Fünftklässler bei hochsommerlichen Temperaturen am Gymnasium Werden hat trotz Freiliuft einen festlichen Charakter. Vom Balkon aus wird musiziert und Schulleiterin Felicitas Schönau begrüßt die neuen Schüler – in diesem Jahr mit einigen Ermahnungen, die das Miteinander in Zeiten der Corona-Pandemie nötig machen. Die Klassen werden auf ein dafür errichtetes Podest auf dem Schulhof aufgerufen, um mit ihren Klassenlehrern die Schulräume aufzusuchen.

Werden soll wieder einen weiteren Lebensmittelhändler bekommen: Dies geht aus einer städtischen, nicht öffentlichen Verwaltungsvorlage hervor, die den Werdener Nachrichten vorliegt. Demnach will die Stadt das Gelände der einstigen Parkpalette an der Joseph-Breuer-Straße an einen Mülheimer Immobilieninvestor verkaufen. Dort und auf dem benachbarten Areal der alten Post an der Hufergasse in der Werdener Altstadt soll ein Neubau entstehen, der neben einem Supermarkt-Discounter auch Wohnungen enthalten soll.

Der Radweg zwischen Werden und Velbert soll kommen: Einem entsprechenden Antrag der CDU und SPD hat der Bau- und Verkehrsausschuss mit breiter Mehrheit zugestimmt, nachdem sich Grüne und Linke dem Antrag angeschlossen hatten. Auch die Werdener Radinitiative zeigt sich zufrieden. Schließlich stimmen auch Bezirksvertretung IX und Rat dem Vorhaben zu: Die Verwaltung soll nun Realisierungsmöglichkeiten prüfen.

Es gibt Tage, die können nicht besser sein für einen Politiker. Erst konnte der Oberbürgermeister stolz verkünden, dass nicht nur die von der Schließung bedrohte Karstadt-Filiale am Limbecker Platz gerettet ist, sondern dass auch die rund 1200 Mitarbeiter in der Zentrale am Theodor-Althoff-Platz in Schuir bleiben können. Und so war seine Freude unübersehbar, als Thomas Kufen dann nachmittags bei der Einweihung des neuen Polizeigebäudes sprach, das sich künftig mit dem Karstadt-Hauptsitz die Adresse teilt.

Gut gelaunt zeigt sich Oliver Kern auf dem Hof des Werdener Landwirts Thomas Leuchten. „Es ist eine besondere Situation“, sagt er. Und damit meint der Awo-Essen-Geschäftsführer nicht, dass die Landwirte ihn und die SPD-Ratskandidaten für den Essener Süden eingeladen haben, um darüber zu sprechen, welche Hoffnungen und Vorstellungen Landwirte an die Kommunalpolitik haben. Auch nicht, dass Wahlkampf unter Corona-Bedingungen ganz ungewohnte Herausforderungen bringt. „Ich meine, dass ich als Oberbürgermeister kandidiere.“ Denn der Schritt in die große Politik ist neu für den Sozialdemokraten.

Was kann E-Mobilität leisten, wo sind die Schwächen? Zu einem Erfahrungsaustausch mit den Freunden der Elektro- und Hybridautos traf sich der FDP-Werden-Chef und Kandidat für Rat und Bezirksvertretung Peter Barthel im Löwental.

Welchen Sinn hat ein Bodendenkmal, das niemand sieht? Diese Frage beschäftigt seit einigen Jahren Politik, Verwaltung sowie Spaziergänger und Wanderer entlang des Leinpfads: Denn im September 2017 beschloss Grün und Gruga, die Pflasterung auf Höhe der Papiermühle zu asphaltieren. Die Bezirksvertretung IX dagegen wollte die historische Pflasterung zumindest teilweise wieder aufdecken: Dies beschloss sie im April 2018. Getan hat sich an dieser Stelle bislang nichts, wie Bezirksbürgermeister Benjamin Brenk und sein Vorgänger Michael Bonmann bei einer gemeinsamen Ortsbesichtigung feststellten.

