An der Haustür konnten in diesem Jahr die Segenswünsche der Sternsinger wegen der coronabedingten Kontaktbeschränkungen nicht überbracht werden. Auch Spenden für die Kinder in aller Welt konnten nicht auf gewohnter Weise gesammelt werden. Aber das Geld wird umso dringender für Bildungsprojekte und jegliche andere Hilfen benötigt.
Deshalb wurden die Jugendlichen der Kamillusgemeinde kreativ: In Christi Himmelfahrt in Fischlaken saßen am vergangenen Samstagvormittag Jugendliche unter dem Vordach der Kirche und am Sonntagvormittag im Vorraum von St. Kamillus in Heidhausen, um auf die Aktion hinzuweisen. Segensaufkleber und Handzettel lagen bereit und die Jugendlichen konnten reichlich Spenden entgegennehmen.
Da die Kamilluskirche täglich zwischen 8 und 18.30 Uhr geöffnet ist, liegen Segensbänder und Handzettel noch zwei Wochen im Vorraum zum Mitnehmen aus. Der Opferstock hinter der Glastür auf der rechten Seite steht genau so lange für die Sternsingeraktion zur Verfügung. Wer lieber eine Spende für die Aktion von zuhause aus überweisen möchte, kann dies auf folgendes Konto des BdKJ Diözesanverbands tun: IBAN: DE14 3706 0193 2001 4930 20BIC: GENODED1PAX .
Mit festlich geschmückten Traktoren und weihnachtlicher Musik im Gepäck sind Landwirte aus ganz NRW am Wochenende auch durch Werden Stadt und Land gefahren, um weihnachtliche Stimmung zu verbreiten.
Der Ortsbus
kommt: Mit dem Fahrplanwechsel zum 7. Januar 2021 rollt auch der
lange diskutierte und angekündigte Kleinbus als Ringlinie im
20-Minuten-Takt durch Werden Land. Doch nicht alle stimmt das neue
Angebot, das ursprünglich Teil des ansonsten gescheiterten Werdener
Verkehrskonzeptes war, glücklich: Anwohner rund um die
Ruhrlandklinik fühlen sich im wahrsten Sinne des Wortes abgehängt.
Wenige Wochen später bringt CDU-Ratsherr Ulrich Beul gute
Nachrichten: „Der neue 190- er wird zukünftig auch zum Heidhauser
Platz und wieder zurück fahren“, verspricht der neue
Aufsichtsratsvorsitzender der Ruhrbahn. Durch diesen zusätzlichen
Ast werde der Heidhauser Platz eine Art Knotenpunkt mit guten
Umsteigemöglichkeiten.
Vor manchen Läden
bildeten sich noch einmal lange Schlangen: Für die letzten zwei Tage
vor dem Lockdown brauchte man in der Werdener Innenstadt nicht nur
wetterfeste Kleidung, sondern auch Geduld. Die Händler zeigen
Verständnis für die Maßnahmen, haben aber Sorge um ihr tägliches
Brot. Sie hoffen, dass die Werdener sich bestellfreudig zeigen und
die lokalen Online-Angebote wahrnehmen.
Wenig
vorweihnachtliche Stimmung herrscht in den frühen Morgenstunden des
ersten Adventsonntags beim Werdener Bürger- und Heimatverein (WBHV):
Denn der Werdener Wiesn-Wirt Mali Sirin berichtet, dass der von ihm
gesponserte Tannenbaum, der vor seinem Biergarten aufgebaut war, in
der Ruhr schwimmend gesichtet wurde.
Wegen der
steigenden Infektionszahlen sagen nach und nach sämtliche Kirchen in
Werden Stadt und Land ihre Weihnachtsgottesdienste ab. Stattdessen
gibt es Alternativen online und am Telefon. Auch auf
Radio-Gottesdienste verweisen die Gemeinden.
„Wir sind sehr
erfreut – und auch ein bisschen stolz“, sagt Peter Bankmann.
Grund der Freude für den Freundeskreis Gartenhaus Dingerkus, dem er
vorsitzt, ist eine Auszeichnung der Stadt Essen: Erstmals in diesem
Jahr hat sie den Heimat-Preis ausgelobt – und der Freundeskreis,
der sich seit zehn Jahren um die Belebung des Kleinods am Rande der
Werdener Altstadt kümmert, hat den ersten Platz gewonnen – und
damit 7000 Euro. Ein schöner Lichtblick in einem Jahr, das ansonsten
auch für die Dingerkus-Freunde rar an Höhepunkten war. Dabei sollte
2020 ein besonderes Jahr werden für die engagierte Runde:
„Eigentlich wollten wir im August ausgiebig unser zehnjähriges
Bestehen feiern mit offenem Garten und Musikprogramm“, so Peter
Bankmann.
In seiner Jugend
fuhr Max Stahr großen Erfolgen auf dem Rennrad entgegen. Nun setzt
sich der einstige Leistungssportler in der Bezirksvertretung IX für
ein harmonisches Miteinander aller Verkehrsteilnehmer ein: Als neuer
Mobilitätsbeauftragter will der 29-Jährige den Spagat meistern,
Rad- und öffentlichen Nahverkehr zu fördern, ohne die Autos in eine
Sackgasse zu befördern. Die Werdener Nachrichten durften den
Werdener Jungpolitiker in seiner Wohnung in Werden besuchen.
Die
Restcent-Aktion hat bei den Mitarbeitern des St. Josef Krankenhaus
Werden eine lange Tradition: Bei der Auszahlung des Monatsgehalts
verzichtet ein Großteil von ihnen freiwillig auf die Cent-Beträge
hinter dem Komma. Für den Einzelnen sind das nur kleine Beiträge im
Monat, in der Summe können sie allerdings viel bewirken: 609,28 Euro
kamen im Laufe des letzten Jahres auf diesem Weg zusammen. „Wir
alle entscheiden gemeinsam über den Zweck der Gelder – in diesem
Jahr möchten wir das Christliche Hospiz hier in Werden
unterstützen“, sagt Betriebsratsvorsitzender Kasimir Schlimok bei
der Scheckübergabe.
Die Erzieherin,
Natur- und Waldpädagogin Henrike Galla und die Gesundheits- und
Kinderkrankenpflegerin Johanna Knaup engagieren sich seit vielen
Jahren für Familien im Stadtteil. Glücklich lachende Kinder und
ratsuchende Eltern sind ihr Metier. Nun tun sie sich mit „Gemeinsam
Wachsen“ zusammen und bieten Kurse an für Familien, Eltern,
Kinder. Am Frielingsdorfweg in Heidhausen war genau das richtige
Raumangebot frei. Beide machen damit aus der Not eine Tugend, denn
fast zeitgleich mussten ihre bisherigen Räume aufgegeben werden. Die
Elternschule Werden schloss ihre Pforten.
