18 Aug.

Ich hab‘ es wieder getan — Wir werden See(n) 10

Eine Harley am haus Scheppen, dir mir gefällt. Als Kriegsdienstverweigerer mag ich trotzdem diese mattschwarze mit Patronengurten. Irgendwo bricht es eben immer durch.

Ich könnte ja … aus alten Zeiten erzählen, als viele Hunde am See noch gern jeden Skater verfolgt haben; heute sind sie an alles gewöhnt. Aber gestern habe ich am Regattaturm eine dieser Leinen an kleinen Hunden übersehen, die man wohl eher Kabel mit Trommel nennt. Grund: Sonnenbrille; abgelenkt, müde,w as auch immer.

Ich kann das nicht empfehlen, weil die Physik dafür sorgt, dass man den kleinen Racker  plötzlich auf dem Arm hat, wenn Frauchen feststellt (glaube ich, oder umgekehrt). Jedenfalls ist der Kleine selbst dabei ruhig geblieben. Ein Lob auf die Hunde heutzutage.

Sponti12: Wenn man einen Hund so dressiert hat, daß er über einen See fliegen kann, dann gibt es sicher ein paar
Neider, die das Tier für wasserscheu halten.

 

Noch ein Tipp: Essen in Werden

http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit/lokalzeit-ruhr/curry-derby/videocurryderbyhennerundtom100.html

17 Aug.

78 Twins und Fresh

Zwei der Bands gestern beim Grugafest waren echt nicht schlecht. Die 78 Twins mit den Brüdern Korn aus Rüttenscheid rockten total ab, das ist ein Erlebnis. Zu den jungen Zwillingen von 1978 kommen die beiden Essener Rocklegenden Ludi an der Gitarre und Sven Hiller am Bass. Von sehr melodiösen eigenen Songs bis hin sehr gutem altem Rock’n Roll, so richtig altem mit hämmerndem Piano. Und: Ein gutes Schlagzeugsolo ist Entertainment. Ein fast vergessenes Relikt  aus alten Zeiten. Alles Spitze.

Und danach Fresh: Die fingen mit einem Disco-Funk-Medley an. Super groovender Bass und faszinierender Sänger, nicht eigentlich mein Ding, aber das war schon ne Nummer; und sie wurden immer besser, das Programm auch. Leider habe ich ihre Versionen von Huey Lewis nicht gehört. Aber trotzdem: Es wurde richtig gut. Vor mir groovte ein Werdener Paar, ziemlich fit; so als Tipp.

 

17 Aug.

Wir werden See(n) 9

Uiiiih, war das voll gestern am Haus Scheppen; gegenüber an der Regattastrecke auch mit den Kanupolospielern. Ich dachte noch, was für ein schönes internationales Zeltlager, als ich ja dann doch las: Deutsche Meisterschaften. International war Pfingsten. Gegenüber am Haus Scheppen schoss dieses Mal ein herrlicher Typ mit urlangem silbernen Bart ab, der auf einer biederen BMW aus den Siebzigern abrauschte. Obwohl fast logisch, wäre ich auf diese Maschine nie gekommen. Mit meinem Steckenpferd: „Raten, wer welche Maschine fährt“, komme ich nicht recht weiter. Zwar kenne ich nun ein paar Fahrer und ihre Maschinen, aber das gilt ja nicht. Einer sah aus, als fahre er sicher eine abgefahrene Harley, es war dann aber nur eine Intruder von der Stange. Dass es immerhin eine Chopper war, gilt schon deshalb nicht, weil er es auf dem T-Shirt stehen hatte.

15 Aug.

Der Sommer darf nicht vorbei sein

Früher vor der Wirtschaftskrise hatte noch jeder Junge ein eigenen Swimmingpool. Reiche Zeiten. Wirtschaftswunder 1961.

Früher vor der Wirtschaftskrise hatte noch jeder Junge ein eigenen Swimmingpool. Reiche Zeiten. Wirtschaftswunder 1961.

Mein Kollegin meint, der Sommer wäre vorbei. Gestern flogen auch Zugvögel über die Altstadt, als wären sie die Geier des Sommers. Ich hoffe, es waren nur Graugänse auf dem Weg nach Heisingen oder so.

Jedenfalls kann ich eine schöne neue Ausgabe der Werdener Nachrichten versprechen: Wir starten eine Serie über die Erlebnisse eines Auswanderers vom Hilfsklempner zum erfolgreichen Hotelier; klären mehrere Verkehrsfragen unter anderem am Heyerstrang, haben natürlich schöne Bilder, berichten von sehr speziellem Jazz. Ab Morgen am Kiosk und in Ihrem Briefkasten. Dazu wunderschöne Bilder.

14 Aug.

Wir werden See(n) 8 – Santorini Kupferdreh

Dieses zwnazig Jahre alte Bild habe iich noch gefunden. Die neu mobile Polizei klärt über Gefahren des Skatens am See auf. Es ist bis heute irgendwie gewöhnungsbedürftig mit dieser Polizeiausstattung. Aber es war herrlich bürgernah.

Dieses zwanzig Jahre alte Bild habe ich noch gefunden. Die neue mobile Polizei klärt am Fischlaker Uger über Gefahren des Skatens am See auf. Es ist bis heute irgendwie gewöhnungsbedürftig mit dieser Polizeiausstattung. Aber es war herrlich bürgernah.

Kaum schreibt man über einen Ausgewanderten, steht er auch schon vor dem Schaufenster. Richard Unger hatte einen Termin bei Heilpraktiker Tennie und entdeckte seinen Artikel bei uns. Und so lud er zu einer Runde um den Baldeneysee ein: Mit einem erfolgreichen Berufsfotografen ist das an manchen Stellen ein Erlebnis. Auf Kupferdreh zu rollend zeigt er mir den „wahnsinnigen Abendhimmel“ über Kupferdreh, sprich über den Neubauten auf dem Gelände der ehemaligen Zementfabrik. ,Das sieht wirklich gut aus!‘ dachte ich. Naturfans und Großbaugegner mögen mir verzeihen. Es war aber vorher eben eine Zementfabrik, und Architektur hat seine eigene Ästhetik. Man kann darin auch die häßliche Bebauung a’la Mittelmeerstrand sehen, aber die weiße Bebauung des Kraterrundes von Santorini hat eben auch ihre Ästhetik (natürlich keine Vergleich, aber ich ziehe ihn). Einigen wir uns auf böse Großbebauung mit schöner Abendoptik. Wir hatten vor drei Wochen ein Bild dieses Blickes, erinnere ich mich. Gestern hatte ich keine Kamera mit und das Handy leer.

Es war übrigens eine rutschige Partie nach den dauernden Kurzregen der vergangenen Tage.
Angesichts der andauernden Krupp-Krise noch ein unpassender Spontispruch: Was Krupp in Essen, sind wir im Trinken.