28 Sep.

Chris Cramer war klasse

Chris Cramer gestern im Grend war richtig gut, aber weniger mit der Mund-Harmonica, wie ich es erwartet hatte, ordentlich gut klingende Gitarren, gut im Gesang, aber besonders eben bei den Ansagen. So etwas fehlt uns doch noch in Werden, ein gutes Lokal mit Blues und Rock. Dafür wurde ich unten im Café nicht bedient. Zwei gelangweilte Damen hinter der Theke, die ab und zu zu Freunden gehen. So dreist habe ich es selbst in Werden noch nicht erlebt, wo es ja auch hin und wieder eigenwillige Persönlichkeiten gibt.

26 Sep.

Doch nachzählen? Unstimmigkeiten bei der Bundestagswahl im Essener Süden

Gerade als Mitteilung kommt rein:

Das Wahlamt der Stadt hat alle Wahlniederschriften der Wahlvorstände des Wahlkreises 120 überprüft und bei einigen Wahlniederschriften keine Plausibilität festgestellt.

Die Wahlbezirke zu diesen Wahlniederschriften wurden sodann nachgezählt.

Im Ergebnis hat Frau Petra Hinz, MdB, eine Mehrheit von 31 Stimmen gegenüber dem Kandidaten der CDU, Matthias Hauer.

Der Oberbürgermeister hat in seiner Eigenschaft als Kreiswahlleiter für die Stadt Essen die beiden Kandidaten, deren Parteivorsitzende sowie die Mitglieder des Kreiswahlausschusses sofort informiert, dass er in der morgigen Sitzung des Kreiswahlausschusses die Nachzählung des kompletten Wahlkreises 120 vorschlagen wird.

26 Sep.

Stadtwerke machen zu

Das Loch an der Ruhrtalstraße wird wohl nun zugemacht. Jedenfalls ist im Bereich Von Schirp die Straße wieder halbseitig gesperrt. Da darf man hoffen.
An Manches hat man sich sehr gewöhnt: So fragte ein Kollege, warum der Brehm asphaltiert sei, das sei doch für einen Park gar nicht akzeptabel. Wassergebunden müsse das sein. Ich meinte: Erstens finde ich das gut so; und zweitens ist das glaube ich wegen des Hochwassers.

26 Sep.

Skateboarder hinter der Mauer — gutes Fernsehen

PatchVan2Ich könnte ja . . . stundenlang schreiben, warum ich den Fernsehfilm auf Arte über die DDR Skateboarder so gut fand; weil er in meiner Jugend spielt. Ich war zudem 1989 in Berlin, als der Typ „Panik“ eingesperrt war. Als Rollschuhläufer war man bei den Skateboardern nicht beliebt; umgekehrt dagegen fanden wir die schon toll, auch wenn sie uns von den Rampen gerne kickten. Aber dieser Film erzählt so viel über Gefühle, die DDR (wie ich als Wessie finde), über Titus (Skateboardpapst) und sein Team und er endet wie auch viele Jugendkultur-Filme (Dogtown Boys) mit einem Toten. Hier sind es nicht Drogen, sondern aus einem unangepassten Skateboarder, der in der DDR seine Eltern verlässt, in einer Kommune lebt und selbst die Wessies mit seinem Freiheitsdrang schockt, der noch in den letzten Tagen 1989 ins Gefängnis kommt, dann ein einsamer  deutscher Soldat in Afghanistan; verlassen von seinen besten Freunden.  Mich hat lange nicht mehr ein Film so tief bewegt, ja — mir Tränen in die Augen getrieben.