08 Jan.

Journalisten gestresster als Polizisten Au weiah

SchreibmaschineWhiskeyIch könnt ja eigentlich nicht klagen, aber jetzt fühle ich mich doch gestresst. Jetzt, wo der Informationsdienst Meedia mir sagt: Journalisten sind gestresster als Polizisten. Schlimmer noch: Sie verdienen sogar weniger. Auf dem achten Platz liegen sie hinter den Soldaten (klar!). Die sind aber auch die einzigen, die so wenig verdienen wie die Reporter. In den USA  mag das alles so sein.

Amerika ist nicht Deutschland, New York nicht Werden, aber an so einem unendlich langen Mittwochabend fühle ich doch mit mir mit. Also bitte nur noch nette Anrufe.

08 Jan.

Die Messe wird noch gelesen

Unversöhnlich stehen sich die Frinten gegenüber. Nein heißt Ja und Ja heißt Nein.

Unversöhnlich stehen sich die Fronten gegenüber. Nein heißt Ja und Ja heißt Nein.

Je mehr ich über die Messeerweiterung und die Abstimmung lese und höre, desto unentschlossener werde ich. Einer Essener Messe sei alles gegönnt. Diese Stadt verkauft sich viel zu oft unter Wert; und hat auch schon zu viele Messen verloren, auch wenn es nicht immer der Platzbedarf war, sondern vielleicht Management-Fehler. Aber Erweiterungen machen mich auch skeptisch. Ist der schreckliche Prozeß um den Bellini-Bau eigentlich schon beendet? Sollten die städtischen Gesellschaften nicht erst einmal reinen Tisch machen, bevor deren Arbeitsplätze und gegenseitige Rechnungsstellungen wieder reingerechnet werden.

Mich nervt langsam die Arbeitsplatzrechnungen. Da kann man eben das Bedienungspersonal in Rüttenscheid komplett reinrechnen, oder doch nicht.

Jedenfalls geben sich Befürworter (Nein-Sager) und Gegner der Erweiterung (Ja-Sager) in dieser Woche die Klinke in den Domstuben in die Hand.

Mich hat damals mehr gewundert, dass man keinen Meter der Gruga für die Messe abgeben wollte. Jeder Essener weiß sehr genau, dass das Gelände direkt an den Messehallen nicht zu den kostbarsten Stücken des Parkes gehört; ist eher so ein Nichtbesuchsland am Rande, normal eben.

Wir sollten unserer Messe so wenig Steine in den Weg legen, auch wenn sie im Fall des Immendorf-Werkes selber gerne elefantöse Steine im Porzellanladen wirft.

Wenn ein Leser tiefere neue Einblicke oder interessante Betrachtungswinkel zu der Wahrheit in diesem Messefall hat, wäre ich echt dankbar.

07 Jan.

Sternsinger gesucht – zu empfehlen.

In Fischlaken werden noch Sternsinger gesucht. Ich kann aus persönlicher Erfahrung das Sternsingen mehr als empfehlen, diese Tour, die auch anstrengend sein kann, ist ein echtes Erlebnis in Gemeinschaft. Man lernt Menschen kennen und klare Menschen schätzen, man lernt auch etwas über manch andere Mitmenschen; vor allem bei den intern damals „offenen Touren“, also abseits der Liste.wnsttt02

 

Die Sternsinger in Fischlaken und Heidhausen im frischen Gewand

Für das kommende Wochenende werden noch Kinder und Mitwirkende gesucht

Essen-Werden, 06.01.2014 – Am kommenden Wochenende ist es soweit. Dann werden die Sternsinger in den Gemeinden Christi Himmelfahrt (Samstag, 11.01.2014) und St. Kamillus (Sonntag, 12.01.2014) in den Gemeinden von Tür zu Tür ziehen und die Segenswünsche für das neue Jahr verbreiten. Die Spendengelder sind in diesem Jahr für Flüchtlingskinder in Malawi bestimmt.

Die erste Spende wurde bereits „ersungen“. Der lokal ansässige Reinigungs- und Textilpflegebetrieb Quadflieg übernahm die Reinigung und Instandsetzung der in die Jahre gekommenen Kostüme und Gewänder für die kleinen Könige. Somit steht den Vorbereitungen nichts mehr im Wege. Am kommenden Donnerstag treffen sich die Kinder in St. Kamillus. Dann werden die Gruppen eigeteilt, Gewänder probiert, Kronen gebastelt und die Lieder für das diesjährige Sternsingen werden eingeübt. „Es ist immer auch ein tolles Gemeinschaftserlebnis für die Kinder und die Betreuer“, so Peter Mohnhaupt aus der Gemeinde St. Kamillus. „In diesem Jahr werden wir das Gemeinschaftserlebnis mit einer großen, gemeinsamen Mittagspause für alle Sternsinger im Gemeindesaal noch verstärken. In großer Runde zu Tisch zu sein macht den Kindern mehr Spaß und bereitet den Eltern zuhause am Sternsingertag weniger Arbeit“.

