19 Mai

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 20/2022

Fabian Schrumpf holt knapp vierzig Prozent – Die Landtagswahl aus Werdener Sicht

Sehr deutlich sprachen sich die 69,87 Prozent der Stadtbezirk-IX-Wähler für Fabian Schrumpf (CDU) (43,87 Prozent).  Judith Schlupkothen (SPD) erhielt (23,45 Prozent). Mehrdad Mostofizadeh wählten 5314 Stimmberechtigte (19,09 Prozent). Ralf Witzel (FDP) gaben 1 708 Wähler die Stimme  (6,14 Prozent). Für Gabriele Graf (AfD) stimmten 947 Menschen in Werden (3,4 Prozent). Bei Cornelia Swillus-Knöchel (Linke) setzten 335 Wähler ihr Kreuz (1,20 Prozent). Thomas Bamler (Die Partei) erhielt 382 Stimmen (1,37 Prozent). Christiana van Wickern (Die Basis) vereinte 281  Stimmen auf sich, Frank Volt erhielt 105 Stimmen,  Johannes Hör von der DKP erhielt 23.

Damit lag die Wahlbeteiligung im Süden deutlich über der sonstigen Essener Wahlbeteiligung, die zwischen 38 Prozent (niedrigste Wahlbeteiligung) und 67 Prozent in Werden, durchschnittlich bei knapp 54 Prozent lag.  Insgesamt lag die SPD mit 35,10 Prozent stadtweit vor der CDU mit 31,32 Prozent. Die Grünen errangen im Stadtmittel 17,04 Prozent, die AfD 5,96 Prozent, die FDP errang 4,5 Prozent. Der Stimmanteil für die AfD betrug im Süden den geringsten Zuspruch. 

Mit der Zweitstimme entschieden sich 40,05 Prozent im Stadtbezirk IX für die CDU. 23,52 Prozent gaben sie der SPD. Für die Grünen stimmten 19,76 Prozent. Die FDP erhielt Zuspruch von  7,43 Prozent.


Werden wird Galerie – Vom 4. bis 18. Juni gibts „Wein & Kunst“

Vom 4. bis 18. Juni präsentiert der Werdener Werbering in der Altstadt erstmalig das Format „Wein & Kunst“. In 28 Geschäften und der Gastronomie werden verschiedene Kunstrichtungen (Malerei, Fotografie und Skulpturen) ausgestellt. 

Ergänzt werden diese zwei „Kunstwochen“ durch die erstmals am Wochenende vom 10. bis 12. Juni stattfindenden „Werdener Weintage“. Deutsche Winzer, die Gastronomie und unsere Händler laden zum Verkosten besonderer Weine ein. Der Verkaufsoffene Sonntag wird um drei Weinstände ergänzt: Auf dem Rathaus-Vorplatz wird das Weingut Langenwalter aus der Pfalz zu finden sein. Am Ludgerusbrunnen die Weinpalette. Am Eingang Hufergasse im Innenhof von Café Werntges und dem Restaurant Kamota ist das Weingut Paul Schumacher, Ahr, zu finden.


30.000 Euro für ein Kinderkrankenhaus – Scheckübergabe an Thorsten Kaatze

Es ist durchaus eine riesige Summe, die die Schüler am Gymnasium Werden in ihren vielen Laufrunden auf der Brehminsel durch Sponsoren sammelten. 

Dabei, und durch einen Basar wurde der Betrag von 77.000 Euro für die Ukraine generiert. 30.000 Euro hiervon gehen an die Stiftung Universitätsmedizin für ein Kinderkrankenhaus in der Ukraine, teilte die Schulleiterin mit. Am Dienstag wurde diese Spende symbolisch als Scheckübergabe an den Vorstand der Stiftung, Thorsten Kaatze, von Direktorin Felicitas Schönau und einer Delegation von Schülerinnen und Schülern übergeben.


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: Fanden Sie die Kandidaten, die für Ihre Wunschpartei zur Wahl standen, geeignet, die Inhalte zu vertreten?

05 Mai

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 18/2022

Swing-Golf für ukrainische Gäste

„Wir hatten uns ohnehin überlegt, etwas zu tun“, lächelte Martina Heiniger, „die Frage war nur was und wie.“ Zusammen mit ihrem Lebensgefährten, Straußenfarm-Chef Uwe Schlieper, hieß sie die ukrainischen Gäste aus dem Kardinal-Hengsbach-Haus zu einer Runde Swin-Golf willkommen hieß. 


