06 Jan.

Der waddische Jahresrückblick 2020:

August

Über viele Wahlplakate kann Grafikdesigner Dirk Uhlenbrock nur den Kopf schütteln

Wahlkampfzeit ist Plakate-Zeit: Pünktlich sechs Wochen vor dem Kommunalwahl-Termin am 13. September haben die Helfer der Parteien und Wählerbündnisse auch in Werden viele Laternen und Verkehrsschilder mit ihren Wahlplakaten vollgehängt. Die Werdener Nachrichten sind mit Dirk Uhlenbrock durch die Altstadt spaziert, um den waddischen Grafikdesigner ein kritisches Auge auf die Plakate werfen zu lassen. Welche Motive fallen ins Auge, welche Sprüche bleiben hängen – oder törnen eher ab? Über viele Plakate kann der Fachmann nur den Kopf schütteln.

Am 12. August beginnt in NRW das neue Schuljahr in Werden nun mit Präsenzunterricht. Galt die Maskenpflicht vor den Ferien nur im Gebäude und auf dem Schulhof und durfte sodann abgenommen werden, sobald die Schüler auf ihren Plätzen saßen, beschloss das Schulministerium, „einen an das Infektionsgeschehen angepassten Schulbetrieb“ nur beim durchgängigen Tragen von Masken zu erlauben – und dies an allen weiterführenden Schulen. Also auch an den beiden Werdenern Gymnasium gilt fortan: Masken tragen im Unterricht. Die Schulleiterinnen stehen hinter der Maskenpflicht. In der Elternschaft regt sich jedoch Empörung. „100 Prozent Regelbetrieb bei null Prozent Konzentrationsfähigkeit ist kein Gewinn“, zitieren die Werdener Nachrichten den Vorstand der Landeselternschaft.

Die Einschulung der Fünftklässler bei hochsommerlichen Temperaturen am Gymnasium Werden hat trotz Freiliuft einen festlichen Charakter. Vom Balkon aus wird musiziert und Schulleiterin Felicitas Schönau begrüßt die neuen Schüler – in diesem Jahr mit einigen Ermahnungen, die das Miteinander in Zeiten der Corona-Pandemie nötig machen. Die Klassen werden auf ein dafür errichtetes Podest auf dem Schulhof aufgerufen, um mit ihren Klassenlehrern die Schulräume aufzusuchen.

Werden soll wieder einen weiteren Lebensmittelhändler bekommen: Dies geht aus einer städtischen, nicht öffentlichen Verwaltungsvorlage hervor, die den Werdener Nachrichten vorliegt. Demnach will die Stadt das Gelände der einstigen Parkpalette an der Joseph-Breuer-Straße an einen Mülheimer Immobilieninvestor verkaufen. Dort und auf dem benachbarten Areal der alten Post an der Hufergasse in der Werdener Altstadt soll ein Neubau entstehen, der neben einem Supermarkt-Discounter auch Wohnungen enthalten soll.

Der Radweg zwischen Werden und Velbert soll kommen: Einem entsprechenden Antrag der CDU und SPD hat der Bau- und Verkehrsausschuss mit breiter Mehrheit zugestimmt, nachdem sich Grüne und Linke dem Antrag angeschlossen hatten. Auch die Werdener Radinitiative zeigt sich zufrieden. Schließlich stimmen auch Bezirksvertretung IX und Rat dem Vorhaben zu: Die Verwaltung soll nun Realisierungsmöglichkeiten prüfen.

Es gibt Tage, die können nicht besser sein für einen Politiker. Erst konnte der Oberbürgermeister stolz verkünden, dass nicht nur die von der Schließung bedrohte Karstadt-Filiale am Limbecker Platz gerettet ist, sondern dass auch die rund 1200 Mitarbeiter in der Zentrale am Theodor-Althoff-Platz in Schuir bleiben können. Und so war seine Freude unübersehbar, als Thomas Kufen dann nachmittags bei der Einweihung des neuen Polizeigebäudes sprach, das sich künftig mit dem Karstadt-Hauptsitz die Adresse teilt.

Gut gelaunt zeigt sich Oliver Kern auf dem Hof des Werdener Landwirts Thomas Leuchten. „Es ist eine besondere Situation“, sagt er. Und damit meint der Awo-Essen-Geschäftsführer nicht, dass die Landwirte ihn und die SPD-Ratskandidaten für den Essener Süden eingeladen haben, um darüber zu sprechen, welche Hoffnungen und Vorstellungen Landwirte an die Kommunalpolitik haben. Auch nicht, dass Wahlkampf unter Corona-Bedingungen ganz ungewohnte Herausforderungen bringt. „Ich meine, dass ich als Oberbürgermeister kandidiere.“ Denn der Schritt in die große Politik ist neu für den Sozialdemokraten.

Was kann E-Mobilität leisten, wo sind die Schwächen? Zu einem Erfahrungsaustausch mit den Freunden der Elektro- und Hybridautos traf sich der FDP-Werden-Chef und Kandidat für Rat und Bezirksvertretung Peter Barthel im Löwental.

