10 Sep.

Tanz der Kräne — Spitze ließ sich nicht lösen

Am Abend gaben die Herren der Kräne auf, die Spitze ließ sich nicht lösen. Nicht einmal Stöbener Senior wusste, wie man sie damals befestigt hat!!

 

 

Die unendliche Geschichte der fehlerhaften Dachsanierung der Basilika endete am Donnerstag keinesfalls, es wurde nur eine kleine Zwischenbiegung auf dem langen Weg durch die Instanzen überwunden. Bei der letzten Dachbefahrung Ostern vor eineinhalb Jahren wurde ein Gutachter, per Korb von einem mächtigen Kran zu den verschiedenen BlogK3Teilen des Daches gehoben. Dabei kam der Kran an das Kreuz des Ostturmes und verbog es sichtbar. Sofort zurückbiegen ging nicht, das versprochene schnelle Reparieren auch nicht, so musste Werden warten, bis Experten der Kölner Dombauhütte frei waren.
Nun benötigte man zwei Kräne, die weit über 85 Meter reichten, um das immerhin vier Meter hohe Kreuz loszuschrauben, ohne zu ahnen, wie es genau befestigt ist. So arbeitete Experte auch lange, versuchte es auch an der Kugel, in der Zeitunterlagen gebettet sind, die also auch nicht beschädigt werden darf.
Wie gesagt: Das juristische Verfahren um das wohl schlecht sanierte Dach läuft nun auch schon gute sechs Jahre, und noch ist nicht bekannt, wer bezahlen muss. Das Land, an dem es sonst am Ende hängen bleibt, eine der Firmen oder der ausführende Architekt .
Das Kreuz wird nun repariert und mit einem ähnlich aufwendigen Tanz der Kräne wieder auf den Vierungsturm gesetzt.
Aufn.: Buchholz

Aufnahme Steinbach

Aufnahme Steinbach

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10 Sep.

Bild des Tages 6

An diesem kalten aber schönen Morgen bringen wir noch einmal einen schönen Pflanzkübel aus der Altstadt.

BlogBlum2Es wird wärmer heute! Die Laupendahler ist weitgehend wieder richtig ausgeschildert und einigermaßen geflickt. Oben an der Heidhauser bleibt es eng, unsere nicht endende Pförtnerschaltung aus dem Süden. Kleine Baustellen überall, und die Sonnen scheint. Und heute soll eine wichtige Reparatur stattfinden und eine gefeiert werden. Die Heckerschule ist sicher, das waren die Renten auch einmal.

Ich könnte ja . . . sagen, alles gut, aber schaun mer mal.

08 Sep.

Heckerschule bleibt bestehen

Um die Arbeit der beiden Schulstandorte Heckerschule und Fischlaker Schule zu effektivieren, hatte die Verwaltung vorgesehen, beide Schulen zusammenzuführen.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen – unter anderem müssen vermehrt Flüchtlingskinder als Seiteneinsteiger beschult werden- hat die Verwaltung entschieden, einen anderen Weg zu beschreiten: Beide Schulen bleiben in ihrer Eigenständigkeit erhalten und bieten sich damit an, unter anderem auch Schülerinnen und Schüler aufzunehmen, die in den nächsten Monaten nach Essen und vor allem in den Bereich Werden und Fischlaken zuziehen.

Die Vorlage, die derzeit für den Schulausschuss vorliegt, wird daher zurückgezogen.

08 Sep.

Ein Abend auf der Geisterkirmes

Eine ganze Kirmes als Geisterbahn

Eine ganze Kirmes als Geisterbahn

Marina Weidenhaupt

Eigentlich sollte an dieser Stelle ein Erlebnisbericht über die Werdener Appeltaten-Kirmes stehen – dem Leser sollte in Gedanken schwindelig vor Achterbahnen werden, Kinderaugen sollten bei Erzählungen von Dosenwerfen und Entchenangeln glänzen, und das Wasser sollte jedem bei dem Gedanken an frischen Backfisch und gebrannte Mandeln im Mund zusammenlaufen, während man Menschenmengen vor Augen und Kirmesmusik in den Ohren hat.

Dass es keine Appeltaate gibt, hatte Gereon mich schon vorgewarnt. Doch als ich am Montag gegen sieben Uhr die Kirmes betrete, bin ich verwirrt und erschüttert zugleich, überlege kurz, ob ich irgendwas verpasst habe: Der Platz ist so gut wie leer. Vereinzelt laufen Großeltern mit Kindern an der Hand herum, manche trinken ein Bier oder fahren ihren Kindern zur Liebe eine Runde mit der Hauptattraktion, der wilden Maus.

In der Tat ist dies das einzige Fahrgeschäft , das auf mich den Anschein macht, als würde es bewegt. Deshalb drehe ich auch eine Runde damit. Ein kurzer Spaß, aber für kleinere Kinder genau die richtige Dosis Nervenkitzel.

Doch ansonsten? Gähnende Leere. Niemand auf dem Autoscooter. Niemand fährt Karrussel oder benutzt eines der anderen Fahrgeschäfte, die alle beleuchtet Gäste anlocken sollen. Niemand wirft auf Dosen, angelt Entchen oder schießt für Preise. Es ist fast schon unheimlich.

An drei Buden wird Essen verkauft, es riecht wie es auf einer Kirmes riechen sollte. Doch die Churros, die ich mir kaufe, sind leider schon kalt, denn der Andrang ist minimal. Außer mir treffe ich nur auf ein Mädchen, das sich ein Softeis kauft — das wars.

Feiner Nieselregen durchnässt mein Haar, und ich nehme zuerst an, dass das Wetter zusammen mit der Tatsache, dass heute Fußball läuft der Grund für die leere Kirmes ist, die am Wochenende wohl stärker gefüllt gewesen sein muss. Also frage ich bei der Süßwaren-Verkäuferin nach, doch die entgegnet, dass die Situation schon am ganzen Wochenende die gleiche war. „Am Sonntag waren ein paar Leute da, aber am Samstag und heute war nichts los. Man steht den ganzen Tag nur hier, backt, wirft weg und backt neu“, erzählt sie niedergeschlagen. Mein Mitleid hat sie gewonnen.

Warum die Kirmes so schlecht besucht ist, kann ich mir nicht erklären. Es gibt keine großen Tower oder Riesenräder, aber doch einige Fahrgeschäfte, die zumindest Kinder unterhalten sollten. Ich habe allerdings eine Geisterbahn vermisst. Doch wenn man sich auf der leeren Kirmes so umsah, hätte man glatt denken können, dass sie selbst zur Geisterkirmes geworden ist.

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