12 Feb.

Staatsfeind und Diebe

zharteMännerMelde mich spät, weil ich gestern ein kleines technisches Problem hatte, aber das war nicht die NSA; habe am Montag aber schon gestaunt, wie prophetisch der Film Staatsfeind No.1 war. Da war ja ganz konkret von den Methoden der NSA die Rede, die noch schlimmer sind.
Zurück zu uns, vergessen wir den USA-Tag auf unserer Seite, kommen wir nach Werden. Ob Sie Wanzen einbauen wollten, wer weiß das: Aber es gab in der Nacht zum Sonntag mehrere Einbruchversuche unter anderem in den Imbiss Hennes & Tom, ohne Erfolg mit viel Sachschaden; und in die Luciuskirche, mit Erfolg beim Einbruch, mit viel Sachschaden in der Kirche und in der Pfarrbibliothek und wenig Geldbeute. Vielleicht doch nur eine Tarnaktion, um Wanzen anzubringen. Schließlich hat in dieser Kirche auch mal der Protestantismus in Werden begonnen, wer weiß also … Und bei Hennes & Tom, wer weiß, was es da für konspirative Gespräche gegeben hat.
Übrigens: Leider habe ich meinen Urlaub in der Schweiz schon lange gebucht. Teuer; und jetzt wollen die uns gar nicht wirklich haben. Es ist aber lustig, mal auf der Seite der wenig Geliebten zu stehen. Früher galt das ja für die Niederländer, die uns nicht mochten, war trotzdem immer schön in Scheveningen.

09 Feb.

Wenig Blitzen morgen – wahrscheinlich, aber Dienstag

PolizistDiese Angaben der Blitzorte sind ohne Gewähr, es ist auch nur das Ordnungsamt, die Polizei misst ja auch bisweilen. Und wie ein Leser festgestellt hat:: Vor den Grenzen Werdens am Bredeneyer Berg kann es einen schnell erwischen. Wir versuchen einige Ausfahrtstraße mit hinein zu nehmen. Zudem sind die „Messer“ ja nicht sicher da, sondern allenfalls zeitweise. Also: Morgen Montag steht keine Werdener Straße auf dem Plan; Dienstag dagegen ist es schon spannender: Bernhardstraße, Brückstraße, Fischlaker Straße, Viehauser Berg; und vor den Toren in Bredeney Zeuner Straße.

08 Feb.

Jazz ganz ohne Blues –

KatakombenNach den vielen Bluessession-Tipps hier mal etwas Jazz, und sehr guten Jazz. Marc Brenken pflegt mit seinem Trio seit einem Jahr den Jazzabend „Jazz for the people“ im Katakomben- Theater, freier Eintritt, mit Hut. Eine kurze Stunde; und die war am Mittwoch höchst unterhaltsam und brillant. Ex-Folkwangler Marc Brenken am Klavier spielte leicht, vergnüglich (erst recht seine Ausflüge mit geblasenem Keyboard); dazu diesmal mit Gastbassist Moritz Götzen einem Kontrabassisten, der einem die Kinnlade herunterklappen ließ; der jung wirkende Baskenmützen-Mann zauberte auf den vier Seiten, dazu ein lockerer Hermann Heiden am Schlagzeug, das war alles schon ein Genuss. Aber die Krönung war Marta Stenzel als Gast, angekündigt als polnische Kölnerin mit Studium in Amsterdam bot sie mit ihrer klaren Stimme einen Abend reinen Genusses. Dazu kam der feine Humor von Marc und Marta.

Nächsten Mittwoch:

Ab 8. Januar 2014 gibt es jeden Mittwoch um 20 Uhr “Jazz for the People” im Katakomben-Theater im Girardethaus. 
Das feste “Jazz for the People”-Trio mit Marc B27renken (Klavier, Orgel), Jean-Yves Braun (Gitarre, Bass) und Antoine Duijkers (Schlagzeug) lädt jede Woche einen anderen Gastmusiker ein, zu viert wird dann über Evergreens und Eigenkompositionen improvisiert, gerne beantworten die Musiker zwischendurch auch Fragen der Zuhörer. Dieses Konzept hat seit Mitte Februar großen Anklang beim Essener Publikum gefunden.