Welchen Sinn hat ein Bodendenkmal, das niemand sieht? Diese Frage beschäftigt seit einigen Jahren Politik, Verwaltung sowie Spaziergänger und Wanderer entlang des Leinpfads: Denn im September 2017 beschloss Grün und Gruga, die Pflasterung auf Höhe der Papiermühle zu asphaltieren. Die Bezirksvertretung IX dagegen wollte die historische Pflasterung zumindest teilweise wieder aufdecken: Dies beschloss sie im April 2018. Getan hat sich an dieser Stelle bislang nichts, wie Bezirksbürgermeister Benjamin Brenk und sein Vorgänger Michael Bonmann bei einer gemeinsamen Ortsbesichtigung feststellten.

Die Freude des Mediziners Claus-Adrian Schlegtendal ist groß, als er Roger Löcherbach in einem Meer von Spänen stehend vorfindet, die Arbeiten an Musica fast beendet. Der Holzbildhauer, der die Tonne Kunst vor der Folkwang Universität schuf und pflegt, war glücklicherweise zeitnah in der Lage, den Schaden an seiner Skulptur wieder zu reparieren. Eine Versicherung wird den Schaden von ca. 1200 Euro übernehmen. Löcherbach vermutet, dass es wegen eines schrumpfungsbedingten Risses möglich war, Muiscas Horn mit viel Kraftaufwand abzureißen. Er schloss einen Riss im Kopf, durch den Wasser rieselte.Nun ist nach dem Vandalismusschaden das Skulptur-Duo „Herold und Musica“ wieder instand gesetzt.

„Es stimmt, dass die Jugend in Werden bislang nicht gehört worden ist.“ Damit will sich Chris Helmer, der sich mit 31 Jahren durchaus noch selbst als Vertreter der jungen Generation ansehen kann, jedoch nicht abgeben. Im Bürger- und Heimatverein hat er als neuer Schriftführer bereits den Altersdurchschnitt beträchtlich herabgesetzt. Und der Jugend will er dort in Werden eine Stimme geben. Und auch an einem Ort für die Jugend in Werden arbeitet er bereits.

„Ist das dein erstes Amt?“ Neugierig befragt Irmin Schmuck, die ihren den Vorsitz der „KommOmend“-Gruppe abgegeben hat, ihren Nachfolger. „Mein erstes von Bedeutung“, antwortet Marc Real – und das verschmitzte Lächeln dabei ist mehr in der Stimme wahrnehmbar als auf den Lippen. Doch für den 22-Jährigen ist dieses „Amt“ tatsächlich besonders wichtig: Setzt sich doch kaum einer wie er für den Erhalt des Waddischen ein, dem Dialekt, der noch vor einigen Jahrzehnten hier der ganz gängige Zungenschlag war. Marc Real will KommOmend nun wieder mit dem Bürger- und Heimatverein vereinen.

Drehe „Deine Sommer-Video-Story“, luden Zinat Jalfari und Jülide Ayas zum Medien-Workshop ins Jubb die Zehn- bis 14-Jährigen Kinder und Jugendlichen ein.

Ob die „alte Dame“ wohl eine gebührende Geburtstagsfeier bekommen könne, fragte sich das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Werden lange, denn die Coronavirus-Pandemie schien es auszuschließen. Doch mit den gelockerten Schutzvorschriften und vielen Ideen konnte der Geburtstag „120 Jahre Evangelische Kirche“ anders, aber gebührend gefeiert werden – mit einem Open-Air-Gottesdienst auf der Wiese im Schatten des Kirchengebäudes.

Die NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser hat mit der Düsseldorfer Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher, Oberbürgermeister Thomas Kufen sowie den Ruhverband-Vorständen Prof. Norbert Jardin und Dr. Antje Mohr den Fischlift am Werdener Wehr offiziell in Betrieb genommen.

Eine neue Stadtteilfahne für Werden.

Der Werdener Bürger- und Heimatverein hat auf Grundlage des Wappenentwurfs von Kurt Schweder eine neue Stadtteilfahne für Werden herstellen lassen. Diese wurde erstmals am Dienstag am Marktplatz vor der Basilika gehisst. Corona-bedingt sollte es keine große Feier geben, sondern nur eine kurze Ansprache der Vorsitzenden Martina Schürmann.

Ein Auslandsjahr in Mexiko durfte der Werdener Johannes von Drachenfels bereits verbringen und brachte damals tolle Erinnerungen mit nach Hause. Nun hat er das Abi in der Tasche. Eigentlich wollte der 19-Jährige erneut nach Amerika fliegen, diesmal sollte Ecuador das Ziel sein. Über den Auslandsfreiwilligendienst hatte er eine Stelle bekommen an einer Schule, sollte dort zuständig sein für das Sportprogramm und die Nachmittagsbetreuung. Doch Corona vereitelte seine Pläne. Stattdessen absolviert er bei der DJK Grün-Weiß Werden ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ).

Die Fachschaft Kunst lud die Mariengymnasiasten ein, Fotoarbeiten einzureichen. Sie sollten aus der Ferne auf die Internetplattform Padlet zu einer gemeinsamen Collage hochgeladen werden. Die Schüler der Unter- und Mittelstufe nahmen das jahrgangsübergreifende Angebot gerne an, das bewusst nicht als Wettbewerb gestaltet war. Zu sehen: Ostern mit Mundschutz, und Aphrodite trug ebenfalls Maske. Ausflüge und Natur dominieren, Tierfotos, Fahrradtouren und Inlineskates. Und dazu ein klarer Satz: „Corona ist doof“.

Das Essener Gitarrenduo.

