01 Jan.

Der waddische Jahresrückblick 2020

März

Das Kriegerdenkmal Heidhausen wurde restauriert.

Die Brücke ist endlich fertig: Der Zugang zum Brehm ist wieder offen für alle.

Gebannt lauschen die Kinder den tiefen Klängen, die Rüdiger Kohl aus dem Didgeridoo herausholt:  Der Musiker hat die Kita Pusteblume im Rahmen ihrer Australien-Projektwoche besucht, in der sich alles um den Fünften Kontinent dreht.

Das Verhältnis zwischen der Verwaltung der Stadt Essen und der Bezirksvertretung im Essener Süden gilt eher als angespannt. Die BV hatte ein Rechtsgutachten verlangt, aus dem hervorgehen sollte, inwieweit die Verwaltung sich an die BV-Beschlüsse halten müsse. Die Antwort hat ein Jahr auf sich warten lassen und lautet: Fragen, die die Pflicht zur Verkehrssicherung beträfen, lägen nicht in der Verantwortung der BV, sondern der Verwaltung.  Ein Fall, über den sich die Bezirksvertretung ärgerte, war der Fuß- und Radweg am Hardenbergufer. Die Bezirksvertretung hatte vor einem Jahr eine Trennlinie von der Hausnummer 135 bis zum Haus Scheppen beschlossen, um Radfahrer und Fußgänger besser voneinander fernzuhalten. Hier hatte sich die Verwaltung im Einvernehmen mit der Polizei gegen den Vorschlag der Bezirksvertretung entschieden.

Das Apfelfest, das zum Ludgerusfest seine erfolgreiche Premiere in der Werdener Altstadt feierte, soll eine zweite Auflage am 6. September finden – der Werbering diskutiert darüber.

Nachdem die ersten Fälle von den am Corona-Virus erkrankten Essenern bekannt geworden sind, hat die Angst um den Virus auch Werden erreicht. Leser informieren die Werdener Nachrichten über leergekaufte Regale bei Supermärkten in Werden Stadt und Land, das Gymnasium Werden erwägt Klassenfahrten zu verschieben – und in den Werdener Krankenhäusern klauen Patienten Atemschutzmasken. Die Ruhrlandklinik verhängt ein Besuchsverbot. Indes fallen im Zuge der Maßnahmen zur Eindämmung des Virus auch immer mehr Veranstaltungen in Werden aus.

Der Heimatverein verschiebt seine Mitgliederversammlung. Das Spiel der 1. Mannschaft des DJK entfällt.   Die Stadt Essen bestätigt einen weiteren Coronavirus-Fall, es handelt sich um eine Person aus Werden, die aus der Lombardei in Norditalien zurückgekehrt war.
Am 20. März ist klar: Die Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus bringen das öffentliche Leben auch in Werden gänzlich zum Erliegen – und zwar häppchenweise. Darunter leiden nicht zuletzt die Händler vor Ort. Praktisch stündlich rechnen sie mit neuen Anweisungen von Stadt oder Land, die über ihre Zukunft in den nächsten Tagen und Wochen entscheiden.

Unbelehrbare unterwegs: Trotz Verbots durch die Stadt Essen versammelten sich beim besten Frühlingswetter etliche Biker am Haus Scheppen – darunter auch viele Ältere, die zur Risikogruppe gehören. Polizei und Ordnungsamt mussten einschreiten, das Areal räumen und die Zufahrtswege sperren. Um die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen sind unter anderem Personenansammlungen von mehr als 15 Personen auf öffentlichen zugänglichen Flächen untersagt.

Bald einer der letzten seiner Art: ein einfühlsamer Klavierabend über Chopin von Lutz Görner und Nadja Singer über den Komponisten Frédéric Chopin (1810 – 1849) im Bürgermeisterhaus.  20 Jahre Hilfe in engster Partnerschaft Serpaf feiert Jubiläum mit dem Musikkabarett-Abend „Altarnative Wahrheiten“ mit dem Duo Camillo.

Folkwang-Studenten stellen Sonaten des Kompositionsrevolutionärs Beethoven vor, während Frank Heidelberger im Kammermusiksaal der Folkwang Universität über Anton Reichas Musiktheorie zwischen Wien und Paris berichtete. Der Revolutionär sei zu Unrecht fast vergessen und wurde zu seiner Zeit von Beethoven beneidet.