Dirk Uhlenbrock
ist niemand, der Dinge einfach als gegeben hinnehmen mag – auch
nicht den Ort, in dem er lebt. Wenn er durch seine Heimat Werden
streift und dabei die Begebenheiten der Landschaft und der
Architektur, die ihm dabei begegnen, in Augenschein nimmt, dann fragt
er sich zusehends, „warum die die Dinge so sind, wie sie sind“.
„Dabei bin ich darauf gestoßen, dass vieles mit der Geschichte des
Werdener Stifts zusammenhängt.“ Mit seiner so entfachten
Leidenschaft für Heimatgeschichte will der Grafiker nun andere
anstecken: Zusammen mit dem Buchhändler Thomas Schmitz bringt er die
neue Heftreihe „Wadden Kladden – Werdener Heimathefte“ heraus.
Die Sicht auf den
Schulalltag durch die Augen der Schüler des Kunst-Leistungskurses
der Jahrgangsstufe 12 am Gymnasium Werden fand die Kurslehrerin
Alexandra Gollan beeindruckend. „Nach den Schulschließungen und
der ungewissen Zeit in den Ferien zeigten die Schüler ihren
subjektiven Blick auf den Schulalltag, der geprägt ist von vielen
Regeln, Social Distancing und dem Versuch, ein bisschen Normalität
einkehren zu lassen. In diesen Fotografien zeigten die jungen
Künstler ihre Eindrücke und transportieren dies in künstlerische
Fotoserien, die mehr zeigen sollen als nur die reine Dokumentation.“
Man glaube als Lehrer häufig, man wüsste, was die Schüler so
denken, sagte die Alexandra Gollan im Interview. Diese Fotoserien
allerdings hätten ihr gezeigt, dass man bisweilen doch nicht eine so
klare Vorstellung davon habe.
Die Essener
Kindertageseinrichtung St. Kamillus eröffnet Anfang 2021 eine neue
Waldgruppe. Die Gruppe wird in einem Bauwagen auf dem Außengelände
der Kita untergebracht, soll die meiste Zeit jedoch im nahe gelegenen
Waldgebiet verbringen. Im Dezember bereits wurde der Bauwagen für
die neue Naturgruppe geliefert.
Folkwang-Studenten beim „Kunstspaziergang“ auf der Brehminsel.
Kultur in Zeiten
von Corona: Proben können Studenten der Folkwang-Universität
momentan nur sehr eingeschränkt – in Gruppen können sich die
angehenden Künstler gar nicht treffen. Die Choreografie-Studenten
Mateusz Bogdanowicz und Manuel Zeza haben eine Lösung gefunden: Mit
Tanzstudenten treffen sie sich regelmäßig zu „Kunstspaziergängen“
auf der Brehminsel. Dort fotografieren und filmen sie Tänzer wie
Lucas Lopes Pereira. Die Videos, die aus dieser Performance
entstehen, kann man sich später im Internet anschauen.
Zu seinem 85.
Geburtstag am 7. Mai hatte das Werdener CDU-Urgestein Hanslothar
Kranz hinter der LudgerusBasilika, unweit des Kräutergartens, einen
Baum, eine Amerikanische Felsenbirne gepflanzt. Dabei bat er statt
persönlicher Geschenke um eine Spende für die soziale Einrichtung
„Raum 58“. Diese hat er nun an die Sozialeinrichtung im Essener
Nordviertel weitergegeben. Einen Gesamtbetrag von 3500 Euro hat
Hanslothar Kranz mit seiner Spendenaktionen zusammenbekommen: „Dafür
möchte ich mich bei allen Spenderinnen und Spendern herzlich
bedanken.“
Mit festlich geschmückten Traktoren und weihnachtlicher Musik im Gepäck sind Landwirte aus ganz NRW auch durch Werden Stadt und Land gefahren, um weihnachtliche Stimmung zu verbreiten. Denn auch wenn Corona allerorts die Stimmung trübt, wollen die im Verein „Land schafft Verbindung“ organisierten Bauern, Kinderaugen zum Leuchten bringen. Daher klapperten sie bei ihrer Tour viele Kinderkrankenstationen und Einrichtungen für kranke oder benachteiligte Kinder ab und verteilten dort kleine Geschenke. Zu den Organisatoren gehörte auch der Werdener Landwirt Thomas Leuchten.
Wenn irgendwo auf
der Welt Menschen in kleinen Booten auf dem gewaltigen Ozean treiben,
Naturkatastrophen Menschen entwurzeln, Mächtige Kriege entfesseln
oder ein Virus wahllos Leben vernichtet, ziehen die meisten den Kopf
ein. Einer, der seit 40 Jahren loszieht, um zu helfen, ist der
Werdener Kinderarzt mit der kleinen, starken und umsichtigen
Hilfsorganisation Cap Anamur. Dr. Strahl arbeitete zwölf Jahre
ehrenamtlich im Vorstand, davon acht Jahre als dessen Vorsitzender.
Mit nur fünf Mitarbeitern in der Kölner Verwaltung und 15
Vereinsmitgliedern ist Cap Anamur sorgfältig mit der Verwendung der
gespendeten Gelder und dabei sehr effektiv. Damit das auch so bleibt,
gab der 76- jährige dankbar und gern seine Aufgabe an einen jüngeren
Nachfolger ab, will aber weiterhin aktiv mitmachen.
Bereits im Sommer
hat die Ernst von Siemens Musikstiftung den während Corona-Pandemie
aufgelegten Folkwang Hilfsfonds mit einer großzügigen Fördersumme
unterstützt. Jetzt gibt die Stiftung weitere 65.800 Euro an
finanziell in Not geratene Folkwang Studierende aus den
Musikstudiengängen.
Ruhig ist es
geworden um die Idee des Lichtkunstwerks „Brückenschlag“, mit
der die Künstler Prof. Norbert Thomas und der Architekt Dieter
Michael die Gustav-Heinemann-Brücke aufwerten wollen. Doch hinter
den Kulissen arbeiten die Initiatoren immer noch daran, dass aus
ihrer Idee Realität wird. So hoffen sie, dass ein wichtiger Schritt
im Zuge der geplanten Brückensanierung umgesetzt werden kann.