30 Jahre lang schon spielen Bernd Steinmann und Stefan Loos als „Essener Gitarrenduo“ zusammen und touren um die Welt. Diesen runden Geburtstag wollten die beiden Werdener Musiker mit einer Vielzahl von Konzerten feiern. Doch auch ihnen machte die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung: Von Mitte März an mussten etliche Konzerte des Duos ausfallen.Und auch wenn es nun langsam wieder losgeht, schauen die beiden eher mit verhaltenem Optimismus in die Zukunft. „Wir freien Künstler sind die klaren Verlierer der Corona-Pandemie“, stellt Bernd Steinmann fest.

Darüber, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie und damit einhergehend die daraus folgenden Beschränkungen auf die Musik und die Musikausübung haben, äußert sich Professorin Barbara Maurer in einem Interview mit den Werdener Nachrichten: „Die gravierendste Folge ist, dass es eigentlich keine persönlichen Begegnungen gibt“, stellt die Dozentin für Instrumentalausbildung und Zeitgenössische Musik fest.

Das Trio Krisse spielt in der Besetzung Kontrabass, Saxophon, und Gitarre bei „Jazz im Garten“ hinterm Jubb. Das erste Set beinhaltetet auch Jan Bierthers netten Titel: „Big cat smile“ – ein ebensolches breites Lächeln seitens des Publikums. Nicht nach Lächeln zumute ist es Anwohnern, die schon im Vorfeld versuchten, das Konzert zu vereiteln. Das Ordnungsamt allerdings entschied, dass das Jugendzentrum durchaus ein solches Konzert veranstalten kann. Zur Sicherheit misst Jubb-Leiterin Monika Watermann auf der Straße die Dezibel: Die halten sich im Rahmen.

Nachdem in diesem Sommer lange unklar war, ob überhaupt Beachvolleyball-Turniere ausgetragen werden können, gibt es doch noch eine kleine, abgespeckte Turnierserie im Westdeutschen Volleyballverband. Das Highlight steht für das U17-Duo des Werdener Turnerbundes, Yara Brauner und Jamie Riotte, mit den WVJ Meisterschaften an. Nach zwei Wochen Vorbereitungszeit gibt es für das Topteam der letzten Saison diesmal ein frühes Turnierende.

Die Löwentalerinnen scheiden im Pokal-Wettbewerb aus: Die Damen des SC Werden-Heidhausen Damen unterliegen gegen SuS Niederbonsfeld mit 2:7. Das Aus kommt für die Werdener Damen nicht überraschend. Der Landesligist ist im Viertelfinale des Kreispokals noch eine Nummer zu groß für die jungen Löwentalerinnen.

Superstart nach langer Corona-Pause bei den Tennis-Mannschaften des WTB: Herren 40, Damen 40 II und die gemischte U12 sind erfolgreich.

Tolle Segelbedingungen hatten 79 Segler und Seglerinnen bei der „Auftaktregatta“ des Etuf. Der Wind bläst mit 4 bis 6 Stärken aus südwestlichen Richtungen.

05 Jan.

Der waddische Jahresrückblick 2020:

Juli

Wander-Idylle Essener Süden: Der Wanderweg Kettwiger Panoramasteig feierte seine offizielle Einweihung. Ideengeber Ralph Kindel (l.) mit Bezirksbürgermeister Benjamin Brenk und lokaler (Polit-)-Prominenz im Schlepptau.

Vorausschauend zeigt sich der Werdener Werbering bereits im Sommer: In einem Brief an seine Mitglieder sagt er bereits Ende Juni wegen der Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie den Werdener Weihnachtsmarkt ab, die Heimatzeitung berichtet darüber in ihrer ersten Juli-Ausgabe. Erstmals seit 41 Jahren gibt es damit keinen adventlichen Budenzauber im Städtchen. Dem Werdener Beispiel müssen bald so ziemlich alle Märkte in Deutschland folgen.

In derselben Ausgabe blickt die Heimatzeitung auf 40 Jahre Werdener Werbering zurück – ein runder Geburtstag, den der engagierte Verein sicher gerne ganz anders – zumindest überhaupt – gefeiert hätte.

Auch das Ludgerusfest kann Corona bedingt in diesem Jahr nicht in der üblichen Form gefeiert werden – so viel steht jetzt schon fest. Die Verantwortlichen der Propsteipfarrei haben sich nach Rücksprache mit Bischof Overbeck darauf verständigt, die Feier am ersten September-Sonntag auf die Basilika zu konzentrieren und auf die Prozession und alle weiteren Gottesdienste zu verzichten.

Am Samstag ist langes Shoppen in der Altstadt angesagt: Um die Corona-Folgen und die ausfallenden Veranstaltungen abzufedern, hat der Werdener Werbering den 25. Juli zum verkaufslangen Samstag erklärt. Bis 20 Uhr kann man dann in Werdens Läden einkaufen – so lautet der Plan. Doch die meisten Läden sind bereits um 18 Uhr wieder geschlossen. Viele Händler halten den gewählten Termin zum Monatsende für unglücklich gewählt. Die Zukunft der verkaufsoffener Sonntage indes bleibt trotz Erlass des Landes ungewiss – erfolgreiche Klagen vonseiten der Gewerkschaft Verdi stehen zu befürchten – zu recht, wie sich später zeigen wird.

