02 Jan.

Neujahrs-Grußwort 2020/21

Kai Gehring

Kai Gehring

Liebe Essenerinnen und Essener,

selten hat sich unser Alltag so verändert wie 2020 durch die Corona-Pandemie. Auch das Weihnachtsfest mit seinen schönen Traditionen, die Familien und Freundeskreise auf ihre ganz eigene Art leben, bleibt davon nicht verschont. Es werden stille und achtsame Weihnachten werden, damit wir alle gesund bleiben.

2020 war ein anstrengendes und nervenaufreibendes Jahr, für viele geprägt von Unsicherheit oder gar dem Verlust nahestehender Menschen. Und auch 2021 wird herausfordernd bleiben. Ich will das in meiner Macht stehende tun, damit Bildung, Kultur, Handel, Gastronomie und alle, die für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft und die Gesundheit anderer sorgen, gut durch die Krise kommen.

Wir werden die Pandemie umso rascher besiegen, je mehr wir die Wissenschaft und ihre Empfehlungen ernst nehmen. Und wir dürfen nicht die anderen Herausforderungen vergessen – allen voran die Klimakrise. „Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt.“ Diese Mahnung aus den frühen 1980er Jahren ist auch heute noch richtig: Uns bleibt nicht mehr viel Zeit, anders zu wirtschaften, anders zu leben, um die globale Erderwärmung zu stoppen. Es liegt an uns, den Wandel anzunehmen und ihn aktiv zu gestalten.

Eine wichtige Weichenstellung im nächsten Jahr ist die Bundestagswahl. Mit möglichst starken Grünen kann Deutschland endlich wieder Vorreiter für Klimaschutz werden. Unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft sind dabei längst viel weiter als die Große Koalition in Berlin!

Bei uns in Essen stehen die Signale auf grün, den Wandel positiv zu gestalten. Nach langen Verhandlungen haben Grüne und CDU sich auf eine Kooperation geeinigt. Gemeinsam wollen wir dafür Sorge tragen, die Grundlagen für den Zusammenhalt zu sichern, das Wohlergehen und die Lebensqualität aller Menschen zu steigern, den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und des Klimas zu garantieren und die Quellen künftigen Wohlstands auszubauen. Wir wollen eine Stadt für alle. Ein Essen, in dem jede und jeder dazugehört und niemand zurückgelassen wird.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ruhige Festtage und für 2021 alles Gute! Bleiben Sie gesund!

Kai Gehring, MdB

02 Jan.

Neujahrs-Grußwort 2020/21

Peter Allmang (SPD Werden/Bredeney)

Peter Allmang

Liebe Leserinnen und Leser der Werdener Nachrichten,

wir blicken zurück auf ein ungewöhnliches Jahr 2020. Es war geprägt von besonderen Herausforderungen die unseren Alltag stark beeinflusst haben. Das Corona-Virus hat in einer nicht für möglich gehaltenen Art und Weise unser Leben verändert. Daher hoffe ich, dass bei Ihrer persönlichen Rückschau die Zufriedenheit über die Gesundheit überwiegt.

2020 war ein bewegtes, ungewohntes Jahr. Begegnungen und soziale Kontakte konnten nicht oder nur sehr eingeschränkt stattfinden. Vereinsamung, Existenzsorgen und Zukunftsängste sind für viele zu Alltagssorgen geworden. Dennoch, die angeordneten Maßnahmen sind notwendig und in der Mehrzahl sinnvoll, sie tragen zur Eindämmung des Virus bei und retten damit Leben. Eine Evaluation muss allerdings erfolgen, wenn wir die Pandemie im Griff haben.

Massiv betroffen waren und sind auch die politischen Aktionen, Veranstaltungen, Kontakte und Diskussionen mit Bürgerinnen und Bürgern. Unter widrigen Bedingungen und schwierigen Voraussetzungen durch die Einhaltung der Hygieneregeln hat die Kommunalwahl im September stattgefunden. Der für die Sozialdemokratie bittere Ausgang der Wahl in unserer Stadt muss jetzt in der Opposition aufgearbeitet werden.

In jeder Krise steckt aber auch eine Chance und liegt der Anfang einer neuen positiven Entwicklung. Umfragen zeigen, dass Tendenzen zu einem Wertewandel in unserer Gesellschaft erkennbar sind. Etwas weniger Konsum und Verschwendung, hin zu mehr Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein, Klimaschutz und Lebensqualität. Die tollen Errungenschaften unserer Demokratie werden nicht mehr in dem Maße wie bisher als etwas Selbstverständliches empfunden. Ein Besinnen auf das Wesentliche tritt wieder mehr in den Vordergrund.