Die Freude des Mediziners Claus-Adrian Schlegtendal ist groß, als er Roger Löcherbach in einem Meer von Spänen stehend vorfindet, die Arbeiten an Musica fast beendet. Der Holzbildhauer, der die Tonne Kunst vor der Folkwang Universität schuf und pflegt, war glücklicherweise zeitnah in der Lage, den Schaden an seiner Skulptur wieder zu reparieren. Eine Versicherung wird den Schaden von ca. 1200 Euro übernehmen. Löcherbach vermutet, dass es wegen eines schrumpfungsbedingten Risses möglich war, Muiscas Horn mit viel Kraftaufwand abzureißen. Er schloss einen Riss im Kopf, durch den Wasser rieselte.Nun ist nach dem Vandalismusschaden das Skulptur-Duo „Herold und Musica“ wieder instand gesetzt.

„Es stimmt, dass die Jugend in Werden bislang nicht gehört worden ist.“ Damit will sich Chris Helmer, der sich mit 31 Jahren durchaus noch selbst als Vertreter der jungen Generation ansehen kann, jedoch nicht abgeben. Im Bürger- und Heimatverein hat er als neuer Schriftführer bereits den Altersdurchschnitt beträchtlich herabgesetzt. Und der Jugend will er dort in Werden eine Stimme geben. Und auch an einem Ort für die Jugend in Werden arbeitet er bereits.

„Ist das dein erstes Amt?“ Neugierig befragt Irmin Schmuck, die ihren den Vorsitz der „KommOmend“-Gruppe abgegeben hat, ihren Nachfolger. „Mein erstes von Bedeutung“, antwortet Marc Real – und das verschmitzte Lächeln dabei ist mehr in der Stimme wahrnehmbar als auf den Lippen. Doch für den 22-Jährigen ist dieses „Amt“ tatsächlich besonders wichtig: Setzt sich doch kaum einer wie er für den Erhalt des Waddischen ein, dem Dialekt, der noch vor einigen Jahrzehnten hier der ganz gängige Zungenschlag war. Marc Real will KommOmend nun wieder mit dem Bürger- und Heimatverein vereinen.

Drehe „Deine Sommer-Video-Story“, luden Zinat Jalfari und Jülide Ayas zum Medien-Workshop ins Jubb die Zehn- bis 14-Jährigen Kinder und Jugendlichen ein.

Ob die „alte Dame“ wohl eine gebührende Geburtstagsfeier bekommen könne, fragte sich das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Werden lange, denn die Coronavirus-Pandemie schien es auszuschließen. Doch mit den gelockerten Schutzvorschriften und vielen Ideen konnte der Geburtstag „120 Jahre Evangelische Kirche“ anders, aber gebührend gefeiert werden – mit einem Open-Air-Gottesdienst auf der Wiese im Schatten des Kirchengebäudes.

Die NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser hat mit der Düsseldorfer Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher, Oberbürgermeister Thomas Kufen sowie den Ruhverband-Vorständen Prof. Norbert Jardin und Dr. Antje Mohr den Fischlift am Werdener Wehr offiziell in Betrieb genommen.

Eine neue Stadtteilfahne für Werden.

Der Werdener Bürger- und Heimatverein hat auf Grundlage des Wappenentwurfs von Kurt Schweder eine neue Stadtteilfahne für Werden herstellen lassen. Diese wurde erstmals am Dienstag am Marktplatz vor der Basilika gehisst. Corona-bedingt sollte es keine große Feier geben, sondern nur eine kurze Ansprache der Vorsitzenden Martina Schürmann.

Ein Auslandsjahr in Mexiko durfte der Werdener Johannes von Drachenfels bereits verbringen und brachte damals tolle Erinnerungen mit nach Hause. Nun hat er das Abi in der Tasche. Eigentlich wollte der 19-Jährige erneut nach Amerika fliegen, diesmal sollte Ecuador das Ziel sein. Über den Auslandsfreiwilligendienst hatte er eine Stelle bekommen an einer Schule, sollte dort zuständig sein für das Sportprogramm und die Nachmittagsbetreuung. Doch Corona vereitelte seine Pläne. Stattdessen absolviert er bei der DJK Grün-Weiß Werden ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ).

