11 Mai
Baum über Gasse Haus Fuhr gestürzt Aufn.. Besselmann

Baum über Gasse Haus Fuhr gestürzt
Aufn.. Besselmann

Auch in Werden gab es am Freitag Abend Sturmschäden. einer der besonderen war übder der Gasse aus Haus Fuhr vom Garten des
Altenheims über die Gasse ‚Haus Fuhr‘ und über den Wintergarten der
Nachbarn bis in den Garten des Haus Fuhr.

Aufnahme: Besselmann

 

Die Meldung der Feuerwehr zu dem Abend: „Am späten Freitagnachmittag des 09.05.2014 begann für die
Feuerwehr Essen ein sehr arbeitsreicher Abend. Über das gesamte
Stadtgebiet zogen Gewitterwolken, begleitet von teilweise heftigen
Niederschlägen und Sturmböen. Zahlreiche Bäume knickten unter der
Windlast um und Äste brachen aus den Baumkronen. Zunächst lag der
Einsatzschwerpunkt im Essener Norden, im späteren Verlauf des Abends
waren im gesamten Stadtgebiet Kräfte der Berufs- und Freiwilligen
Feuerwehr unterwegs um Straßen und Wege zu räumen und beschädigte
Bäume zu sichern. Bis 22:30 Uhr war die Feuerwehr zu 41 Baum- und 5
Dacheinsätzen ausgerückt. Außerdem mussten in 3 Fällen umgestürzte
Plakatwände gesichert werden. Verletzte oder größere Sachschäden an
Gebäuden sind zum Glück nicht zu beklagen. Die Feuerwehr wird noch
bis in die Nacht mit der Beseitigung aller Schäden beschäftigt
sein.(SKE)“

08 Mai

Die Werdener Nachrichten vom 9. Mai

In dieser Ausgabe ist hoffentlich viel Neues für sie; ein Thema war schon gestern woanders zu lesen, wer zu spät kommt, muss auf eine eigene Sicht hoffen, damit es dem Leser mundet (S.3). Wir fanden es schon fast kultig. // Nutzen sie das Wochenende doch für einen Ausflug nach Bochum und damit heim nach Folkwang; gern auch schon heute Donnerstag Abend. Was diese Uni an Kultur bietet, kostenfrei und für kleines Geld, kann kaum eine mittelgroße Stadt bieten (S.1). Wir stellen zwei ganz besondere Werdener Künstler vor, die den 1. Weltkrieg zum Thema haben. (S.8) Und dann gibt es diesen Kanon, nix mit verschoben singen, sondern ein Statement für das Lokale und die Gemeinschaft (S.3). Die WN befassen sich mit Helikopter-Eltern und den Vätern des Brandschutzes in Werden. Es gibt so viele Termine wie selten, dazu noch einige Kulturtipps. Das Blaue Haus hat Geschichte, wir zeigen es. Beim Fußball wird es langsam spannend, vor allem morgen Nachmittag im Löwental: Die WM (Werdener Meisterschaft) der Grundschulen. Es geht um den Muttertag heute und Väter früher. Ganz kleine Männchen machen Spaß und große Frauen Power. Und überhaupt noch viel mehr in der Werdener.

070514 Kopie

 

07 Mai

Eine verbeulte Kirche hat auch etwas

SchmidtMOnsignoreAm vergangenen Freitag wurde Propst Engel von der Communitas sancti Ludgeri zu seinem 80. Geburtstag mit einem Neudruck seiner Ludgerus-Predigrten geehrt. Zuvor hielt Propst Schmidt, zweiter Nachfolger von Engel, eine pfiffige Predigt über die krumme Turmspitze: Eine verbeulte Kirche ist mir lieber …sagte Papst Franziskus. – Ich bezweifle zwar, liebe Schwestern und Brüder, dass dem Führer des Kranwagens dieses Wort bewusst war.

 

Gewiss hat Papst Franziskus etwas ganz anderes gemeint: lieber eine lebendige und verbeulte, als eine lahme und bequeme Kirche. Bloß keine verschlossene Kirche, die sich an ihre Sicherheiten klammert. Besser eine offene Kirche mit viel Bereitschaft zum Risiko.

Wie dem auch sei. Mir fällt jedenfalls auf: Das verbogene Kreuz auf der Basilika ist in den Blick geraten. Seit über einer Woche bewegt es die Werdener, bestimmt es Gesprächsthemen, zieht es Schaulustige an, lockt es Zeitungsredakteure vor Ort. Ein Kreuz, das zum Objekt der Aufmerksamkeit geworden ist, berührt, verbogen, angeknickt. – Alles nur Sensation? Alles nur Spektakel? Vielleicht schlummert in der hohen Aufmerksamkeit eine tiefe Nachdenklichkeit, ein feines Gespür: wo vieles bricht und brüchig wird, etwas wenigstens soll stabil bleiben, wo vieles kippt und defekt daher kommt, etwas wenigstens soll heil bleiben und Halt geben. So werden Knick und Kratzer unseres Kreuzes Anlass zur Betrachtung an diesem Abend.

Das geknickte Rohr zerbricht er nicht, und den glimmenden Docht löscht er nicht aus. Jener Gottesknecht – aus dem Buch Jesaja, dem im Volk die Resignation begegnet und dem er die Rettung verkündigt, die von Jahwe kommt. So offenbart sich Gott seinen Geschöpfen: selbst da, wo Sicherheiten schwanken und Unsicherheiten wachsen, wo Existenzen gefährdet und Zerstörungen nicht aufzuhalten sind, da legt Gott der Welt ein festes Fundament unter die Füße. In Jesus, dem Christus, öffnet er sich, enthüllt er sich, zeigt er sich, wenn wir in Gefahr stehen, zu gleiten und zu stürzen: der ewige Gott, der uns umfängt mit ausgebreiteten Armen.

 

Insofern, liebe Schwestern und Brüder, lohnt es, sich den Kopf in den Nacken zu legen und auf das geknickte Kreuz unserer Basilika zu blicken, um sich neu zu vergewissern und dankbar daran zu erinnern Im Kreuz ist Heil, im Kreuz ist Leben, im Kreuz ist Hoffnung. Und sollten Sie es heute oder morgen nicht schaffen, so kann ich Ihnen versichern: Gelegenheit dazu gibt es wohl noch einige Wochen. Amen“