07 Okt.

Großartige Uwe Lyko und Hagen Rether

BloglagerfeldIn den Mitternachtsspitzen am vergangenen Samstag war Werden wieder gut vertreten, mit Uwe Lyko und Hagen Rether.

Uwe Lyko war nicht nur als Herbert Knebel zu sehen, er bot auch seinen großartigen Schmoki (Helmut Schmidt), und es ist fast nicht zu fassen: Als Karl Lagerfeld war er noch besser. Wieder mit Wilfried Schmickler, der als Angela Merkel, als eines der „überschätzten Paare der Weltgeschichte“. Das muss man gesehen haben. Uwe Lyko parodiert den Modezar und an diesem Abend Modeberater der Kanzlerin so wunderbar, dass es sogar ohne Ton ein Vergnügen wäre, mit Ton ist es ein Genuss. Albern und bissig in bester Form; von der schwulen Seidenraupe bis zum „ein Hauch von Nichts“.
Extrem bitter und böse die Ironie von Hagen Rether, der am Flügel sitzend und wieder nicht einen Ton spielend nur scheinbar über die bösen Taten der Nordkoreaner sprach. Das hatte wieder Klasse.
http://www1.wdr.de/fernsehen/unterhaltung/mitternachtsspitzen/indexmitternachtsspitzen100.html

01 Okt.

Die Werdener Nachrichten vom 2. Oktober

Die Verwaltung arbeitet an der Kante, wie sehr, das ist bei uns zu lesen. Sie kann das Geld nicht mehr ausgeben. Das ist Mist, und kann aber über desolate Toiletten nicht abgeführt werden. Wir haben das Spiel des Jahres als Ankündigung: RWE gegen SCWH; alles liebend als Open Air.

Auf Seite 2 gibt es eine Erinnerung an Wilma Unterbarnscheidt, die Wirtin des alten Am Kamin und des Aulen Winkel. Einige Neubauten kommen in Heidhausen und Fischlaken. Dafür passiert am Volkswald immer noch wenig. Das Wochenende mit seinen Flohmärkten wird noch einmal erinnert, aber auch der Musik und vor allem der Zukunftswerkstatt der Pfarre Ludgerus. Mit der leergeräumten Luciuskirche wurde schon die Richtung vorgegeben.

Beim Sport ist die Ausbeute gemischt, vor allem die Jugend des SCWH ist nach Jahren der Höhenflüge erst einmal gelandet. Jetzt geht es erst einmal in die Herbstferien.

Das und noch viel mehr steht in der Werdener.

Kari4014

01 Okt.

Aktuelle Meldung: Vertrag Design Zollverein unterzeichnet

Verträge für Neubau der Folkwang Universität der Künste und Hotel
auf Zollverein unterzeichnet.
Düsseldorf/Essen – Der Neubau für den Fachbereich Gestaltung der
Folkwang Universität der Künste auf dem Gelände des Welterbestandortes
Zeche Zollverein in Essen kann starten. Die Verträge zwischen dem
Land Nordrhein-Westfalen, vertreten durch die landeseigene Gesellschaft
NRW.URBAN als Grundstückseigentümer, der Folkwang Universität der
Künste und dem Käufer wurden heute in Essen unterzeichnet.
Der Käufer, die Welterbe Entwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG, verpflichtet
sich darin zum Neubau des Universitätsgebäudes und eines Hotels
in der Designstadt auf dem Standort Welterbe Zollverein. Gleichzeitig
wurde ein Mietvertrag für die Laufzeit von 20 Jahren für die Nutzung des
Hochschulgebäudes durch die Folkwang Universität der Künste unterzeichnet.
Die Welterbe Entwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG ist eine Projektgesellschaft
der KÖLBL KRUSE GmbH in Kooperation mit RAG Montan
Immobilien GmbH. Die gemeinsame Gesellschaft hat jetzt mit der Beurkundung
den Zuschlag zum Kauf von zwei Grundstücken mit einer Gesamtgröße
von rund 13.500 Quadratmetern erhalten. Das Verkaufsverfahren
einschließlich des Mietvertrags war im Rahmen einer EU-weiten
Ausschreibung im Juli 2013 erneut gestartet worden. Zuvor war das Land
NRW im September 2012 vom rechtsgültigen Kaufvertrag mit einem saudi-
arabischen Investor zurückgetreten, nachdem dieser seinen Verpflichtungen
aus dem Vertrag endgültig nicht nachgekommen war.
„Ich freue mich außerordentlich, dass wir jetzt mit verlässlichen Partnern
den Welterbestandort weiterentwickeln können. Die Landesregierung hat
sich immer zu der besonderen Verantwortung für den Standort des Welterbes
Zollverein bekannt“, sagte Bauminister Michael Groschek.
Wissenschaftsministerin Svenja Schulze: „Mit der Folkwang Universität
der Künste erhält die Designstadt auf Zollverein einen neuen Impuls, der
den Standort als hervorragende Adresse für Innovation und Gestaltung
voranbringt.“
Die Welterbe Entwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG wird jetzt auf einem
der erworbenen Grundstücke den Neubau für den Fachbereich Gestaltung
der Folkwang Universität der Künste errichten, der die bereits
seit 2010 von der Hochschule genutzten Räumlichkeiten des SANAAGebäudes
ergänzt. Der Neubau wird nach den Plänen des 1. Preisträgers
des bereits in 2010 durchgeführten Architektenwettbewerbes, MGF2
Architekten, Stuttgart errichtet. Für das Hotel auf dem zweiten Grundstück
liegt bereits eine Planung von Kaspar Kraemer Architekten, Köln
vor.
Beide Baugrundstücke gehören zum UNESCO-Welterbe „Industriekomplex
Zeche Zollverein“. Die Beurteilung der Planentwürfe der Welterbe
Entwicklungsgesellschaft im mehrstufigen Ausschreibungsverfahren
durch NRW.URBAN und die Folkwang Universität der Künste erfolgte in
Abstimmung mit der Stadt Essen, den Denkmalbehörden und der Stiftung
Zollverein.
Die Welterbe Entwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG plant die Fertigstellung
des Uni Neubaus im Sommer 2017. Bis Ende 2017 soll auch das
Hotel bezugsfähig sein.
Zur Veräußerung der weiteren Grundstücksflächen zur Entwicklung von
Flächen für die Kreativwirtschaft, teilweise auch kombiniert mit Wohnen,
führt NRW.URBAN weitere Verhandlungen.