An den Anblick von mit Pizzakartons vollgestopften Mülleimern hat man sich als Werdener beim Besuch der Brehminsel ja fast schon gewöhnt. Besonders nach sonnigen Wochenenden aber nimmt die Vermüllung der Grünanlagen in Werden immens zu, klagen viele hiesige Spaziergänger. Und tatsächlich: Wer an einen Montagmorgen auf dem Brehm spazieren geht, stößt immer wieder auf achtlos liegengelassene Restbestände von Grillfeierlichkeiten. Die Rufe nach einem Verbot des wilden Grillens werden immer lauter.

Auch Oberbürgermeister Thomas Kufen plädiert für ein generelles Grillverbot in öffentlichen Grünanlagen: Einen entsprechenden Vorschlag will er im August dem Stadtrat unterbreiten, sagt er im Interview mit den Werdener Nachrichten.

Für anhaltende Konflikte sorgen von Fußgängern und Radfahrern gemischt genutzte Verkehrsflächen. Teilweise führen Radfahrer schneller als Autos, klagen Leser, und nähmen keine Rücksicht auf Spaziergänger. Viele wagen sich deshalb nicht mehr ans Ruhrufer, am Baldeneysee oder ins Hespertal. Nicht einmal auf dem Bergfriedhof werde das Radfahr-Verbot respektiert. Der Verein „Fuss“, die Organisation der Fußgänger, setzt sich für eine Trennung von Fuß- und Radwegen ein. Dies sieht auch die Initiative Rad-Entscheid Essen so, die zudem davor warnt, Radler pauschal zu verurteilen.

Wander-Idylle Essener Süden: Der Wanderweg Kettwiger Panoramasteig feierte seine offizielle Einweihung. Ideengeber Ralph Kindel erwanderte mit Bezirksbürgermeister Benjamin Brenk, Richard Röhrhoff, Geschäftsführer der Essener Marketing Gesellschaft (EMG), Essens Umweltdezernentin Simone Raskob und anderen Gästen aus Politik, Presse und Verwaltung ein Teilstück des Weges zwischen Werden und Kettwig ab.

Die Abiturienten der Werdener Gymnasien müssen auf ihre Abifeiern verzichten – nicht aber auf ihre Namen und Fotos in den Werdener Nachrichten.

Der Name ist Programm: Das Mähboot „Nimmersatt“ des Ruhrverbands ist in Abstimmung mit der Interessengemeinschaft (IG) Baldeney und der Stadt Essen auf dem Baldeneysee gegen die Schmalblättrige Wasserpest im Einsatz.

Gewaltiger Pilzfund auf dem Hammer Kotten: 2775 Gramm wiegt der Riesenbovist von Willi Unterstell.

Gewaltiger Pilzfund auf dem Hammer Kotten: 2775 Gramm wiegt der Riesenbovist von Willi Unterstell – und auch sonst gibt es viele Besonderheiten auf dem Hof.

Lockdown auf dem Werdener Campus der Folkwang-Universität: Nachdem sich am Dienstag drei Studenten, die positiv auf das Corona-Virus getestet worden waren, bei der Uni gemeldet hatten, hat das Rektorat beschlossen, bis auf weiteres Hauptgebäude, die Bibliothek, Wesselswerth und die Weiße Mühle zu schließen. Eine Woche später öffnet die Kunsthochschule wieder.

Der Standort für das „Zentrum 60+“ in Werden steht fest: Die neue Begegnungsstätte für Senioren unter Trägerschaft des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zieht an die Heckstraße. Nach einigen notwendigen Umbauten soll das Zentrum, das sich aus Mitteln der Stadt Essen finanziert, in den Räumlichkeiten des ehemaligen Herrenausstatters Heijster eröffnen.

Vandalismus am Kunstwerk „Herold und Musica“ auf dem Platz der Werdener Feintuchwerke: Der weiblichen Figur des hölzernen Duos, das der Fischlaker Künstler Roger Löcherbach vor dreieinhalb Jahren schuf, wurde beschädigt: Knapp die Hälfte des Horns wurde abgesägt. Die Polizei ermittelt.

SAPV ist die Abkürzung für Spezialisierte Ambulante Palliativ-Versorgung. Dieses umfassende Betreuungsangebot ermöglicht selbst schwer erkrankten Patienten, in die heimische Umgebung zurückzukehren, damit sie dauerhaft zu Hause verbleiben können. Die Arbeit der SAPV Essen wird durch den Werdener Förderverein Carpe Diem für Palliativmedizin (www.carpediem-essen.de) unterstützt. Gabi und Ditmar Zimmermann, Vorsitzende des Fördervereins Carpe Diem: „Für die nun gespendeten Autos haben wir lange gespart und freuen uns mit den Mitarbeitern, dass die Übergabe an das SAPV-Team trotz Corona-Zeiten stattfinden kann.“

Werdenerinnen wollen das Schweigen der Glocken durch Medien erzwingen: Zwei Anwohnerinnen beschweren sich über das Corona-Geläut der Evangelischen Kirche Werden. Das tägliche Corona-Geläut um 19 Uhr stört die Damen beim Gespräch und Nachrichtenhören. Ein Beitrag im WDR-Fernsehen sorgt dafür, dass das Anliegen von Vera Tolxdorff und Heike Breitmoser weit verbreitet wird.

