11 Nov

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 45/2021

Sturmtief Ignatz sorgte im Essener Süden für einigen Schaden

Das Sturmtief fegte auch das Kreuz von der Turmspitze der St. Kamillus-Kirche. Lediglich der Blitzableiter verhinderte einen Absturz, der böse Folgen hätte haben können. Nachdem die Feuerwehr das Kreuz gesichert hat, wartet die Kirchengemeinde jetzt auf die Reparatur der weit sichtbaren Landmarke. 


Die Wanderfalken haben ein neues Bootshaus

„Ich weiß noch, wie wir hier fast jedes Wochenende gezeltet haben“, schwelgt Rolf Elberskirchen in Erinnerungen, als er den Hang auf dem Vereinsgelände im Löwental hinuntersieht, wo noch die alten Bootsschuppen stehen. „Wir wollten gar nicht mehr nach Hause.“ Dass diese grünen Schuppen bald der Geschichte angehören werden, stört den 87-Jährigen, der das erste Jugend-Mitglied der Kanugesellschaft (KG) Wanderfalke nach dem Zweiten Weltkrieg war, nicht: „Ich freu mich, dass hier noch vieles steht, aber auch, dass vieles weiterentwickelt wird.“ Und zu der Weiterentwicklung gehört das neue Bootshaus, das die Wanderfalken am Samstag feierlich eingeweiht haben. 


Mit 15 begann Jan Hermann, sich aktiv bei der Hespertalbahn zu engagieren. Die Begeisterung für die historische Eisenbahn, die zwischen Kupferdreh und Fischlaken pendelt, hat er quasi geerbt: „Mein Opa hat mich immer hier mit hingeschleppt“, lächelt der heute 21-Jährige. Einen Großteil seiner sechsjährigen aktiven Vereinszeit hat er sich einer 84 Jahre alten, ausrangierten Diesel-Kleinlok V2 gewidmet: Zusammen mit drei anderen Mitgliedern hat er vier Jahre an der Restaurierung der roten Rangierlok gearbeitet. Nun endlich rollt sie wieder. 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Karneval und Corona: Sollten die Jecken erneut pausieren? 

11 Nov

Trickdiebstahl an der Dückerstraße

„Meine Frau lässt grüßen und will, dass ich ein Geschenk übergebe“: Mit diesen Worten begrüßte ein Trickdieb am Montagmittag gegen 13.30 Uhr eine 82-Jährige an der Dückerstraße, nachdem er mit einem Paket voller Sachen an ihrer Tür klingelte Die Seniorin ließ ihn ins Wohnzimmer, wo er ihr die angeblichen Geschenke – wahrscheinlich nur Ramsch – zeigte. In einem günstigen Moment konnte der Kriminelle eine Schmuckschatulle an sich nehmen und in unbekannter Richtung fliehen. Der Flüchtige soll zwischen 35 und 40 Jahre alt und ungefähr 1,75 bis 1,8 Meter groß sein. Er hat mittelblonde Haare und ist vermutlich Osteuropäer. Bekleidet war er mit einer flachen, oliv-grünen Kappe, einem langärmeligen Pullover und einer legeren Hose. Die Polizei sucht Zeugen: 0201/829-0.

04 Nov

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 44/2021

Vorstandswahl im Heimatverein: Bestätigung für Martina Schürmann

Eigentlich wollte der Werdener Bürger- und Heimatverein (WBH) schon vor anderthalb Jahren bei seiner Jahreshauptversammlung einen neuen Vorstand wählen. Doch machte die Corona-Pandemie auch diesen Plänen einen Strich durch die Rechnung. Doch nun konnten sich die Mitglieder endlich treffen: Im Restaurant Lujo, dem ehemaligen „Steg 3“ am Baldeneysee kamen sie zusammen, um die bisherige erste Vorsitzende Martina Schürmann im Amt zu bestätigen. 


Lieber mit: Werdens Schüler bleiben vorsichtig

Dem NRW-Schulministerium erscheint es, hoher Corona-Inzidenz-Zahlen zum Trotz, ein guter Zeitpunkt, auf die Maskenpflicht im Unterricht am Sitzplatz zu verzichten. Die Schulleitungen der beiden Werdener Gymnasien lassen den Schülern diesbezüglich freie Hand: Und viele Schülerinnen und Schüler sind offenbar vorsichtiger als das Ministerium. 


Das Thema E-Scooter spaltet die Gemüter

Seit rund drei Monaten gehören sie nun auch in Werden zum Alltag: E-Scooter. Und sie spalten die Gemüter. Norbert Fabisch fällt ein vernichtendes Urteil: „Die E-Roller passen nicht zu Werden“, ist der ehemalige Lehrer überzeugt. Mit einer Eingabe beim städtischen Beschwerdeausschuss, der kommenden Dienstag im Essener Rathaus tagt, will er erreichen, dass die meist grünen Flitzer wieder aus Werden verschwinden – oder zumindest stark eingeschränkt werden. Doch bei der Werdener Jugend regt sich Widerstand gegen diese ablehnende Haltung. Und auch die Stadt will an den Rollern festhalten. 