Es werden noch weitere Kinder, Jugendliche und Erwachsene eingeladen, bei der Sternsingeraktion in St. Kamillus dabei zu sein und für ein tolles

Spendenergebnis mit zu wirken. Die Kinder treffen sich am Donnerstag 09.01.2014 um 15:30 Uhr im Gemeindesaal St. Kamillus. Eltern und Jugendliche, die die Kinder begleiten möchten, können sich telefonisch bei Familie Mohnhaupt melden: 0201 – 4504731. Die Entsendung der Sternsinger in St. Kamillus erfolgt am Sonntag, 12.01.2014 im Anschluss an die Messe um 10:15 Uhr.

Die Sternsinger Johanna, Florian und Ida im frischen Gewand mit Frau Vogt, Filialleiterin der Textilreinigung Quadflieg.

Kontakt:

Peter Mohnhaupt

T: 0201 – 4504731

07 Jan.

Es geht wieder los rund ums Heskämpchen

Eigentlich sollte es geschlossen bleiben, aber zu viele Proteste. Nun wird es um das Heskämpchen wieder eng, wie Martin Winking berichtet: Kirchhofsallee, Kreuzung Huffmannstraße und Pastorsacker. Ende April soll das Kanal-Kelch an eine andere Stelle wandern, bis dahin gebührt den Anwohnern Mitleid.

 

Sehen Sie irgendwo Behinderungen in Straßen, Gefahren oder etwas Wichtiges, bitte Anrufen; wir nehmen es schnellstmöglich in den Blogg auf. Tel. 849419 oder 49977.

 

05 Jan.

Heimat in Halle

Stepping OutIst es Heimat, wenn man mitten in Leipzig eine riesige Straße findet, die Essener Straße heißt, und man denkt: „Warum nicht?“ Und dann entdeckt, dass dort Thyssen-KruppSchulte zu Hause ist, und durch den Kopf schießt: „Vielleicht deshalb“; man dann aber lesen muss: „Ausverkauf aller Teile vor Ort.“ Manchmal merkt man in der Kruppstadt Essen gar nicht, wie weit es schon gekommen ist. Vor dem geistigen Auge werden riesige Metallrollen aus Nirosta über die Theke geschoben und von Schnäppchen-Jägern im Keller eingelagert.

Ist es Heimat, wenn es in Halle an der Saale an einer beliebte Currywurst-Bude auch eine „Currywurst weiß“ gibt, der Ruhrgebietler fragt: „Ist das die mit einer richtigen Bratwurst“, der Verkäufer begeistert nickt und eine richtig leckere Wurst fertig macht, super Soße und so; und nach einem nun alle die Weiße wollen.

Ist es Heimat, wenn der Verkäufer nachher beim Tisch-Abwischen fragt, warum denn sein „Weiß“ keiner verstanden habe? Aber nun alle wissen, was er Besonderes hier biete. So viele Weiße habe er oft über Wochen nicht verlauft.

Ist es Heimat, wenn der gute Mann dann noch irgendetwas von Hamburg faselt, wo es die auch gebe. „Ja, klar Ruhrgebiet“. Nein, die können es doch nicht erfunden haben.“

„Erfunden vielleicht nicht, aber dort ist ihre einzig echte Heimat. Vieles was nicht an der Ruhr geboren wurde, hat dort eine Heimat gefunden“, sagt der Gast aus Essen-Werden und ist richtig stolz auf sich inmitten einer Runde von neuen Wurst-Weiß Esse(ne)rn.

Abends gab es dann die Bluesband der Stadt, oder hoffentlich nicht. Denn die netten alten Jungs von Stepping Out im Mojo Bluesclub spielten nach Noten Blues Klassiker so, wie sie im Ruhrgebiet allenfalls bei einer spontanen Bluessession akzeptiert würden, aber nicht als eingespielte Band in einem Club.

Aber keine Angst: Der Blues hat seine Heimat auch für mich nicht im Ruhrgebiet; auch wenn unsere Band vor 34 Jahren den „Rhythm `n Pott“ und „Ruhrpott Rhythm“ begründen wollte. Jugendsünden eben.