Mit gerade mal 34 Jahren ist Benjamin Brenk der erste sozialdemokratische Bezirksbürgermeister im Bezirk IX. Nun greift der Werdener nach einem Ratssitz – und zugleich möchte er auch nach der Kommunalwahl im September in der Bezirksvertretung bleiben. Die Werdener Nachrichten sprechen im großen Sommerinterview mit ihm über diese Herausforderung, über die Probleme im Essener Süden und über seine Haltung zur AfD.

Seit nicht mal zwei Monaten ist Ludger Hicking-Göbels erster stellvertretender Bürgermeister – und der erste Grüne in dieser Position im Bezirk IX. Dabei gehört er dieser Partei noch keine drei Monate an. Mit den Werdener Nachrichten spricht der 61-Jährige Schreiner über sein früheres Engagement bei der Grünen Harfe, und warum er sich nun zur Grünen Partei hingezogen fühlt.

Die Christliche Hospizarbeit Werden nimmt Abschied von Brigitte Hüsgen. Die langjährige Hospizbegleiterin und stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins starb am 14. Juli im Dorle-StrefferHaus an der Dudenstraße.

„Willst du mit mir geh’n“, heißt die geführte Spaziergang-Reihe für Senioren durch Essens Stadtteile: Jeden Mittwoch führen Jutta Leuenberger, Heidi Hentschke und Marion Maaß vom Rathaus Werden aus die lockere Gruppe durch Werden. Erstmals spaziert Oberbürgermeister Thomas Kufen mit durchs Abteistädtchen.

Monika Reich-Püttmann führt für den Bürger- und Heimatverein Besuchergruppen durch die schöne Abteistadt: „Meine Familie ist seit dem 17. Jahrhundert hier ansässig.“ Zu Gast diesmal Abt em. Laurentius. Nach einem anregenden Spaziergang weiß er noch mehr über Werden.

Während andernorts noch im Internet Musik gestreamt wird, gibt es auf den Werdener Wiesn wieder Live-Musik. Jim-Galaktis-Band hatte sich vorgenommen, mit „Jimmy’s Jazz“ in die Abendstunden hinein frei, gechillt und auch mutig zu spielen. Sommerfestival-Stimmung ohne Gedränge, bei der auch improvisiert werden kann und soll, damit sich der Spaß überträgt, den die Musiker haben. Auch der Förderverein Evangelische Kirche lädt wieder zur Orgelmusk zur Marktzeit: unter entsprechenden Sicherheitsbedingungen.

Stöbern lohnt sich. In der Truhe seiner US-amerikanischen Großmutter hat Chris Hopkins einmal einen Originaldruck von 1935 der Opernarie „Summertimes“ George Gershwins gefunden. Für sein Konzert im Bürgermeisterhaus brachte er die Partitur mit, um sie mit seinem Swingtrio zu spielen. Ein langer rhythmischer Beifall hatte diese Zugabe erhalten. Spanisches Flair bringt das Essener Gitarrenduo ins Bürgermeisterhaus.

Weben mit Plastikband, das Steine bündelte, Pokale für Autorennen anders dekorieren, Insekten aus Stahlband, Sonne aus Golfbällen und Regenrinnenhaltern: Wer die Ausstellung von Konstanze Ziemke im Bürgermeisterhaus betrachtet, ist erfreut, was man mit Dia-Rahmen, CDs oder den Stanzplatten von Edelstahlkreisen manchen kann.

„Es ist mir ein Rätsel, warum das Museum Folkwang Fotos von Klorollen ausstellt, wenn es Werke wie die von Georg Schreiber gibt“, so eine Besucherin, die bei der Vernissage in der Galerie Kunstwerden sichtlich beeindruckt vom Gesehenen war. Der Werdener Fotokünstler baut Bildwelten, die bei flüchtigem Hinsehen oft wesentlich harmloser aussehen, als sie es in Wahrheit sind. Der Titel der Ausstellung „Im Meer ein Fluss“ steht für seine Intention, Details zu sehen, tiefer zu gehen. Gedanken in ein fotografisches Gemälde so einzuflechten, dass sie homogen darin wirken.

Auf den Säulen der Gustav-Heinemann-Brücke prangen Kunstwerke, die sich teils auch sozialkritisch mit den Folgen der Corona-Pandemie auseinandersetzen.

Zwar haben Museen wieder geöffnet, doch wegen Corona ist der Kunstgenuss vorerst nur mit Mund-Nasen-Schutz möglich. Eine Alternative bietet Kunstfreunden der Park-und-Ride-Platz am S-Bahnhof Werden. Dank fünf Plakat-Künstler hat sich der Platz in eine Freiluft-Galerie verwandelt. Auf den Säulen der Gustav-Heinemann-Brücke prangen nun Kunstwerke, die sich teils auch sozialkritisch mit den Folgen der Corona-Pandemie auseinandersetzen.

Beim Poetry-Slam gibt es wenige Regeln, die aber strikt eingehalten werden müssen. Die Auftretenden müssen eigene Texte ohne Flagge, Kostüm oder Requisiten in einer vorgegeben Zeit vortragen. Erstmals lud das Bürgermeisterhaus zu einem solchen Vortrag ein und es gab viel Applaus für das Potpourri an Möglichkeiten aus der Poetry-Kunst, mit der drei bekannte Akteure der lokalen Szene vors Publikum traten.

