08 Sep.

Heckerschule bleibt bestehen

Um die Arbeit der beiden Schulstandorte Heckerschule und Fischlaker Schule zu effektivieren, hatte die Verwaltung vorgesehen, beide Schulen zusammenzuführen.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen – unter anderem müssen vermehrt Flüchtlingskinder als Seiteneinsteiger beschult werden- hat die Verwaltung entschieden, einen anderen Weg zu beschreiten: Beide Schulen bleiben in ihrer Eigenständigkeit erhalten und bieten sich damit an, unter anderem auch Schülerinnen und Schüler aufzunehmen, die in den nächsten Monaten nach Essen und vor allem in den Bereich Werden und Fischlaken zuziehen.

Die Vorlage, die derzeit für den Schulausschuss vorliegt, wird daher zurückgezogen.

08 Sep.

Ein Abend auf der Geisterkirmes

Eine ganze Kirmes als Geisterbahn

Eine ganze Kirmes als Geisterbahn

Marina Weidenhaupt

Eigentlich sollte an dieser Stelle ein Erlebnisbericht über die Werdener Appeltaten-Kirmes stehen – dem Leser sollte in Gedanken schwindelig vor Achterbahnen werden, Kinderaugen sollten bei Erzählungen von Dosenwerfen und Entchenangeln glänzen, und das Wasser sollte jedem bei dem Gedanken an frischen Backfisch und gebrannte Mandeln im Mund zusammenlaufen, während man Menschenmengen vor Augen und Kirmesmusik in den Ohren hat.

Dass es keine Appeltaate gibt, hatte Gereon mich schon vorgewarnt. Doch als ich am Montag gegen sieben Uhr die Kirmes betrete, bin ich verwirrt und erschüttert zugleich, überlege kurz, ob ich irgendwas verpasst habe: Der Platz ist so gut wie leer. Vereinzelt laufen Großeltern mit Kindern an der Hand herum, manche trinken ein Bier oder fahren ihren Kindern zur Liebe eine Runde mit der Hauptattraktion, der wilden Maus.

In der Tat ist dies das einzige Fahrgeschäft , das auf mich den Anschein macht, als würde es bewegt. Deshalb drehe ich auch eine Runde damit. Ein kurzer Spaß, aber für kleinere Kinder genau die richtige Dosis Nervenkitzel.

Doch ansonsten? Gähnende Leere. Niemand auf dem Autoscooter. Niemand fährt Karrussel oder benutzt eines der anderen Fahrgeschäfte, die alle beleuchtet Gäste anlocken sollen. Niemand wirft auf Dosen, angelt Entchen oder schießt für Preise. Es ist fast schon unheimlich.

An drei Buden wird Essen verkauft, es riecht wie es auf einer Kirmes riechen sollte. Doch die Churros, die ich mir kaufe, sind leider schon kalt, denn der Andrang ist minimal. Außer mir treffe ich nur auf ein Mädchen, das sich ein Softeis kauft — das wars.

Feiner Nieselregen durchnässt mein Haar, und ich nehme zuerst an, dass das Wetter zusammen mit der Tatsache, dass heute Fußball läuft der Grund für die leere Kirmes ist, die am Wochenende wohl stärker gefüllt gewesen sein muss. Also frage ich bei der Süßwaren-Verkäuferin nach, doch die entgegnet, dass die Situation schon am ganzen Wochenende die gleiche war. „Am Sonntag waren ein paar Leute da, aber am Samstag und heute war nichts los. Man steht den ganzen Tag nur hier, backt, wirft weg und backt neu“, erzählt sie niedergeschlagen. Mein Mitleid hat sie gewonnen.

Warum die Kirmes so schlecht besucht ist, kann ich mir nicht erklären. Es gibt keine großen Tower oder Riesenräder, aber doch einige Fahrgeschäfte, die zumindest Kinder unterhalten sollten. Ich habe allerdings eine Geisterbahn vermisst. Doch wenn man sich auf der leeren Kirmes so umsah, hätte man glatt denken können, dass sie selbst zur Geisterkirmes geworden ist.

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07 Sep.

Am Volkswald geht es immer mehr los

Aktuelle Stadtmeldung:

Die vorbereitenden Arbeiten für das Flüchtlingsdorf auf der ehemaligen Sportanlage Am Volkswald sind in vollem Gange. In den letzten Tagen wurde beispielsweise bereits eine Hebeanlage für die Sanitäreinrichtungen verlegt.

Zwischen dem 14. und dem 22. September wird die Anbindung des Stromnetzes erfolgen. Dazu muss die Heidhauser Straße von der Einfahrt Lidl bis zum Parkplatz der Tennisanlage geöffnet werden.

Dies bedeutet, dass die Tennisanlage und auch die Garageneinfahrten der beiden Privathäuser in diesem Zeitraum nicht befahren werden können. Die Zufahrt zum Parkplatz von Lidl ist weiterhin – wenn auch mit kleinen Einschränkungen – gegeben.

