2020 war ein Jahr, das für viele unerwartet große Entbehrungen und Einschränkungen mitgebracht hat. Es war aber auch ein Jahr, das von großer Solidarität unter den Mitmenschen geprägt war. Mein besonderer Dank gilt allen, die in diesen Coronazeiten bis zur Erschöpfung gearbeitet haben – insbesondere der Ärzteschaft und den Pflegenden in den Kliniken sowie dem Pflegepersonal in Senioren- und Pflegeheimen und nicht zuletzt der Polizei.
Für die CDU in Werden und im Bezirk IX im Essener Süden war es aber auch ein gutes Jahr: Bei der Kommunalwahl konnte die CDU ein großartiges Ergebnis erzielen. Ich möchte mich bei allen Bürgerinnen und Bürgern bedanken, die mit ihrer Stimme am 13. September zu diesem Erfolg beigetragen haben. Nach der Wahl ist jedoch vor der Wahl: Und so bitte ich Sie herzlich um Ihre Unterstützung bei der Bundestagswahl 2021 für die CDU und für unseren Bundestagsabgeordneten Matthias Hauer.
Mit großer Freude habe ich zur Kenntnis genommen, dass mein Einsatz für den Ortsbus, für den ich seit 2011 kämpfe, nun Früchte trägt: Ab Januar 2021 verbinden sechs Kleinbusse Heidhausen, Fischlaken und Werden und sorgen somit für ein gut funktionierendes ÖPNV-Netz auch in unseren ländlichen Gegenden. Bereits am 28. April 2017 konnte ich mit den Kollegen wie Friedhelm Krause, der viele Jahre den Aufsichtsräten der Ruhrbahn und ihren Vorgängern angehört hat, dem Personal der Ruhrlandklinik eine Anbindung ans Ortsbus-Netz zusagen. Am 23. Juni 2020 hat die Bezirksvertretung IX die Linienführung des Ortsbusses beschlossen. Ich möchte insbesondere Dipl.-Geogr. Susanne Köster und Dipl.-Ing. Christoph Lademann von der Ruhrbahn für ihren Einsatz danken. Noch am 10. Januar 2019 hielt Herr Lademann bei der öffentlichen Versammlung der CDU Werden einen Vortrag zu den neuen Ortsbussen.
Wer mich kennt, weiß auch, dass mir unsere Umwelt sehr am Herzen liegt. Daher freue ich mich, dass ich dazu in diesem Jahr einen kleinen persönlichen Beitrag leisten konnte durch das Pflanzen gleich zwei neuer Bäume auf öffentlichen Flächen: An der oberen Umstraße pflanzte ich eine Linde zu Ehren meiner Mutter, die dort viele Jahre Brötchen ausgetragen hat. Und anlässlich meines 85. Geburtstags, den ich in diesem Jahr feiern durfte, habe ich hinter der Abtei eine amerikanische Felsenbirne gepflanzt. Mein Dank gilt zudem allen Spenderinnen und Spendern, die anstatt eines Geburtstagsgeschenks für die beispielhafte soziale Einrichtung „Raum 58“ gespendet haben: Insgesamt 3500 Euro sind für die Notschlafstelle für benachteiligte Jugendliche zusammengekommen.
Ich wünsche Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, gute Gesundheit, Zufriedenheit und Gottes Segen. Ihr Hanslothar Kranz, Vorsitzender der CDU Werden
Die Band Giant Rooks spielte vor 100 Zuschauern auf dem Gelände des Seaside Beach Baldeney
Nachdem der interne Streit mit seiner CDU fortwährte, zieht Michael
Bonmann überraschend seine angekündigte Ratskandidatur zurück. Damit kommt es
nicht zur erwarteten Kampfkandidatur gegen seinen innerparteilichen
Kontrahenten Ulrich Beul, der nun für Bredeney, Fischlaken und Schuir ins
Rennen geht.
Einen Brand haben wilde Camper offenbar in einem Waldgebiet
in Heidhausen ausgelöst. Die starke Rauchentwicklung ist im Waldgebiet der
Straßen Pauline, In der Pieperbeck, Klusemannsweg und Pastoratsberg entstanden.
