16 Apr.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 16/2026: 


Favourite Sidewalk Couch spielt beim Pfingst Open Air
Local Stage feiert Premiere

„Auf dem Pfingst Open Air zu spielen, war immer ein Traum.“ Bislang war Leonard nur als Zuschauer auf dem Umsonst-und-Draußen-Festival im Löwental zu Gast. In diesem Jahr wird dieser Traum wahr: Zusammen mit seiner Band „Favourite Sidewalk Couch“ wird der Essener am Pfingstsamstag, 23. Mai, die „Local Stage“ bespielen, die bei der neuen Ausgabe Premiere feiern wird.

> Zur Website der Band Favourite Sidewalk Couch

„Damit werden wir unserem Anspruch gerecht, Newcomern und jungen Talenten aus der Region Auftrittsmöglichkeiten als Sprungbrett zu bieten“, so Maximilian Janetzki, Inhaber von Indie Radar Ruhr. Der Oberhausener Veranstalter richtet das Festival nun bereits zum zweiten Mal in Folge aus. Einerseits will er an die Tradition des 45 Jahre alten Festivals anknüpfen, andererseits soll es durch einige Neuerungen „relevant und richtungsweisend“ bleiben – und das unter finanziell äußerst schwierigen Bedingungen.


Jürgen Kettner ist „Gastgeber des Jahres 2026“

Jürgen Kettner und sein Restaurant „Kamota“ in Essen-Werden sorgen für lässige Atmosphäre und nehmen Berührungsängste. Aber kann das richtig sein? „Der Große Restaurant & Hotel Guide“ hat den Wahl-Werdener nun zum „Gastgeber des Jahres 2026 “ ernannt. Eienn Koch? Das sei kein Versehen, betont der Gastroführer, ein Nachschlagewerk für über 2.000 Restaurants und Hotels im deutschsprachigen Raum, und lobt Jürgen Kettner und sein „Kettner’s Kamota“ in Werdens Fußgängerzone, welches er 2021 mit Geschäftspartnerin Wiebke Meier eröffnete.

Der Steirer bringe der Kundschaft seine österreichische Küche näher, mit japanischen Einflüssen. Aber der Koch sei auch „im Gastraum und an den Tischen sehr präsent“. Und schaffe so mit Charme eine Atmosphäre, in der „man sich nicht nur wie ein Gast fühlt, sondern wie ein gern gesehener Freund“. Was der 37-Jährige mit seinem oft frechen Schmäh kontert: „Wir haben ja auch die besten Gäste der Welt.“

Etwas dick aufgetragen, möchte man meinen. Kettner präsentiert halt eine Generation junger Köche, die sich nicht allzu bierernst nehmen: „So abgedroschen das auch klingen mag, der Preis gebührt meinem gesamten Team.“

(Fotos: Sascha Perrone)


Erinnerungen an die Jugendarrestanstalt am Wesselswerth

Die ehemalige Jugendarrestanstalt am Wesselswerth 10 wird zu einem Studierendenheim umgebaut. Da kommen Erinnerungen hoch. Klaus Vogeler war von 1968 bis 2003 Jugendrichter und hatte als „Vollzugsleiter“ regelmäßig Dienst in der Werdener Jugendarrestanstalt. Der 86-Jährige erinnert sich noch lebhaft: „Ich war für das Wohlergehen der Delinquenten zuständig, die waren zwischen 14 und 21 Jahre alt. Ich habe mit ihnen über ihre Taten gesprochen. Das waren keine großen Schandtaten. Kleine Schlägereien, Drogendelikte, Ladendiebstähle, Schwarzfahren, sowas.“

Als junger Jurist fing Vogeler beim Landgericht an und wechselte bald zum Amtsgericht Essen-Mitte: „Zivilsachen, also Bau und Blech und Boden.“ Wenig spannend. Als er gefragt wurde, ob er nicht Jugendrichter werden wollte, griff er zu: „Ich hatte zwar keine Ahnung vom Jugendrecht. Aber ich hab’s gewagt und war zuständig für die Nachnamen mit den Anfangsbuchstaben D, F, P und Z, später auch S und Sch.“


Marla Langhof gewinnt den Vorentscheid beim Vorlesewettbewerb

Unter lauter Leuten stand sie da, das Publikum applaudierte frenetisch, doch Marla schien in einer anderen Welt. Stand da ganz still. Realisierte erst nach und nach, was der Werdener Buchhändler Dennis Hasemann soeben verkündet hatte: „Du hast gewonnen!“ Das war so einer dieser Momente, wo man die berühmte Stecknadel hätte fallen hören können: „Ich habe mich gefreut, wirklich. Aber ich bin halt cool geblieben.“ Marla Langhof vom Gymnasium Essen-Werden stand zusammen mit Noah Schwittek von der Gustav-Heinemann-Gesamtschule auf dem Siegerpodest des Vorentscheides beim bundesweiten Vorlesewettbewerb.


SC Werden-Heidhausen verliert knapp beim SV Scherpenberg

Der Fußball-Landesligist kämpfte vorbildlich und hätte dem Aufstiegskandidaten fast einen Punktverlust zugefügt. Aber eben nur fast. Am Ende unterlag der SC Werden-Heidhausen auswärts gegen den SV Scherpenberg mit 3:1 aus Sicht des Gastgebers. Die meisten SC-Treffer (6) hat bisher der momentan verletzte Jacob Mertes erzielt. Damit liegt er in der Torschützenliste der Landesliga auf dem 41. Platz. Die Damen holten gegen Frintrop einen nicht unbedingt zu erwartenden Zähler und die Zwote überstand das schwierigste Geläuf der Saison. „Dreite“ und „Bierte“ konnten nicht punkten.

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