13 Jan

29-Jähriger randaliert auf Velberter Straße

Ein 29-Jähriger randalierte am frühen Sonntagmorgen, gegen 1.30 Uhr,auf der Velberter Straße. Unter anderem trat er gegen ein dort geparktes Auto. Auch beleidigte er Zeugen, die daraufhin die Polizei riefen.
Die Polizei wollte den augenscheinlich alkoholisierten Mann in Gewahrsam nehmen, um so weitere Straftaten zu verhindern – dieser wehrte sich jedoch kräftig.
Die Polizeibeamten fesselten den 29-Jährigen daraufhin und setzten ihn in den Streifenwagen.
Auf dem Weg zur Wache verhielt er sich weiter aggressiv, beleidigte die Beamten und versuchte, sich aus der Fesselung zu befreien.
Auch auf der Wache war der Mann weiter aggressiv und wehrte sich gegen die polizeilichen Maßnahmen. Durch den Widerstand des 29-Jährigen wurde eine Polizistin so schwer verletzt, dass sie nicht mehr dienstfähig war.
Den 29-Jährigen erwarten nun Verfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Sachbeschädigung und Beleidigung.

13 Jan

Feuerwehr rettet Pferd aus Schlamm

Wieder festen Boden unter den Hufen

Einen tierischen Einsatz hatte die Feuerwehr Essen am Samstagnachmittag: Im Bereich der Baustelle am Wolfsbachtal in Schuir steckte ein vier Jahre altes Pferd in einer Schlammgrube fest. Der Besitzer war mit seinem Kaltblüter unterwegs, als er im Bereich der Baustelle einem LKW ausweichen wollte. Dabei geriet er samt Pferd in den unbefestigten Bereich und sank im Schlamm ein. Nachdem der Besitzer auch mit Hilfe der das Tier nicht aus aus der Zwangslage befreien konnte, alarmierte er die Feuerwehr.

Kameraden des Löschzuges Kettwig stiegen in Wathosen zum Pferd in die Grube hinab und gruben teilweise mit bloßen Händen die Vorderläufe frei. Gleichzeitig pumpten die Feuerwehrkräfte das Wasser in der Grube ab , so dass die Helfer Gurte unter dem Bauch des Pferds hindurchziehen konnten. Ein Bagger hob das Pferd dann aus der Grube: Nach zweieinhalb Stunden konnte es wieder sicheren Boden unter den Hufen spüren.

Der Besitzer wurde zur Kontrolle ins Krankenhaus gebracht, da das Pferd bei dem Ausweichversuch auf ihn gefallen war. Der Tierarzt konnte beim Pferd außer einer leichten Unterkühlung keine weitere Gesundheitsbeeinträchtigung feststellen.

02 Dez

Auto in Heidhausen brennt vollständig aus

Am beinahe höchsten Punkt des Essener Stadtgebietes, an der Bergischen Landstraße, Höhe Preutenborbeckstraße in Heidhausen, ist heute früh ein 3er-BMW neueren Baujahres vollständig ausgebrannt. Als die ersten Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Werden eintrafen, war das Fahrzeug bereits voll in Flammen aufgegangen.

Der Fahrer war mit seinem Auto aus Richtung Velbert kommend unterwegs, als er Rauch bemerkte. Er lenkte den BMW auf den Gehweg und kam direkt vor einem Doppelhaus zum Stillstand. Das auslaufende Benzin beschleunigte Feuer rasant. Die ausstrahlende Wärme des Feuers verschmorte die noch heruntergelassenen Rollläden an der einen Doppelhaus-Hälfte, an der zweiten wurde eine äußere Scheibe der Isolierverglasung zerstört.

Die Bewohner der beiden Doppelhaushälften hatten sich bereits ins Freie begeben, sie blieben unverletzt. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr bekämpften das Feuer erfolgreich zunächst mit Wasser, dann mit Schaum. Ein weiterer Trupp der Berufsfeuerwehr kontrollierte derweil mit einer Wärmebildkamera das Innere der beiden Häuser, das Feuer drang jedoch nicht ins Gebäude ein. Nach Beendigung des Einsatzes konnten die Bewohner wieder zurück in ihre Häuser.

Wegen der niedrigen Temperaturen bildete sich Glätte auf der Fahrbahn, ein Streufahrzeug der Entsorgungsbetriebe Essen (Ebe) streute den Bereich großflächig ab. Alle Beteiligten blieben unverletzt, die Brandursache ist ungeklärt.

27 Nov

Michael Bonmann tritt als Bezirksbürgermeister zurück

Paukenschlag in der Bezirksvertretung: Am Ende der gestrigen Sitzung legte Michael Bonmann sein Amt als Bezirksbürgermeister mit sofortiger Wirkung nieder. Als Grund für diese Entscheidung nannte der CDU-Politiker fortlaufende Angriffe aus seiner eigenen Partei.