Zudem hat eine Gruppe von acht Personen am Pfingstmontag auf dem
Aussichts-Rondell der Brehminsel ein illegales Lagerfeuer gelegt. Dies hat ein
Zeuge von der Gustav-Heinemann-Brücke aus beobachtet. Als Brennholz dienten der
Gruppe die Holzlatten der Rondell-Sitzbänke.
Start in die bereits vierte Saison: Die Badestelle am
Seaside Beach Baldeney wird am 8. Juni
eröffnet.
Am ersten Juni-Sonntag gibt es in St. Kamillus wieder einen
Gottesdienst mit 30 Sitzplätzen.
Der erste bemannte Flug des privaten Unternehmens SpaceX zur
Internationalen Raumstation ISS ist am Wochenende geglückt: Die Raumkapsel
„Crew Dragon“, mit den beiden Astronauten Robert Behnken und Douglas Hurley an
Bord, dockt an der Raumstation an – rund 19 Stunden nach dem Start. Über Werden
ist die ISS Anfang Juni ebenfalls zu sehen.
Der Corona hat auch die Reihe „Jazz im Jubb“ verstummen
lassen. Doch Ende Juni sollen Freunde anspruchsvoller Unterhaltungsmusik wieder
auf ihre Kosten kommen: Das Jugend- und Bürgerbegegnungszentrum (Jubb) Werden
lädt zum „Jazz im Garten“.
„Endlich können wir loslegen“ Die neue Geschäftsstelle des
Werdener Turnerbundes nimmt den Betrieb auf. Die Sportkurse laufen auch wieder,
nur die Schwimmer müssen sich noch gedulden.
Auch die Badmintonbälle fliegen erneut: Unter strengen
Auflagen ist sogar Hallensport wieder möglich. Die Badmintonspieler der DJK
Grün-Weiß Werden unterwerfen sich dafür einem von Abteilungsleiter Daniel
Schwarze minuziös ausgeklügelten Hygienekonzept.
Ab Ende Juni können wieder alle Kinder im Grundschulalter an
allen Wochentagen die Schulen bis zu den Sommerferien besuchen.
Die Kommunalpolitische Vereinigung Bezirksverband Ruhrgebiet
(KPV Ruhr) verleiht den Konrad-Adenauer-Preis an das Werdener CDU-Urgestein Hanslothar
Kranz.
Festivalstimmung trotzt der Corona-Pandemie: Der Radiosender
EinsLive holt für 100 Gewinner die angesagte Band „Giant Rooks“ an den Seaside
Beach Baldeney.
Auch die Weiße Flotte hat Neuigkeiten: Boris Orlowski
springt ins manchmal ganz schön kalte Seewasser und übernimmt das Ruder bei der
Weißen Flotte Baldeney. Seit Juni ist der zweifache Familienvater
Geschäftsführer der größten Reederei der Region und zugleich See- und
Kanalmanager in Essen.
Nachdem bereits auf der Beachvolleyballanlage des WTB mit
Trainingseinheiten mit Mindestabstand (extra Linien im Feld) und Kleingruppen von
höchstens fünf Spieler das Training wieder aufgenommen worden sind, sind die
Lockerungen am 30. Mai ein entscheidender Schritt zurück zum normalen
Volleyballtraining.
In der Zeit von 22 bis 23 Uhr fliegen 33 Flugzeuge über
Werden in Richtung Flughafen Düsseldorf. Der neue Antrag vom Flughafen
Düsseldorf beinhaltet unter anderem, dass tagsüber 60 statt 47 Bewegungen je
Stunde stattfinden können. Ergänzende Unterlagen zu diesem Vorhaben lagen bis
zum 12. Juni 2020 aus (siehe bgf-ev.de). Die Stadt Essen, andere Gemeinden und
Bürger wehren sich durch Einwendungen gegen dieses Vorhaben.
„Forscher vor Ort“ heißt die Sommerferien-Freizeit, die das
Jugend und Bürgerzentrum Jubb für Zehn- bis Vierzehnjährige ab der fünften Klasse
vom 29. Juni bis 10. Juli veranstaltet.
