22 Mai

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 21/2026: Ruhrinseln, Nachrufe, Aufstieg und Jubiläen

Ruhrverband will Inseln vor dem Wehr entfernen

Spaziergänger entlang des Werdener Ruhrufers kennen sie gut, die drei kleinen, grünen Inseln vor dem Wehr. Immer wieder bleiben Menschen dort stehen, um den Vögeln bei ihrem bunten Treiben zuzusehen. „Dort brüten Schwäne und Graugänse“, hat auch WN-Leserin Sabine Sherin Mocek beobachtet. „Und sie werden für die Jungtiere gerne als Schutzräume verwendet“ Umso schockierter ist sie, nachdem sie erfahren hat, dass der Ruhrverband diese Inseln in diesem Sommer entfernen will, um der Hochwassergefahr zu begegnen. „Ich glaube kaum, dass sich die Hochwassergefahr durch die Entfernung der Inseln reduzieren wird und finde wieder einmal traurig, wie den Tieren einfach so Lebensräume geraubt werden.“

Beim Ruhrverband bestätigt man das Vorhaben. Dort hält man die Maßnahme jedoch tatsächlich für unverzichtbar – die Wasservögel habe man dabei jedoch im Blick, versichert Britta Balt, stellvertretende Abteilungsleiterin der Unternehmenskommunikation. „Die Inseln werden in diesem Sommer entfernt“, bestätigt Balt. Derzeit befinde sich die Maßnahme in der Ausschreibung. „Voraussichtlich im Juli werden wir damit beginnen.“ Drei Monate sollen die Arbeiten in Anspruch nehmen.


Werden trauert um Christian Streffer

Am 7. Mai verstarb der international renommierte Strahlenbiologe Christian Streffer im Alter von 91 Jahren. Streffer, der auch in seinen 90 Jahren noch aktiv war und seine Frau Dorle wählten vor rund 50 Jahren Werden als Domizil nach ihrer Studentenzeit in Freiburg, als Prof. Dr. Dr. h.c. Christian Streffer seinerzeit von der Universität Essen auf den Lehrstuhl für Medizinische Strahlenbiologie berufen wurde. Mit seiner Frau Dorle Streffer zog er vier Kinder groß und freute sich über eine stattliche Anzahl von Enkeln. Dorle Streffer starb am 1. Dezember 2017 in dem Hospiz, das seit 2018 ihren Namen trägt. Denn es blieb nicht nur bei der Aussicht auf die Turmspitzen von St. Ludgerus, Evangelischer Kirche und Luciuskirche im gemeinsamen Haus Auf dem Sutan: Eine Herzensangelegenheit war dem Ehepaar die Ökumene.


SC-Reserve steigt in die Kreisliga A auf

Es ist vollbracht: Nach zehn Jahren spielt der SC Werden-Heidhausen II endlich wieder in der Kreisliga A. Zwei Spieltage vor Schluss kann die SC-Reserve nicht mehr eingeholt werden. Dementsprechend feucht-fröhlich wurde gefeiert, einschließlich zünftiger Sektdusche für die Erfolgstrainer Jason Munsch und Dirk Thüning. Dem Landesligisten gelang ein ganz wichtiger Sieg.


DRK trägt Licht der Hoffnung über die Brehminsel

Am Sonntag beteiligte sich das Deutsche Rote Kreuz Essen erneut am „Fackellauf nach Solferino“. Im Rahmen der bundesweiten Aktion wurde das „Licht der Hoffnung und Menschlichkeit“ von Ehrenamtlichen des Deutsche Rote Kreuz (DRK) Essen auf seinem Weg durch Deutschlandauch auf der Brehminsel weitergetragen.


Foto: Volker Hartmann

Jan Bierther prägt die Jazzszene im Ruhrgebiet

Seit vielen Jahren gehört Jan Bierther zu den prägenden Persönlichkeiten der Jazzszene im Ruhrgebiet. Der 1970 in Essen geborene Gitarrist, Komponist, Musikpädagoge und Kulturmanager lebt und arbeitet in Werden und gilt weit über die Region hinaus als wichtiger Vernetzer der nordrhein-westfälischen Jazzlandschaft. Seine musikalische Ausbildung absolvierte Bierther von 1992 bis 1996 an der Amsterdamer Hochschule der Künste in Hilversum. Dort studierte er Jazzgitarre bei dem renommierten Dozenten Wim Overgaauw und schloss mit dem Examen zum „Docerend Musicus“ ab.

Weitere Impulse erhielt er durch Workshops und Masterclasses bei internationalen Größen wie John Scofield, Mike Stern, Jim Hall, Tal Farlow und Steve Khan.