Die Fachschaft Kunst lud die Mariengymnasiasten ein, Fotoarbeiten einzureichen. Sie sollten aus der Ferne auf die Internetplattform Padlet zu einer gemeinsamen Collage hochgeladen werden. Die Schüler der Unter- und Mittelstufe nahmen das jahrgangsübergreifende Angebot gerne an, das bewusst nicht als Wettbewerb gestaltet war. Zu sehen: Ostern mit Mundschutz, und Aphrodite trug ebenfalls Maske. Ausflüge und Natur dominieren, Tierfotos, Fahrradtouren und Inlineskates. Und dazu ein klarer Satz: „Corona ist doof“.

Das Essener Gitarrenduo.

30 Jahre lang schon spielen Bernd Steinmann und Stefan Loos als „Essener Gitarrenduo“ zusammen und touren um die Welt. Diesen runden Geburtstag wollten die beiden Werdener Musiker mit einer Vielzahl von Konzerten feiern. Doch auch ihnen machte die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung: Von Mitte März an mussten etliche Konzerte des Duos ausfallen.Und auch wenn es nun langsam wieder losgeht, schauen die beiden eher mit verhaltenem Optimismus in die Zukunft. „Wir freien Künstler sind die klaren Verlierer der Corona-Pandemie“, stellt Bernd Steinmann fest.

Darüber, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie und damit einhergehend die daraus folgenden Beschränkungen auf die Musik und die Musikausübung haben, äußert sich Professorin Barbara Maurer in einem Interview mit den Werdener Nachrichten: „Die gravierendste Folge ist, dass es eigentlich keine persönlichen Begegnungen gibt“, stellt die Dozentin für Instrumentalausbildung und Zeitgenössische Musik fest.

Das Trio Krisse spielt in der Besetzung Kontrabass, Saxophon, und Gitarre bei „Jazz im Garten“ hinterm Jubb. Das erste Set beinhaltetet auch Jan Bierthers netten Titel: „Big cat smile“ – ein ebensolches breites Lächeln seitens des Publikums. Nicht nach Lächeln zumute ist es Anwohnern, die schon im Vorfeld versuchten, das Konzert zu vereiteln. Das Ordnungsamt allerdings entschied, dass das Jugendzentrum durchaus ein solches Konzert veranstalten kann. Zur Sicherheit misst Jubb-Leiterin Monika Watermann auf der Straße die Dezibel: Die halten sich im Rahmen.

Nachdem in diesem Sommer lange unklar war, ob überhaupt Beachvolleyball-Turniere ausgetragen werden können, gibt es doch noch eine kleine, abgespeckte Turnierserie im Westdeutschen Volleyballverband. Das Highlight steht für das U17-Duo des Werdener Turnerbundes, Yara Brauner und Jamie Riotte, mit den WVJ Meisterschaften an. Nach zwei Wochen Vorbereitungszeit gibt es für das Topteam der letzten Saison diesmal ein frühes Turnierende.

Die Löwentalerinnen scheiden im Pokal-Wettbewerb aus: Die Damen des SC Werden-Heidhausen Damen unterliegen gegen SuS Niederbonsfeld mit 2:7. Das Aus kommt für die Werdener Damen nicht überraschend. Der Landesligist ist im Viertelfinale des Kreispokals noch eine Nummer zu groß für die jungen Löwentalerinnen.

Superstart nach langer Corona-Pause bei den Tennis-Mannschaften des WTB: Herren 40, Damen 40 II und die gemischte U12 sind erfolgreich.

Tolle Segelbedingungen hatten 79 Segler und Seglerinnen bei der „Auftaktregatta“ des Etuf. Der Wind bläst mit 4 bis 6 Stärken aus südwestlichen Richtungen.

05 Jan

Der waddische Jahresrückblick 2020:

Juli

Wander-Idylle Essener Süden: Der Wanderweg Kettwiger Panoramasteig feierte seine offizielle Einweihung. Ideengeber Ralph Kindel (l.) mit Bezirksbürgermeister Benjamin Brenk und lokaler (Polit-)-Prominenz im Schlepptau.

