Nach Redaktionsschluss
von Bach bis Beatbox
Ein außergewöhnliches Konzert findet am Mittwoch, den 28. Oktober 2015 um 19Uhr im Mariengymnasium in Werden statt. Musik auf der Querflöte präsentieren Studentinnen und Studenten der Klasse von Frau Prof. Ott aus der benachbarten Folkwang Universität. Neben klassischen Werken von J.S. Bach, Franz Schubert, Gabriel Fauré und Carl Reinecke steht auch „Beatboxing“ auf dem Programm. Bei dieser Kunstform werden Schlagzeugrhythmen und andere Klangeffekte mit dem Mund imitiert. Gleichzeitig dazu noch Querflöte spielen zu können, ist eine Besonderheit, die nur ganz wenige beherrschen. Der junge Nerses Ohanyan aus der Klasse von Prof. Ott meistert diese Technik bis zur Perfektion und wird sein Können in diesem Konzert vorführen.
Am Flügel begleitet werden die Solisten von Robert Weinsheimer, Lehrbeauftragter der Folkwang Universität
Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei.
Die Werdener Nachrichten vom 23. Oktober
ALAN Shapiro ist einer der weltweit großen Vordenker einer möglichen technischen Zukunft dieser Welt. Er unterrichtet nun an der Folkwang-Uni. Ebenso hat der Campus Werden mit Jürgen Grimm einen ausgewiesenen Musical-Experten gewonnen, der bedeutende Produktionen mit geprägt hat. Lesen Sie mehr auf Seite 5.
ANDREINA hat ein ganz besonderes Kochbuch geschrieben, das inzwischen bei einigen Werdenern zu Hause ist und Sehnsucht weckt, nach Pendolo und seiner Esskultur, von der ein gutes Stück nach Werden kam und nun auch auf zweifache Weise hier zu finden ist. Seite 5.
RIDDA Martini von European Homecare begrüßte am Samstag die Bewohner des Flüchtlingsdorfes am Volkswald und das Begrüßungskomitee von „Werden hilft“, das nicht nur mit einem Transparent, sondern auch Kaffee und Kuchen die Gäste in Werden willkommen hieß. Die Heimatzeitung sprach mit einigen Flüchtlingen und erfuhr von Sorgen und Nöten, die sie noch haben. Seite 13.
CHRISTA Knorr ist noch ein AWO-Urgestein, dass die Anfänge der Werdener-Heidhauser Gruppe vor 40 Jahren miterlebte und seitdem auch die soziale Arbeit immer wieder mitgestaltet hat. Auch sie feierte mit, als am Sonntag in den Domstuben die AWO-Werden herzliche Glückwünsche für ihre Arbeit entgegen nehmen konnte. Seite 9.
Spruch der Woche:
„Leider erfährt der interessierte Fremde, so sehr er sich auch bemüht, von den Einheimischen nichts über die Sehenswürdigkeiten eines Ortes; nur wenn er Glück hat, gerät er einmal an einen, der besser Bescheid weiß als der Plebs. Die meisten verstehen gar nicht, was man meint. Michel de Montaigne reist durch die Schweiz.“

Es ist wieder da
Nach dem irre komischen Hörbuch „Er ist wieder da“ war eigentlich ein anderer Film über den wiedererwachten Hitler zu erwarten. Aber es macht nichts, in diesem Fall überrascht zu werden. Es gibt viel zu lachen, am Anfang sowieso, am Ende auch. Aber dann macht es zunehmend keinen Spaß mehr. Zu sehr graben sich die dokumentarischen Szenen ins Gehirn. Sind die alle echt? Oder keine? Ist das egal?
Fest steht: Darsteller Oliver Masucci gibt einen Hitler, der so beklemmend wirkt, dass man immer häufiger rufen möchte: „Das kann nicht wahr sein.“ Aber wenn der Film am Ende genau in die Pegida-Bewegung mündet, entwickelt er seine bedrückende Aktualität: Mediensatire? Comedy? Dokumentar-Parodie? Für mich ist es alles, und dazu perfekt zusammengestellt. Denn der Film hört nicht bei der Mediensatire auf, die er locker meistert; er deckt offen, wie sehr wir spüren, dass ein Großteil des Fernsehprogramms vorsichtig gesagt, nahezu humor- und geistfrei ist.
Regisseur David Wnendt gibt dem Zuschauer das beklemmende Gefühl, dass es wieder mal eine Zeit ist, in der die Menschen nach klaren Lösungen für komplizierte Probleme suchen könnten. Fast glaubt man, die Zeit überholt diesen Film; also schnell reingehen.