> Zur Website von Jan Bierther


Bürgerschützenverein „Gut Ziel“ feiert 100 Jahre

Am 8. Januar 1926 wurde der Bürgerschützenverein „Gut Ziel“ Essen- Werden-Heidhausen 1926 gegründet. Aus Anlass des 100-jährigen Bestehens fand jetzt die Jubiläumsfeier mit den Mitgliedern und den eingeladenen Ehrengästen statt. Zu diesen zählten der Oberbürgermeister Thomas Kufen, der Vizepräsident des Rheinischen Schützenbundes Eckhard Wilms, der Vorsitzende des Schützenbezirks 02 Uwe Schraven, die Vorsitzende des Kreises 023 Sibille Ebert und der Vorsitzende des Essener Sportbundes Jochen Sander, sowie der Assindia-König Hans-Albert Honnacker.

Ebenso gerne der Einladung gefolgt waren die Bezirksbürgermeisterin Gabriele Kipphardt, Ratsherr Plarent Kazani und aus der Bezirksvertretung IX Benjamin Brenk und Ludger Hicking-Göbels.

08 Mai

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 19/2024

Heimatverein sucht engagierte Mitglieder – Vorsitzende sorgt sich um die Zukunft des Traditionsvereins

„Wir brauchen Unterstützung von aktiven Mitgliedern!“ Martina Schürmann richtet als Vorsitzende des Werdener Bürger- und Heimatvereins einen dringenden Appell, der nicht nur den – spärlich erschienenen – Mitgliedern des Vereins bei deren Versammlung im Haus Fuhr gelten sollte, sondern allen Werdenern, denen ihre Heimat am Herzen liegt. Nur mit Müh’ und Not bekommt der Heimatverein die vakanten Vorstandsposten besetzt: „Im Augenblick ist das keine gute Entwicklung“, sagt Schürmann voller Sorge. Die Vorsitzende sucht nach Möglichkeiten, den Verein in die Zukunft zu führen.


Erste Maßnahmen werden  im Löwental geprüft – Oberbürgermeister zur aktuellen Situation

Oberbürgermeister Thomas Kufen nahm am Freitag Stellung zu der chaotischen Situation der Grillzone „Löwental“ am Maifeiertag.
Anwohner und Besucher stellten  fest, dass die Parksituation der angereisten Pkw Fußgänger, Radfahrer und Rettungsfahrzeuge beeinträchtigte. Auch Mindestabstände zu Bäumen wurden beim Grillen ignoriert und es wurde die ausgewiesene Grillzone  nicht respektiert.  Zudem kam es wegen einer Sitzgelegenheit  zu  einem mit dem Messer ausgetragenen Streit.   Sowohl auf dem Brehm als auch im Löwental reichten die Müllbehältnisse nicht aus.


Bezirksvertretung will Natur sowie Jung und Alt fördern – SPD scheitert mit Antrag zur Unterstützung von Demokratie-Projekten

Straßenbäume, Streuobstwiesen, Sportangebote für Jung und Alt und die Schaffung eines Mehrgenerationenspielplatzes: 80. 000 Euro will die  Bezirksvertretung IX (Werden/Kettwig/Bredeney) in solch unterschiedliche Projekte investieren und dafür in diesem Jahr auf einen großen Förderschwerpunkt verzichten. Diese „besondere Projektförderung“ geht auf einen gemeinsamen Antrag der Fraktionen CDU, und Grüne und dem FDP-Einzelvertreter zurück. Den Vorstoß der Sozialdemokraten, in diesem Jahr Projekte zu unterstützen, die die Demokratie fördern, hat das Gremium damit mit breiter Mehrheit eine Absage erteilt.


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: Der Heimatverein sucht dringend Mitstreiter. Was braucht er an Frischzellen?

03 Mai

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 18/2024

Chaos im Löwental am Maifeiertag

Die Sonne und sommerlichen Temperaturen machten aus dem 1. Mai am vergangenen Mittwoch einen traumhaften Tag – manche allerdings sprechen angesichts der Zustände im Löwental von einem Alptraum-Tag: Beobachter sprechen von chaotischen Zuständen, die Menschenmengen, die wild auch außerhalb der markierten Zonen grillten, auslösten. Die Polizei musste wegen einer Messerstecherei im Zuge eines Streits zwischen zwei Personengruppen ausrücken: Es ging um einen Sitzplatz.


Viel los war am Samstagabend auf der Brehminsel

Ob an den Biertischen, auf dem Rasen oder vor der Bühne: Die Premiere des Festivals „Little Weltflucht“ hat viele Besucher angelockt. Es wurde gepicknickt, geplaudert und gestaunt Besonders die illuminierten Bäume und die Performance am Abend konnte die Besucher begeistern.


