02 Juli

Fremd gegangen im Biergarten

Ich könnte ja …

.. tagelang lachen über manche Statistiken. Jetzt wurden die Urlaubsländer ermittelt, in denen am meisten Fremd gegangen wird: Kroatien führt, und Griechenland liegt ganz hinten. Wie man so etwas heraus bekommt? Man fragt die Menschen, wo sie es getan haben. Wenn Ihr Partner also demnächst an die östliche Adria will, sagen Sie entweder begeistert ja, oder bestehen auf Griechenland.

Apropos Geselligkeit: Der Biergarten macht doch erst frühestens am Donnerstag auf. Diesmal sorgte eine Falsche Lieferung der Gläser für den Aufschub. Außerdem sind die Kempken-Zwillinge bekanntlich gelassen. Also wenn das Wetter und die Zulieferer wollen, übermorgen!
Blieben wir am Breuerufer: Wie bei uns berichtet, sind die Schwäne dort schon richtig zu Hause. Man sollte die Zeit genießen, bis die Kanadischen Graugänse auch dieses Terrain erobern. Die wollen alle die schönen kanadischen Seen nicht mit unseren Gewässern tauschen. Nein, sie sind keine Plage. Aber sie entsorgen sich viel in den See und auf den Asphalt und die Steine.

wnbaer52Nun zu einem echten Einwanderer (Neophyten): Der Riesenbärenklau kehrt zurück. In Werden erfolgreich bekämpft, steht er schon südlich der Brücke wieder in voller Pracht. Am Breuerufer selbst haben die Landschaftsgärtner ja gestern noch gearbeitet. Der scheint nicht gefährdet, aber das Löwental sollte von Grün & Gruga im Auge behalten werden.

 

 

 

 

01 Juli

Villa Vue wunderbar

Ich könnte ….

…. schimpfen, dass die Villa Vue (Zur Platte) sehr laut wird, wenn viele Gäste da sind (modern, nischen- und teppichfrei), aber alles andere war lobenswert: Es fing bei der Tischbestellung an mit einer guten Beratung zu Tischwahl und Uhrzeit, die Bedienung sehr freundlich und aufmerksam,  Karte sehr ansprechend, das Essen schnell da und nicht schlecht. Tomatensuppe würzig, Grillteller Vue mit einer sehr pfeffrigen Pfeffersauce, aber das ist Geschmackssache. Nachtisch ein Traum. Preis leicht gehoben. Aussicht unbezahlbar – sogar bei Wolken.

30 Juni

Super Affentheater mit guten Gästen

Ich könnte …

… etwas über die Gäste meckern. Nein, die waren hochklassig beim Affentheater und mit wenigen Worten auch persönlich. Aber etwas mehr integriert und ohne Ausschnitte aus dem Standardprogramm, das wäre noch besser gewesen. Beim Malmsheimer gab es mit dem Frosch so einen Ansatz.

Wie auch immer: Herbert Knebels Affentheater war ein langer gelungener Abend. Uwe Lyko in Hochform, dabei wurde auch mit Hilfe von Schmickler klar, wie vielseitig der Mann ist. Im eigenen Programm blitzte das auf: der andere Herbert und Elvis und natürlich die Paare im WDR.

Die Band ist einfach großartig, und jedes Mal besser als Darsteller, alle Drei. Mein göttliches Hörerlebnis was „Rentner Love“. Aber auch „Papa bei den Rolling Stones“. Etwas schade, dass das Talent von Sigi Domke nur aufblitzte, aber nicht so komplett rüber kam.

Ein großer Ruhrgebietsabend.

 

29 Juni

Gute Frage, die nächste Frage bitte — etwas CIA

((Ab morgen Abend ist die A 52 an der Mintarder Brücke  in Richtung Werden zu))

Sehr gesprächig waren die Vertreter des Podiums nicht bei der Pressekonferenz zum Katholischen Krankenhaus Werden beim Thema „Gynäkologie“. Verständlich. Es war die Rede von ohnehin schweren Zeiten für Geburtshilfen. Vorher war schon oft diskutiert worden: Ohne spezielle Kinderchirurgie dabei sei es nicht leicht. Zuletzt gab es etwa 400 Geburten im Jahr in Werden. Umgerechnet gut eine pro Tag.
Dort arbeiten etwa 30 Mitarbeiter.

Auch zu den Finanzfragen hatte man sich geeinigt, kein Wort zu sagen.

Was von der Oekumenischen Tradition, der Zusammenarbeit der Häuser geretter werden kann, sei auch noch nicht besprochen. Sollte das Klinikum das Katholische Haus übernommen haben, ohne mit dem Evangelischen zu sprechen, zu dem es doch ohnehin guten Kontakt hat?
Generell wurden sonst keine Job-Garantien abgegeben, aber außer dieser Abteilungen sollen alle erhalten bleiben und durch Spezialisierungen in das Angebot der Kliniken Essen eingebunden werden. Da deren Ruhrlandklinik auch in Werden liegt, gebe es auch hier Möglichkeiten.
Dass Kosmas & Damian mit dieser Lösung so glücklich ist, verwundert ein wenig, weil es vor wenigen Monaten noch quasi einen Aufruf an alle Katholischen Krankenhäuser gab, sich doch zu sinnvollen Verbünden zusammen zu schließen und somit katholisch das Werdener Haus zu retten.
Und bei der anderen Richtung? Professor Nagel meinte lächelnd: Es störe ihn nicht, dass man nun über eine Ecke (Evangelisches Haus) mit dem Huyssenstift verbunden sei.

