29 Dez.

Heimat war nie unmodern

FASHeimatMein ehemaliger Chef, Walter Wimmer, hat immer an die Heimat geglaubt und er lacht heute noch, wenn er wieder hört, der Begriff sei von gestern: „Heimat kann gar nicht unmodern sein, höchstens scheinen.“

Nun widmet heute die „Frankfurter Allgemeine am Sonntag“ ein ganzes Produkt (Buch oder zusammengefalteter Teil einer Zeitung) dem Thema „Heimat“; das ist ein guter Tag für eine Heimatzeitung, die sich dem Schein von immer wieder als modern erklärter Heimatlosigkeit entgegengestellt hat: Längst die internationale Folkwang Uni froh, dass sie ihren Schülern mit Werden eine sehr abgerundete Heimat gefunden hat, seit nun bald 70 Jahren. Und nicht umsonst hat sie ein öffentliches Büro an der Abteistraße errichtet.

Ich mache mich mal ans Lesen, und bis später dann.

 

Heimatgefühl war lange Zeit verboten, höchstens das Grundgesetz durfte man lieben, sein Auto oder seine Frau. „Ortsgespräch“ Florian Illies

28 Dez.

Raub auf offener Heckstraße

Aktuelle Polizeimeldung von gestern:

 

 

Der Mann lief am 27. Dezember gegen 2 Uhr auf der Heckstraße, als er von einem unbekannten Mann nach Feuer gefragt wurde. Der cirka 40-Jährige (unter 180cm groß), nahm den Hilfsbereiten in den Schwitzkasten und forderte ihn mit vermutlich osteuropäischem Akzent auf, sein Geld herauszugeben. Der Werdener gab sich aber nicht geschlagen und setzte sich zur Wehr. Unglücklicherweise stand noch ein Komplize (über 180cm groß) parat, der seinem Kumpel zur Hilfe eilte. Gemeinsam verletzten sie ihren Kontrahenten so schwer, dass er mit dem Rettungswagen in ein Klinikum zur stationären Behandlung verbracht wurde. Die Räuber flüchteten ohne Beute in Richtung Brückstraße. Hinweise bitte an die Polizei Essen, Tel.: 0201-829-0. / MUe.

Dreist! Genau um diese Zeit war übrigens zufällig der Leiter des Polizeibereichs Süd in der Dudenstraße und überreichte eine Spende der Polizei. Aber seinen Begleiter und ihn, beide in Uniform, hätten sie wohl nicht überfallen.

28 Dez.

Stairway to Heaven

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Der Titel des Konzertes hatte mit Stairway to Heaven den neuen Pfarrer Ruoss sichtlich auch bewegt, wie seinen ausführlichen Worten zu entnehmen war. Led Zeppelin, ein berühmt mitmenschlich wenig angenehme Gruppe, hatte den Titel kaum als zweite Religionshymne angelegt. Aber es war nun einmal titelgebend und auch eine kleiner Höhepunkt des Konzertes am 2. Weihnachtsfeiertag in Werden, wenn es auch nicht das additive Arrangement des Originals nutzte. Noch besser war eigentlich „Chicks“;  auch arrangiert. Das swingte es dann in der mehr als vollen Kirche mit dem großen Orchester der tonart im Altarraum.

28 Dez.

Schaufenster Bummel

WMKlein1Ich könnte ja immer über Werdens Schaufenster schreiben, da gibt es so einige Spezies, die echt Ideen haben. Foto Lorenz gehört dazu mit seinen großen Winterbildern; aber auch die Apotheken bieten da einiges. In der heckstraße erstaunen die so verschiedenen Weihnachtsmänner, zwar alle in Cola-Rot-Weiß, aber doch schon ein Erlebnis.

27 Dez.

Narbengesicht macht Spaß

timthumb.phpDas war ein gelungener Ausklang für Weihnachten, der zweite Machete Film. Mein Sohn Thorben (20 Jahre) fand ihn zwar eher blödsinnig. Aber das ist es ja: Ihm fehlen die Jahre der B-Filme aus Amerika, als einem solcher Schachsinn noch ernsthaft verkauft wurde. „Machete kills“ ist wieder einmal kein Meisterwerk von Regisseur Rodriguez, der mit „Sin City“ schon Weltklasse geschaffen hat. Aber hier ist nicht alles perfekt, mancher Gag sitzt nur halb genau, aber dafür gibt es so irre Szenen, wie sie in einem vor Testpublikum perfektionierten Film kaum zu finden wären. Es ist ein großer Spaß, weil selbst die unappetitlichen Szenen ebenso fast perfekt wie unecht wirken.

Da man sie schon ahnt, schaut man einfach lustvoll weg und verpasst dann auch nichts, so unlogisch das klingen mag.

Dazu kommen Maschinengewehre in Doppel-D-Büstenhaltern, und Raketen, gegen die eine V2 modern aussieht.

Zitate aus anderen Filmen gibt es reichlich (bis hin zu mehrmals Star Wars) und vor allem Stars, von Charlie Sheen (zurück latinisiert) über Mel Gibson bis zu Lady Gaga, und eben dieses Gesicht, das eigentlich keinen Film tragen kann, aber bei Rodriguez muss. Guter Trash eben.

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