07 Sep.

Verkehrsclub zur Planung in Werdens Mitte

Hans Jörgens, Mitglied im Vorstand, VCD-Kreisverbvand Essen, hat für den Ökologischen Verkehrsclub Deutschland  eine Stellungnahme zur Werdener Verkehrsplanung verfasst:

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„Stellungnahme des VCD-Kreisverbandes Essen  zum Verkehrskonzept
Essen-Werden in der Vorlage vom 19. Mai 2015
Überarbeitete Fassung vom 7.9.2015

 

Der ökölogische Verkehrsclub Deutschland (Kreisverband Essen) kann dem von der Stadt Essen in der Sitzung der Bezirksvertretung 9 am 19. Mai 2015 vorgestellten Verkehrskonzept für Werden  nicht zustimmen., da es deutliche nachfolgend aufgeführte  Mängel aufweist und damit mit seinem satzungsgemäßen Auftrag, sich für einen menschengerechten und umweltschonenden Verkehr einzusetzen, nicht vereinbar ist.

 

–                  Eine Aufrechnung der Zahl der begünstigten Anwohner gegen die Zahl der Benachteiligten ist nach unserem Rechtsempfinden nicht statthaft, wenn es um die menschliche Gesundheit geht. Denn nach dem Grundgesetz (Artikel 2 Abs. 2) hat jeder Bürger das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Lärm, Erschütterungen und Luftverunreinigungen schaden aber der Gesundheit erheblich.

 

–                                das Verkehrskonzept ist stark Kfz-lastig, Fahrräder kommen in ihm nicht vor. In der Information der Bezirksvertretung IX am 19.55.15 werden zwar einige Maßnahmen erwähnt, die den Fahrradverkehr attraktiver machen könnten, sie nehmen aber nicht den Platz ein, der ihnen aufgrund der im Planungszeitraum absehbaren Zunahme auch in Werden zukommen müsste. Die stärkere Nutzung von Fahrrädern kann den Verkehr vor allem im Ortskern deutlich entlasten.

–                                Eine Verminderung des Pkw-Individualverkehrs könnte durch Stärkung des Busverkehrs erfolgen. Dies ist laut Gutachter nicht der Fall. Die geplanten Änderungen in der Linienführung haben demnach nur einen Einfluss von 1% auf den ÖPNV

 

–                                 Bäume sind dafür bekannt, dass sie das Klima verbessern. Es sollten also neue Bäume gepflanzt werden, anstatt prächtige Bäume abzusägen!

 

–                 Zu den vermeintlichen Verbesserungen der Lebensqualität  gehört die geplante Einrichtung eines Kinderspielplatzes auf dem erweiterten Marktpklatz, allerdings aus gestalterischen Gründen ohne wirksamen Lärmschutz. Nur wenige Meter von den spielenden Kindern und den mitspielenden Erwachsenen toben täglich fast 40 000 lärmende Fahrzeuge vorbei! Der Spielplatz wird  die lauteste Stelle in Werden!

 

 

Auch ohne das neue Konzept kann man die Verkehrssituation in Werden bereits heute verbessern, wenn man z.B. dafür sorgt, dass die bestehenden Verkehrsregeln eingehalten werden. Als Hauptgrund für die Notwendigkeit eines neuen Konzeptes wird die unhaltbare Situation am Werdener Markt durch die aus der Abteistraße links abbiegenden Fahrzeuge angeführt. Warum wird dann das sehr sinnvolle Halteverbot hinter der Ampel am Rathaus nicht durchgesetzt? Durch den dadurch verursachten Rückstau wird die Kreuzung stark blockiert. Eine starke Belastung stellen die Fahrzeuge dar, welche aus Richtung Velbert über den Klemensborn nach Werden und von da weiter nach Essen fahren. Hier sind Durchfahrverbote im südlichen Heidhausen angebracht, die kaum Geld kosten.

 

Der Lückenschluss der A44 zwischen Velbert und Ratingen-Ost wird weiteren Verkehr bringen und nicht wie vielfach angenommen, den Verkehr in Werden entlasten.

 

Der VCD wird auch weiterhin das Konzept kritisch verfolgen und ist dankbar für jede neue Idee, gleich wer sie veröffentlicht, denn in Werden muss etwas geschehen!“

 

 

07 Sep.

Tagesbilder 4

BlogRathaus4

Die Fahnen erinnern noch an das Ludgerusfest, das gestern mit der Rückführung des Schreins sein Ende fand. Der aufwendig restaurierte Schrein musste gestern bei der Umtragung wegen einsetzenden Regens zweimal mit einer Folie geschützt werden. Heute darf man der Appeltaten-Kirmes noch regenfreie Stunden wünschen.

In Werden schmücken Blumen zahlreiche hauseingänge, hier eine Blumenpracht in der Grafenstraße.

In Werden schmücken Blumen zahlreiche Hauseingänge, hier eine Blumenpracht in der Grafenstraße.