Nette Nachbarin
Ich könnte mich ja längst mal bei meiner Nachbarin entschuldigen, weil ich sie schon einmal für ihr Alter zu eng eingeparkt habe, ihr auch schon die erste Ausfahrt geraubt habe durch schnelles Anfahren, aber heute kam ich gar nicht dazu, weil sie mit einer Charme-Offensive mir ihren Alkoholsprüher als Enteiser anbot. Dankend lehnte ich als alter Kratzer ab, wobei sie mir aber die Schönheit dieses Wetters erläuterte: Das Ruhrtal im Nebel, der Raureif auf den Feldern und überhaupt sei es das schönste Winterwetter. Schnee sei doch ätzend. Ich wollte widersprechen, aber wir waren ja beide gerade angehende Autostarter und so versuchte ich es auf diplomatische Art: Ja, aber zum Rodeln und Skifahren. Da seien wir doch beide zu alt für, meinte sie wenig charmant, wie ich fand. Immerhin könnte sie meine Mutter sein. Aber ich lächelte diplomatisch. Und Werden sieht wirklich schön aus, schöner als mit matschigem Schnee.

Etwas verwirrt haben mich die Maschinen mitten in Schuir ja doch, sahen gar nicht nach Landmaschinen aus, waren aber immer am Haus Schuir zu sehen. Des Rätsels Lösung: Es gab neuen Asphalt für den Weg ins Ruthertal. Dort wird es im Sommer bald eine Sperrung für Krötenwanderung und den Naturschutz geben. Aber die Fahrbahn ist verbessert,