01 Okt.

So viel Zeit zu rocken – Theater Oberhausen bringt Goosen gut

Das ist die Band bei der Findung des fünften Mannes: Torsten Bauer, Peter Waros, Klaus Zwick, Henry Meyer, Jürgen Sarkiss.Foto: Thomas Schweigert

Das ist die Band bei der Findung des fünften Mannes: Torsten Bauer, Peter Waros, Klaus Zwick, Henry Meyer, Jürgen Sarkiss.Foto: Thomas Schweigert

Es rockt hart,  es tut Männern weh und lässt Frauen schmunzeln, es redet bisweilen viel,  es ist aber auch sexy; vor allem nimmt sich das neue Theaterstück in Oberhausen „So viel Zeit“, bis es in einem furiosen Finale verkündet: Die Jungs sind zurück in der Stadt (The boys are back in town)

Stefanie Carp hat die Bühnenfassung geschrieben, Peter Carp die Regie geführt. Gemeinsam trennen sie Musik und Stück sehr scharf, kein Musical, sondern Dialoge mit exzessivem Rock von Deep Purple bis AC/DC dazwischen. Doch es gibt eine Verbindung: Jürgen Sarkiss spielt die zentrale und tragische Figur des Ole; und er ist der Sänger der echten Theaterband; zwar etwas dunkel in der Stimme für die bedeutend höher angelegten Hits, aber das hat was.

Die Jungs, Endvierziger, die sich da beim Doppelkopf allwöchentlich treffen, machen alle etwas her. Das sind Typen, die stimmen und bewegend dieses Gefühl herüber bringen, so viel erreicht , und das Wesentliche doch verpasst zu haben.

Ihre Beziehungen zu den Partnerinnen sind beendet, schwierig  oder sie enden mit der Gründung der Band, mit der sie nicht mehr von Erinnerungen zehren wollen, sondern neue schaffen. Sie haben mit der Bandgründung Erfolg, ertragen Niederlagen, nehmen sich nicht ernst, den Rock schon, um ihn dann zu hinterfragen. Man würde sie noch mehr  für starke Typen halten, wenn nicht die Frauen dieses Ensembles wären, die jene  Männerriege mit weniger Worten an die Wand spielen: Angela Falkenhan als Spätgroupie zeigt Würde, Susanne Burkhard hat die Lebensfreude, die von den Männern gesucht wird.

Blogsie

Angela Falkenhan

Es gibt auch eine Dramatik, eine Geschichte dahinter, die den Zuschauer vielleicht etwas zu spät auf die Sehnen des Spannungsbogens setzt. Dann geht es aber ab. Die Band darf sich ausspielen mit den brillianten Gitarrensoli, die so überlang wie damals sind.

Weitere Aufführungen am  29. und 31. Oktober. Theater Oberhausen.