Viel Zeit, seine
Dinge zu ordnen, Klavier zu spielen und über das nachzudenken, was
daheim bedeutet. Nicklas John spielte während des ersten Lockdowns
im Bürgermeisterhaus. Sein Spiel ermunterte den Musiker Carsten
Linck, dem 23-jährigen anzubieten, seine erste CD mit dem im
Bürgermeisterhaus dafür ebenfalls vorhandenen Equipment
aufzunehmen. Diese CD entfaltet durchaus Sog-Wirkung und endet, für
einen Jazz-Pianisten ungewöhnlich, mit dem Steiger-Lied.
Im Rahmen der Caritas-Aktion „Freude schenken“ wurden in der
Gemeinde St Kamillus 50 Pakete gepackt und in den beiden Kirchen in
Heidhausen und Fischlaken abgestellt. Auch die beiden katholischen
Kindergärten beteiligen sich seit einigen Jahren an der Paketaktion.
Die Eltern haben mit ihren Kindern liebevoll 49 Pakete gepackt. Diese
wurden für Frauen und Kinder im Essener Frauenhaus abgegeben. Schon
seit Jahren erhalten die Frauen im „Café Schließfach“ diese
Pakete, die in diesem Jahr wegen Corona auf mehreren kleinen
Weihnachtsfeiern zur Mitnahme übergeben werden.
Die
FUNKE Mediengruppe, zu der auch die Werdener Nachrichten gehören,
ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Davon betroffen sind
zahlreiche Computersysteme im gesamten Bundesgebiet – auch unsere
Redaktion und unser Druckhaus. Die Weihnachtsausgabe der Werdener
Nachrichten kann deshalb nicht erscheinen. Da der Angriff auf die
Systeme weiter andauert und die IT-Technik Zeit braucht, um den
Schaden zu beheben, müssen auch die Leser auch auf die beiden
kommenden Ausgaben verzichten. Als Ersatz erscheinen die
traditionellen Neujahrsgrußworte, der Jahresrückblick 2020 und
weitere Geschichten online auf waddische.de.
Die Redaktion der
Werdener Nachrichten hofft, ihre Leser bald wieder in gewohnter Form
mit den Werdener Nachrichten versorgen zu können!
Zum unverbindlichen St. Martinsspaziergang machten sich die Werdener in die Altstadt auf.
„Katastrophe“,
„absolutes Unverständnis“, „politische Willkür“:
Gastronomie und Kultur sind besonders betroffen von dem zweiten
Lockdown, den Bund und Länder unter Führung von Bundeskanzlerin
Angela Merkel am Mittwochnachmittag per Telefonschalte zur Eindämmung
des Coronavirus beschlossen haben. Bei den Werdener Gastwirten und
Kulturschaffenden herrscht entsprechendes Entsetzen darüber, dass
sie gezwungen sind, ab Anfang November erneut ihre Arbeit im
gewohnten Maße einzustellen.
Die erste Woche
des „Lockdown Lights“, in dem coronabedingt Gaststätten ebenso
geschlossen blieben müssen wie Kosmetikstudios und
Kultureinrichtungen, geht zu Ende. Und wenn man das Ziel im Kopf hat,
dass diese Maßnahme die Menschen dazu bringen soll, daheim zu
bleiben, um so Kontakte zu reduzieren, dann reicht ein Blick zu den
Mittagsstunden auf die Straßen in der Werdener Altstadt, um
festzustellen: Der Plan könnte aufgehen.
Bereits seit der
ersten Corona-Welle sind die Besuchsregelungen in den Werdener und
Essener Krankenhäusern stark eingeschränkt. Seit Anfang November
gibt es nun wieder ein generelles Besuchsverbot an allen Essener
Krankenhäusern. Die Kliniken Essen Mitte, zu denen das Evangelische
Krankenhaus Werden gehört, weichen von dem generellen Besuchsverbot
ab und setzen individuelle streng Besuchsregelungen um.
Der Vorstand des Werdener Werberings lässt die Weihnachtsbeleuchtung erstrahlen.
„Wir wollen ein
wenig Weihnachtsstimmung in die Altstadt bringen – trotz allem“.
Zusammen mit seinem Vorgänger, dem immer noch umtriebigen Rolf
Sachtleben, liefert Peter Allmang, Geschäftsführer des Werdener
Werberings, rund 30 Tannenbäume aus, die vor den Geschäften der
Fußgängerzonen stehen sollen: Die Geschäftsleute haben dafür
Baum-Patenschaften übernommen, schmücken „ihren“ Baum, pflegen
– und entsorgen ihn nach der Weihnachtssaison. Mit „trotz allem“
meint Allmang vor allem die Beschränkungen, die die Maßnahmen zur
Eindämmung der Corona-Pandemie mitbringen. Diese haben schon viele
Pläne durchkreuzt – so wird es nun am 5. Dezember doch keine
Nikolaus-Aktion für Kinder geben. Und am verkaufslangen Samstag wird
die Weihnachtsbeleuchtung um 18 Uhr zwar offiziell eingeschaltet –
aber ohne das eigentlich vorgesehene Rahmenprogramm. Viele Geschäfte
haben bis dahin schon längst geschlossen.
Gabriele
Kipphardt ist die neue Bezirksbürgermeisterin: Damit steht erstmals
eine Frau der Bezirksvertretung (BV) IX für Werden, Kettwig und
Bredeney vor. Mit der großen Einigkeit scheint es aber vorbei zu
sein in dem Gremium: Anders als noch vor sechs Jahren, als der
Bezirksbürgermeister und seine Stellvertreter mit einer gemeinsamen
Liste vom Stadtteilparlament einstimmig gewählt wurden, sind nun
zwei konkurrierende Listen gegeneinander angetreten. Und erstmals
gibt es ganze vier Stellvertreter – „zu einem hohen Preis“, wie
die SPD glaubt. Die Sozialdemokraten kritisieren das
„Postengeschacher“.
Für viele ist
Werdener ist er ein Buh-Mann: Dem Eigentümer des Grundstücks an der
Forstmannstraße, auf dem bis vor gut zwei Jahren das sogenannte
Kaiser-Friedrich-Haus stand, wird zuweilen unterstellt, nur auf
Rendite aus zu sein und dafür eine Verschandelung des Stadtbildes in
Kauf zu nehmen. Thomas Schlipköther bricht nun jedoch eine Lanze für
ihn: „Lange Zeit hat er alles gegeben, um das Gebäude zu
erhalten“, stellt der diplomierte Bauingenieur fest. Hoffnungen,
dass sich bald etwas tut in der Baugrube, kann jedoch auch er nicht
wecken. Vor allem steigende Preise in der Baubranche macht er für
den Stillstand verantwortlich.
Das Pferd Kalle
hat in seiner langen Lebenszeit unzählige Martinszüge angeführt.