Auch wenn uns das kommende Jahr – zumindest in den ersten Monaten – noch fordern wird können wir, insbesondere durch die Entwicklung des Impfstoffes, optimistisch in die Zukunft blicken. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und allen, die Ihnen am Herzen liegen, Kraft, Mut und Zuversicht und für 2021 insbesondere Gesundheit.

Peter Allmang
Vorsitzender SPD Werden-Bredeney

02 Jan.

Neujahrs-Grußwort 2020/21

Yannick Lubisch (Ratsherr fürs Ruhrtal)

Yannick Lubisch.

Liebe Werdener, Heidhauser und Fischlaker!

Sie kennen Politiker. „Ich habe es Euch immer gesagt“, „Das war doch von vornherein klar“, „Hättet Ihr mal auf mich gehört“. Im Nachhinein hat es jeder immer besser gewusst.
Jetzt, wo ich Dank Ihrer Unterstützung unsere Heimat im Rat der Stadt Essen vertreten darf, nehme ich mir einfach mal galant die Frechheit und behaupte: „Ich habe es Euch gesagt!“
Denn vor genau einem Jahr an genau dieser Stelle habe ich prophezeit: „Das Jahr 2020 wird ein Jahr der Versachlichung, der Annäherung, des gegenseitigen Verständnisses und schließlich auch der Verbrüderung.“
Ja, wir sind in das Jahr gestartet mit erhitzten Debatten über den richtigen Umgang mit dem Klimawandel. Und ja, wir werden das Jahr beenden mit einem schlimmstenfalls ungeordneten Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union. Hier kann in der Tat nur schwer von Annäherung die Rede sein.

Ganz anders die Situation bei uns im Städtchen: Überall Regenbögen an den Fenstern, die Kinder ihren Altersgenossen gemalt haben, damit diese ihren Mut und ihre Zuversicht in dieser schweren Zeit nicht verlieren. Auf den Straßen nichts als Rücksichtnahme und Abstandhalten, um sich selbst und das Gegenüber keinem Infektionsrisiko auszusetzen. Menschen gehen füreinander einkaufen, hüten wiederum für Andere die eigenen vier Wände, um der Pandemie keine Chance zu geben.

Nennen Sie mich ruhig einen Romantiker, aber mich berühren diese kleinen und großen Zeichen der Menschlichkeit.

Wir müssen alles dafür tun, diese grundsätzliche Haltung zu unseren Mitmenschen aufrechtzuerhalten. Für „uns Politiker“ soll das heißen: Für einen kurzen Augenblick mal den Gedanken zulassen, dass der Mitdiskutant vielleicht doch nicht in Gänze komplett Unrecht hat. Gerade in Werden, Heidhausen und Fischlaken sind wir nur dann richtig stark, wenn wir zusammenarbeiten. Das zumindest wünsche ich mir und uns allen für die Kommunalpolitik in der Stadt Essen.

Ich freue mich auf unser Wiedersehen in 2021, liebe Verwandte, Freunde, Bekannte, Mitbürger in Werden, Heidhausen und Fischlaken!

Ihr
Yannick Lubisch

02 Jan.

Neujahrs-Grußwort 2020

Gerd Kolbecher (stellv. Bezirksbürgermeister)

Gerd Kolbecher

Die Corona Pandemie hat uns voll im Griff. Auf all die schönen Dinge, auf die wir uns sonst vor den Feiertagen freuen, fallen in diesem Jahr leider aus. Selbst der heiß ersehnte Winterurlaub in den Weihnachtsferien oder das Weihnachtsfest im größeren Kreis der Angehörigen und Freunde muss ausfallen. Es bleibt lediglich der ganz enge Familienkreis. Die sonst üblichen Weihnachtsfeiern in den Firmen oder das traditionelle Martinsgansessen gehen nicht. Auch die wunderschönen Weihnachtsmärkte in unseren Stadtteilen finden nicht statt und der übliche Glühwein wird in die eigenen vier Wände verlegt. Das ist bitter.

