28 Jan.

Fast ein Rausschmiss

Gefühlt einen Rausschmiss gab es als furiosen Start der Sitzung der Bezirksvertretung am Dienstag zum Thema Löwental. Als die Fachbereichsleiterin des Sozialamtes — nach den Presseberichten am Wochenende — nicht einmal sagen konnte, wie und wo die Unterkunft für Asylbewerber erweitert werden soll, platzte Bezirksbürgermeister Michael Bonmann der Kragen: Dann sei für ihn die Befragung beendet. „Sie lernen es nie.“ Mit Sie war allerdings die Abteilungen der Verwaltung gemeint, die Bezirskvertretungen, wenn nicht sogar die Ratsausschüsse behandeln, als seien sie ihnen keine Rechenschaft schuldig.

Die beiden Vertreter des Sozialamtes standen auf und gingen. Jahrzehnte kam es nicht zu so einer Situation; obwohl schon Hanslothar Kranz betont hatte, bei den Bergvölkern gehe es eben rauher zu. Aber die letzte Konsequenz mied er dann doch; baute zu den Anwesenden irgendwie noch eine Brücke.

Michael Bonmann hatte zuvor eindringlich betont, dass die Verwaltung endlich verstehen müsse, dass sie dem Bürger und der Politik gegenüber verantwortlich sei; und nicht umgekehrt. Er erinnerte auch an die Messe-Abstimmung, die doch gezeigt habe, dass der Bürger nicht alles mit sich machen lasse.

Das Löwental sei mehrfach auf jeden Quadratmeter hin geprüft worden. Es fehlten Parkplätze und Raum für vieles. Also wolle er wissen, wo denn nun der Platz für weitere Asylplätze herkomme. Und wie werde es denn mit der Betreuung aussehen?

Ihrerseits heizte die Vertreterin des Sozialamtes die Stimmung an, als sie auf die Entscheidungskompetenz allein des Rates hinwies, und die Verteilung der Unterkünfte nach Stadtteilen gehe; was impliziert haben könnte: Werden sei an der Reihe

Doch der Bezirksbürgermeister machte klar: Bei dem Informationsstand aus den Medien halte er es gegenüber den Bürgern für unverschämt, so unvorbereitet bzw. Informationen zurückhaltend in die Bezirksvertretung zu kommen.

Mehr über die Sitzung mit den Themen Graffiti, Open Air im Löwental, neuer Haushalt, Urlaub, Brehm und vor allem Volkswald in der Ausgabe am Freitag.

27 Jan.

Bernard darf das

Kleiner Laden, aber eine Videoübertragung nach hinten, und eine gute Sound- uhnd LichtAnlage

Kleiner Laden, aber eine Videoübertragung nach hinten, und eine gute Sound- und Licht-Anlage

„Bernard darf das“, kommentierte ein weiblicher Bluesfan die Eskapaden von Bernard Allison. Recht hatte sie; und konnte dem Gast aus Werden versichern: „Ja, der macht das immer so!“
Wenn man so gut Gitarre spielen kann, wenn die Arrangements so gut sind, der Groove dermaßen auf den Punkt, wenn fast alles perfekt ist, dann darf wahrscheinlich die Dramaturgie gänzlich fehlen. Bernard Allison war wieder einmal im Schwarzen Adler in Rheinberg. Wenn ich mich recht erinnere, hatte schon sein Vater Luther dort gerne abgeräumt. Jedenfalls hatte der Sohn alles mitgebracht, um den kleinen Saal zu rocken, und er rockte mächtig, auch im Sound.
Der stimmte, der Rhythmus auch, Bernard beherrscht sie alle, könnte mit seiner Rhythmusgitarre ein Stadion zum Wippen bringen. Sein Bassist, stets tight und locker, animiert das Publikum sogar, feuerte es an, doch es blieb alles matt. Sein kleiner Bruder aus Freiburg war eine überzeugende Ergänzung an der zweiten Gitarre. Der Drummer ließ sogar offbeats hart grooven und hat eine knallende Snarehand.

Doch: Da ist kein Funke, wenn das Publikum einen entfacht, pustet Bernard ihn an diesem Abend aus. Er singt gut, aber es bleibt nicht eine Zeile hängen.

Höhepunkt dieser Tiefpunkte: Man darf Drumsolo, Basssolo und Gitarrensoli erwarten bei diesen Clubgigs, aber ein irre langes Gitarrensolo (ohne Band), direkt dahinter ein Drumsolo (gut, aber der Hörer hat Band gebucht) und dann ein Basssolo (super funky und rockig und auch netterweise recht kurz) machen dann 40 Minuten aus, gefühlte drei Stunden.
Für Experten zur Verdeutlichung: Emotionaler Höhepunkt des ganzen Konzertes bleibt der klassische Slowblues!

Trotzdem ein toller Abend: Superclub, noch bessere Musiker, einige tolle individuelle Grooves und  Sounds.

Nur: Es fehlt dem Bernard der Regisseur, der sagt: Ein Abend braucht auch so etwas wie eine minimale Dramaturgie.

 

27 Jan.

Geschafft und Lyko als Lohn

Der Herbert aus Werden

Der Herbert aus Werden

Das ist ja höhere Logistik, so einen Stapel Tüten in das Album zu bekommen. Jetzt habe ich auch einen Stapel Doppelte; und den Knebel, was ja auch ein Wahl-Werdener ist. Wie jung der Rehhagel ist!

Sieht der junge Rehhagel nicht aus iwe Manuel Neuer?

Sieht der junge Rehhagel nicht aus iwe Manuel Neuer?

27 Jan.

Die Männer mit den Stapeln

POmmesIch muss mal mit dem Kleben beginnen,trotz Wochenende bin ich da noch nicht weiter. Ich habe Alfred Krupp und Willi Lippens fürs Große und Christian für das Heimatliche. Die Tauschbörsen schießen aus dem Boden; und auch bei mir waren schon mehrere Sammler  mit dicken Stapeln, bereit zum Tauschen; leider muss ich sie vertrösten. Habe noch zwei Dutzend ungeöffnete Tüten.

Heute Abend gibt es ein konspiratives Treffen auch mit Werdener Sammlern dabei. Es wird getauscht; und ich muss sagen: Aus Werden kommen meines Wissens zwei ansehnliche Stapel.

Danach müssten die ersten Alben abgeschlossen sein. Da hat eine Region darauf gewartet, sich zu sammeln. Ich hoffe das Ruhrgebiet verliert dabei so als Panini-Thema sein Understatement nicht: Nein, dazu dürfte dieses Sammelalbum nicht führen. Also ich muss jetzt an die Tüten . . . keine Zeit mehr.