Im Werdener Löwental ist man verärgert über das Verhalten der Verwaltung. Auf der weitläufigen Anlage des SC Werden/Heidhausen gibt es eine „Problem-Ecke“ im Leichtathletik-Bereich. An der Kurve zum Hochsprungsektor wachsen immer wieder Brombeeren und Riesenknöterich von der Straße her auf die Anlage. Inzwischen drücken sogar Bäume den Zaun nach innen. Doch Stadt und Politik schieben den Schwarzen Peter der Zuständigkeit hin und her. In einem Brandbrief an Oberbürgermeister Thomas Kufen fordert der Verein größere finanzielle Unterstützung für die Pflege und Instandhaltung der stark frequentierten Anlage.

Die Kanugesellschaft Wanderfalke (KGW) und der Verein „Be strong for Kids“ (BSFK) arbeiten in Zukunft enger zusammen. Jörn Schulz, Gründer und 1. Vorsitzender von BSFK, ist Mitglied bei der Kanugesellschaft und nutzt mit seinem Verein das KGW-Gelände und die Infrastruktur. Ziel des Vereins „Be strong for Kids“ ist es, in den von ihm unterstützten Einrichtungen Kinder und Jugendliche zu betreuen, die zum Teil über mehrere Wochen stationär behandelt werden oder sogar in den einzelnen Einrichtungen wohnen.

Zum Abschluss des ersten Ruderkurses nach der Corona-Pause nehmen 17 Ruderanfänger und ihre Trainer an einem Ruder-Event teil. Der Event ist Teil des neuen Ausbildungskonzepts des Ruderklubs am Baldeneysee (RaB). Er bildet den Abschluss der Anfängertrainings für Männer und Frauen, die noch nie in einem Ruderboot gesessen haben.

Vor elf Jahren wurde Markus Schmidtke Vereinstrainer im Tennisclub Am Volkswald und ist inzwischen zusätzlich Jugendwart und unterstützender Sportwart. Die Jugend liegt ihm besonders am Herzen. Jährlich bietet er mit seinem Trainerteam Sommerferien-Camps für die „Tenniscracks von morgen“ an. Die ersten „5 Tage Tennis total“ waren ein voller Erfolg.

Die Hilfe für krebskranke Kinder und Jugendliche stand im Mittelpunkt des Benefiz-Golfturniers zugunsten der Deutschen Kinder-Krebshilfe im Golfclub Haus Oefte. 51 Golferinnen und Golfer folgten der Einladung des Golfclubs und unterstützten die gemeinnützige Organisation mit 4000 Euro.

05 Jan.

St.-Kamillus-Plakat spendet Zuversicht

Zuversicht spenden in Zeiten von Corona und dazu ermutigen, hoffnungsfroh in das neue Jahr 2021 zu gehen, will ein buntes Plakat der St.-Kamillus-Gemeinde. Zwei kreative Menschen aus der Gemeinde haben darauf beispielhaft zusammengetragen, was alles „nicht abgesagt“ ist. Edith Toussaint steuerte die Idee und die Fotos bei, Thomas Thomitzek brachte seine gestalterische Kompetenz ein. Nicht nur in Fischlaken und Heidhausen soll man sich über die Aussagen des Plakates freuen, sondern als Zeichen übergreifender Verbundenheit genau so in den anderen Gemeinden der Propsteipfarrei.

05 Jan.

Neujahrs-Grußwort 2020/21

Hanslothar Kranz (CDU Werden)

Hanslothar Kranz.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

2020 war ein Jahr, das für viele unerwartet große Entbehrungen und Einschränkungen mitgebracht hat. Es war aber auch ein Jahr, das von großer Solidarität unter den Mitmenschen geprägt war. Mein besonderer Dank gilt allen, die in diesen Coronazeiten bis zur Erschöpfung gearbeitet haben – insbesondere der Ärzteschaft und den Pflegenden in den Kliniken sowie dem Pflegepersonal in Senioren- und Pflegeheimen und nicht zuletzt der Polizei.

Für die CDU in Werden und im Bezirk IX im Essener Süden war es aber auch ein gutes Jahr: Bei der Kommunalwahl konnte die CDU ein großartiges Ergebnis erzielen. Ich möchte mich bei allen Bürgerinnen und Bürgern bedanken, die mit ihrer Stimme am 13. September zu diesem Erfolg beigetragen haben. Nach der Wahl ist jedoch vor der Wahl: Und so bitte ich Sie herzlich um Ihre Unterstützung bei der Bundestagswahl 2021 für die CDU und für unseren Bundestagsabgeordneten Matthias Hauer.

Mit großer Freude habe ich zur Kenntnis genommen, dass mein Einsatz für den Ortsbus, für den ich seit 2011 kämpfe, nun Früchte trägt: Ab Januar 2021 verbinden sechs Kleinbusse Heidhausen, Fischlaken und Werden und sorgen somit für ein gut funktionierendes ÖPNV-Netz auch in unseren ländlichen Gegenden. Bereits am 28. April 2017 konnte ich mit den Kollegen wie Friedhelm Krause, der viele Jahre den Aufsichtsräten der Ruhrbahn und ihren Vorgängern angehört hat, dem Personal der Ruhrlandklinik eine Anbindung ans Ortsbus-Netz zusagen. Am 23. Juni 2020 hat die Bezirksvertretung IX die Linienführung des Ortsbusses beschlossen. Ich möchte insbesondere Dipl.-Geogr. Susanne Köster und Dipl.-Ing. Christoph Lademann von der Ruhrbahn für ihren Einsatz danken. Noch am 10. Januar 2019 hielt Herr Lademann bei der öffentlichen Versammlung der CDU Werden einen Vortrag zu den neuen Ortsbussen.