Eigentlich ist Michael Bonmann ein Politiker vom alten Schlag, resolut, erdig, mit Ecken und Kanten, keiner, der sich leicht von Widerstand beeindrucken lässt. Aber der Widerstand in den eigenen Reihen wurde dem hauptberuflichen Apotheker in den letzten Monaten dann offenbar doch zu viel. Daher habe er die Entscheidung getroffen, sein Amt niederzulegen, auch wenn es ihm schwer gefallen sei. „Aber ich habe mich schlussendlich gefragt, warum ich mir das eigentlich noch antue“, stellt Michael Bonmann im Gespräch mit den Werdener Nachrichten enttäuscht fest. „Mit Ausnahme vom Ortsverband Bredeney habe ich keinen Rückhalt mehr in meiner Partei.“

Auch von den Heidhausern fühle er sich „im Stich gelassen“. Denn der CDU-Ortsverband Heidhausen-Fischlaken unterstützte Bonmann nicht in seinem Vorhaben, bei der kommenden Kommunalwahl 2020 für den Rat zu kandidieren – stattdessen nominierte dieser das aktuelle Ratsmitglied Ulrich Beul.

In Kettwig habe Bonmann ebenfalls Gegenwind verspürt: So habe der Bürgerverein „Wir in Kettwig“ die Pläne der Bezirksvertretung zur Umgestaltung des Kettwiger Rathaus-Vorplatzes torpediert. „Im Vorstand sitzen drei CDU-Mitglieder“, so Bonmann.

Das Fass zum Überlaufen hätten aber Angriffe des Kreisvorsitzenden Matthias Hauer gebracht: „In einer internen Vorstandssitzung warf er mir vor, keinen Draht zu den Bürgern zu besitzen“, ärgert sich Bonmann. Auch seine Familie hätte Hauer angegriffen. „Es ist doch klar, dass die zu mir hält – es ist meine Familie!“

Die Vorgänge in der internen Sitzung will Matthias Hauer nicht kommentieren. Dass er Bonmanns Familie angegriffen hätte, weist der Chef der CDU Essen jedoch von sich. Nach der CDU-Kritik an Bonmanns Aussagen zur AfD sei dessen Frau auf Hauer zugegangen. “Sie ist mich heftig angegangen, das habe ich in der internen Sitzung kritisiert”, so Hauer, der selbst auch erst nach der Sitzung der Bezirksvertretung von Bonmanns Rücktritt erfahren hat. “Wir als CDU Essen nehmen das zur Kenntnis, zollen der Entscheidung Respekt und danken Herrn Bonmann für seine Arbeit im Bezirk”, so Hauer weiter. Viel Bedauern klingt nicht mit in seiner Stimme.

Nach Bonmanns Aussagen im Sommerinterview mit den Werdener Nachrichten im vergangenen August gingen immer mehr Parteifreunde spürbar auf Distanz. Besonders heftig wurde er für seine Antwort auf die Frage angegangen, ob er sich nach der Kommunalwahl 2020 eine Zusammenarbeit mit der Rechtsaußen-Partei AfD vorstellen kann. „Ausgrenzen ist der falscheste Weg, den man machen kann“, sagte er – und erntete damit heftigsten Widerspruch, auch innerhalb seiner eigenen Partei.

Aus der Kommunalpolitik will sich Bonmann aber nicht gänzlich zurückziehen: So will er wie angekündigt im kommenden Jahr für den Rat kandidieren. „Mein Bredeneyer Ortsverein hat mich schließlich nominiert.“ Auch in die Bezirksvertretung will er wieder einziehen, sollte er gewählt werden – dann wohl aber als normaler Bezirksvertreter.

Bis zur Kommunalwahl im September 2020 wird nun der bisherige Stellvertreter Benjamin Brenk (SPD) das Amt des Bezirksvertreters übernehmen. “Ein guter Nachfolger“, ist Bonmann überzeugt, „der kann das“.

18 Nov

Feuerwehreinsatz am Mariengymnasium

Der defekte Motor einer Belüftungsanlage im Mariengymnasium hat am Montagmorgen einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst: Vor Ort konnten die Einsatzkräfte noch einen Brand auf der Toilette verhindern.

Gegen 10.20 Uhr hat der Hausmeister der Schule einen verschmorten Geruch festgestellt, berichtet die Feuerwehr Essen. Daraufhin alarmierte er die Feuerwehr und löste zudem den Handmelde-Alarm aus, der dafür sorgte, dass die Schule evakuiert wurde.

Mit neun Einsatzfahrzeugen, darunter auch welche der Freiwilligen Feuerwehr Werden/Heidhausen, rückten die Rettungskräfte vor. Die Feuerwehrleute haben schnell die Ursache für den Geruch gefunden: Einer der beiden Motoren der Belüftungsanlage war stark erhitzt. Die Einsatzkräfte konnten den Motor erst außer Betrieb nehmen und ihn dann wieder instand setzen.

Die Feuerwehr wollte gerade wieder abrücken, als ein Lehrer sie darauf aufmerksam machte, dass Rauch aus einer Toilette trat. In der Toilette im Erdgeschoss fanden die Einsatzkräfte Reste von verbranntem, bereits erloschenem Toilettenpapier. Ein Elektrolüfter hat den Rauch ins Freie gedrückt. Die Vermutung nach Brandstiftung liegt nahe, die genaue Brandursache werde allerdings die Polizei klären, so die Feuerwehr: Anzeige gegen Unbekannt wurde erstattet.