26 März

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 13/2026: Stoff- und Tuchmarkt lockt, Brückensanierung verzögert und Selbsthilfegruppe geplant

Stoff- und Tuchmarkt lockt Besucher in die Altstadt

Beste Stimmung herrschte am Sonntag bei den Händlern an den Ständen des deutsch-holländischen Stoff- und Tuchmarkts, die sich auf dem Schulhof des Gymnasium Werdens an der Joseph-Breuer ausgebreitet haben. Aber auch die Geschäftsleute in der Werdener Altstadt freuten sich über die Besucherströme, die der Markt mit Hilfe des sonnigen Frühlingswetters angelockt hat.

„Solche Tage brauchen wir als Einzelhändler einfach“, unterstreicht Julian Frielingsdorf, Mitinhaber der beiden „Catwalk“-Boutiquen an der Grafenstraße, die Wichtigkeit von verkaufsoffenen Sonntagen wie diesen aus Einzelhändlersicht . „Nach dem Weihnachtsmarkt ist der Stoff- und Tuchmarkt die größte Attraktion. Der Herbstmarkt ist sogar noch stärker.“

Gewesen, möchte man ergänzen, denn dieses Jahr müssen die Einzelhändler der Werdener Altstadt genauso wie die Besucher wohl auf diese Tradition verzichten. Der Grund: „Auf dem Schulhof sind massive Umbaumaßnahmen geplant“, berichtet Marko Krstic, Geschäftsführer der Expo Event Marketing GmbH, die den Markt ausrichtet. „Uns fehlt daher die Planungssicherheit – und es hat sich niemand bemüht, diese herzustellen“, sagt er insbesondere mit Blick auf dem Werdener Werbering. Vor allem von dessen Vorsitzenden fühl er sich im Stich gelassen. „Die Kommunikation war unterirdisch.“ Doch der Werbering widerspricht.


Sanierung der Gustav-Heinemann-Brücke verzögert sich weiter

Der Beginn der geplanten Sanierung an der Gustav-Heinemann-Brücke verschiebt sich weiter: Zuletzt hatte die Stadt Essen angekündigt, dass die umfangreichen Arbeiten in diesem Frühjahr beginnen sollen. Doch daraus wird nichts: Die Verwaltungsmühlen mahlen bekanntlich langsamer, so dass die Stadt Essen jetzt mit kommendem Herbst für den Baustart anvisiert. Es fehlen Papiere der der Bezirksregierung Düsseldorf, ohne die man nicht starten kann, heißt es vonseiten der Stadt Essen zur Begründung für die Verzögerung.


Miriam Stehling plant neue Selbsthilfegruppe in Essen

Rein äußerlich beeindruckt Miriam Stehling durch ihre klare, unerschütterliche Präsenz. Seit einem Jahrzehnt führt sie die Velberter Stehling Stanztechnik GmbH gemeinsam mit ihrem Bruder in dritter Generation, trägt damit die unternehmerische Verantwortung für Belegschaft und Kundenstamm. Sie tritt verbindlich auf und beherrscht das – nach eigener Aussage – perfekt antrainierte Lächeln.

Eine Depression ist kein lauter Knall, kein plötzlicher Bruch, sondern eher ein feiner Riss im Fundament des Lebens: Anhaltende Niedergeschlagenheit, Verlust von Freude und Interesse oder Selbstzweifel. Das Gefühl, keine Energie mehr zu haben, ist oft begleitet von der Antriebslosigkeit, Alltägliches wie Aufstehen, Einkaufen oder das Beantworten von Nachrichten zu erledigen. Anhaltende Müdigkeit, trotz ausreichenden Schlafs. Irgendwann erscheint die Welt wie durch ein trübes Glas betrachtet: farblos, distanziert und merkwürdig fremd. Sie plant ein neuartiges Projekt in Essen: eine Selbsthilfegruppe für Betroffene und Angehörige.

„Die Selbsthilfegruppen sind geschützt, was ja grundsätzlich gut ist. Ich möchte beide zusammenbringen: ein gemeinsamer Auftakt, dann getrennter Austausch in Gruppen und am Ende ein Zusammenkommen. Die Einsicht muss bestenfalls von einem selbst kommen“, betont Stehling.


SC Werden-Heidhausen mit kämpferischem Auftritt

Der Fußball-Landesligist SC Werden-Heidhausen zeigte sich kämpferisch von seiner besten Seite, war aber spieltechnisch unterlegen.

