23 Jan

Abriss eines besonderen Saales

LazySqadMai1980

Lazy Sqad 1980

Und sonst ..  wird ab Montag das alte Jugendzentrum an der Papestraße abgerissen. Was einst das Zentrum der Jugendkultur war, kam auch durch die Politik des Jugendamtes mehr und mehr aus dem Blick. Hier hat damals jeder Essener Musiker unzählige Male gespielt; als Helfer bei Konzerten von Scorpions und Rory Gallagher konnte man etwas dazu verdienen, die Toten Hosen waren Höhepunkt eines echten Punkfestivals; hier gab es den meines Wissens ersten Auftritt des sagenumwobenen Kamikaze Orchesters (unten im Orchesterproberaum, Piet Klocke, Kunze, Schafmeister, Grebien); Nena von den Stripes bandelte hier noch mit einem Essener Schlagzeuger an; und hier war mit Szene Kaputt eine sehr wichtige Jahresbestandsaufnahme; und das war nach den noch glorreicheren Zeiten der Essener Songtage.

Der Saal galt als akustisch kaum zu bändigen; selbst wenn er voll war. Dem besoffenen Mixer von Rory Gallagher gelang es noch am besten, fand ich: Overload! Jazzrockgruppen kamen damit auch verblüffend gut zu Recht.

Alles hat seine Zeit, und die Weststadthalle ist sicher schöner, auch wenn sie nie für die Jugend geplant war. Aber die Jugend hat sicher das Beste verdient, und wenn es von Essens Resterampe ist.

Übrigens: Geschlossen wurde es 2011.

http://www.jze-bleibt.de/?p=53

 

15 Okt

Sauberes Wasser und gutes Essen

Der Morgen beim Ruhrverband hat mich zeittechnisch etwas aus der Bahn geworfen, deshalb jetzt erst. Immerhin galt es aufzuschreiben, warum bestimmte Patienten bald eine Campingtoilette mitnehmen sollten. Das Baden in der Ruhr wird bearbeitet, die Fischtreppe am Wehr auch (Fische bekommen einen Fahrstuhl) und wir müssen uns überlegen, ob wir für die letzte zu rettende Amöbe im Fluss von dieser Welt gehen. Ja! Nix Provinzthemen! In der nächsten Ausgabe.

Andererseits: Heute haben mir drei Worte in einer Einladung eine stimmungsmäßige Achterbahn beschert: “Dinner im Festzelt.”