Mi, 12.2. – Special Guest:
Ivan Polyanskiy (Altsaxophon) – “From Novosibirsk with Love”
Ivan Polyanskiy wuchs in Novosibirsk in Sibirien auf und lebt seit acht Jahren in Köln, wo er an der Musikhochschule studierte. Vor kurzem erschien sein Debüt-Album bei Dewey Records, auf dem sieben seiner Kompositionen zu hören sind. Bei Jazz for the People wird er seine Musikalität und Virtuosität vor allem im Kontext eher selten gespielter Standards unter Beweis stellen.
Eintritt Frei!

Nähe U-Bahnstation Martinstraße (U11, 101, 107, Bus 142, 160)

07 Feb.

Nun auch wieder Jacobsallee – amüsante Vorgeschichte

Jacobsalleweiese05In der WAZ war heute zu lesen, dass für ein Heim für Flüchtlinge auch das Gelände an der Barkhovenallee/ Ecke Jacobsallee angedacht sei. So sei es durchgesickert.

Das klingt nach dem Gelände der Hundewiese, die gerade bei dem Thema eine bewegte und durchaus witzige Geschichte hat. Bis Ende der Achtziger war dort ein Spielplatz, dann sollte nach 1989 schon einmal ein Heim für Asylbewerber entstehen. Es gab Protest mit 220 Unterschriften. Dann plötzlich tauchte eine Messung auf, die in Bodennähe eine extrem hohe Belastung aufzeigte. Das Heim wanderte etwas weiter an der Barkhovenallee neben den Kindergarten; mit zwei Gebäuden. Baurecht gab es wegen eines einst dort geplanten Schwesternheims. Der Spielplatz auf dem Gelände an der Jacobsallee musste natürlich sofort geschlossen und abgebaut werden; alle Ausbaupläne waren damit auch beendet.

Später als die Stadt dann dort normale Baupläne für eine Siedlung anlegte, wurde erläutert: Die Messungen damals waren angeblich wegen eine Komma-Fehlers (an der falschen Stelle der Ziffern) falsch bewertet worden. Ein Eulenspiegel, wer da Absicht vermutet hatte. Das muss in der Stadtverwaltung aber schon weit vorher bekannt gewesen sein, sonst hätte doch nur ein Tierhasser bereits Jahre vorher eine Hundewiese anlegen können (gerade bei Belastungen knapp am Boden). Das mit den Belastungen war übrigens glaubhaft gewesen, weil dort einmal eine Art Ziegelei  bestanden hatte.

Werdens Gemeinden haben damals die Heime immer sehr gut betreut, die kleine Hammer Gemeinde sogar vorbildlich die Container auf dem Kutel-Gelände. Die Politiker des Bezirkes hatten nur gegen Kutel und Lerchenstraße gesprochen (nicht ganz zu Unrecht), die anderen Einrichtungen akzeptiert. Gerade deshalb sollten sich Rat und Verwaltung überlegen, ob sie die Ortspolitik wirklich so überfahren wollen, wie es Bezirksvorsteher Bonmann in der BV ansprach.

 

 

Die Bebauung des ehemaligen Barkhoven-Asylheims und dieses Geländes an der Jacobsallee ist bis heute nicht vom Tisch, aber irgendwie nie angepackt worden; ob man erst das Gelände Hoheneck fertig und die Grüne Harfe in trockenen Tüchern haben will? Jedenfalls wundert es nicht, dass diese „Baulücke“ wieder ins Gespräch kommt. Werden wird seinen Anteil ja übernehmen müssen.

 

07 Feb.

Der Wind, der Wind, das himmlische

Die Werbeaufsteller fallen in den Werdener Gassen, wenn auch der Regen den Wind etwas gedämpft hat, oder? Jedenfalls öffnen die Böen in manchen Geschäften die Türen, aber so wenig Menschen waren selten in der Stadt unterwegs, obwohl ich noch keine fliegenden Ziegel gesehen habe, aber Schirme. Für einen Vater mit zwei Kindern scheint das ein aufregendes Spiel zu sein; und sei wechseln auch schon meisterhaft zwischen ganz viel Spaß (Wind in das innere Halbrund) und Muskeltraining (Wind gegen den Außenschirm). Selbst die Flugzeuge klingen, als würden sie sich quälen und es nur so gerade schaffen, nach Schuir einzubiegen (Wollen wir nicht hoffen).