Drei Monate lang waren wegen der Corona-Pandemie die Villa
Hügel samt Hügelpark geschlossen. Ab dem 16. Juni können Besucher beides wieder
besichtigen.
„Danke“ sagen die Landwirte in einer deutschlandweiten
Aktion, darunter der Werdener Thomas Leuchten. Mit von der Partie der Esel
Johann. 20 bis 30 Prozent mehr Umsatz wurden während Corona bei den
Hofverkäufen durchschnittlich erzielt, allerdings ist die Tendenz schon wieder
fallend. „In jedem Dank steckt eine Bitte“, lautet das Sprichwort, und auch die
Landwirte bitten, sie weiterhin zu unterstützen. Dürre, Weltmarktpreise und oft
auch Ausflügler machen ihren Beruf schwer. Sie bitten, als Ernährer der Region
wertschätzend wahrgenommen zu werden.
Die Bigband, Oberstufenchor plus Mittelstufenchor sowie die vier Musiklehrer des Mariengymnasiums produzieren für ihre Online-Konzert-Beiträge Split-Screen-Videos“, für die alle Mitwirkenden sich alleine vor das Mikrofon wagen.
Ganz neu: Ein Online-Konzert am Mariengymnasium. Not macht
erfinderisch. Drei Schüler des Mariengymnasiums, Jonas Fussangel, Moricz
Hübinger und Jonas Storch, waren nicht bereit, einfach zu akzeptieren, dass das
Versammlungsverbot in Zeiten des Coronavirus das Schulkonzert ersatzlos kippen
sollte. Sie hatten die Idee, ein Online-Konzert auf die Beine zu stellen, das
live moderiert werden sollte. Der Beitrag überzeugt nicht nur, er begeistert.
Der Intendant des KlavierFestivals Ruhr, Franz Xaver
Ohnesorg sprach von veränderten Umständen für das Konzert, denn die
aufgeführten Beethoven-Kompositionen in der Darbietungskombination von Klavier
und Schlagzeug haben einen experimentellen Charakter.
Die Einrichtungen des Essener Kinderschutzbundes freuen sich
über eine Menge gespendeter Süßigkeite, die beim Bollerwagen-Umzug nicht
verteilt werden konnten. Maria Rosche-Terfrüchte und Peter Bankmann vom Freundeskreis
Gartenhaus Dingerkus überreichten diese im Garten des historischen Gartenhauses
an Martina Heuer vom Essener Kinderschutzbund.
Werdens Wanderwege bleiben vorerst Durststrecken: Die Stadtwerke
lehnen eine Beteiligung an Finanzierung von Trinkwasserspendern ab.
Auf der Apfelwiese des Bükerhofs am Tiergarten startet der
bundesweit erste Aufruf, durch ein Bürgerbegehren die Stadt Essen zu
verpflichten, einen Klimaentscheid zu verabschieden.
Die ehemalige Jugendarrestanstalt in Essen steht zum
Verkauf. Erste Besichtigungen haben bereits stattgefunden. Nach Angaben von
Anwohnern herrscht großer Andrang. Auf dem Grundstück soll öffentlich
geförderter Wohnraum für studentisches Wohnen entstehen. Ob die Studenten „in
den Knast“ ziehen wollen, blieb ungeklärt.
Mozarts Musik begeistert im Bürgermeisterhaus: Folkwang-Professor
Till Engel gibt ein Benefizkonzert.
Der sommerliche Werdener Jazzgarten verzaubert die Fans und
ruft die Staatsmacht auf den Plan – Anwohner stören sich an der Musik.
„Wir sind mit Abstand die Besten“: Die Abiturienten am
Gymnasium Werden nehmen die coronabedingten Vorsichtsmaßnahmen wie Haltepunkte für
den Mindestabstand mit Humor. Die Zeugnisse gibt es auf dem Balkon.
Nun nehmen die Heidhauser Schützen, natürlich unter
Einhaltung der vorgegeben Abstands- und Hygienevorschriften, den
Trainingsbetrieb wieder auf.
Auch im Fußball ist wieder was möglich: Freundschaftsspiele.