Wer mich kennt, weiß auch, dass mir unsere Umwelt sehr am Herzen liegt. Daher freue ich mich, dass ich dazu in diesem Jahr einen kleinen persönlichen Beitrag leisten konnte durch das Pflanzen gleich zwei neuer Bäume auf öffentlichen Flächen: An der oberen Umstraße pflanzte ich eine Linde zu Ehren meiner Mutter, die dort viele Jahre Brötchen ausgetragen hat. Und anlässlich meines 85. Geburtstags, den ich in diesem Jahr feiern durfte, habe ich hinter der Abtei eine amerikanische Felsenbirne gepflanzt. Mein Dank gilt zudem allen Spenderinnen und Spendern, die anstatt eines Geburtstagsgeschenks für die beispielhafte soziale Einrichtung „Raum 58“ gespendet haben: Insgesamt 3500 Euro sind für die Notschlafstelle für benachteiligte Jugendliche zusammengekommen.

Ich wünsche Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, gute Gesundheit, Zufriedenheit und Gottes Segen.
Ihr Hanslothar Kranz, Vorsitzender der CDU Werden

04 Jan.

Der waddische Jahresrückblick 2020

Juni

Die Band Giant Rooks spielte vor 100 Zuschauern auf dem Gelände des Seaside Beach Baldeney

Nachdem der interne Streit mit seiner CDU fortwährte, zieht Michael Bonmann überraschend seine angekündigte Ratskandidatur zurück. Damit kommt es nicht zur erwarteten Kampfkandidatur gegen seinen innerparteilichen Kontrahenten Ulrich Beul, der nun für Bredeney, Fischlaken und Schuir ins Rennen geht.

Einen Brand haben wilde Camper offenbar in einem Waldgebiet in Heidhausen ausgelöst. Die starke Rauchentwicklung ist im Waldgebiet der Straßen Pauline, In der Pieperbeck, Klusemannsweg und Pastoratsberg entstanden. Zudem hat eine Gruppe von acht Personen am Pfingstmontag auf dem Aussichts-Rondell der Brehminsel ein illegales Lagerfeuer gelegt. Dies hat ein Zeuge von der Gustav-Heinemann-Brücke aus beobachtet. Als Brennholz dienten der Gruppe die Holzlatten der Rondell-Sitzbänke.

Start in die bereits vierte Saison: Die Badestelle am Seaside Beach Baldeney  wird am 8. Juni eröffnet.

Am ersten Juni-Sonntag gibt es in St. Kamillus wieder einen Gottesdienst mit 30 Sitzplätzen.

Der erste bemannte Flug des privaten Unternehmens SpaceX zur Internationalen Raumstation ISS ist am Wochenende geglückt: Die Raumkapsel „Crew Dragon“, mit den beiden Astronauten Robert Behnken und Douglas Hurley an Bord, dockt an der Raumstation an – rund 19 Stunden nach dem Start. Über Werden ist die ISS Anfang Juni ebenfalls zu sehen.

Der Corona hat auch die Reihe „Jazz im Jubb“ verstummen lassen. Doch Ende Juni sollen Freunde anspruchsvoller Unterhaltungsmusik wieder auf ihre Kosten kommen: Das Jugend- und Bürgerbegegnungszentrum (Jubb) Werden lädt zum „Jazz im Garten“.

„Endlich können wir loslegen“ Die neue Geschäftsstelle des Werdener Turnerbundes nimmt den Betrieb auf. Die Sportkurse laufen auch wieder, nur die Schwimmer müssen sich noch gedulden.

Auch die Badmintonbälle fliegen erneut: Unter strengen Auflagen ist sogar Hallensport wieder möglich. Die Badmintonspieler der DJK Grün-Weiß Werden unterwerfen sich dafür einem von Abteilungsleiter Daniel Schwarze minuziös ausgeklügelten Hygienekonzept.

Ab Ende Juni können wieder alle Kinder im Grundschulalter an allen Wochentagen die Schulen bis zu den Sommerferien besuchen.

Die Kommunalpolitische Vereinigung Bezirksverband Ruhrgebiet (KPV Ruhr) verleiht den Konrad-Adenauer-Preis an das Werdener CDU-Urgestein Hanslothar Kranz.

Festivalstimmung trotzt der Corona-Pandemie: Der Radiosender EinsLive holt für 100 Gewinner die angesagte Band „Giant Rooks“ an den Seaside Beach Baldeney.

Auch die Weiße Flotte hat Neuigkeiten: Boris Orlowski springt ins manchmal ganz schön kalte Seewasser und übernimmt das Ruder bei der Weißen Flotte Baldeney. Seit Juni ist der zweifache Familienvater Geschäftsführer der größten Reederei der Region und zugleich See- und Kanalmanager in Essen.

Nachdem bereits auf der Beachvolleyballanlage des WTB mit Trainingseinheiten mit Mindestabstand (extra Linien im Feld) und Kleingruppen von höchstens fünf Spieler das Training wieder aufgenommen worden sind, sind die Lockerungen am 30. Mai ein entscheidender Schritt zurück zum normalen Volleyballtraining.

