Nachruf Meisel
Gerade habe ich die bewegenden Nachrufe auf Facebook von Sandra Rudel und Thomas Schmitz auf Manfred Meisel gelesen. Ich kann mich den beiden nur anschließen: Er fehlt Werden. Die Tür seines kleinen Ladens „Naschkästchen“ ist zu. Jeder Besuch war ein Gewinn: Seine ruhige Art, sein Talent, ein Gespräch aufzunehmen und mit feiner Ironie zu führen, seine kurzen lieben Kommentare zum Geschmack und seine stets prägnante Beratung waren einmalig.
Er begleitete mich, seit ich 1986 um die Ecke meine Arbeit aufnahm. Er war immer einen Besuch wert, der kleine Laden mit dem schmalen Gang, in dem man rechts oben Besonderes fand und unten immer noch etwas, was lustig als süße Deko taugte.
Bald erarbeiteten wir an der Waage, was von den Belgischen Pralinen mir besonders schmeckte. Ich entdeckte das beste Schicht-Nougat der Welt.
Aber er hatte auch stets einen Rat, was man gut verschenken könnte. Und dann kam dieses Lächeln, wenn er das Verpackte übergab. Nicht nur freundlich, sondern leise weise.
An der Ecke Propsteistraße und Brückstraße gab es heute Morgen einen Wasserrohrbruch, der so gegen Mittag behoben war. Es floss reichlich Wasser den Berg hinunter und ließ manchen staunen. Sieht auch gut aus, kommentierte eine Dame mit Stiefeln den neuen Wasserweg.
Tod war der Baum ohnehin schon, aber wer ihm an der Joseph-Breuer-Straße noch einmal einen Stoß gegeben hat, durch den er ankippte und seine Wurzel an die Luft beförderte, das ist nicht bekannt. Ein Lastwagen, wie bei dem benachbarten Baum? Der aufmerksame Bürger, der den hoch umsturzgefährdeten Baum sah und sofort meldete, nachdem viele achtlos vorbeigegangen waren, das war wieder einmal Maximilian Waldvogel. Der Jugendliche hat neben der Schule immer wieder ein offenes Auge, reinigt den Brehm, findet alte Gewehre und Granaten; und nun rettete er womöglich Leben oder vermied zumindest Sachschaden. Die Polizei kam schnell, dann die Feuerwehr mit drei Einsatzwagen. Feuerwehchef Classen griff zur Motorsäge und schnitt so , dass der Baum mustergültig fiel, ohne auch nur das Geländer oder die Mauer anzukratzen
Gestern bei der Biergarten Eröffnung „Werdener Wiesn“ war eine sehr nette Stimmung. Es gab Eistee aus eigenen Herstellung, und der Mandarinenkuchen war sehr gut. Mali Sirin und sein Team sind echte Sympathieträger. Man kann diesem Projekt nur alles Gute wünschen. Im Sommer soll es noch eine Eröffnung mit Programm geben. Unten am Bootsverleih Müller war auch schon mächtig was los. Werden ist an der Ruhr angekommen, was auch einige Radfahrer goutiert haben.