21 Mai

Polizei fahndet mit Fotos nach Trickbetrügern

Von den Trickbetrügern, die von einer 84-Jährigen als falsche Polizisten Schmuck, Kreditkarten und andere Wertgegenständen erbeutet hatte, fahndet die Essener Kriminalpolizei nun mit Fotos, di eine Überwachungskamera von den Verdächtigen gemacht hat. Die Polizei sucht Zeugen: Wer kann Angaben zu der Identität der abgebildeten Männer und/oder deren Aufenthaltsort machen? Hinweise bitte an die Polizei Essen unter der Rufnummer 0201/829-0.

Zu sehen sind die Bilder unter folgendem Link: https://polizei.nrw/fahndungen/unbekannte-tatverdaechtige/essen-gewerbsmaessiger-bandenbetrug

17 Mai

Werdener Seniorin wird Opfer von Trickbetrügern

Eine Seniorin aus Werden wurde Opfer von einer Bande von Trickbetrügern: Mithilfe einer ausgedachten Geschichte nötigten sie die 84-Jährige zur Übergabe von Wertgegenständen.

Den für sie folgenschweren Anruf nahm die Dame am vergangenen Samstagmittag gegen 11:30 Uhr an. Zunächst gab sich ein Mann als Mitarbeiter einer Bank aus und gab der Dame gegenüber an, dass Unbekannte versucht hätten, Zugriff auf Ihr Konto zu erlangen. Das Konto sei daraufhin gesperrt worden. Der angebliche Bankmitarbeitersagte, er stelle den Anruf direkt an einen Polizisten durch, der weitere Instruktionen mit der Dame besprechen sollte. Der angebliche Polizist tat dann so, als leite er den Anruf direkt an einen zuständigen Kollegen weiter. Dieser bat die Seniorin, Wertgegenstände, darunter Schmuck und Kreditkarten, in einer Tüte vor die Eingangstür zu stellen. Ein Ermittler würde die Tüte abholen und bis zum Abschluss der Ermittlungen sicher verwahren. Kontakt zu dem Beamten durfte sie aufgrund der “Schweigepflicht” nicht aufnehmen. Das Telefonat dauerte, mit einer Unterbrechung, beinahe sechs Stunden.

Mit seiner Beute, Wertgegenstände im fünfstelligen Bereich, flüchtete der Betrüger unerkannt.

Der Abholer soll zirka 1,90 Meter groß und zwischen 30 und 35 Jahre alt sein. Er hatte sehr kurze dunkle Haare, fast Glatze, und trug einen schwarzen Rollkragenpullover und eine schwarze Jacke, vermutlich ein Strickoberteil.

Die professionellen Trickbetrüger versuchen in den langen Gesprächen durch vorspielen falscher Tatsachen glaubwürdig zu klingeln, um die angerufenen Senioren derart in ihren Bann zu ziehen, dass sie allen Anweisungen Folge leisten. Die Polizei warnt: “Legen Sie am besten direkt auf! Achten Sie darauf, dass ihr Telefon wirklich auf dem Apparat liegt und informieren Sie dann die Polizei unter 110.”

17 Mai

Ludgerus-Pfarrei lässt Regenbogenflaggen wehen

Heute ist der internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter-, und Transphobie. Und auch die katholische St-Ludgerus-Pfarrei zeigt Flagge – Regenbogenflagge, um genau zu sein: Dieses Symbol hat der amerikanische Künstler Gilbert Baker im Jahr 1978 als Symbol für die Akzeptanz und die Vielfalt lesbischen und schwulen Lebensweise entworfen. Heute hat sich die Regenbohnenfahne weltweit als Zeichen für die Zugehörigkeit oder die Solidarität mit der Schwul-/Lesben-/Trans-Szene durchgesetzt

Nun hat sich die Ludgerus-Gemeinde mit zwei solcher Fahnen, die aus den Fenstern der Büros an der Abteistraße neben den einstigen Domstuben hängen, gegen Homo-, Bi-, Inter-, und Transphobie positioniert.