Werdener Altstadt wir heute holländisch

„Einkaufen bis 21 Uhr“ und „Altstadt-Erlebnis“, verspricht der Vorstand des Werberings mit der Fortsetzung der sommerlichen Reihe „First Friday“: Wie schon im Vorjahr sollen in den warmen Monaten an jedem ersten Freitag im Monat die Geschäfte bis 21 Uhr geöffnet haben – und nicht nur das: Von 16 Uhr an warten zahlreiche Aktionen, die in diesem Jahr sämtlich jeweils unter einem Motto stehen, auf die Besucher der Altstadt. Los geht es am Freitag, 3. Mai mit „Käse und Klocks“: Alles dreht sich ums Nachbarland Holland.


Standort der neuen Feuerwehr ist alternativlos

Ohne Diskussion hat der Rat der Stadt beschlossen, dass die Verwaltung den von ihr und der Feuerwehr bevorzugten Standort für eine neue Wache an der Ruhrtalstraße 118 und die Kaufverhandlungen mit dem Eigentümer weiterzuverfolgen. Den Versuch von Anwohnern, an die Ratsleute zu appellieren, den Punkt von der Tagesordnung zu nehmen, war damit gescheitert. In der Sitzung der Bezirksvertretung am vergangenen Dienstag, erläuterten Verwaltung und Feuerwehr dann, warum eine neue Feuerwehrwache zwischen Werden und Kettwig notwendig ist – und warum ihrer Meinung nach keine Alternative zum Standort greifbar ist.


S6-Streckensperrung dauert noch 2 Jahre an

Eine Hiobsbotschaft auch für Bahn-Pendler in Werden, die mit der S 6 nach Ratingen, Düsseldorf oder gar Köln gelangen wollen: Die Streckensperrung, die die Deutsche Bahn (DB) nach einem Felsbruch Anfang des Jahres beim Ratinger Hauptbahnhof vornehmen musste, dauert noch gut zwei Jahre an. „Nicht vor Ende des ersten Halbjahrs 2026“ sei die Wiederaufnahme des durchgehenden S-Bahnverkehrs von Ratingen bis nach Essen Hauptbahnhof möglich, so die DB.


Abstimmen bei unserer Frage der Woche:
Wenn die Sonne scheint an einem freien Tag, scheint Chaos in der Grillzone Löwental vorprogrammiert – wie damit umgehen?

07 März

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 10/2024

Wedener Ruderer räumen auf – „Sauber Zauber“ am Baldeneysee“

Dem jährlichen Aufruf des „Sauber-Zaubers“ der Stadt Essen, vom 24. Februar bis zum heutigen 8. März mit Mülltüten, Zangen und Handschuhen dem Abfall auf öffentlichen Flächen den Kampf anzusagen, sind auch in Werden Stadt und Land viele Menschen gefolgt. Darunter auch über 25 jugendliche Mitglieder des Essen-Werdener Ruderclubs (EWRC) und Aktivisten der Plan Deutschland Aktionsgruppe Essen, die das Ufer des Baldeneysees und die Ruhr unterhalb des Stauwehrs von Müll säuberten.


Postkunden stehen vor verschlossenen Türen – DHL Group sucht weiter nach alternativem Standort in der Altstadt

Ende vergangener Woche wollte Ulrich Unger ein Paket abgeben und ging deshalb – wie gewohnt – zur Poststelle an der Hufergasse. Doch der Werdener stand bereits vor verschlossenen Türen: Denn die Poststelle hat dichtgemacht. „Äußerst ärgerlich“, findet er. „Jetzt gibt es im Werdener Stadtgebiet keine Möglichkeit mehr, Pakete abzuholen, abzugeben oder Briefmarken zu kaufen“ Für ihn gehöre ein solches Angebot doch zur „Daseinsversorgung“. Wie die „Werdener Nachrichten bereits im November berichtete, hatte die DHL Group, das zur deutschen Post gehörende Paket- und Brief-Express-Unternehmen, die Zusammenarbeit mit ihrem Vertragspartner, der die Poststelle an der Hufergasse seit dem Frühjahr 2018 betrieben hatte, nicht verlängert. Immerhin: Die DHL Group sucht weiter nach einer neuen geeigneten Partner-Filiale, die künftig die Post-Services anbieten kann – und befinde sich derzeit „in aussichtsreichen Gesprächen“.