Die Frauen des SC Werden-Heidhausen steigen in die Bezirksliga auf. Zwölf Siege
und ein Remis erspielt sich die Elf und schießt dabei 76 Tore. Lisa Marie
Benning ist mit 23 Treffern Dritte in der Torjägerliste der Kreisliga.
Lange hatten die Opti-Kinder auf diesen Moment warten
müssen: Unter Beachtung der Corona-Hygieneauflagen konnte der Etuf mit der
„Optipussi“ die erste Optimisten Klasse Regatta in diesem Jahr in NRW starten.
Auf Platz 5 das beste Boot vom See in Opti B: Marcus Peinecke (Etuf).
Abstand halten, um zusammenzubleiben, war das Leitmotiv der Sitzordnung in der Basilika. St. Ludgerus für die Wort-Gottes-Feier.
Werdens Bürgermeister der Herzen: Das politische Urgestein
Hanslothar Kranz wird 85 Jahre alt und pflanzt einen Baum.
Im Mai kehrt in Werden das ein, was man durchaus als „neue
Normalität“ bezeichnen kann. Die Altstadt ist nun nicht mehr die Geisterstadt,
die sie noch im März im Zuge der Beschränkungen wegen des Corona-Virus war.
Nachdem die Läden schon seit einigen Wochen wieder Kunden begrüßen, dürfen auch
die Gastronomen nun wieder ihre Türen öffnen. Doch nicht jeder Gastwirt macht
mit Blick auf die strengen Auflagen von dieser Möglichkeit Gebrauch – und die
Snackbar-Café Better Break schließt schließlich ganz.
Auf den ersten Blick scheint es ein Lichtblick zu sein für
die Kultur- und Veranstaltungsbranche in der Corona-Zeit: Kleine
Freiluft-Konzerte und -Aufführungen dürfen in NRW nach zwei Monaten Stillstand
wieder stattfinden, Theater, Oper- und Konzerthäuser dürfen ab den 30. Mai
wieder ihren Betrieb aufnehmen. Doch die Euphorie der Veranstalter hält sich in
Grenzen, denn die der Corona-Pandemie geschuldeten strengen Auflagen machen der
Branche weiter das Leben schwer.
Die Kindertagesbetreuung in Kindertageseinrichtungen wird
für Vorschulkinder mit einer Anspruchsberechtigung nach dem Bildungs- und
Teilhabepaket und für Kinder mit genehmigter Eingliederungshilfe geöffnet.
Mit Sicherheitsabstand werden in der Cafeteria des
Gymnasiums Werden die Eltern vorm Schulwechsel informiert, während die
Aufnahmeprüfungen für den Fachbereich Tanz ihrer Kinder in zwei Sälen im Alten
Bahnhof stattfinden.
Die Universitätsmedizin Essen hält trotz der angekündigten
Lockerung des Besuchsverbots durch die Landesregierung vom 6. Mai weiterhin an
seiner bisherigen Regelung fest.
Mit Abstand aufs Wasser: Die Wassersportler von Wanderfalke
und EWRC starten wieder ihren Trainingsbetrieb.
Anfang April hat die Folkwang-Universität der Künste den
Folkwang-Hilfsfonds aufgelegt, um Studenten, die durch die derzeitige
Ausnahmesituation der Corona-Pandemie ineine Notlage geraten sind, finanziell
zu unterstützen. Im Mai wird der Hilfsfonds mit einer weiteren Förderung
ausgestattet: Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung stellt eine
Summe von insgesamt 75 000 Euro bereit.
Hicham El Monjed öffnet bei schönem Wetter wieder die Tore
vom Tretboot-Verleih. In der Zeit von 11 bis 21 Uhr. Corona-Auflagen hat auch
er einzuhalten: Abstands- und Maskenpflicht auf der Steganlage und Datenerhebungen
sind auch bei ihm gefordert.
Barbara Vlijt sorgt in Werden für eine weite Verbreitung der
Unterschriftslisten für das Rad-Entscheids-Begehren.