Verschmerzen können wir sicherlich das Silvesterfeuerwerk. Das hilft sicherlich der Umwelt und den oft sehr erschreckten Haustieren.
Besonders hart triff es die Gastronomie und das Hotelgewerbe auch in unserem Bezirk. Deswegen haben wir jetzt schon geplant, uns die übliche Weihnachtsgans in der regionalen Gastronomie zu bestellen, damit wenigstens etwas Umsatz läuft.

Was passiert allerdings in unserer Gesellschaft?

Es gibt immer noch Bürger, die ihre Verantwortung für ihre Mitmenschen durch entsprechende Vorsichtsmaßnahmen nicht wahrnehmen wollen und kein Bewusstsein für ihr Unrechttun entwickelt haben. Das enttäuscht, fordert aber jeden Einzelnen, mutig auf das offensichtliche Fehlverhalten hinzuweisen. Auch wenn es manchmal zu harten Dialogen kommt.
In der Bezirksvertretung IX wird es in den ersten Wochen des neuen Jahres darauf anko-men, mit Augenmaß die geeigneten Finanzentscheidungen für das Jahr 2021 zu treffen, damit es nicht zu einem Stillstand unseres Gesellschafts- und Wirtschaftssystems kommt. Auf Bezirksebene muss im Rahmen der Entscheidungsmöglichkeiten weiter an der Fortentwicklung der zugehörenden Stadtteile gearbeitet werden und das natürlich ohne ideologische Scheuklappen, sondern immer hart an der Sache.
Hoffentlich wird die vorgesehene Impfaktion gut geplant und vorbereitet, so dass wir bald wieder zu unserem gewohnten, gesunden Leben zurückkehren können.

Für die kommenden Festtage wünschen wir ihnen, ihren Angehörigen, Freunden und Arbeitskollegen vor allem Gesundheit, ein Wunsch, der in diesen Zeiten in höchstem Maße im eigentlichen Sinne gemeint ist und keine leere Floskel darstellen soll.

Herzliche Grüße

Ihr stellvertretender Bezirksbürgermeister der FDP
Gerd Kolbecher

01 Jan.

Der waddische Jahresrückblick 2020

März

Das Kriegerdenkmal Heidhausen wurde restauriert.

Die Brücke ist endlich fertig: Der Zugang zum Brehm ist wieder offen für alle.

Gebannt lauschen die Kinder den tiefen Klängen, die Rüdiger Kohl aus dem Didgeridoo herausholt:  Der Musiker hat die Kita Pusteblume im Rahmen ihrer Australien-Projektwoche besucht, in der sich alles um den Fünften Kontinent dreht.

Das Verhältnis zwischen der Verwaltung der Stadt Essen und der Bezirksvertretung im Essener Süden gilt eher als angespannt. Die BV hatte ein Rechtsgutachten verlangt, aus dem hervorgehen sollte, inwieweit die Verwaltung sich an die BV-Beschlüsse halten müsse. Die Antwort hat ein Jahr auf sich warten lassen und lautet: Fragen, die die Pflicht zur Verkehrssicherung beträfen, lägen nicht in der Verantwortung der BV, sondern der Verwaltung.  Ein Fall, über den sich die Bezirksvertretung ärgerte, war der Fuß- und Radweg am Hardenbergufer. Die Bezirksvertretung hatte vor einem Jahr eine Trennlinie von der Hausnummer 135 bis zum Haus Scheppen beschlossen, um Radfahrer und Fußgänger besser voneinander fernzuhalten. Hier hatte sich die Verwaltung im Einvernehmen mit der Polizei gegen den Vorschlag der Bezirksvertretung entschieden.

Das Apfelfest, das zum Ludgerusfest seine erfolgreiche Premiere in der Werdener Altstadt feierte, soll eine zweite Auflage am 6. September finden – der Werbering diskutiert darüber.

Nachdem die ersten Fälle von den am Corona-Virus erkrankten Essenern bekannt geworden sind, hat die Angst um den Virus auch Werden erreicht. Leser informieren die Werdener Nachrichten über leergekaufte Regale bei Supermärkten in Werden Stadt und Land, das Gymnasium Werden erwägt Klassenfahrten zu verschieben – und in den Werdener Krankenhäusern klauen Patienten Atemschutzmasken. Die Ruhrlandklinik verhängt ein Besuchsverbot. Indes fallen im Zuge der Maßnahmen zur Eindämmung des Virus auch immer mehr Veranstaltungen in Werden aus.