Bierkultur-Ausstellung in der Altstadt

Manch einer im Ruhrgebiet mag das anders sehen, aber Bierkultur ist mehr als Pils. Im Nachbarland Holland ist dies eine längst bekannte Tatsache. Und so passt es, dass der Werdener Fotokünstler Nilas Hlawatsch seine Ausstellung zur Bierkultur zuerst in der niederländischen Studentenstadt Utrecht präsentiert hat. Nun zeigt er die Ausstellung mit dem Titel „Crafted“ („Handgemacht“) auch in der Werdener Altstadt – im Rahmen der Aktion „Spring mit uns im Dreieck“, die er am kommenden Samstag von 10 bis 18 Uhr mit zwei benachbarten hiesigen Geschäftsfrauen auf die Beine stellt. 


Unsere Frage der Woche: Sollten Masken im Unterricht für Schüler und Lehrer wieder verpflichtend sein? 

28 Okt

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 43/2021

“Werden leuchtet” am 19. und 20. November

Nach dem schönen Erfolg von „Herbstlich Werden“ freut sich Peter Allmang, Vorsitzender des Werdener Werberings (WWR) auf die Veranstaltung „Werden leuchtet“: An zwei Abenden, am 19. und 20. November, jeweils ab 18 Uhr, soll auf dem vorweihnachtlich geschmückten Rathausplatz die Altstadtbeleuchtung feierlich eingeschaltet werden, mit Imbiss und „Getränken aller Art“ – darunter auch Glühwein – samt Pagoden- sowie Gastronomiezelten. 


Martinszug durch Werden ist in Planung

Möglicherweise kann der Martinszug in Werden wie gewohnt stattfinden: Das Planungs -Team von Susan Lota in der Gemeinde St. Ludgerus hat zwei Varianten für den 13. November erarbeitet, die auch bereits genehmigt sind. Entschieden wird je nach den aktuellen Auflagen der Stadt Essen: „Effektive Stichproben zu 3-G können wir mit Ordnern nicht leisten“, gibt sie zu bedenken. Alternativ zum klassischen Martinszug könnte der Abteihof mit Martinsspiel an Ein- und Ausgängen kontrolliert werden. Start wäre dann nicht 17 Uhr, sondern 17.30 Uhr, damit die Laternen sichtbar leuchten. 


Neue Erkenntnisse über die verschwundene Stute Ricarda

Überraschende Wende im Fall der in der Nacht auf den 10. Oktober von einer Pferdekoppel Am Korintenberg verschwundenen Stute Ricarda. Stallbesitzer Dieter Michael hatte angegeben, der 15-jährige Schwarzwälder Dunkelfuchs sei ihm gestohlen worden und er habe dies bei der Polizei zur Anzeige gebracht. Was die Behörde auch bestätigte und mögliche Zeugen dazu aufrief, sich zu melden. Nun aber meldete sich Barbara Paus bei der Heimatzeitung und erklärte, das Pferd sei ihr Eigentum: „Ich bin keine dreiste Diebin, wie es hieß. Ricarda gehört mir, ich besitze die Eigentumspapiere. Nachdem Herr Michael sich seit rund eineinhalb Jahren weigert, mir mein Pferd zurückzugeben, habe ich es mir Sonntagmorgen, 10. Oktober, selber von der Weide des Herrn Michael geholt. Anschließend bin ich zur Polizei in Essen gegangen und habe darüber Meldung gemacht. Herr Michael hat keinerlei Anrechte auf das Pferd.“ Das sieht dieser völlig anders. 


Wir stellen Werdens neuen Saubermann vor

Wenn Werden zum Großteil noch schläft, ist Udo Lieder längst auf den Beinen. In grüner Jacke und mit einem mit Besen, Picker, Rechen, Schüppe und Müllsäcken beladenen Karren zieht er frühmorgens als Werdens neuer Saubermann durch die Straßen und über die Grünflächen – und sagt Unrat und Dreckecken den Kampf an. „Ich bin dankbar für den neuen Job“, sagt der 50-Jährige, für den seine neue Tätigkeit ein Ausweg aus sieben Jahre Langzeitarbeitslosigkeit bedeutet hat. 


Werdener Inhaber Ulrich Bohnen geht in Rente

Mit vollem Eifer dabei ist Ulrich Bohnen bis zuletzt. In seinem Fachgeschäft für Orthopädie-Schuhtechnik geht richtiges „Hi-Tech-Material“ über die Ladentheke. Dazu gibt es die volle Beratung, die Ware nun jedoch zum halben Preis. Verdutzt hakt eine Kundin nach, was es damit auf sich hat. Die Antwort, schlicht wie ergreifend: „Wir gehen in Rente.“ Auch in der letzten Öffnungswoche konnten es einige Kundinnen noch nicht fassen, dass morgen schon der letzte Verkaufstag heranbrechen soll. „Da gibt es sicher für jeden ein Gläschen Sekt“, meint Ulrich Bohnen, der sich seinen Ausstand eigentlich üppiger ausgemalt hat: „Zu viel geht aber nicht, denn wir müssen noch auf Corona Rücksicht nehmen.“ Nach diesem Samstag bleibt das Lädchen an der Heckstraße so oder so erst einmal geschlossen. Bald soll es jedoch weitergehen, auf den letzten Metern hat sich noch ein Nachfolger gefunden.