Das vierte Internationale Gitarrenfestival der Hochschule nimmt mit einem Programm von Meisterkursen und Konzerten Studenten und Publikum für sich ein. Leiter sind die Gitarrendozenten der Folkwang-Universität, Professor Tomasz Zawierucha und Susanne Hilker-Kohl, mit vier in- und ausländischen Gastdozenten. Die 20 Studententeilnehmer stammen aus 13 Ländern.

„Wenn nicht das Nützliche zählt, sondern man sich liebt, wie man ist“ – Rosmari Trilling und Georg von Glasow stellen gemeinsam in Kunstwerden aus:  „Pietra, forma e luce“.

Jazz im JuBB: Vanesa Harbeck kann aber auch Jazz und Tango – immerhin kommt sie aus Buenos Aires, aber zu Hause ist sie im Blues. Dabei ist die Kombination von Gitarre und Trompete, die sie auch spielt, nicht oft zu finden.

Der Geschichts- und Kulturvereins Werden und des Werdener Bürger- und Heimatverein laden ein zum Vortrag „Hebung des Geschmacks durch die Kunst“ – Karl Ernst Osthaus und die Folkwang-Idee.

Bronze gibt es für die U12-Mädchen des WTB Volleyball-Bezirksmeisterschaften in Werden.

Die erste Woche des neuen Schulhalbjahres steht in der Ludgerusschule ganz im Zeichen von MINT–Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik.

Die Auswahl zwischen freiwilligem sozialen Chillen und einer der anderen 29 Alternativen haben die Schüler beim sechsten Berufsmarkt des Mariengymnasiums.

Die „Unendlichen Geschichte“ wäre ideal aufgehoben in dem Bücherschrank, den Herbert Schermuly am Pelikanbrunnen plante. Hier das Kapitel „Zu gefährlich – Weitersuchen“: Wegen Bedenken beim Brandschutz wird der Schrank vorerst nicht aufgebaut.

Im Hospiz „Dorle-Streffer-Haus“ hängt nun ein Ölporträt der Gründerin.

Die „Jungen Choreographen“ der Folkwang-Universität bringen in Solo- bis Gruppenstücken unterschiedliche Stile auf die Bühne der Neuen Aula.

Löwental im Sonnenschein:  Das Hochwasser ist noch einmal deutlich ansteigen und wird wohl den zweiten Pegel am Wasserpegelhaus erreichen.

Beim Weltgebetstag blicken die Frauen der Welt und hier in St. Kamillus nach Simbabwe.

Wie jedes Jahr am ersten Freitag im März feierten Frauen ökumenische Gottesdienste zum Weltgebetstag – rund um den Globus über Konfessionsgrenzen hinweg in vielen verschiedenen Sprachen. Auch die Kirche St. Kamillus in Heidhausen war am 6. März mit vielen Frauen und wenigen mutigen Männern gut gefüllt.

Zu einem musikalisch breit angelegten Konzert hat das „Collegium Musicale Essen“ ins Forum des Mariengymnasiums eingeladen und sich bestens präsentiert. Es wirkt die Oboistin Sandra Schumacher mit.

Zu Besuch beim Awo-Treff ist der Essener Landtagsabgeordnete und SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Kutschaty im Werdener Rathauskeller. Jürgen Lukas, Vorsitzender der Awo Werden begrüßt auch den neu gewählten Bezirksbürgermeister Benjamin Brenk und den SPD-Fraktionsvorsitzenden in der Bezirksvertretung I, Daniel Behmenburg.

Zum Ende des Monats breitet sich die Corona-Krise aus. Auch die Kirchen in Werden Stadt und Land sind von den Auswirkungen von Corona betroffen: Bis auf weiteres müssen Christen auf ihre gewohnten Gottesdienste verzichten. Einer der letzten findet mit viel Sicherheitsabstand in der Kirche von Christi-Himmelfahrt statt.