So ganz auf die Tradition verzichten sollten die Heidhauser Kinder
auch in diesem Jahr nicht darauf, trotz Martinszugsverbot. Hunderte
warteten in kleinen Gruppen und mit bunten Laternen geduldig, bis sie
Pferd und Reiter gemächlich kommen sahen.
Zum
unverbindlichen St. Martinsspaziergang machten sich die Werdener in
die Altstadt auf. Wer Glück hatte, kam durch die Bedastraße: Die
Laternen im Baum, kleine Lichtergrüße – selbst ein Bus wurde mit
Lichterkette in Szene gesetzt. Auch in der Ludwigstraße war es
beschaulich. Die Kinder suchten ihre Bilder, die sie im Malwettbewerb
eingereicht hatten, in den Schaufenstern. Über den Sieger
informierte der Schaukasten von St. Ludgerus. Die Messdiener sammeln
für das Spatzennest. Das Martinsspiel steht auf Youtube:
„Martinsspiel der Messdiener St. Ludgerus Essen-Werden“.
Viele helfende
Hände der örtlichen Vereine haben dafür gesorgt, dass auch im
Corona-Jahr Weihnachtsbäume in Werden Stadt und Land wieder
adventliche Stimmung verbreiten.
Mittags weht ein
leckerer Küchenduft durch die Räume der Kita am Schwarzen. Wenn man
hereinkommt, beginnt rechter Hand das Reich von Petra Arntz. Auch
heute kocht sie wieder über 80 Mittagessen für Kinder und Personal.
Gute und gesunde Ernährung ist auch im Jona-Familienzentrum wichtig.
Seit 25 Jahren sorgt die passionierte Köchin dafür, dass jeden
Mittag ein leckeres Essen frisch auf den Tisch kommt.
Aus Werden und
Heidhausen-Fischlaken erhält der CDU-Bundestagsabgeordnete Matthias
Hauer Rückenwind für seine erneute Kandidatur bei der Wahl im
kommenden Jahr. Die meisten Ortsverbände aus Hauers Wahlkreis haben
ihre Unterstützung bereits durch entsprechende Voten zum Ausdruck
gebracht, ebenso auch Vereinigungen wie die örtliche Junge Union.
Eine Ausnahme bildet ausgerechnet sein Heimat-Ortsverband Bredeney,
der Hauer diese Unterstützung versagt hat.
Eigentlich sind
sie ein schöner Anblick, die Kopfweiden, die den Leinpfad zwischen
Werden und Kettwig umrahmen und ihm vom Am Staadt aus einen
Allee-artigen Charakter verpassen. Doch wegen vernachlässigter
Baumpflege könnten diese zu einem „erheblichen Risiko für
Fußgänger und Radfahrer“ werden: Das jedenfalls befürchtet
Ludger Hicking-Göbels, Fraktionsvorsitzender der Grünen in der
Bezirksvertretung IX (Werden/ Kettwig/Bredeney).
Erfolg für
Spürnase Teddy: Der Essener Polizeihund stellte in Fischlaken einen
mutmaßlichen Autoknacker. Des Nachts durchwühlte ein Mann mit
leuchtender Taschenlampe den Innenraum eines Nissan Micras. Die
Polizisten erwischten den Eindringling noch auf frischer Tat.
Mehreren Aufforderungen eines Diensthundeführers, sofort aus dem
Auto auszusteigen, ignorierte er. Stattdessen hielt er es für klug,
sich in dem Wagen zu verschanzen. Dabei hatte er die Rechnung ohne
den Dienstrüden „Teddy“ gemacht. Der dreijährige dänische
Schäferhund unterstützte seine Kollegen mit einem beherzten Biss,
so dass die Einsatzkräfte den Mann gefahrlos aus dem Nissan ziehen
konnten.
Im Gottesdienst
am 8. November in der Evangelischen Kirche Werden wird Vikarin Hannah
Metz zum Dienst einer Pfarrerin ordiniert. „Die Zeit meines
Vikariats in der Kirchengemeinde Werden war für mich eine sehr
bereichernde und spannende Zeit, gefüllt mit vielen wertvollen
Begegnungen und berührenden Momenten. Dafür bin ich sehr dankbar“,
zieht Hannah Metz ein positives Fazit der vergangenen Jahre. „„Nun
freue ich mich auf neue Herausforderungen als Pfarrerin zur
Anstellung in der Emmaus-Gemeinde.“
Für die
ehrenamtliche Leitung katholischer Begräbnisfeiern hat das Bistum
Essen jetzt acht weitere Männer und Frauen beauftragt. Sie haben den
Qualifizierungskurs für dieses Ehrenamt absolviert und am
Donnerstagabend bei einem Gottesdienst im Werdener
Kardinal-Hengsbach-Haus ihre Urkunde und ihre liturgischen Gewänder
erhalten.
„…Denn ich
will euch eine Zukunft und eine Hoffnung geben“: Unter dieser
adventlichen Zusage des Propheten Jeremias steht in diesem Jahr die
Aktion „Offene Kirche im Advent“, durchgeführt als ökumenische
Aktion für Interessierte aller christlichen Gemeinden. Die offene
Kirche soll zu Momenten der Besinnung und Ruhe einladen oder bei
Andacht, Meditation und Musik auf Weihnachten vorbereiten. Jeweils
wöchentlich angeboten werden Andachten zu Themen des Advents und
instrumentale Musik mit adventlichen Texten in der Kirche Christi
Himmelfahrt, eine Schweigemeditation in der Kirche St. Kamillus und
„Bibel teilen“ in Videoschaltung.
Das Presbyterium
der evangelischen Kirche Werden und der Gemeinderat der katholischen
St. Ludgerus Gemeinde Werden haben beschlossen, den „Klimaentscheid
Essen“ zu unterstützen.
Der 18. Band der
„Geschichten aus der Werdener Geschichte“ ist wieder ein Kessel
Buntes aus der Vergangenheit. Zwölf interessante Beiträge
versammelt der Band. Zum Beispiel widmet sich Edith Tekolf der ersten
für Werden gefertigten Teschemacher-Orgel zu deren 250. Jahrestag
und verfolgt die Reise der ersten Orgel, die niemand abkaufen wollte
und die schließlich verschenkt wurde.
Die Werdener
Krankenschwester Chiquita Mischke ist im Alter von 86 Jahren nach
einer Covid-19-Infektion in ihrer Wahlheimat Rumänien in
Dudestii-Noi bei Temeswar verstorben. Ihr Lebenswerk war der Aufbau
und die Leitung des „Haus Lebensquell“ für schwerstbehinderte
Kinder in Rumänien.