Vorausschauend zeigt sich der Werdener Werbering bereits im Sommer: In einem Brief an seine Mitglieder sagt er bereits Ende Juni wegen der Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie den Werdener Weihnachtsmarkt ab, die Heimatzeitung berichtet darüber in ihrer ersten Juli-Ausgabe. Erstmals seit 41 Jahren gibt es damit keinen adventlichen Budenzauber im Städtchen. Dem Werdener Beispiel müssen bald so ziemlich alle Märkte in Deutschland folgen.

In derselben Ausgabe blickt die Heimatzeitung auf 40 Jahre Werdener Werbering zurück – ein runder Geburtstag, den der engagierte Verein sicher gerne ganz anders – zumindest überhaupt – gefeiert hätte.

Auch das Ludgerusfest kann Corona bedingt in diesem Jahr nicht in der üblichen Form gefeiert werden – so viel steht jetzt schon fest. Die Verantwortlichen der Propsteipfarrei haben sich nach Rücksprache mit Bischof Overbeck darauf verständigt, die Feier am ersten September-Sonntag auf die Basilika zu konzentrieren und auf die Prozession und alle weiteren Gottesdienste zu verzichten.

Am Samstag ist langes Shoppen in der Altstadt angesagt: Um die Corona-Folgen und die ausfallenden Veranstaltungen abzufedern, hat der Werdener Werbering den 25. Juli zum verkaufslangen Samstag erklärt. Bis 20 Uhr kann man dann in Werdens Läden einkaufen – so lautet der Plan. Doch die meisten Läden sind bereits um 18 Uhr wieder geschlossen. Viele Händler halten den gewählten Termin zum Monatsende für unglücklich gewählt. Die Zukunft der verkaufsoffener Sonntage indes bleibt trotz Erlass des Landes ungewiss – erfolgreiche Klagen vonseiten der Gewerkschaft Verdi stehen zu befürchten – zu recht, wie sich später zeigen wird.

An den Anblick von mit Pizzakartons vollgestopften Mülleimern hat man sich als Werdener beim Besuch der Brehminsel ja fast schon gewöhnt. Besonders nach sonnigen Wochenenden aber nimmt die Vermüllung der Grünanlagen in Werden immens zu, klagen viele hiesige Spaziergänger. Und tatsächlich: Wer an einen Montagmorgen auf dem Brehm spazieren geht, stößt immer wieder auf achtlos liegengelassene Restbestände von Grillfeierlichkeiten. Die Rufe nach einem Verbot des wilden Grillens werden immer lauter.

Auch Oberbürgermeister Thomas Kufen plädiert für ein generelles Grillverbot in öffentlichen Grünanlagen: Einen entsprechenden Vorschlag will er im August dem Stadtrat unterbreiten, sagt er im Interview mit den Werdener Nachrichten.

Für anhaltende Konflikte sorgen von Fußgängern und Radfahrern gemischt genutzte Verkehrsflächen. Teilweise führen Radfahrer schneller als Autos, klagen Leser, und nähmen keine Rücksicht auf Spaziergänger. Viele wagen sich deshalb nicht mehr ans Ruhrufer, am Baldeneysee oder ins Hespertal. Nicht einmal auf dem Bergfriedhof werde das Radfahr-Verbot respektiert. Der Verein „Fuss“, die Organisation der Fußgänger, setzt sich für eine Trennung von Fuß- und Radwegen ein. Dies sieht auch die Initiative Rad-Entscheid Essen so, die zudem davor warnt, Radler pauschal zu verurteilen.

Wander-Idylle Essener Süden: Der Wanderweg Kettwiger Panoramasteig feierte seine offizielle Einweihung. Ideengeber Ralph Kindel erwanderte mit Bezirksbürgermeister Benjamin Brenk, Richard Röhrhoff, Geschäftsführer der Essener Marketing Gesellschaft (EMG), Essens Umweltdezernentin Simone Raskob und anderen Gästen aus Politik, Presse und Verwaltung ein Teilstück des Weges zwischen Werden und Kettwig ab.