Abstimmen bei unserer Frage der Woche:
Sollten trotz steigender Corona-Fälle St.-Martins-Züge wieder stattfinden?

21 Okt

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 42/2021

Herbstliches Werden mit drei Landwirten und kleinen Ständen

Mit Räucherfisch und Lederwaren, Imbiss und Getränken wird „Herbstliches Werden“ am 24. Oktober noch um einige Attraktionen erweitert, freute sich Peter Allmang, Vorsitzender des Werdener Werberings. 
Landwirt Weber wird am Ludgerusbrunnen zu finden sein. Dort will auch die Westnetz Kinderaktivitäten anbieten und Giveaways verteilen. Landwirt Maas wird auf dem Rathausvorplatz vertreten sein und der Landwirt Leuchten auf dem Postparkplatz. Dazwischen werden in der Hufergasse einige Stände das Angebot ergänzen.
Der Verkaufsoffene Sonntag in der Innenstadt wird von 13 bis 18 Uhr ein Bummeln ermöglichen. Und von 11 bis 17 sind die Landwirte für den Besuch der Gäste bereit. Sie werden ab 9 Uhr bereits aufbauen und Traktoren sind aus nächster Nähe anzusehen.


Schließung des Kirchparks in den Nachtstunden

Leicht habe es sich das Presbyterium nicht gemacht, diese Entscheidung zu treffen, doch in der dunklen Jahreszeit wird der Kirchpark der Evangelischen Kirche nun von 21 Uhr bis 7.30 Uhr geschlossen sein. Das „Fass zum Überlaufen“ brachte dieser Vorfall: Beim Konzert in der Evangelischen Kirche Werden am 9. Oktober, hatten es sich sieben Jugendliche auf den Kirchenstufen gemütlich gemacht. Da sie möglicherweise bei ihrem „Feiern“ nicht bemerkten, dass man sie drinnen bei leisen Stellen hören konnte, ging ein junger Mann, der sich um die Technik kümmerte, hinaus, um die circa 15- bis 17-Jährigen darauf aufmerksam zu machen. Als der Pegel von dort nicht leiser wurde, bemühte sich auch ein Mitglied des Fördervereins, um Rücksicht zu bitten. Ein junges Mädchen sicherte ihr dies zu. Allerdings war danach ebenfalls keine deutliche Besserung zu merken. Als peinlich empfanden es die Veranstalter, dass die ungebetenen Gäste eisern sitzen blieben, als die Zuhörer das Konzert und die Kirche verließen.


Es tut sich was: Dritter Laden öffnet ab Samstag in Werdens Innenstadt

Jaqueline Steinkamp und Ivo Matic freuten sich über den „Zufall“, dass genau das Ladenlokal in Werden frei wurde, dass sie sich gewünscht haben: „Ein Traumladen“. Nach Tamaris wird es im „Püttmannschen“ Haus um Mode und Wohnen bei „inoui – the store“ gehen. „Riesengroße Schaufenster, barrierefrei und wir können endlich so eindekorieren, wie wir uns das immer gewünscht haben.“ Aus dem Lokal an der Grafenstraße soll Anfang November ein Schuhladen werden. Der Kinderladen an der Hufergasse bleibt erhalten und sie seien in ihrem Modestil „reifer und erwachsener“ geworden.

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Neuer Oberarzt am St. Josef pflegt regionale Vernetzung

Mit Dr. med. Stephan Feulner hat die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am St. Josef Krankenhaus Werden einen neuen Oberarzt und Unfallchirurgen gewonnen.
Ein Unbekannter in der Universitätsmedizin Essen (UME) ist er keinesfalls: Seine klinische Karriere begann Feulner in Kupferdreh, 2016 wechselte der heute 34-Jährige ans Universitätsklinikum Essen und absolvierte in der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie seinen Facharzt.


Siege taten unseren Lokalsportlern gut

Erfolgreiches Meisterschafts-Wochenende für die Senioren-Fußballer des SC Werden-Heidhausen. Die drei Siege taten so richtig gut. Das Spiel der Reserve musste leider abgebrochen werden und wird wiederholt. Im Kreispokal zogen die 1. Herren ins Viertelfinale ein. Ebenfalls im Pokal möchten die Alten Herren am Samstag in Bredeney bestehen. 


Lesen kann man auch gemeinsam

Dass Bücherlesen ein Hobby ist, welches man vor allem damit verbindet, es allein und an einem ruhigen Ort zu tun, ist ein bekanntes Vorurteil. Das Gegenteil, nämlich dass man Bücher auch als Gruppe lesen kann und damit sogar einen Preis gewinnen kann, bewiesen Era, Lars, Lea und Clara, alle vier SchülerInnen der Klasse 6d des Gymnasiums Werden.


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: Was brauchen die Jugendlichen in Werden dringend, um sich nach Lust und Laune treffen zu können?