Die Fachklinik Kamillushaus ist am Aktionstag zur Erinnerung an die allgegenwärtige Gewalt an Frauen in oranges Licht getaucht.
Um auf die immer
noch allgegenwärtige Gewalt an Frauen weltweit aufmerksam zu machen,
hat die Zonta Initiative die Aktion „Orange your City“ (Mach
deine Stadt orange) ins Leben gerufen. Auch die Fachklinik
Kamillushaus hat sich der Initiative angeschlossen und am Aktionstag
die gesamte Klinik in oranges Licht getaucht. Orangene Schirme
schmückten sämtliche Fenster und Mitarbeiter zeigten vor dem Haus
Flagge
Deniz Cakir und
seine Frau Paula Archangelo haben reichlich Zeit für jeden Besucher
an den Einweihungstagen in der neuen Physiotherapie-Praxis
„Bewegungsfarben“. Die „Party“ findet zeitversetzt mit
Terminen und auf Abstand statt. Paula Archangelo tanzte bis zum Juli
2019 im Aalto. Dann kam ihr drittes Kind mit Deniz Cakir, ein Mädchen
nach zwei Jungs. Das lässt sich mit einem Job als Managerin in der
Praxis wohl besser verbinden. Von seinem elften bis zu seinem 31.
Lebensjahr tanzte Deniz Cakir in professionellen Compagnien. Im
ehemaligen Reisebüro direkt gegenüber der Kirche von St. Kamillus
haben sich die beiden mit viel Fingerspitzengefühl eingerichtet.
Über den ersten
Platz des beim GFOS-Innovationsawards können sich zwei Werdener
Schüler freuen: Sophie und Niklas Jäger haben den von dem Essener
Softwareunternehmen gewonnen, der junge Talente im Bereich IT und
Softwareentwicklung fördern soll. Unterstützt wurden sie vom
Informatiklehrer Michael Albrecht.
Es hätte kaum
ein besserer Zeitpunkt gefunden werden können, um den Imagefilm des
Gymnasiums Werden fertig zu stellen: Nun, in Zeiten von ausgefallenen
Tagen der offenen Tür, können die Interessierten virtuell spazieren
gehen. Filmemacher Dirk Gion und sein Team haben das schwere
Informationspaket leichtfüßig und abwechslungsreich in Szene
gesetzt.
Joe Biden ist der
46.Präsident der USA. Und das mediale Hin und Her, das fast schon
einem Krimi glich, ging natürlich auch an der Schule nicht vorbei:
„Es war zwar nicht der von uns vermutete Erdrutschsieg Bidens, aber
ich freue mich, dass meine Schülerinnen und Schüler richtig getippt
haben“, erklärt Svenja Rusch, Englischlehrerin am Werdener
Gymnasium. An der Schule hat ein Projekt zur US-Präsidentschaftswahl
stattgefunden.
Die Werdener
Nachrichten starten mit der Werdener Fortsetzungsgeschichte „Der
Sommeridiot“: Im Zentrum steht Christian Schwarz, ein Junge, der in
den Sechzigerjahren in Werden aufwuchs. Er hat hier, wie er es selbst
empfindet, seine Kindheit durchlitten. Für ihn war sie viel zu
katholisch. Er ist aber auch etwas bekloppt: Er glaubt, bei seiner
Geburt im St. Josefs-Krankenhaus in Werden vertauscht worden zu sein.
In Wirklichkeit sei er ein Spross der Krupp-Familie. Zum Glück ist
Christian Schwarz nicht identisch mit seinem Autor Ludger Fischer,
der sich diesen altklugen Knaben bloß ausgedacht hat.
Mit 50 Mal Platt
durch das Jahr: Die Werdener Nachrichten feiern die 50.
Waddisch-Platt-Kolumne der KommOmend-Gruppe mit einer Sonderseite –
natürlich op Waddisch.
Zwei Tage vor
Beginn des erneuten Lockdowns steht noch ein Pokalspiel an. Nach
einem souveränen Erfolg konnten die Werdener Herren mit einem
Lächeln in die Zwangspause gehen. Gegen SuS Niederbonsfeld gewinnt
der SC Werden-Heidhausen I mit 7:2.
Dass momentan die
Fitnessgeräte Pause haben in der Sporthalle des Essen-Werdener
Ruder-Clubs von 1896 am Hardenbergufer, daran sind nicht nur die
Beschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie Schuld.
Rudergeräte und Hantelbänke sind mit Folien bedeckt, die
Vereinsmitglieder haben Klimmzugstangen und andere Geräte
weggeräumt, um Platz zu schaffen für die Handwerker, die nun die
längst fällige Sanierung vornehmen können: Heizungsanlage und
Beleuchtung werden modernisiert. Das Geld für die Sanierung kommt
aus dem Landesförderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“: Von
den insgesamt 300 Millionen Euro haben bislang 1000 Sportvereine in
ganz NRW profitiert.
Wolfgang Roggenkamp, Peter Baumgärtner und Jan Bierther (v. l.) spielen im Livestream.
Die Reihe „Jazz im JuBB“ um den Werdener Jazz-Gitarristen geht auch in diesem Jahr weiter: Und das bereits am Donnerstag, 14. Januar. Da die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie allerdings zurzeit keine Live-Konzerte erlauben, bleibt der Saal des Jugendzentrums am Wesselswerth leer, wenn um 20 Uhr Wolfgang Roggenkamp und Peter Baumgärtner zusammen mit Bierther loslegen. Dafür lässt sich das Konzert im Internet via Livestream verfolgen.
Wolfgang Roggenkamp ist ein Virtuose an der Hammondorgel. Er tourte durch die ganze Welt – Südamerika, Kuba, Indonesien, Afrika, USA und natürlich ganz Europa – und arbeitete dabei mit unzähligen Künstlern zusammen wie Stan Webb, Luther Allison, Nippy Noya, Helmut Hattler, Jan Akkermann, Pete York, Gregor Hilden oder auch Ben Becker und Nina Hoss. Roggenkamp, der auch Stipendiat am Berklee College of Music in Boston war, ist zudem ein an der Folkwang-Hochschule ausgebildeter Schlagzeuger.
In Werden bleibt
er aber an den Tasten und wird dort von Peter
Baumgärtner am Schlagzeug unterstützt, einer der
bekanntesten deutschen Jazzschlagzeuger, auf unzähligen Tonträgern
zu hören und auch künstlerischer Leiter der Hildener Jazztage.
Das durchaus klassische Jazztrio wird natürlich durch Jan Bierther an der Gitarre komplettiert, dem künstlerischen Leiter von Jazz im JuBB.