Ein weiterer Erfolg für die Interessengemeinschaft B 224
Werden: Das Verkehrskonzept Werden, gegen das sich dort engagierte Bürger seit
Jahren einsetzen, ist nun aus dem Luftreinhalteplan für die Stadt Essen
gestrichen. Damit ist die Bezirksregierung Düsseldorf einer Stellungnahme der
Interessengemeinschaft gefolgt. Zudem seien die die Grenzwerte im Bereich
Werden an den Messstellen Brückstraße und Abteistraße in den vergangenen beiden
Jahren ohnehin eingehalten worden.
Alfred Kleinfeldt und Bernhard Kahmann engagierten sich für
das Kriegerdenkmal auf dem Heidhauser Platz. Der jahrelange Einsatz hat sich
gelohnt: Die Risse an der Säule, die an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs
erinnert, sind verschwunden.
Die neuen Fünftklässler am Mariengymnasium lernen sich
virtuell kennen, ein fröhliches Video stellt Hygiene-Regeln humorvoll vor.
Nach mehrwöchiger Wartezeit feiert die Gemeinde St. Ludgerus
wieder einen Gottesdienst. 42 Personen sind gekommen, bleiben in der Kirche in
räumlicher Distanz und sind dabei, wie Propst Jürgen Schmidt in seiner
Begrüßung sagt: „sich innerlich ganz nah“.
Vereidigungszeremonie in Corona-Zeiten.
Der Grüne Ludger Hicking-Göbels ist neuer 1.
stellvertretender Bezirksbürgermeister im Bezirk IX. Die Vereidigung schließt Bezirksbürgermeister
Benjamin Brenk wegen den Corona-Kontaktverboten mit einem „alternativen Handschlag“:
Ellbogen an Ellbogen.
Gute Nachrichten hatte die Verwaltungsbeauftragte Brigitte
Harti zu verkünden: Trotz der Haushaltssperre, die die Verwaltung zur Bewältigung
der Corona-Krise verhängt hatte, sei die Mittelvergabe durch die BV nicht in
Gefahr: Jede Ausgabe müsse die Verwaltungsbeauftragte gut begründen – eine
Vorgabe, die jedoch sowieso auch bislang gegolten habe, so Harti.
„Pfusch am Bau“ wähnt das Essener Bürger-Bündnis Freie
Wähler (EBB-FW) bei der Brehminsel: Nicht die viel gescholtenen
Aussichts-Plattformen geben diesmal den Anstoß für Kritik – es ist die neue
Brehmbrücke, die der bürgerlich-konservativen Wählergruppe sauer aufstößt. Sie
bemängelt erste Risse, die jedoch schnell nachgearbeitet werden.
St. Kamillus feiert Christ Himmelfahrt via Live-Stream im
Internet: So treffen sich am
Himmelfahrtstag etwa 60 Gemeindemitglieder mit Propst Schmidt zu einer
interaktiven digitalen Wort-Gottes-Feier.
Die Notbetreuung in den Kitas dauert nun schon über zwei
Monate. Klar, dass die Kinder ihre Freunde vermissen. Die Kinder aus dem
„Budenzauber“ im Wesselswerth haben deshalb ein „Grußfenster“ gemalt: „Wir
vermissen euch“, steht darauf.
Liebes 2020, was haben wir alles von Dir erwartet. Was hatten wir für Pläne, Wünsche, Hoffnungen – und nun blicken wir auf Dich zurück, und … Nein, ich blicke jetzt nicht auf Dich zurück. Das tun ja auch andere gerade zu Genüge.
Nur so viel: Du hast uns mit etwas konfrontiert, mit dem sicherlich niemand von uns gerechnet hat.
In der Literatur – auch darüber wurde in diesem besonderen Jahr plötzlich berichtet – werden Ereignisse, die sehr selten sind, aber große Auswirkungen haben, „Black Swan“ genannt. Das Besondere an einem solchen „schwarzen Schwan“ ist, dass ihn niemand kommen sieht, und dass er der menschlichen Gesellschaft große Veränderungen hinterlässt. Und, in diesem Fall, leider auch den traurigen Verlust von vielen Menschenleben.