Die Damen kamen zu einem hart erkämpften Auswärtserfolg. Die 2. und 3. Herren rutschten aus den Aufstiegsrängen, doch da ist noch nichts verloren. Vor Ostern steht eine englische Woche an.


Besonderer Jahrgang am Mariengymnasium

„Keiner war sich so richtig sicher, was wir überhaupt sind.“ Mit diesen Worten beschreibt Lina Stachow die anfängliche Verwirrung, die die 19-Jährige und ihre Mitschülerinnen und Mitschüler im sogenannten Bündelungsjahrgang am Werdener Mariengymnasium erlebten.

Ihr Jahrgang ist eine Besonderheit im nordrhein-westfälischen Bildungssystem, denn er entstand im Zuge der Umstellung von G8 auf G9. Er sollte Schülerinnen und Schülern den Wechsel auf ein Gymnasium erleichtern oder diejenigen auffangen, die den Übergang in die gymnasiale Oberstufe nicht direkt schafften.

11 Dez.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 50/2025: Kritik an Kirchenwahl, Brückensanierung, Zirkus, Fußball und Honig

Unmut über Kirchenvorstandswahl in Werden

„Das war ja wohl eine Werdener-Witz-Wahl!“, schimpft Rainer Ringhoff. Wie im gesamten Bistum Essen und auch in ganz NRW stand für die katholischen Kirchenmitglieder vor rund einem Monat, am Wochenende zum 8. und 9. November, die Wahl des Kirchenvorstands in der Propsteipfarrei St. Ludgerus an. Doch am Wahlprozedere in Werden Stadt und Land hagelt es Kritik.


Brückensanierung wird deutlich teurer

Die geplante Sanierung der Gustav-Heinemann-Brücke in Werden wird deutlich teurer als ursprünglich gedacht: Die Stadt rechnet inzwischen mit Gesamtkosten von 3,264 Millionen Euro – mehr als doppelt so viel als die einst veranschlagten 1,423 Millionen Euro. Dies geht aus einer Verwaltungsvorlage hervor, die der Rat in seiner Sitzung am vergangenen Mittwoch einstimmig beschlossen hat.


Neue Ausgabe „Geschichten aus der Werdener Geschichte“ vorgestellt

227 Seiten stark, zum 23. Mal frisch auf dem Lesetisch: Die neuen „Geschichten aus der Werdener Geschichte“ wurden in der Aula des Gymnasiums Werden vorgestellt. Erfreulicherweise reich bebildert, veranschaulichen die Berichte ihren Fokus auf die Vergangenheit sehr anschaulich. Der Bogen ist zeitlich weit gespannt: Vom Holztor der Alteburg handeln sie und suchen Erkenntnisse aus dem 5. Jahrhundert vor Christus. Dem Autoren Sebastian Senczek ist seine Begeisterung anzuhören, hier zu forschen. Es sei „extrem spannend und direkt hier vor der Haustüre“, die vor 100 Jahren begonnenen Ausgrabungen, deren Dokumentation weitgehend verschollen ist, wieder aufzunehmen. Im nächsten Sommer wird es weitergehen, so der Stadtarchäologe.


Dromedar-Flüsterer im Essener Weihnachtscircus

„Das hatten wir hier in Essen noch nie“, frohlockt Alexander Neigert, Sprecher des „Essener Weihnachtscircus“, der das Löwental auf dem Knaus Campingplatz in Werden von Donnerstag, 18. Dezember, bis Dienstag, 6. Januar, bereits zum achten Mal in eine magische Traumwelt verwandelt. „Wir haben in diesem Jahr einen Dromedar-Flüsterer dabei.“ Besagter „Flüsterer“ ist Daniel Bügler. Er trainiert auch Königspudel und ist zudem ein Meister der Balance.


Schwarzer Spieltag für SC Werden-Heidhausen

Der SC Werden-Heidhausen würde gerne den 7. Dezember 2025 aus dem Kalender streichen. Wo müssen die Kicker aus dem Löwental sich da melden? Ihre Bilanz an diesem trüben 2. Adventssonntag lautete fünf Spiele, fünf teils empfindliche Niederlagen. Allen voran der Landesligist, der erheblich schwächelte. Gegen den VfB Speldorf kassiertte man daheim ein 0:4. Die SC-Reserve ist ihre Tabellenführung los. Allerdings liegt die Zwote, wie auch die „Dreite“, auf einem Aufstiegsplatz. Für drei Teams ist bereits die Winterpause angebrochen, doch 1. Herren und die Damen müssen noch einmal ran.