Die Abiturienten der Werdener Gymnasien müssen auf ihre Abifeiern verzichten – nicht aber auf ihre Namen und Fotos in den Werdener Nachrichten.

Der Name ist Programm: Das Mähboot „Nimmersatt“ des Ruhrverbands ist in Abstimmung mit der Interessengemeinschaft (IG) Baldeney und der Stadt Essen auf dem Baldeneysee gegen die Schmalblättrige Wasserpest im Einsatz.

Gewaltiger Pilzfund auf dem Hammer Kotten: 2775 Gramm wiegt der Riesenbovist von Willi Unterstell.

Gewaltiger Pilzfund auf dem Hammer Kotten: 2775 Gramm wiegt der Riesenbovist von Willi Unterstell – und auch sonst gibt es viele Besonderheiten auf dem Hof.

Lockdown auf dem Werdener Campus der Folkwang-Universität: Nachdem sich am Dienstag drei Studenten, die positiv auf das Corona-Virus getestet worden waren, bei der Uni gemeldet hatten, hat das Rektorat beschlossen, bis auf weiteres Hauptgebäude, die Bibliothek, Wesselswerth und die Weiße Mühle zu schließen. Eine Woche später öffnet die Kunsthochschule wieder.

Der Standort für das „Zentrum 60+“ in Werden steht fest: Die neue Begegnungsstätte für Senioren unter Trägerschaft des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zieht an die Heckstraße. Nach einigen notwendigen Umbauten soll das Zentrum, das sich aus Mitteln der Stadt Essen finanziert, in den Räumlichkeiten des ehemaligen Herrenausstatters Heijster eröffnen.

Vandalismus am Kunstwerk „Herold und Musica“ auf dem Platz der Werdener Feintuchwerke: Der weiblichen Figur des hölzernen Duos, das der Fischlaker Künstler Roger Löcherbach vor dreieinhalb Jahren schuf, wurde beschädigt: Knapp die Hälfte des Horns wurde abgesägt. Die Polizei ermittelt.

SAPV ist die Abkürzung für Spezialisierte Ambulante Palliativ-Versorgung. Dieses umfassende Betreuungsangebot ermöglicht selbst schwer erkrankten Patienten, in die heimische Umgebung zurückzukehren, damit sie dauerhaft zu Hause verbleiben können. Die Arbeit der SAPV Essen wird durch den Werdener Förderverein Carpe Diem für Palliativmedizin (www.carpediem-essen.de) unterstützt. Gabi und Ditmar Zimmermann, Vorsitzende des Fördervereins Carpe Diem: „Für die nun gespendeten Autos haben wir lange gespart und freuen uns mit den Mitarbeitern, dass die Übergabe an das SAPV-Team trotz Corona-Zeiten stattfinden kann.“

Werdenerinnen wollen das Schweigen der Glocken durch Medien erzwingen: Zwei Anwohnerinnen beschweren sich über das Corona-Geläut der Evangelischen Kirche Werden. Das tägliche Corona-Geläut um 19 Uhr stört die Damen beim Gespräch und Nachrichtenhören. Ein Beitrag im WDR-Fernsehen sorgt dafür, dass das Anliegen von Vera Tolxdorff und Heike Breitmoser weit verbreitet wird.

Mit gerade mal 34 Jahren ist Benjamin Brenk der erste sozialdemokratische Bezirksbürgermeister im Bezirk IX. Nun greift der Werdener nach einem Ratssitz – und zugleich möchte er auch nach der Kommunalwahl im September in der Bezirksvertretung bleiben. Die Werdener Nachrichten sprechen im großen Sommerinterview mit ihm über diese Herausforderung, über die Probleme im Essener Süden und über seine Haltung zur AfD.