Ein Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales verbietet im Zuge der Corona-Pandemie nahezu alle Freizeit-, Unterhaltungs- und Bildungsangebote im Land: Bars, Clubs, Diskotheken, Theater, Kinos und Museen, Musik- und Volkshochschulen müssen ebenso schließen. Künstler stellt dies vor ungeahnte Herausforderungen – brechen ihnen damit doch beträchtliche Einnahmen weg. Für ausgefallene Honorare gab es zunächst von staatlicher Seite momentan keine Entschädigungs-Zahlungen. Nur wer wegen des Corona-Virus offiziell unter Quarantäne gestellt wird, einem Tätigkeitsverbot unterliegt und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, kann über die Landschaftsverbände Rheinland (LVR) eine Entschädigung beantragen. Nach dem Infektionsschutzgesetz erhalten auch Selbstständige und Freiberufler den Verdienstausfall ersetzt. Allerdings haben sowohl die Kulturstaatsministerin im Bundeskanzleramt als auch die Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW bereits Unterstützung angekündigt. Außerdem sammelt eine Petition Unterschriften für Hilfen für und Freiberufler sowie Künstler und Künstler während des „Corona-Shutdowns“. „Ein Stresstest für alle“, nennt das Carsten Linck, der für   Bürgeremeisterhaus das weitere Programm wegen des Corona-Virus absagen muss.

Offen oder nicht offen? Vor dieser Frage standen bangend die Einzelhändler und Gastronomen auch in Werden. Dienstags war die Gewissheit da: Alles dicht, alles online, alles liefern.

Alle städtischen Sporteinrichtungen sollten zunächst bis zum 19. April geschlossen werden. Hierzu zählen Schwimmbäder, Turn-und Sporthallen, Gymnastikräume und Außensportanlagen wie Fußballplätze und leichtathletische Anlagen. Alle Essener Sportvereine müssen ihren Trainings- und Wettkampfbetrieb einstellen, da sie keinen Zugang mehr zu städtischen Sporteinrichtungen haben. Selbst wenn sie die jeweilige Sporteinrichtung über Schlüsselgewalt oder in eigenverantwortlicher Nutzung betreiben: Saisonende für die Volleyballer des WTB. Die erste Badmintonmannschaft wird Meister der Kreisliga. Bei den Bürgerschützen schweigen zunächst die Sportwaffen. Die  Schachfreunde gewinnen erneut in der Verbandsbezirksliga 6. Mannschaft besiegeln Aufstieg in der Kreisklasse.

Die Betreuungsnotlage in Schulen und Kitas ist entspannt. Noch befindet man sich in Findungsphase.

Die Stadtarchäologie Essen konnte durch einen aufmerksamen Bürger eine interessante Entdeckung auf einer Baustelle an der Straße Klemensborn machen: Es wurde ein alter Steinkanal des Bornbaches an St. Clemens entdeckt.

Die Magnolienbäume erfreuen das Auge – doch eine einzige Frostnacht schadet der Pracht.

01 Jan.

Neujahrs-Grußwort 2020/21

Ralf Witzel

Ralf Witzel MdL

In meinem Grußwort zum letzten Jahreswechsel habe ich dazu aufgerufen, 2020 zum Jahr des Ehrenamtes zu erklären. Heute wissen wir, welch hohe Bedeutung diesem zukommt und welche Mammutaufgabe auf unsere Gesellschaft in Corona-Zeiten noch wartet. Fest steht: Ehrenamtliches Engagement ist wichtiger denn je.

2020 und 2021 sind leider geprägt von der Corona-Krise. Wir blicken zurück auf ein trauriges Jahr mit Existenzverlusten, vielen neuen Verboten und teilweise fragwürdigen Grundrechtseinschränkungen, die in unserer Demokratie bislang nicht denkbar gewesen sind.
Aber auch wenn die Krise noch immer nicht überwunden ist, sollten wir nach vorne und hoffnungsvoll auf das neue Jahr 2021 schauen. Die Nachricht zum neuen Impfstoff stimmt optimistisch: 2021 kann wieder gesünder, sicherer und normaler werden.

Für die Werdener Stadtteilpolitik hat uns das Jahr 2020 erfreuliche Entscheidungen gebracht. Die Bürger haben im September mehrheitlich einen bürgerlichen Politikwechsel gewählt und dafür einer Koalition der Mitte aus CDU und FDP das klare Mandat für fünf Jahre einer vernünftigen, zukunftsorientierten Politikgestaltung erteilt. Das schwarz-gelbe Bündnis im Stadtbezirk nimmt diese Herausforderung gerne und verantwortungsvoll an.

Unsere Bürger dürfen ab sofort eine Politik erwarten, die Bildung und Betreuung modernisiert, Sportvereine stärkt, eine mobilitätsfördernde Verkehrspolitik für alle Verkehrsteilnehmer verfolgt sowie Kultur, Ehrenamt und den Generationendialog fördert. Auch mehr Sicherheit, Sauberkeit und bessere Digitalisierung sind unser Ziel.