Nikolausabend am Mariengymnasium: „Pakjesavond“ wie in Holland

„Pakjesavond“ – zu gut Deutsch „Päckchenabend“ – so nennen die Holländer den Nikolausabend, den die niederländischen Nachbarn am 5. Dezember feiern. „Bei uns ist der Nikolausabend fast noch wichtiger als Weihnachten“, berichtet Elena. Die elfjährige Schülerin stammt aus den Niederlanden und freut sich, dass auch am Mariengymnasium, an dem sie die Klasse 6a besucht, nun dieses Fest feiert – mit Poffertjes, Chocomel und allem, was dazugehört. Dafür hat ihre Klasse zusammen mit einigen Siebenern einen kleinen, holländischen Weihnachtsmarkt auf die Beine gestellt.


Goldmedaille für Honig aus Heidhausen

2012 war es, da sammelte Christian Gessner-Pröschs Verwandtschaft zu dessen Geburtstag Geld, damit er sich endlich einen neuen Laptop kaufen kann. Doch der Biologielehrer hatte anderes im Sinn: Er schaffte sich dafür Bienenvölker an und las sich kräftig in die Materie ein. „Ohne Kurs, alles autodidaktisch“ hat er alles gelernt, was man als Hobbyimker wissen muss.

Mit Erfolg: Aus den ersten beiden sind heute 15 bis 20 Bienenvölker geworden, die Gessner-Prösch auf den Feldern des Bischof-Hofes in den Heidhauser Höhen betreut. Seinen Bienen hat der 41-Jährige nun sogar eine besondere Auszeichnung zu verdanken: Der Imkerverbandes Rheinland verlieh dem süßen Heidhauser Honig jüngst in Köln-Porz die Leistungsmedaille in Gold.

18 Okt.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 42/2018

50 Jahre alt wird die Gustav-Heinemann-Brücke im Dezember. In naher Zukunft stehen dem wichtigen Verkehrsknoten-Punkt in Werden umfangreiche Sanierungsarbeiten bevor.

Diese werden zu „erheblichen Einschränkungen im Straßenverkehr“ führen, warnt Rainer Wienke, Leiter des Essener Amts für Straßen und Verkehr beim CDU-Stammtisch in der vergangenen Woche in den Domstuben.

Bei den Besuchern der Veranstaltung kamen jedoch Zweifel auf, ob diese Sanierung nicht zu spät komme.

Apropos Straßenverkehr: Bezirksbürgermeister Michael Bonmann verteidigt das Werdener Verkehrskonzept gegen Kritik: Auch für Radfahrer und Nutzer des Öffentlichen Nahverkehrs bringe es Verbesserungen, sagt der CDU-Politiker. An dem von der FDP ins Spiel gebrachten positiven Effekt durch Elektromobilität glaubt er nicht. Auch die Grünen kritisieren die Abkehr der Liberalen vom gemeinsam beschlossenen Verkehrskonzept.

Und nochmal Verkehr – diesmal Fahrradverkehr: Radtouristen sollen sich im Ruhrgebiet künftig an nummerierten Knotenpunkten orientieren können. Ein solcher Knotenpunkt steht jetzt auch an der Werdener Brücke. Wie er funktioniert, verraten die Werdener Nachrichten in ihrer neuen Ausgabe!

Außerdem: Vor 35 Jahren legte Manfred Vogt den Grundstein für die Werdener Sangesfreunde. Kürzlich feierte er seinen 80. Geburtstag. Die Werdener Nachrichten gratulieren mit einem Porträt des engagierten pensionierten Schulrektors.

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Die Bilder der Woche

10 Feb.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 6/2017

Die Werdener Gustav-Heinemann-Brücke muss auf einer Spur für LKW gesperrt werden. Leser diskutieren über Leerstände und den Ortsbus.  Dr. Werner Peitsch war in Ghana, um zu helfen. Cora Goffertjé hat ein neues Buch geschrieben. Songwriterin Hannah Stienen studiert Komposition.

Beim Titel-Thema Baldeney-Steig ist der Weg noch steinig und lang. Unsere Umfrage diesmal:

Soll die Bezirksvertretung alles ihr Mögliche für den Wanderweg Baldeney-Steig tun?

Außerdem: Wandern und Lachen verbindet Willi Hagemann mit dem guten Zweck Bollerwagenumzug. Und dann gibt es noch den Tanz auf der Kegelbahn. Das und vieles mehr in der Werdener.