Allein deshalb glaube ich – nein, ich hoffe, dass wir in Zukunft eher damit rechnen und in unsere Pläne mit einbeziehen, dass plötzlich ein neuer schwarzer Schwan angeschwommen kommt. Vielleicht können wir so ja sogar Leben retten. Und ich hoffe, dass wir als Gesellschaft die Herausforderungen annehmen, die uns der aktuelle ‚Schwan‘ hinterlassen hat: für unser Zusammenleben; für die Gastronomen und Einzelhändler um die Ecke, die wir sicherlich nicht auch durch Amazon und Co. ersetzen wollen; für die Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind.
Dafür müssen wir auch in der Essener Politik unsere Hausaufgaben machen, und wichtige Zukunftsthemen, die unsere Gesellschaft ja auch krisenfester machen, weiter und schneller vorantreiben, wie z.B. die Digitalisierung in unseren Schulen oder eine moderne Mobilität. Und wir werden auch das Geschehen in der Welt mehr im Blick haben müssen. Die vielen kleinen Zeichen des Zusammenhalts und der Menschlichkeit, mitten im Lockdown, machen jedenfalls Mut. Und bei einem bin ich mir bei aller Veränderung sicher: wir werden bald unser „ganz normales Leben“ hier zuhause im Essener Süden wieder wertschätzen können. Vielleicht haben wir ja schon im Laufe des neuen Jahres die Möglichkeit dazu.
Ich wünsche Ihnen ein gutes, gesundes und frohes 2021!
Ulrich Beul, Ratsherr für Bredeney, Fischlaken und Schuir.
2020 war ein besonderes Jahr – so manche Gewohnheit musste angepasst werden. Viele haben dieses Jahr Neues ausprobiert – z.B. Urlaub in der Heimat, und viele von uns sind aufs Fahrrad gestiegen. Und das nicht nur bei schönem Wetter, wie bei zunächst strömenden Regen bei der Tour mit den Heimatvereinen im Frühjahr. Ich freue mich sehr, dass der Radweg von Heidhausen nach Bredeney doch so schnell auch Unterstützung bei den anderen großen Parteien gefunden hat und hoffe auf eine schnelle Verwirklichung.
Für Essen wurde gerade eine Vereinbarung zwischen GRÜNEN und CDU zur Zusammenarbeit geschlossen. Ich finde dort viel Vielversprechendes. Von Ansätzen zur Mobilitätswende, über mehr Klimaschutz hin zu mehr sozialer Gerechtigkeit und vielen Investitionen in eine bessere Bildung. Um die vielen Zukunfts-Herausforderungen umsetzen zu können, wünsche ich mir, nicht nur zu Weihnachten, eine faire Unterstützung von Bund und Land.
Der Schutz der vulnerablen Gruppen – also der besonders verletzlichen – ist wirklich ein sehr hohes Gut. Hier braucht ein Höchstmaß an Schutz durch Testungen, FFP 2 – Masken und vieles mehr und eine möglichst baldige Impfung. Und je weniger Menschen sich insgesamt anstecken, wodurch wir eine Menge durch Kontaktvermeidung, Homeoffice, Abstand halten, lüften und Maske tragen sowie Hände waschen, beitragen können, desto unwahrscheinlicher wird eine Ansteckung aller.
Mit dem Fahrrad konnten und können wir diese Stadt noch einmal neu entdecken und es hat sich gezeigt, was die meisten von uns schon ahnten: Essen hat viel Schönes zu bieten und ist eine lebenswerte Stadt. Ich durfte als Oberbürgermeisterkandidat viele Menschen kennenlernen, die sich für diese Stadt und ihre Menschen ganz besonders einsetzen- in den Kirchen und Vereinen, in den Bürgerinitiativen und Nachbarschaften. Es gab und gibt ein hohes Maß an Solidarität- das macht mich stolz und dankbar, ein Teil dieser Stadtgesellschaft zu sein und lässt mich optimistisch in die Zukunft schauen- das gilt auch und ganz besonders für unsere Rot-Weissen 😉
Ihr Mehrdad Mostofizadeh, Landtagsabgeordneter. (Bündnis 90/Die Grünen).