Der Heimatverein verschiebt seine Mitgliederversammlung. Das Spiel der 1. Mannschaft des DJK entfällt.   Die Stadt Essen bestätigt einen weiteren Coronavirus-Fall, es handelt sich um eine Person aus Werden, die aus der Lombardei in Norditalien zurückgekehrt war.
Am 20. März ist klar: Die Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus bringen das öffentliche Leben auch in Werden gänzlich zum Erliegen – und zwar häppchenweise. Darunter leiden nicht zuletzt die Händler vor Ort. Praktisch stündlich rechnen sie mit neuen Anweisungen von Stadt oder Land, die über ihre Zukunft in den nächsten Tagen und Wochen entscheiden.

Unbelehrbare unterwegs: Trotz Verbots durch die Stadt Essen versammelten sich beim besten Frühlingswetter etliche Biker am Haus Scheppen – darunter auch viele Ältere, die zur Risikogruppe gehören. Polizei und Ordnungsamt mussten einschreiten, das Areal räumen und die Zufahrtswege sperren. Um die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen sind unter anderem Personenansammlungen von mehr als 15 Personen auf öffentlichen zugänglichen Flächen untersagt.

Bald einer der letzten seiner Art: ein einfühlsamer Klavierabend über Chopin von Lutz Görner und Nadja Singer über den Komponisten Frédéric Chopin (1810 – 1849) im Bürgermeisterhaus.  20 Jahre Hilfe in engster Partnerschaft Serpaf feiert Jubiläum mit dem Musikkabarett-Abend „Altarnative Wahrheiten“ mit dem Duo Camillo.

Folkwang-Studenten stellen Sonaten des Kompositionsrevolutionärs Beethoven vor, während Frank Heidelberger im Kammermusiksaal der Folkwang Universität über Anton Reichas Musiktheorie zwischen Wien und Paris berichtete. Der Revolutionär sei zu Unrecht fast vergessen und wurde zu seiner Zeit von Beethoven beneidet.

Das vierte Internationale Gitarrenfestival der Hochschule nimmt mit einem Programm von Meisterkursen und Konzerten Studenten und Publikum für sich ein. Leiter sind die Gitarrendozenten der Folkwang-Universität, Professor Tomasz Zawierucha und Susanne Hilker-Kohl, mit vier in- und ausländischen Gastdozenten. Die 20 Studententeilnehmer stammen aus 13 Ländern.

„Wenn nicht das Nützliche zählt, sondern man sich liebt, wie man ist“ – Rosmari Trilling und Georg von Glasow stellen gemeinsam in Kunstwerden aus:  „Pietra, forma e luce“.

Jazz im JuBB: Vanesa Harbeck kann aber auch Jazz und Tango – immerhin kommt sie aus Buenos Aires, aber zu Hause ist sie im Blues. Dabei ist die Kombination von Gitarre und Trompete, die sie auch spielt, nicht oft zu finden.

Der Geschichts- und Kulturvereins Werden und des Werdener Bürger- und Heimatverein laden ein zum Vortrag „Hebung des Geschmacks durch die Kunst“ – Karl Ernst Osthaus und die Folkwang-Idee.

Bronze gibt es für die U12-Mädchen des WTB Volleyball-Bezirksmeisterschaften in Werden.

Die erste Woche des neuen Schulhalbjahres steht in der Ludgerusschule ganz im Zeichen von MINT–Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik.

Die Auswahl zwischen freiwilligem sozialen Chillen und einer der anderen 29 Alternativen haben die Schüler beim sechsten Berufsmarkt des Mariengymnasiums.

Die „Unendlichen Geschichte“ wäre ideal aufgehoben in dem Bücherschrank, den Herbert Schermuly am Pelikanbrunnen plante. Hier das Kapitel „Zu gefährlich – Weitersuchen“: Wegen Bedenken beim Brandschutz wird der Schrank vorerst nicht aufgebaut.

Im Hospiz „Dorle-Streffer-Haus“ hängt nun ein Ölporträt der Gründerin.

Die „Jungen Choreographen“ der Folkwang-Universität bringen in Solo- bis Gruppenstücken unterschiedliche Stile auf die Bühne der Neuen Aula.

Löwental im Sonnenschein:  Das Hochwasser ist noch einmal deutlich ansteigen und wird wohl den zweiten Pegel am Wasserpegelhaus erreichen.

Beim Weltgebetstag blicken die Frauen der Welt und hier in St. Kamillus nach Simbabwe.