Zuvor hatten bereits die Jugendgruppen der Pfarrei und der Gemeinderat sich eindeutig gegen die Haltung des Vatikans positioniert, dass gleichgeschlechtliche Liebe keinen Segen verdiene. “Wir positionieren uns für eine offene Kirche, die niemanden ausschließt, abwertet oder diskriminiert”, ist auch auf einem regenbogenfarbenen Aushang in der Vitrine vor dem Gemeindebüro zu lesen.

14 Mai

Aufdringlicher Taschendieb vorm Supermarkt

Foto: Capri23auto/pixabay  

Sich von Fremden umarmen zu lassen, ist nicht nur wegen den Kontaktverboten zur Bekämpfung zur Corona-Pandemie eine schlechte Idee. Ein Senior vermisste am vergangenen Mittwochmorgen seine Geldbörse, nachdem ihn ein Unbekannter auf dem Parkplatz des Edeka Supermarktes an der Velberter Straße umarmt hatte. Die Polizei sucht Zeugen.
Gegen 11 Uhr sprach ein zirka 30 bis 40 Jahre alter Mann den Senior an. Aufdringlich hielt er dem 85-Jährigen eine Spendenliste vor. Der Rentner lehnte jegliches weitere Gespräch ab und ging weiter. Der Mann folgte ihm und umarmte ihn aus heiterem Himmel. Danach verschwand der Verdächtige. Wenig später stellte der ältere Herr fest, dass der Unbekannte ihm die Geldbörse samt Bargeld aus der Jackentasche klaute.
Der mutmaßliche Taschendieb soll ungefähr 1,70 Meter groß sein. Er hat dunkle Haare. Seinem Aussehen nach könnte es sich um einen Südosteuropäer handeln, so die Polizei, die hofft, dass mögliche Zeugen weitere Angaben zu dem Flüchtigen machen können. Hinweise bitte an Tel.: 0201/829-0.

11 Mai

Naturschutzbeirat: Nebeneinander von Uhu und Klettern im Werdener Steinbruch unmöglich

Der Beirat bei der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Essen hält den Uhuschutz im Werdener Steinbruch nicht mit den vom Deutschen Alpenverein (DAV) angedachten Kletteraktivitäten vereinbar. Das hat der Beirat nach einem Gespräch mit Vertretern von Naturschutzverbänden und DAV bekanntgegeben.

Der Uhu wird dein Steinbruch nicht mit Kletterern teilen müssen. Foto: Nabu Ruhr


Aufgrund der geringen Größe des Steinbruchs sei ein Nebeneinander von Uhu und Kletterei dort nicht möglich, so Dr. Bodo Tigges, Vorsitzender des Naturschutzbeirates. Er begrüßt, dass die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Essen den Deutschen Alpenverein darauf hingewiesen hat, dass ein Klettern nach den Artenschutzbestimmungen des Bundesnaturschutzgesetzes „fast das gesamte Jahr über rechtlich nicht zulässig ist“. Auch unterstützt der Naturschutzbeirat die Idee der Stadtverwaltung, einen Kauf des Grundstücks an der Laupendahler Landstraße zu erwerben, um den Artenschutz dort zu gewährleisten und das Areal als Naturschutzgebiet auszuweisen.
Der DAV wollte den Steinbruch vom Ruhrverband erwerben, um ihn für den Klettersport zu nutzen. Um den Uhu nicht zu verdrängen, wollte er dafür jeweils nur in einem der zwei Teile des Steinbruchs klettern. Aus Sicht des Naturschutzbundes (Nabu) Ruhr wäre das jedoch nicht möglich gewesen, da die jungen Uhus beide Teile des Steinbruchs nutzen. Der Naturschutzbeirat hat sich der Argumentation des Nabu Ruhr angeschlossen.
Als unabhängige Vertretung der Belange von Natur und Landschaft ist der Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Essen eingerichtet und soll bei Schutz, Pflege und Entwicklung der Landschaft mitwirken. Er setzt sich aus Vertretern von Naturschutzverbänden sowie Landwirtschafts-, Waldbauern-, Gartenbau-, Jagd-, Fischerei-, Sport- und Imkereiverbänden zusammen.