Auch heute in der WAZ ist ein Interview mit dem Rektor der Uni Duisburg-Essen zu lesen; unter anderem mit der Frage nach der Gleichberechtigung und ob Essen nicht dominiere. Ganz unabhängig von der Antwort und dem guten Interview: Mit dem Namen hat Duisburg eine dermaßene Dominanz bekommen. Je weiter man von NRW entfernt wohnt, desto mehr wird man sich fragen, ob Essen ein Stadtteil von Duisburg ist; oder das Schild zur Kantine der Uni Duisburg führt; zudem wird schon bei einigen Adressen das Essen weggelassen.
Oder bedeutet Essen-Werden nun, dass sich die beiden Städte zusammengeschlossen haben.
Mit der alphabetischen Reihenfolge Duisburg vor Essen hat sich Essen nach hinten begeben für immer. Man verzeihe mir meinen sicherlich hier zu großen Lokalpatriotismus als Essener. Aber eigentlich egal: Die Folkwang-Universität der Künste übrigens gibt natürlich keine Stadt an: Bochum-Duisburg-Dortmund-Essen wäre auch zu lang. Aber der Campus heißt Essen-Werden und liegt damit in Essen und Werden. Ist natürlich Quatsch, zeigt aber wie ungsünstig das mit der Uni Duisburg-Essen für Essen gelaufen ist.