Seit nicht mal zwei Monaten ist Ludger Hicking-Göbels erster stellvertretender Bürgermeister – und der erste Grüne in dieser Position im Bezirk IX. Dabei gehört er dieser Partei noch keine drei Monate an. Mit den Werdener Nachrichten spricht der 61-Jährige Schreiner über sein früheres Engagement bei der Grünen Harfe, und warum er sich nun zur Grünen Partei hingezogen fühlt.

Die Christliche Hospizarbeit Werden nimmt Abschied von Brigitte Hüsgen. Die langjährige Hospizbegleiterin und stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins starb am 14. Juli im Dorle-StrefferHaus an der Dudenstraße.

„Willst du mit mir geh’n“, heißt die geführte Spaziergang-Reihe für Senioren durch Essens Stadtteile: Jeden Mittwoch führen Jutta Leuenberger, Heidi Hentschke und Marion Maaß vom Rathaus Werden aus die lockere Gruppe durch Werden. Erstmals spaziert Oberbürgermeister Thomas Kufen mit durchs Abteistädtchen.

Monika Reich-Püttmann führt für den Bürger- und Heimatverein Besuchergruppen durch die schöne Abteistadt: „Meine Familie ist seit dem 17. Jahrhundert hier ansässig.“ Zu Gast diesmal Abt em. Laurentius. Nach einem anregenden Spaziergang weiß er noch mehr über Werden.

Während andernorts noch im Internet Musik gestreamt wird, gibt es auf den Werdener Wiesn wieder Live-Musik. Jim-Galaktis-Band hatte sich vorgenommen, mit „Jimmy’s Jazz“ in die Abendstunden hinein frei, gechillt und auch mutig zu spielen. Sommerfestival-Stimmung ohne Gedränge, bei der auch improvisiert werden kann und soll, damit sich der Spaß überträgt, den die Musiker haben. Auch der Förderverein Evangelische Kirche lädt wieder zur Orgelmusk zur Marktzeit: unter entsprechenden Sicherheitsbedingungen.

Stöbern lohnt sich. In der Truhe seiner US-amerikanischen Großmutter hat Chris Hopkins einmal einen Originaldruck von 1935 der Opernarie „Summertimes“ George Gershwins gefunden. Für sein Konzert im Bürgermeisterhaus brachte er die Partitur mit, um sie mit seinem Swingtrio zu spielen. Ein langer rhythmischer Beifall hatte diese Zugabe erhalten. Spanisches Flair bringt das Essener Gitarrenduo ins Bürgermeisterhaus.

Weben mit Plastikband, das Steine bündelte, Pokale für Autorennen anders dekorieren, Insekten aus Stahlband, Sonne aus Golfbällen und Regenrinnenhaltern: Wer die Ausstellung von Konstanze Ziemke im Bürgermeisterhaus betrachtet, ist erfreut, was man mit Dia-Rahmen, CDs oder den Stanzplatten von Edelstahlkreisen manchen kann.

„Es ist mir ein Rätsel, warum das Museum Folkwang Fotos von Klorollen ausstellt, wenn es Werke wie die von Georg Schreiber gibt“, so eine Besucherin, die bei der Vernissage in der Galerie Kunstwerden sichtlich beeindruckt vom Gesehenen war. Der Werdener Fotokünstler baut Bildwelten, die bei flüchtigem Hinsehen oft wesentlich harmloser aussehen, als sie es in Wahrheit sind. Der Titel der Ausstellung „Im Meer ein Fluss“ steht für seine Intention, Details zu sehen, tiefer zu gehen. Gedanken in ein fotografisches Gemälde so einzuflechten, dass sie homogen darin wirken.

Auf den Säulen der Gustav-Heinemann-Brücke prangen Kunstwerke, die sich teils auch sozialkritisch mit den Folgen der Corona-Pandemie auseinandersetzen.

Zwar haben Museen wieder geöffnet, doch wegen Corona ist der Kunstgenuss vorerst nur mit Mund-Nasen-Schutz möglich. Eine Alternative bietet Kunstfreunden der Park-und-Ride-Platz am S-Bahnhof Werden. Dank fünf Plakat-Künstler hat sich der Platz in eine Freiluft-Galerie verwandelt. Auf den Säulen der Gustav-Heinemann-Brücke prangen nun Kunstwerke, die sich teils auch sozialkritisch mit den Folgen der Corona-Pandemie auseinandersetzen.