Grillzonen ja oder nein – Entscheidung diese Woche

Wenn – wie am vergangenen Sonntag – sich die Sonnenstrahlen durchkämpfen und die Temperaturen ins mindestens Frühlingshafte steigen, dann kann man sich sicher sein: Die Lust aufs Grillen steigt bei vielen. Und wer über keinen eigenen Garten verfügt, weicht mit tragbarem Grill in öffentliche Parks und Grünflächen aus. Bis zum Sommer 2023 war dies in Essen auf fast allen Grünflächen möglich. Doch da – auch auf der Werdener Brehminsel und im Löwental – das Grillen oft Überhand nahm und dies immer öfter zu Konflikten mit Spaziergängern und Anwohnern geführt hat, hat die Stadt nach langer Diskussion Grillzonen eingeführt: Fortan darf in Werden – und im gesamten Stadtbezirk inklusive Bredeney und Kettwig – nur noch in einem ausgewiesenen Bereich im Löwental gegrillt werden. In diesem Monat stehen die politischen Entscheidungen im Rat und in der Bezirksvertretung an, ob dies auch so bleiben soll. Die Verwaltung will dauerhaft an den Grillzonen festhalten.


Biergarten am Wedener Ufer hat wieder geöffnet

„Oh nein!“ Mali Sirin schaut bedröppelt: Irgendwas ist mit der Bierleitung schief gegangen, und das gute Stauder fließt auf den Asphalt anstatt ins Bierglas. „Gut 15 Liter sind futsch!“ Glück im Unglück: Das Missgeschick ist nicht im Hochbetrieb passiert, sondern bei den letzten Vorbereitungen zur Saison-Eröffnung der „Werdener Wiesn“. Seit dem vergangenen Wochenende ist der beliebte Biergarten am Werdener Ruhrfer aus dem Winterschlaf erwacht. Einige Neuerungen erwartet die Gäste, und einige davon sind äußerst schmackhaft – oder sollte man sagen: „delizioso“? Denn mit Fausto Piccinno hat sich Mali Sirin einen erfahrenen Wirt an die Seite geholt, der fortan den Essensstand betreiben wird.


Abstimmen bei unserer Frage der Woche:
Vermissen Sie eine Poststelle mit Paketdienst in der Altstadt?

28 Dez.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 52/2023

Hochwasser an der Ruhr trübt die Weihnachtsstimmung

Manch einem sind wohl ungute Erinnerungen ans Hochwasser 2021 in den Sinn gekommen, als der Dauerregen über die Weihnachtstage die Ruhr wieder auch übers Werdener Flussufer schwappen ließ: So waren zum Beispiel für die Anwohner der Laupendahler Landstraße die Feierlichkeiten getrübt vom sorgenvollen Blick aufs stetig steigende Gewässer: Dieses hat zeitweise die Brehminsel unter sich begraben und auch den Rad- und Fußweg am Ufer überschwemmt. Doch für die allermeisten blieben die Sorgen glücklicherweise unbegründet: „Zum Glück hat es uns nicht so hart getroffen wie beim Hochwasser vor anderthalb Jahren“, resümiert Christian Schmücker, Sprecher der Feuerwehr Essen


Fahrbahn der Ruhrtalstarße rutschte ab – Straßensperrung dauert an

Ein Abwasserkanal der Stadtwerke brach am vergangenen Dienstag unter der Ruhrtalstraße in Höhe des Hauses 179. Die „Fahrbahn sei abgerutscht“ berichtet die Polizei Essen. Diese ist für Sofort-Maßnahmen zuständig und sperrte ordnungsgemäß „auf Zuruf“ ab. Um 18 Uhr war auch das Tiefbauamt vor Ort. Am Mittwochnachmittag konnte Nilgün Ulbrich, Sprecherin von Straßen NRW melden, dass die Sperrung zwischen Schuirweg und Graf-Zeppelin-Straße nunmehr bis auf weiteres gelte. Die Anwohner haben allerdings freie Zufahrt zu ihren Grundstücken. „Vorsichtig geschätzt“ würde die Sperrung noch bis Anfang des kommenden Jahres andauern, teilte die Sprecherin mit. 


Trauriger Abschied, Grußworte und der große Jahresrückblick in der aktuellen Ausgabe

Es war für viele ein herber Schlag, als am 21. Dezember die Nachricht die Runde im Privaten machte und am 22. ein großes Bild im Schaufenster der Buchhandlung Schmitz der Trauer Ausdruck gab: „Mechthild Römer 5.12.1951 – 21.12.2023“. Tränen flossen in der Buchhandlung in den letzten Tagen vor dem Fest, es wurde umarmt und fassungslos geblickt. Ein Nachruf in der letzten Ausgabe der „Werdener Nachrichten“ des Jahres. 


Außerdem: Die Grußworte von den Vertreterinnen und Vertretern der Werdener Politik, Traditionsvereine, Bildungseinrichtungen und Institutionen sowie unser großer Jahresrückblick: Was hat Werden 2023 bewegt? 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Bereiten Ihnen extreme Wetterereignisse wie der weihnachtliche Dauerregen Sorgen?