Podiumsdiskussion der Landtagskandidaten

Ukrainekrieg, Bildungspolitik, Verkehr und Klimawandel waren die bestimmenden Themen der Podiumsdiskussion mit den Landtagskandidaten von CDU, SPD, Grüne und FDP, zu der das Mariengymnasium am Dienstag geladen hatte. Gemeinsamkeiten und Unterschiede entlockten die beiden 16-jährigen Schülerinnen Charlotte von Eicken und Maria Zulueat Meyer den Politikern. 


Preiswertes Wohnen nur über Einschnitte

Wir werden ein großes Rad drehen müssen, was Einschnitte in den Markt angeht“, sagt Andreas Becker, bau- und wohnungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion NRW, im Rahmen der Podiums-Diskussion zum Thema „Preiswert wohnen, aber wie?“, zu der die SPD Werden-Bredeney ins Bürgermeisterhaus einlud – doch wie genau diese Einschnitte aussehen sollen, wurde auch im Zuge der rund zweistündigen, gut besuchten Gesprächsrunde nicht wirklich klar. 


Fabian Schrumpf im Gespräch mit der Heimatzeitung

Seit fünf Jahren vertritt Fabian Schrumpf die Interessen des Essener Südens im Düsseldorfer Landtag. Zudem ist der 39-jährige Vater von vier Kindern und Fraktionsvorsitzender der CDU im Essener Rat. Nun will der Rechtsanwalt, der in Kettwig aufwuchs, es noch einmal wissen: Erneut kandidiert er für den Landtag. Mit den Werdener Nachrichten sprach er über die Denkmalpolitik der Landesregierung, was man aus der Flutkatastrophe vom vergangenen Jahr lernen muss, über die Herausforderungen der Verkehrswende und über die Corona-Politik.  


Ukraine-Krieg hinterlässt bei Studenten Spuren

Der Ukraine-Krieg hinterlässt auch im Studien-Alltag der Folkwang-Universität seine Spuren: Immerhin kommen rund 20 Studierende aus Ukraine, 30 aus Russland, dem Land also, das die Ukraine vor rund zwei Monaten völkerrechtswidrig angegriffen hat, noch dazu eine Handvoll Studierende aus Belarus. Doch nicht nur das: Fast hätte die Folkwang-Universität einen ihrer Professoren in den Kriegswirren verloren, berichtet Folkwang-Rektor Andreas Jacob


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Soll man bei Bundes- und Landtagswahlen schon ab 16 Jahren wählen dürfen? 

10 Mrz

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 10/2022

Schüler setzen Zeichen für den Frieden

Ein mahnendes Zeichen für den Frieden hat das Gymnasium Werden am Donnerstagmorgen gesetzt: Genau zwei Wochen, nachdem Putins Truppen den Angriffskrieg im Nachbarland begonnen haben, formen Schülerinnen und Schüler auf dem Schulhof ein Herz. Nachdem Schüler Julius Weber die Europa-Hymne auf Trompete angestimmt hat, lassen die die Schüler blau-gelbe Ballons, die Farben der ukrainischen Landesfahne in die Höhe steigen – daran hängen Karten mit ihren Wünschen und Hoffnungen. Doch das Gymnasium belässt es nicht bei diesem symbolischen Akt: Am 26. März soll ein Spendenbasar steigen und am 4. April ein Spendenlauf, um den Kriegsopfern zu helfen. 


Klein-Konzerte statt Pfingst Open Air

Zum dritten Mal in Folge hat die Stadt Essen das Pfingst Open Air Werden abgesagt. Wenngleich zum 20. März alle wesentlichen Beschränkungen zur Bekämpfung der Pandemie fallen sollen, begründet die Stadt die erneute Absage der 38. Auflage des Umsonst-und-draußen-Festivals im Löwental, abermals mit der Corona-Lage. Wie im vergangenen Jahr soll das Festival nicht ersatzlos gestrichen werden: Kleinere Konzerte an unterschiedlichen Orten sind statt des großen Festivals im Löwental geplant. 


Was wird aus dem Werdener Kiosk

Ob man ihn Bude, Trinkhalle, Späti oder ganz offiziell Kiosk nennt: In Werden am Kaiser Friedrich war es der stets offene Betrieb von Thomas Winkelmann, der einen festen Platz im lokalen Gedächtnis hatte. „Mir gingen pünktlich am Sonntag die Gaskartuschen aus – wir haben sie immer dort geholt“, erzählt eine immerhin mehrere Straßen entfernt wohnende Werdenerin, die hier auch Butter und Mehl bekam, wenn gebacken werden musste. Das Schicksal dieses Kiosks ist noch offen. 