Ich wünsche allen Bürgern in Werden und Umgebung ein für sie persönlich gesundes, erfolgreiches und insgesamt gutes neues Jahr 2021, das uns hoffentlich auch wieder viele schöne Momente bringt.

Ralf Witzel
FDP-Landtagsabgeordneter für Werden und den Essener Süden

01 Jan.

Neujahrs-Grußwort 2020/21

Stephan Sülzer

Stephan Sülzer

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das Jahr neigt sich dem Ende zu und man fragt sich: Wie war es? Jeder wird das sicherlich unterschiedlich bewerten, aber eins kann man generell festhalten – 2020 war ein Jahr der schweren Prüfungen für einen jeden von uns. Weihnachtliche Stimmung, Geselligkeit in der Familie und Treffen mit guten Freunden- so waren wir es gewohnt. Leider mussten und müssen wir auf das alles verzichten, um unsere Familien und Mitmenschen zu schützen.

Doch diese Situation hat auch positive Aspekte nach vorne gebracht: Wir sind mehr zusammengewachsen und haben das Miteinander wieder zu schätzen gelernt. Die gegenseitige Hilfe, große Rücksichtnahme und das gemeinsame Bewältigen der neuen Bedingungen haben uns enger zusammenwachsen lassen. Diese Aspekte sollten wir uns bewahren und zukünftig zu unserem persönlichen Anspruch machen.

An dieser Stelle möchte ich einen Dank an die Menschen richten, die sich in diesem ungewöhnlichen Jahr beruflich und ehrenamtlich mit der Bewältigung der Krise beschäftigt haben. Nur durch sie war es möglich, das System aufrecht zu erhalten und den Alltag gut zu meistern.
Lassen Sie uns gemeinsam positiv in das neue Jahr schauen, in der Hoffnung, dass wir wieder zu einem Stück Normalität zurückfinden. Geben wir weiter Acht aufeinander und üben weiterhin Rücksicht.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien von Herzen ein frohes neues Jahr, Glück und viel Gesundheit.

Stephan Sülzer
CDU Fraktionsvorsitzender BV IX

01 Jan.

Neujahrs-Grußwort 2020/21

Fabian Schrumpf

Fabian Schrumpf.

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ein sehr außergewöhnliches Jahr neigt sich dem Ende zu. Wir standen vor neuen, nie dagewesenen Herausforderungen und Aufgaben. Die Pandemie hat unsere Belastbarkeit, unsere Geduld und unsere Zuversicht auf eine harte Probe gestellt.

Aktuell haben die zwischen der Bundesregierung und den Ländern abgestimmten Beschlüsse zur Eindämmung der Corona-Pandemie noch einmal den Ernst der Lage verdeutlicht. Ich weiß um die Härten der Einschränkungen, gerade jetzt zum Jahreswechsel. Ich darf Ihnen aber versichern, dass alle Entscheidungen sorgfältig abgewogen wurden und dem Ziel untergeordnet sind, die Gesundheit aller Bürgerinnen und Bürger zu schützen. Dieser Kompass wird uns auch im neuen Jahr leiten.

Manch einer kann der Corona-Pandemie auch etwas Positives abgewinnen. Das Jahr hat neue Ideen hervorgebracht, unsere Kreativität angeregt, mehr Flexibilität gefordert und den Zusammenhalt gestärkt. Ich bin sehr stolz auf unsere Bürgerinnen und Bürger, die mit zahlreichen Initiativen, mit großer Hilfsbereitschaft und durch vielfältiges Engagement dazu beigetragen haben, dass wir diese Krise bisher gut meistern konnten.
Lassen Sie uns zuversichtlich nach vorn schauen: Die entwickelten Impfstoffe sind im Zulassungsverfahren und werden uns bald zur Verfügung stehen. Im neu eingerichteten Impfzentrum in der Messe Essen kann der Betrieb sofort starten, alles ist bereit. Mir ist bewusst, dass gerade viele Berufstätige und Selbstständige in unserer Stadt mit existenziellen Nöten zu kämpfen haben. Hier wollen Bund und Länder mit zielgerichteten Hilfen unterstützen – mit dem größten Hilfspaket in der Geschichte der Bundesrepublik. Nehmen Sie jederzeit Kontakt auf, wenn Sie Fragen dazu haben.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, Sie blicken auf ungewöhnliche und mitunter auch anstrengende Wochen und Monate zurück, sowohl im Privaten als auch im Beruflichen. Umso mehr haben wir uns jetzt alle eine kleine Atempause verdient. Kommen Sie zur Ruhe, genießen Sie Zeit mit Ihren Lieben und schöpfen Sie Kraft für das Kommende.