In der Zeit von 22 bis 23 Uhr fliegen 33 Flugzeuge über Werden in Richtung Flughafen Düsseldorf. Der neue Antrag vom Flughafen Düsseldorf beinhaltet unter anderem, dass tagsüber 60 statt 47 Bewegungen je Stunde stattfinden können. Ergänzende Unterlagen zu diesem Vorhaben lagen bis zum 12. Juni 2020 aus (siehe bgf-ev.de). Die Stadt Essen, andere Gemeinden und Bürger wehren sich durch Einwendungen gegen dieses Vorhaben.

„Forscher vor Ort“ heißt die Sommerferien-Freizeit, die das Jugend und Bürgerzentrum Jubb für Zehn- bis Vierzehnjährige ab der fünften Klasse vom 29. Juni bis 10. Juli veranstaltet.

Drei Monate lang waren wegen der Corona-Pandemie die Villa Hügel samt Hügelpark geschlossen. Ab dem 16. Juni können Besucher beides wieder besichtigen.

„Danke“ sagen die Landwirte in einer deutschlandweiten Aktion, darunter der Werdener Thomas Leuchten. Mit von der Partie der Esel Johann. 20 bis 30 Prozent mehr Umsatz wurden während Corona bei den Hofverkäufen durchschnittlich erzielt, allerdings ist die Tendenz schon wieder fallend. „In jedem Dank steckt eine Bitte“, lautet das Sprichwort, und auch die Landwirte bitten, sie weiterhin zu unterstützen. Dürre, Weltmarktpreise und oft auch Ausflügler machen ihren Beruf schwer. Sie bitten, als Ernährer der Region wertschätzend wahrgenommen zu werden.

Die Bigband, Oberstufenchor plus Mittelstufenchor sowie die vier Musiklehrer des Mariengymnasiums produzieren für ihre Online-Konzert-Beiträge Split-Screen-Videos“, für die alle Mitwirkenden sich alleine vor das Mikrofon wagen.

Ganz neu: Ein Online-Konzert am Mariengymnasium. Not macht erfinderisch. Drei Schüler des Mariengymnasiums, Jonas Fussangel, Moricz Hübinger und Jonas Storch, waren nicht bereit, einfach zu akzeptieren, dass das Versammlungsverbot in Zeiten des Coronavirus das Schulkonzert ersatzlos kippen sollte. Sie hatten die Idee, ein Online-Konzert auf die Beine zu stellen, das live moderiert werden sollte. Der Beitrag überzeugt nicht nur, er begeistert.

Der Intendant des KlavierFestivals Ruhr, Franz Xaver Ohnesorg sprach von veränderten Umständen für das Konzert, denn die aufgeführten Beethoven-Kompositionen in der Darbietungskombination von Klavier und Schlagzeug haben einen experimentellen Charakter.

Die Einrichtungen des Essener Kinderschutzbundes freuen sich über eine Menge gespendeter Süßigkeite, die beim Bollerwagen-Umzug nicht verteilt werden konnten. Maria Rosche-Terfrüchte und Peter Bankmann vom Freundeskreis Gartenhaus Dingerkus überreichten diese im Garten des historischen Gartenhauses an Martina Heuer vom Essener Kinderschutzbund.

Werdens Wanderwege bleiben vorerst Durststrecken: Die Stadtwerke lehnen eine Beteiligung an Finanzierung von Trinkwasserspendern ab.

Auf der Apfelwiese des Bükerhofs am Tiergarten startet der bundesweit erste Aufruf, durch ein Bürgerbegehren die Stadt Essen zu verpflichten, einen Klimaentscheid zu verabschieden.

Die ehemalige Jugendarrestanstalt in Essen steht zum Verkauf. Erste Besichtigungen haben bereits stattgefunden. Nach Angaben von Anwohnern herrscht großer Andrang. Auf dem Grundstück soll öffentlich geförderter Wohnraum für studentisches Wohnen entstehen. Ob die Studenten „in den Knast“ ziehen wollen, blieb ungeklärt.

Mozarts Musik begeistert im Bürgermeisterhaus: Folkwang-Professor Till Engel gibt ein Benefizkonzert.

Der sommerliche Werdener Jazzgarten verzaubert die Fans und ruft die Staatsmacht auf den Plan – Anwohner stören sich an der Musik.

„Wir sind mit Abstand die Besten“: Die Abiturienten am Gymnasium Werden nehmen die coronabedingten Vorsichtsmaßnahmen wie Haltepunkte für den Mindestabstand mit Humor. Die Zeugnisse gibt es auf dem Balkon.

Nun nehmen die Heidhauser Schützen, natürlich unter Einhaltung der vorgegeben Abstands- und Hygienevorschriften, den Trainingsbetrieb wieder auf.

Auch im Fußball ist wieder was möglich: Freundschaftsspiele. Die Frauen des SC Werden-Heidhausen steigen in die Bezirksliga auf. Zwölf Siege und ein Remis erspielt sich die Elf und schießt dabei 76 Tore. Lisa Marie Benning ist mit 23 Treffern Dritte in der Torjägerliste der Kreisliga.

Lange hatten die Opti-Kinder auf diesen Moment warten müssen: Unter Beachtung der Corona-Hygieneauflagen konnte der Etuf mit der „Optipussi“ die erste Optimisten Klasse Regatta in diesem Jahr in NRW starten. Auf Platz 5 das beste Boot vom See in Opti B: Marcus Peinecke (Etuf).