Senioren-Treffpunkt und Tourismus-Punkt für Werden

Clackaclackaclack: Montagnachmittags gibt Juan Alarcón den Takt im Zentrum 60plus Heckstraße vor. Gekonnt weiht er interessierte Seniorinnen und Senioren in die Kunst des Kastagnetten-Spiels ein. Ein hörbares Zeichen dafür, dass nach langer Umbauphase nun richtig Leben in den vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) betriebenen Senioren-Treffpunkt in der Altstadt eingekehrt ist. Und nicht nur Seniorinnen und Senioren aus Werden und Umgebung sollen hier künftig ein passendes Angebot finden: Ein Tourismus-Punkt soll gezielt Besucher von außerhalb über Werdens Sehenswürdigkeiten informieren. 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Ist die erneute Zwangspause fürs Pfingst Open Air Werden richtig? 

03 Mrz

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 9/2022

Versuchte Einbrüche in Werdener Läden

Ein Schock traf Ivo Matic, als er am Montag seine Kinderboutique „Inoui“ betreten wollte: Die Eingangstür und das Fenster waren beschädigt: Offenbar hatte jemand am Wochenende versucht, in den Laden einzubrechen. In Gesprächen mit Nachbarn wurde schnell klar: Dieser Einbruchsversuch war kein Einzelfall. In insgesamt sechs Läden hat in der Nacht vom Freitag zu Samstag und in der darauffolgenden Nacht von Samstag und Sonntag Einbruchsversuche gegeben, bestätigt die Polizei Essen: Drei davon waren erfolgreich. 


Krieg in der Ukraine bewegt Werdener

Seit fast zehn Jahren wohnt Kristina Zalesskaya in Deutschland: In dieser Zeit hat sie hier ein abwechslungsreiches Leben geführt, in dem sie vor allem die kulturellen und freiheitlichen Vorzüge des Landes ausgekostet hat. Sie hat in Heidelberg und Moers als Regieassistentin gearbeitet, war Projektleiterin in Ahlen, liebt es, spontane Reisen zu unternehmen. „Es gibt hier eine kulturelle Vielfalt und eine lebendige freie Szene, wie ich sie aus der Ukraine gar nicht kenne“, sagt die 36-Jährige. In diesem Semester hat sie ein Fotografie-Studium der Fotografie an der Folkwang Universität der Künste begonnen. Doch der Krieg in der Ukraine hat auch ihr Leben verändert: „Bisher hatte ich nie ein Heimatgefühl gekannt“, sagt sie. „Plötzlich vermisse ich die Ukraine.“ Und nicht nur das: Jetzt fühlt sie auch für ihre Mutter verantwortlich, die im letzten Moment aus dem Kriegsgebiet, in das sich ihre Heimat verwandelt hat, fliehen konnte und nun zusammen mit einer Freundin bei Kristina Zalesskaya Unterschlupf gefunden hat. 


Frischer Wind bei den Werdener Wiesen

Das Jahr 2021 war für Mali Sirin in vielerlei Hinsicht eine Bewährungsprobe. Als Gastwirt der Werdener Wiesn und dreifacher Vater machte ihn schon die andauernde Corona-Pandemie zu schaffen: Dazu kam im Juli die Flutkatastrophe, die Teile des Biergartens mit sich riss und zerstörte. Dass der Wirt Werden dann den Rücken kehrte, hatte aber andere Gründe: Seine Frau fand in Zürich einen neuen Job. Den beliebten Biergarten am Werdener Ruhrufer will er dennoch nicht aufgeben: Mit neuem Personal und frischem Konzept sieht er die Wiesn gut gerüstet für die Zukunft. 


Lindenbaum findet in Heidhausen neues Zuhause bei Jona-Kita

Heidhausen ist um einen Baum reicher: Ursprünglich stand die 15 bis 20 Jahre alte Linde in Kaarst – dort sollte sie, zusammen mit rund 100 weiteren Leidensgenossen, einer geplanten Stromtrasse weichen. Stattdessen werden die Bäume nun an andere Orte verpflanzt – und Pfarrer Klaus Baltes freut sich mit Kita-Leiterin Sandra Mintrop, dass einer der Bäume nun auf dem Gelände der Jona-Kita steht. 

Abstimmen bei unserer Frage der Woche: Fühlen Sie sich in Werden sicher?