Der Zugang ist frei; dies wird ermöglicht durch den Coranafond der Stadt Essen und die Unterstützung von Edeka Diekmann und Delikatessen Hüls. Um dabei zu sein, muss man sich am 14. Januar um 20 Uhr auf den Youtube-Kanal „Live im JuBB“ begeben.
Herbert Knebel gratuliert den Deutschen Fairtrade-Meistern: Das Mariengymnasium wird beim Nachwuchspreis des Fairtrade Awards mit dem ersten Platz ausgezeichnet.
„Ich bin keine
Heuschrecke.“ Horst Giesen verteidigt sich gegen Kritik an seinen
Plänen für das alte Postgebäude an der Hufergasse: Er will als
Eigentümer das Haus abreißen und dort und auf dem benachbarten
Parkplatz, den er dafür von der Stadt abkaufen will, einen
Discounter sowie Studentenwohnungen errichten lassen – die Fassade
zur Hufergasse soll dabei erhalten bleiben. Auf Gewinn sei er bei
diesem Projekt nicht aus, beteuert der Werdener Unternehmer: Ihm gehe
es vor allem um die Belebung der Altstadt.
Nachdem das
Oberverwaltungsgericht Münster nach einer Klage der Gewerkschaft
Verdi auch den für den 4. Oktober geplanten verkaufsoffenen Sonntag
in der Essener Innenstadt verhindert hat, hat der Rat der Stadt Essen
die bereits erteilten Genehmigungen für die ursprünglich am 25.
Oktober und 29. November geplanten verkaufsoffenen Sonntage in der
Werdener Altstadt wieder einkassiert. Nun plant der Werbering am 21.
November einen langen Samstag bis 18 Uhr, an dem die
Weihnachtsbeleuchtung eingeschaltet werden soll.
2020 ist kein
gutes Jahr für die Hotelgastronomie – und bislang gibt es keine
Aussicht auf Besserung. Corona und die aus der Pandemie
resultierenden Bestimmungen machen der Branche schwer zu schaffen.
Wie viele Branchen war auch das Hotelgewerbe vom Lockdown betroffen.
„Von März bis Ende Juli hatten wir komplett geschlossen“,
berichtet Petra Gastgeb, die mit ihrem Mann Helmut seit 1992 das nach
ihnen benannte Hotel führt. Seitdem sie wieder die Pforten des
Hotels öffnen dürfen, „plätschert es so langsam vor sich hin“,
so Gastgeb. Viele Betten in den 15 Gästezimmern bleiben leer.
„Du standst
auch hinter unpopulären Entscheidungen der BV und hast diese auch
stets selbstbewusst in der Öffentlichkeit vertreten – dazu gehört
Rückgrat.“ Mit diesen Worten hat Bezirksbürgermeister Benjamin
Brenk seinen Vorgänger Michael Bonmann während der Sitzung der
Bezirksvertretung IX (Werden/Kettwig/Bredeney) verabschiedet. Und
damit zeigt der Sozialdemokrat Brenk, dass der Christdemokrat Bonmann
in dem Stadtteilparlament den Respekt genießen konnte, den dieser in
seiner eigenen Partei vermisst hatte. Es ist die letzte Sitzung der
„alten“ BV, bevor sich im November die neue Bezirksvertretung IX
konstituiert.
„Seit in
irgendwelchen Hinterzimmern vor fünf bis sechs Jahren beschlossen
wurde, dass eine Kita im Löwental gebaut werden soll, ist die
Stimmung zwischen Jugendamt und Bezirksvertretung gereizt. Und hier
setzt sich das jetzt fort.“ Michael Bonmann macht seinem Ärger in
seiner letzten Sitzung als Bezirksvertreter im Kettwiger Rathaus
Luft. Anlass ist die Vorstellung des Sachstandsberichts der
Verwaltung zum geplanten Ausbau der Kinderbetreuungsangebote im
laufenden Kindergartenjahr. Eigentlich sollte die Bezirksvertretung
IX (Werden/Kettwig Bredeney) den Bericht nur zur Kenntnis nehmen.
Doch das Stadtteil-Parlament verweigert diese Kenntnisnahme, die doch
eigentlich nur Formsache sein sollte.
Fast drei Jahre
ist es nun her, dass die Bagger anrollten und die Fassade des
Kaiser-Friedrich-Hauses an der Forstmannstraße 27 den Erdboden
gleich machte und damit den Abriss des Gebäudes einleiteten, das
viele Werdener als prägend fürs Stadtbild ansehen. Zu marode sei
das Haus gewesen, um auch nur der Außenfassade den zunächst
ausgesprochenen Denkmalschutz zu gewährleisten. Der Eigentümer will
ein modernes Mehrfamilienhaus an der Stelle bauen, hieß es damals.
Getan hat sich diesbezüglich dort bislang nichts. Die Politik zeigt
sich verwundert über den Jahrelangen Stillstand, der auf den
hastigen Abriss gefolgt ist.
Junge und
werdende Eltern finden in der Propsteistraße 10 bislang einen Ort,
indem sie sich gründlich für den neuen, spannenden Lebensabschnitt
rüsten können: von Kursen und Workshops zur Geburtsvorbereitung
über Yoga-Übungen für Schwangere, Mütter und Kinder und
Baby-Fit-Kurse bis hin zu Kursen, die helfen, spielerisch die
wachsenden Fähigkeiten des Kleinkinds zu fördern. Für solcherlei
Kurse werden Eltern aus Werden Stadt und Land künftig einen weiteren
Weg auf sich nehmen müssen – zum 31. Oktober schließt die
Elternschule Werden, die Leiterin Beate Jörges geht in den
Ruhestand.
Vier Forderungen
stehen im Raum für die Beschäftigten von Bund und Kommunen, auf die
die Arbeitgeber bisher nicht reagiert haben, so Gewerkschaftssekretär
Björn Jadziniski von der Gewerkschaft Verdi: 4,8 Prozent Erhöhung
der Tabellenentgelte, mindestens 150 Euro monatlich mehr.
Auszubildende, Studierende und Praktikanten sollen künftig 100 Euro
mehr erhalten. Dem Aufruf, dafür von Beginn der frühesten
Frühschicht bis zum Ende der spätesten Spätschicht zu streiken,
kamen auch Beschäftigte der Ruhrlandklinik nach. Bei der Kundgebung
versammelten sich 50 Menschen.
84 Kassetten aus dem Nachlass seines Großvaters Prof. Hubert Göbels hat Ludger Hicking-Göbels (r.) an Marc Real für den Werdener Bürger- und Heimatverein übergeben .