Herzlichst
Ihr Fabian Schrumpf MdL (CDU)

01 Jan.

Neujahrs-Grußwort 2020/21

Ludger Hicking-Göbels (stellv. Bezirksbürgermeister)

Ludger Hicking-Göbels.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

hinter uns liegt ein schwieriges, für uns alle auf verschiedene Weise auch hartes Jahr. Mit Herausforderungen, gesellschaftlicher Art und auch für jeden von uns ganz individuell wie wir sie bislang nicht gekannt haben. Und das Infektionsgeschehen hat die Länder, die Menschen auch weltweit weiterhin fest im Griff. Wir alle hoffen mit den grade begonnenen Impfungen gegen das Corona-Virus auf eine bald mögliche Rückkehr zur Normalität, zu einem Miteinander ohne „Maske und Abstand”.
Im Rückblick wurden in dieser außergewöhnlichen Zeit aber auch oft und schnell gute Lösungen, auch hier im Bezirk IX gefunden für ein soziales Miteinander: Einkaufshilfen, Lieferservice, Abhol- und Onlineangebote zeigen die Zuversicht und Kreativität hiesiger Geschäftsleute.
Schwer getroffen hat es auch den in Werden so stark und vielfältig vorhandenen und von uns allen so wertgeschätzten Kulturbetrieb. Ich hoffe sehr das hier weitere staatliche Hilfen deutlich dazu beitragen, diesen Bereich für uns alle zu erhalten.

Das vergangene Jahr hat uns aber auch gezeigt: Auf eine große gesellschaftliche Herausforderung können wir gemeinsam auch starke Antworten formulieren und umsetzen. Ich finde das sehr ermutigend. Denn wir wissen auch, obwohl medial gerade in den Hintergrund gedrängt: Wir müssen uns auch den gewaltigen Herausforderungen des Klimawandels stellen. Hier müssen wir mindestens ebenso entschieden, schnell und mit großen Aufwendungen handeln um in den wenigen verbleibenden Jahren vor einem möglichen Klimakollaps alle Optionen zu nutzen. Die Coronapandemie hat, so glaube ich, unser Verantwortungsbewußtsein füreinander verändert und gestärkt. Nutzen wir das und nehmen dabei die künftigen Generationen, angefangen bei unseren eigenen Kindern, mehr denn je in den Blick!

Aus den Kommunalwahlen im September ist eine neue Zusammensetzung der Bezirksvertretung IX entstanden. Hier wünschen wir uns als Grüne Fraktion für die kommenden Jahre eine gute und faire Zusammenarbeit mit allen demokratischen Kräften. Um für die Belange des Bezirks, um für Ihre Anliegen liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, an den jeweils bestmöglichen Lösungen mitzuarbeiten. So, wie nun in wenigen Tagen das „Ortsbuskonzept” , hervorgegangen aus den Überlegungen zum Verkehrskonzept und von den Grünen immer unterstützt, umgesetzt wird. Und nun nach längerer Ablehnung auch auf breitere politische Unterstützung ehemaliger Gegner zählen darf.

Für den Stadtteil wünschen wir uns eine soziale und klimafreundliche Entwicklung, alltagstaugliche erhebliche Verbesserungen für den Radverkehr, insbesondere einen baulich sicheren Radweg an der B224, gute Konzepte für den Brehm und das Löwental mit öffentlichen Toiletten und festen Grillplätzen und größeren Müllbehältern, bedarfsgerechte Entwicklung und Unterstützung für alle Bildungseinrichtungen im Bezirk. Und wir hoffen baldmöglichst wieder mehr in direkten Kontakt mit Bürgerinnen und Bürgern treten zu können, wir werden hierfür sobald möglich Ihnen neue Angebote machen.

Für das kommende Jahr wünsche ich Ihnen und Ihren Familien – auch im Namen meiner Fraktion – Gesundheit, Zuversicht und Erfolg!

Mit herzlichen Grüßen
Ludger Hicking-Göbels
Fraktionssprecher Bündnis90/Die Grünen in der BV IX
stellv. Bezirksbürgermeister BVIX