Werden ist nachts noch schöner
Beweisfoto 1

Beweisfoto 1

Manchmal ist der Fehlerteufel schion aktiv, bevor er zu uns kommt. Diesmal haben wir das falsche Datum bekommen und haben es weiter gegeben: Also: Das Gitarrenduo spielt am Freitag, den 13. Dezember (daran wird es liegen) um 19.30 Uhr in der Jona Gemeinde.
Heute ist der Tag der Laster für mich. Nicht der kleinen Laster mit Rauchen oder Trinken. Der großen Laster mit dicken Reifen und Wendekreis. Erst kommt mir auf dem Schuirweg so ein Ding entgegen, 40 Tonner schätze ich mal, weiß ohne Aufschrift, aber die Kurve schneidend, meine Kurve schneidend. Ich dachte, ich müsste schon als Erntefahrzeug durch das Grün pflügen. Die dürfen doch gar nicht hier her fahren; aber wenn schon, dann doch vorsichtig.
Dann blockiert in der Heckstraße ein Kleinlaster (Arztbedarf) einen mittelgroßen Laster und damit die ganze Straße. Nach einer Weile steige ich aus, vielleicht ein Foto für die Zeitung, da steigt der Arztbedarf-Mann ein, ganz ruhig (hatte wahrscheinlich eine Beruhigungsspritze bekommen) und startet durch. Jetzt war mein Auto das stehende und blockierende. Nix Foto! Spurten, und los, da will ein anderer Laster meine Parklücke haben, die ich gerade sehe. Aber er war dann doch zu groß.
Bin auf heute Abend gespannt, was noch geht.
Der erste Teil der Panem-Trilogie hat im TV alle Konkurrenten geschlagen. Ich fand ihn auch klasse, obwohl ich schon das Hörbuch kannte. Habe nun eine Woche nach Filmstart den zweiten Teil gesehen, und muss sagen: Heftiger und der Schluss hat mich überrascht, obwohl ich ihn ja hätte kennen müssen. Katniss bleibt eine vielschichtige Figur, wie auch die anderen Helden. An den ganz böse Rolle des Schauspielers Donald Sutherland muss ich mich noch gewöhnen. Jedenfalls ist es großes Kino, mit durchaus etwas Tiefe.
Ich könnte mich ja längst mal bei meiner Nachbarin entschuldigen, weil ich sie schon einmal für ihr Alter zu eng eingeparkt habe, ihr auch schon die erste Ausfahrt geraubt habe durch schnelles Anfahren, aber heute kam ich gar nicht dazu, weil sie mit einer Charme-Offensive mir ihren Alkoholsprüher als Enteiser anbot. Dankend lehnte ich als alter Kratzer ab, wobei sie mir aber die Schönheit dieses Wetters erläuterte: Das Ruhrtal im Nebel, der Raureif auf den Feldern und überhaupt sei es das schönste Winterwetter. Schnee sei doch ätzend. Ich wollte widersprechen, aber wir waren ja beide gerade angehende Autostarter und so versuchte ich es auf diplomatische Art: Ja, aber zum Rodeln und Skifahren. Da seien wir doch beide zu alt für, meinte sie wenig charmant, wie ich fand. Immerhin könnte sie meine Mutter sein. Aber ich lächelte diplomatisch. Und Werden sieht wirklich schön aus, schöner als mit matschigem Schnee.