 

28 Juni

Jetzt ist es offiziell

Jetzt ist es offiziell: Die Kliniken übernehmen das katholische Haus. Heute morgen wurde der Vertrag unterschrieben. Die Gynäkologie des Katholischen Hauses wird aufgelöst. Die Indischen Schwestern bleiben. Es ist nicht mehr katholisch; während das Evangelische ja evangelisch bleibt. Die Seelsorge bleibe gewährleistet. Die Indischen Schwestern bleiben auch. Offizielle Mittelung heute Nachmittag: „Universitätsklinikum Essen übernimmt Katholisches Krankenhaus St. Josef Essen Werden

(Essen, 28. Juni 2013) Das Katholische Krankenhaus St. Josef in Essen-Werden wird zukünftig in der Trägerschaft des Universitätsklinikums Essen geführt. Durch den Verkauf durch die Kosmas und Damian GmbH (K+D) und die Kirchengemeinde St. Ludgerus wird das Fortbestehen des Traditionskrankenhauses und damit die wohnortnahe Versorgung der Menschen in Essen Werden langfristig gesichert.

„Unsere Strategie ist es, in der guten Kooperation mit den konfessionellen und freigemeinnützigen Trägern in Essen die Versorgung der Patienten in Essen weiterzuentwickeln und dabei die wichtigen Themen Lehre und Forschung auf eine breitere Basis zu stellen“, erläutert Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel, Ärztlicher Direktor am Universitätsklinikum Essen. Das Universitätsklinikum arbeitet bereits seit Jahren in vielen medizinischen Kontexten partnerschaftlich mit dem St. Josef Krankenhaus zusammen und es bestehen zahlreiche aktiv gelebte Kooperationen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang unter anderem die bestehende Zusammenarbeit mit dem Uni-Brustzentrum Essen und dem Westdeutschen Magen- und Darmzentrum Essen, der Pathologie sowie die gemeinsame Krankenpflegeschule mit der Ruhrlandklinik. Die Kooperation der universitären Klinik für Orthopädie mit dem evangelischen Krankenhaus in Essen-Werden besteht bereits seit über 40 Jahren. „Die Übernahme stellt diese sehr gute Zusammenarbeit auf ein neues und festes Fundament“, erklärt Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel.

Im Vorfeld der Übernahme durch das Universitätsklinikum Essen haben die katholischen Gesellschafter des St. Josef Krankenhauses über Monate intensive Gespräche und Verhandlungen mit großen Krankenhausträgern geführt. Dabei wurden auch die unmittelbaren katholischen Nachbarkrankenhäuser einbezogen. Nach intensiven Analysen des Marktes unter Einbeziehung medizinischer Versorgungskonzepte fiel die Entscheidung klar zugunsten des Universitätsklinikums Essen, das als neuer Träger das medizinische und pflegerische Leistungsspektrum des St. Josef Krankenhauses weiterentwickeln wird. „Wir gehen davon aus, dass die Übernahme durch das Universitätsklinikum Essen den Standort und vor allem die medizinische Versorgung der Menschen vor Ort langfristig sichert“, erläutert Dr. Tina Groll, die Vorsitzende des Aufsichtsrates.

In den kommenden Monaten soll das St. Josef Krankenhaus als Teil des Universitätsklinikums Essen neu strukturiert werden. „Wir gehen davon aus, dass die Neustrukturierung als Teil des Universitätsklinikums und ganz konkret die Verbindung mit der Ruhrlandklinik dazu führen werden, dass sich über Synergieeffekte die finanzielle Situation des Hauses wieder entspannt“, erläutert Daniel Frische, Geschäftsführer der K+D. „Sollten aufgrund notwendiger Strukturveränderungen Anpassungen im Personalbereich erforderlich sein, werden wir zunächst selbstverständlich nach Lösungsmöglichkeiten vor Ort oder im Universitätsklinikum Essen sowie unseren Tochterunternehmen suchen“, erklärt Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel. Teil der Vereinbarung ist die bereits seit Längerem im Gespräch befindliche Schließung der Gynäkologie und Geburtshilfe am St. Josef Krankenhaus. Selbstverständlich ist die umfassende Versorgung der Patientinnen im Essener Stadtgebiet sichergestellt. Hierfür garantiert das Universitätsklinikum und ist sicher, dass dies auch für die anderen Essener Kliniken gilt.

Das Universitätsklinikum Essen verfolgt zur Verbesserung der Patientenversorgung in der Region bereits seit Jahren eine wachstumsorientierte Unternehmenspolitik. Diese umfasst sowohl Kooperationen als auch den Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen. Beispiele für die erfolgreiche Integration bestehender Häuser sind der Erwerb der renommierten Ruhrlandklinik im Jahr 2009 sowie des Herzzentrums Essen-Huttrop im Jahr 2010.

Die Kosmas und Damian GmbH ist die Beteiligungs- und Entwicklungsgesellschaft für die langfristige Existenzsicherung katholischer Krankenhäuser im Bistum Essen. Sie hatte in Abstimmung mit der Kirchengemeinde St. Ludgerus in Essen-Werden im Juni 2012 mehrheitlich die Geschäftsanteile der Katholisches Krankenhaus St. Josef GmbH Essen-Werden übernommen und sich finanziell stark engagiert, um eine Zukunft des Krankenhauses in Essen-Werden zu ermöglichen. Die Prüfungen und Marktanalysen bestätigten, dass die wirtschaftlichen Grundlagen des Krankenhauses nur im Rahmen eines größeren Kooperationsverbunds dauerhaft und ausreichend gestärkt werden können. Deshalb resümiert Propst Jürgen Schmidt für die Kirchengemeinde vor Ort: „Das Ringen um eine zukunftsorientierte Lösung hat sich gelohnt. In großem Einvernehmen mit der Kosmas und Damian GmbH und der Kirchengemeinde St. Ludgerus wurde für das Katholische Krankenhaus St. Josef ein gutes Ergebnis erzielt.“