84 Kassetten aus
dem Nachlass seines Großvaters Prof. Hubert Göbels hat Ludger
Hicking-Göbels an Marc Real für den Werdener Bürger- und
Heimatverein übergeben: Rappelvoll sind sie mit Aufnahmen der
Kommomend-Treffen der 1980er bis Mitte 1990er Jahre. „Mein
Großvater war einer der letzten, die Waddisch als Muttersprache
gesprochen haben“, berichtet Hicking-Göbbels.
Zwischen den
dunkelbraunen Fachwerk-Balken, die die Vergangenheit einer
traditionellen deutschen Gastwirtschaft atmen, weht ein Duft von
Räucherstäbchen umher, der den indisch anmutenden Wandteppich und
passend mit riesigen Kissen ausgestatteten Sitzecken umspielt. Aus
den Lautsprechern tönen lateinamerikanische Rhythmen – wer sich in
die Rittergasse 25 begibt, der kann mitten in Werden eine kleine
Weltreise unter einem Dach machen. Reiseführerin ist Siri Meder: Die
29-Jährige eröffnet hier am 1. Oktober ihr „Mondcafé“.
Eigentlich könnte
Funda Malca jetzt Lehrerin an einem Gymnasium sein – denn studiert
hat sie auf Lehramt für die Sekundarstunde II. Doch stattdessen
steht sie nun hinter der Theke ihres eigenen Cafés. Denn vor
zweieinhalb Jahren kam ihre Tochter zur Welt. Spätestens da hat sie
erkannt: Auch beruflich wird sie nicht glücklich, wenn sie sich an
junge Erwachsene wendet. Und so stehen nun Kinder für sie im
Mittelpunkt. Sie hat ein neues Familiencafé in Werden eröffnet.
„Kinder dürfen ihre Eltern gerne mitnehmen“, lächelt ihr Mann
Ayhut Malca.
Wechsel beim
Essen-Werdener Ruderclub (EWRC): Seit dem 3. Oktober kümmert sich
eine neue Crew um die Gäste der öffentlichen Gastronomie des
Vereins am Baldeneysee. Drinnen stehen ein gemütlicher Gastraum für
lukullische Genüsse und ein zünftiges Sportlerbier bereit. Draußen
lockt eine großzügige Terrasse mit herrlichem Ausblick auf den See.
Der
Partnerschaftsgottesdiens, ins Leben gerufen vom Beirat für Ökumene
und Partnerschaften im Kirchenkreis Essen, war sehr gut besucht. Die
Sängerin Chioma Igwe und das Vokalensemble unter der Leitung von
Sabine Juchem in der Evangelischen Kirche begeisterten und berührten
Immer noch wissen
viele Menschen nicht, was Hospizarbeit und palliative Versorgung für
schwerstkranke und sterbende Menschen sowie ihre Angehörigen tun
können. Jeder zweite Samstag im Oktober ist Welthospiztag, initiiert
durch die „Worldwide Hospice and Palliative Care Alliance“ und
unterstützt von der Weltgesundheitsorganisation WHO. Ein offenes Ohr
und Zeit zum Zuhören gibt es bei der ungewöhnlichen Aktion der
„Gesprächsbänke“. Am 10. Oktober sitzen von 10 bis 13 Uhr
ehrenamtliche Hospizbegleiter auf Bänken und warten auf
Gesprächspartner: In Werden warten die Zuhörer am Kräutergarten,
auf dem Brehm, an Luciuskirche und Evangelischer Kirche sowie an der
Ecke Grafenstraße / Hufergasse.
Graffiti sorgt
stets für Diskussionsstoff: Für die einen sind die öffentlichen
Wandmalereien ärgerliches Geschmiere, für die anderen ein wichtiger
Teil von Jugendkultur. Auch bei den Werdener Nachrichten gingen in
den vergangenen Tagen Beschwerden ein über die frischen Sprühereien,
die jüngst nicht nur unter der Gustav-Heinemann-Brücke, sondern
auch auf dem neben gelegenen Treppenaufgang vom Ruhrufer prangen. Der
Werdener Künstler Ulf Lorenz verteidigt die Graffiti – nicht nur,
dass sie an dieser Stelle legal seien, sie seien auch wichtig, findet
er: „Jugend braucht Freiraum.“
St. Kamillus und
Jona wollen in Zukunft „ökumenisch Kirche sein“. Im ökumenischen
Gottesdienst in der Jonakirche unterzeichnen die Gemeinden festlich
ihre ökumenische Partnerschaftsvereinbarung, die der Gemeinderat von
St. Kamillus, der Pfarrgemeinderat von St. Ludgerus und das
Presbyterium der Jona-Gemeinde nach intensiven Beratungen beschlossen
haben.
Lange sah es so
aus, als würde das Projekt Bücherschrank auf die lange Bank
geschoben werden. Doch zwei Jahre, nachdem Herbert Schermuly von der
CDU Werden die Initiative angestoßen hatte, wurde der Schrank im
vergangenen Frühjahr endlich aufgestellt. Nun hat die Stadt auch
auch eine Sitzbank neben dem Bücherschrank, den die Bücherfreunde
Werden hegen und pflegen, aufgestellt. So kann man sich gleich vor
Ort in neuen Lesestoff versinken.
Herbert Knebel
gratuliert den Deutschen Fairtrade-Meistern: Das Mariengymnasium wird
beim Nachwuchspreis des Fairtrade Awards mit dem ersten Platz
ausgezeichnet. Für das Mariengymnasium nahmen Lehrerin Katja
Schneider (2. v. r.) und drei Schülerinnen ihres Fairtrade-Kurses
aus der Hand von dem in Werden lebenden Kabarettist Uwe Lyko alias
Herbert Knebel (r.) Urkunde, Siegerplakette und den Gewinnerscheck in
Höhe von 1000 Euro in Empfang
„Ihr habt
gelesen, bis der Arzt kommt“, formulierte es Stefanie Rhein, die
mit dem Kinderpalliativ-Netzwerk zu den Beschenkten der Marienschüler
gehörte. Das Charitylesen „Kinder helfen Kindern“ fand einen
festlichen Abschluss. Tobias Schultz führte durch die Veranstaltung
und machte auch „auf Abstand“ fröhliche Stimmung und
Ellenbogengruß für die Sechst- bis Achtklässler. „Das ist auch
beim vierten Mal ein voller Erfolg“, stellte er fest. Es motivierte
auch in diesem Jahr wieder viele Schülerinnen und Schüler dazu, für
den guten Zweck zu lesen und pro gelesener Seite einen gewissen
Betrag zu spenden. Insgesamt lasen die Schüler 149 997 Seiten.