Beim Poetry-Slam gibt es wenige Regeln, die aber strikt eingehalten werden müssen. Die Auftretenden müssen eigene Texte ohne Flagge, Kostüm oder Requisiten in einer vorgegeben Zeit vortragen. Erstmals lud das Bürgermeisterhaus zu einem solchen Vortrag ein und es gab viel Applaus für das Potpourri an Möglichkeiten aus der Poetry-Kunst, mit der drei bekannte Akteure der lokalen Szene vors Publikum traten.

Im Werdener Löwental ist man verärgert über das Verhalten der Verwaltung. Auf der weitläufigen Anlage des SC Werden/Heidhausen gibt es eine „Problem-Ecke“ im Leichtathletik-Bereich. An der Kurve zum Hochsprungsektor wachsen immer wieder Brombeeren und Riesenknöterich von der Straße her auf die Anlage. Inzwischen drücken sogar Bäume den Zaun nach innen. Doch Stadt und Politik schieben den Schwarzen Peter der Zuständigkeit hin und her. In einem Brandbrief an Oberbürgermeister Thomas Kufen fordert der Verein größere finanzielle Unterstützung für die Pflege und Instandhaltung der stark frequentierten Anlage.

Die Kanugesellschaft Wanderfalke (KGW) und der Verein „Be strong for Kids“ (BSFK) arbeiten in Zukunft enger zusammen. Jörn Schulz, Gründer und 1. Vorsitzender von BSFK, ist Mitglied bei der Kanugesellschaft und nutzt mit seinem Verein das KGW-Gelände und die Infrastruktur. Ziel des Vereins „Be strong for Kids“ ist es, in den von ihm unterstützten Einrichtungen Kinder und Jugendliche zu betreuen, die zum Teil über mehrere Wochen stationär behandelt werden oder sogar in den einzelnen Einrichtungen wohnen.

Zum Abschluss des ersten Ruderkurses nach der Corona-Pause nehmen 17 Ruderanfänger und ihre Trainer an einem Ruder-Event teil. Der Event ist Teil des neuen Ausbildungskonzepts des Ruderklubs am Baldeneysee (RaB). Er bildet den Abschluss der Anfängertrainings für Männer und Frauen, die noch nie in einem Ruderboot gesessen haben.

Vor elf Jahren wurde Markus Schmidtke Vereinstrainer im Tennisclub Am Volkswald und ist inzwischen zusätzlich Jugendwart und unterstützender Sportwart. Die Jugend liegt ihm besonders am Herzen. Jährlich bietet er mit seinem Trainerteam Sommerferien-Camps für die „Tenniscracks von morgen“ an. Die ersten „5 Tage Tennis total“ waren ein voller Erfolg.

Die Hilfe für krebskranke Kinder und Jugendliche stand im Mittelpunkt des Benefiz-Golfturniers zugunsten der Deutschen Kinder-Krebshilfe im Golfclub Haus Oefte. 51 Golferinnen und Golfer folgten der Einladung des Golfclubs und unterstützten die gemeinnützige Organisation mit 4000 Euro.

05 Jan

St.-Kamillus-Plakat spendet Zuversicht

Zuversicht spenden in Zeiten von Corona und dazu ermutigen, hoffnungsfroh in das neue Jahr 2021 zu gehen, will ein buntes Plakat der St.-Kamillus-Gemeinde. Zwei kreative Menschen aus der Gemeinde haben darauf beispielhaft zusammengetragen, was alles „nicht abgesagt“ ist. Edith Toussaint steuerte die Idee und die Fotos bei, Thomas Thomitzek brachte seine gestalterische Kompetenz ein. Nicht nur in Fischlaken und Heidhausen soll man sich über die Aussagen des Plakates freuen, sondern als Zeichen übergreifender Verbundenheit genau so in den anderen Gemeinden der Propsteipfarrei.