Wie jedes Jahr am ersten Freitag im März feierten Frauen ökumenische Gottesdienste zum Weltgebetstag – rund um den Globus über Konfessionsgrenzen hinweg in vielen verschiedenen Sprachen. Auch die Kirche St. Kamillus in Heidhausen war am 6. März mit vielen Frauen und wenigen mutigen Männern gut gefüllt.

Zu einem musikalisch breit angelegten Konzert hat das „Collegium Musicale Essen“ ins Forum des Mariengymnasiums eingeladen und sich bestens präsentiert. Es wirkt die Oboistin Sandra Schumacher mit.

Zu Besuch beim Awo-Treff ist der Essener Landtagsabgeordnete und SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Kutschaty im Werdener Rathauskeller. Jürgen Lukas, Vorsitzender der Awo Werden begrüßt auch den neu gewählten Bezirksbürgermeister Benjamin Brenk und den SPD-Fraktionsvorsitzenden in der Bezirksvertretung I, Daniel Behmenburg.

Zum Ende des Monats breitet sich die Corona-Krise aus. Auch die Kirchen in Werden Stadt und Land sind von den Auswirkungen von Corona betroffen: Bis auf weiteres müssen Christen auf ihre gewohnten Gottesdienste verzichten. Einer der letzten findet mit viel Sicherheitsabstand in der Kirche von Christi-Himmelfahrt statt.

Ein Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales verbietet im Zuge der Corona-Pandemie nahezu alle Freizeit-, Unterhaltungs- und Bildungsangebote im Land: Bars, Clubs, Diskotheken, Theater, Kinos und Museen, Musik- und Volkshochschulen müssen ebenso schließen. Künstler stellt dies vor ungeahnte Herausforderungen – brechen ihnen damit doch beträchtliche Einnahmen weg. Für ausgefallene Honorare gab es zunächst von staatlicher Seite momentan keine Entschädigungs-Zahlungen. Nur wer wegen des Corona-Virus offiziell unter Quarantäne gestellt wird, einem Tätigkeitsverbot unterliegt und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, kann über die Landschaftsverbände Rheinland (LVR) eine Entschädigung beantragen. Nach dem Infektionsschutzgesetz erhalten auch Selbstständige und Freiberufler den Verdienstausfall ersetzt. Allerdings haben sowohl die Kulturstaatsministerin im Bundeskanzleramt als auch die Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW bereits Unterstützung angekündigt. Außerdem sammelt eine Petition Unterschriften für Hilfen für und Freiberufler sowie Künstler und Künstler während des „Corona-Shutdowns“. „Ein Stresstest für alle“, nennt das Carsten Linck, der für   Bürgeremeisterhaus das weitere Programm wegen des Corona-Virus absagen muss.

Offen oder nicht offen? Vor dieser Frage standen bangend die Einzelhändler und Gastronomen auch in Werden. Dienstags war die Gewissheit da: Alles dicht, alles online, alles liefern.

Alle städtischen Sporteinrichtungen sollten zunächst bis zum 19. April geschlossen werden. Hierzu zählen Schwimmbäder, Turn-und Sporthallen, Gymnastikräume und Außensportanlagen wie Fußballplätze und leichtathletische Anlagen. Alle Essener Sportvereine müssen ihren Trainings- und Wettkampfbetrieb einstellen, da sie keinen Zugang mehr zu städtischen Sporteinrichtungen haben. Selbst wenn sie die jeweilige Sporteinrichtung über Schlüsselgewalt oder in eigenverantwortlicher Nutzung betreiben: Saisonende für die Volleyballer des WTB. Die erste Badmintonmannschaft wird Meister der Kreisliga. Bei den Bürgerschützen schweigen zunächst die Sportwaffen. Die  Schachfreunde gewinnen erneut in der Verbandsbezirksliga 6. Mannschaft besiegeln Aufstieg in der Kreisklasse.

Die Betreuungsnotlage in Schulen und Kitas ist entspannt. Noch befindet man sich in Findungsphase.

Die Stadtarchäologie Essen konnte durch einen aufmerksamen Bürger eine interessante Entdeckung auf einer Baustelle an der Straße Klemensborn machen: Es wurde ein alter Steinkanal des Bornbaches an St. Clemens entdeckt.

Die Magnolienbäume erfreuen das Auge – doch eine einzige Frostnacht schadet der Pracht.