Dadurch kamen Spenden in Höhe von 7896,50 Euro zusammen. Aufgerundet
8000 Euro wurden aufgeteilt auf: 4000 Euro an das Selbstlernzentrum
und 4000 Euro an das Kinder-Palliativ-Netzwerk Essen.
Bei „Gefangen
in der Welt der Würfel“ geht es um packende Geschichten, die in
der Welt der Videospiel-Reihe „Minecraft“ spielen. „Zwei junge
Gamer werden in das Spiel gezogen und versuchen alles, um wieder
herauszukommen“, erklärte Fabian Lenk den 16 Schülern der
Ludgerusschule, die ihn in der Stadtbibliothek bei einer
Autorenlesung erleben durften.
Das
Sommersemester verlief vollkommen anders als vorhergesehen, denn die
Coronapandemie machte viele Neuplanungen erforderlich und zog große
Veränderungen nach sich. Welche Erfahrungen Studierende der
Folkwang-Universität der Künste mit den zunächst unbekannten
Studienbedingungen gemacht haben und welche Vorstellungen sie daraus
für die weitere Organisation des Studienablaufs haben, schildern
drei von ihnen in einem Interview mit den Werdener Nachrichten. „Über
digitale Projekte konnte ich mit Kommilitoninnen und Kommilitonen im
Ausland in Kontakt sein, ich vermisse den persönlichen Uni-Alltag
aber sehr“, berichtet etwa Mihajlo Milosev, der im ersten Semester
des Masterstudiengangs Professional Performance studiert.
Auch mit dem
Folkwang-Uni-Rektor Andreas Jacob, der jüngst für vier weitere
Jahre im Amt bestätigt wurde, haben die Werdener Nachrichten über
die Erfahrungen aus dem vergangenen Semester gesprochen – und über
das was Studenten und Dozenten im kommenden Halbjahr bewältigen
müssen. Seine Prognose: „Es wird sich hoffentlich langsam alles
wieder zurechtrücken. Bis alles wieder normal läuft, wird es aber
wohl noch zwei Jahre dauern.“
Der kleine Raum
im „Jubb“ bietet den Jazzkonzertbesuchern so viel Platz wie sonst
nicht, denn nach der Sommersaison sind die Konzerte von draußen
wieder nach innen gezogen und die Saalenge hat Abstand Platz gemacht.
„Wir haben wegen Corona statt der vorhandenen 60 Plätze 30
vergeben“, begrüßte Hausleiter Gerd Dubiel das Publikum. Die
Jazzfreunde vernehmen begeistert die Musik, die vornehmlich in den
1960er Jahren komponiert war und von einer Band, die Jan Bierther für
das Konzert zusammengestellt hat, mit viel Klangfreude gespielt wird.
In der
Evangelischen Kirche Werden findet ein ganz besonderes Konzert statt:
Ein Auftritt des Leipziger A-Cappella Vokalensembles „Sjaella“.
Zum Konzert haben sich – natürlich unter den vorgeschriebenen
Hygienebedingungen – zahlreiche Menschen erwartungsvoll
eingefunden, und sie werden mehr als belohnt. Es sind bewegende und
zeitlose Themen, die in diesem Konzert zum Ausdruck kommen: der
Frieden, dieWunder der Natur und die Liebe.
„Fehler sind
Schritte auf dem Weg zum besser werden“, erklärt Alexandra Völker
im Jugend- und Bürgerzentrum Jubb einer jungen Zeichnerin, während
sie ihr beim Korrigieren der Linienführung ihres Mangas hilft, um
den Charme ihrer gezeichneten Figur deutlicher hervorzuheben. Und
sich im nächsten Schritt allen Kindern zuzuwenden, um sie zu
ermuntern: „Die meisten Zeichenanfänger haben anfangs
Schwierigkeiten beim Zeichnen lernen. Das ist nicht schlimm – es
ist normal.“ Im Jubb haben sich 15 Kinder zusammengefunden, um an
diesem schönen Herbstsamstag Manga-Zeichnen zu lernen. Sie lauschen
gebannt den Ausführungen ihrer Kursleiterin.
Mit einem
Marathon an Lesungen kreuz und quer durch Deutschland stellt die
französische Autorin Zelba ihr neuestes Werk vor. Übrigens ihr
erstes, das auf Deutsch veröffentlicht wurde. Die frühere
Spitzensportlerin hat die autobiografische Graphic Novel „Im selben
Boot“ verfasst. In ihrer Wahlheimat ist Zelba eine bekannte
Comic-Künstlerin sowie eine gefragte Illustratorin von Kinder- und
Jugendbüchern. Nun steht sie im Clubhaus des Ruderclubs am
Baldeneysee. Ihr Heimatverein. Hinter Zelba versteckt sich die
Ruderweltmeisterin Wiebke Petersen: „Meine ersten Bücher wurden
noch unter meinem richtigen Namen veröffentlicht. Doch die Franzosen
konnten meinen Namen partout nicht aussprechen. Also musste ein
Pseudonym her.“
Nun hat es die
Löwentaler doch erwischt. Nach einem phänomenalen Auftakt von fünf
Pflichtspielsiegen mit Toren fing sich der SC die erste
Saisonniederlage. Gegen TSV Ronsdorf reicht es nur für ein 1:2.
Die in der
Coronazeit später gestartete und reduzierte Medenspielsaison endet
für den TC Am Volkswald äußerst erfolgreich. Von 15 Mannschaften
gingen elf an den Start, für die es vom 13. Juni bis 25. September
in 36 Spielen 19 Siege und acht Unentschieden gab, bei neun
Niederlagen.
Nach drei
Auswärtsspielen in Folge, ein Heimspiel wurde verlegt, trat die
Werdener Tischtennis-Landesligamannschaft zum ersten Mal in dieser
Saison in heimischer Umgebung an. Doch während in den
Auswärtsspielen akzeptable Ergebnisse und Leistungen erreicht
wurden, war die 3:9-Niederlage schon eine Enttäuschung, mit der
eigentlich niemand gerechnet hatte.
Ohne vierstellige
Läuferzahlen und ohne Zuschauer – aber zumindest mit einem starken
Symbol: So soll der 58. Marathon „Rund um den Baldeneysee“ des
Tusem Essen trotz der Corona-Pandemie stattfinden. Eine Gruppe von
circa fünf Marathon-Läufern geht um 10 Uhr an den Start, gefolgt
von einer Handvoll Staffel-Läufern, einer Promi-Staffel, die Spenden
für die Aktion Lichtblicke erläuft und circa fünf
Seerunden-Läufern. Das alles auf einer corona-gerechten und neu
vermessenen Strecke rund um den Baldeneysee, die ohne jegliche
Straßensperrung auskommt.