20 Jan.

Nix gelernt – Messe

Gerade kommt die Reaktion von Dreien aus dem Viererbündnis herein, sie zeigt: Nix gelernt. Man muss kein Prophet sein: Die Grünen, die in der Tat ja auch im Aufsichtsrat saßen und viele Fehler (Bellini Bau?) mit getragen haben; werden genauso antworten: Haben also alle Parteien nichts gelernt? Sie sollten sich endlich an einen Tisch setzen, ohne dieses Getöse!

Jetzt wird wahrscheinlich auch noch das Viererbündnis zerbrechen, dem die Grünen schon so einige Werdener Punkte geopfert haben: Klarheit Grüne Harfe, aktuelle Lösung Verkehr, usw.

 

Mitteilung von CDU, EBB und FDP von 16.47 Uhr

Nach dem Bürgerentscheid: Initiatoren des Bürgerentscheides müs-sen jetzt Farbe bekennen / Messe steht unter enormem Zeitdruck
Nach dem knappen Ausgang des Bürgerentscheides gegen die Modernisierungspläne der Messe erklären die Vorsitzenden der Fraktionen von CDU, Thomas Kufen, FDP, Hans-Peter Schöneweiß und ESSENER BÜRGERBÜNDNIS, Udo Bayer:
„Es trifft auf unseren entschiedenen Widerspruch, wenn der Vertretungsberechtigte des Bür-gerbegehrens Prof. Dr. Breyvogel zum gestrigen Votum erklärt ‚die Stadt sei jetzt eine ande-re‘ und sich nach der Kommunalwahl die ‚politische Landschaft in Essen verändert‘. Das spie-gelt nicht das Ergebnis wieder. Im Gegenteil, das knappe Ergebnis ist eine Verpflichtung für beide Seiten. Ein außergewöhnlich breites gesellschaftliches Bündnis hatte sich für die Mo-dernisierung der Messe Essen stark gemacht. Parteien, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbän-de, Bürger- und Verkehrsvereine und zahlreiche Vereinsvertreter haben mit ihrem Einsatz für die Messe gezeigt, dass sie keine andere Stadt, sondern die Chancen des Messeumbaus für Stadt und Region nutzen und mit der Modernisierung einen Aufbruch für den Wirtschafts-standort erreichen wollen. Das Umdeuten des Ergebnisses des Bürgerentscheides von Prof. Dr. Breyvogel ist abwegig und verbaut Konsenslösungen, die es im Interesse der Messe und der Arbeitsplätze in unserer Stadt geben muss.
Wir fordern die Initiatoren des Messe-Bürgerbegehrens und in erste Linie die Grünen klipp und klar auf, jetzt Farbe zu bekennen und die Eckpunkte ihres „Plan B“ für die Modernisie-rung der Messe vorzulegen. Wie soll das Geschäftsmodell der Messe Essen zukünftig konkret aussehen? Welche Ausstellungsfläche soll der Messe zukünftig zur Verfügung stehen? Und vor allem: In welchem Finanzrahmen soll die notwendige Modernisierung möglich sein? Darüber hinaus: Garantiert auch der Plan B, dass der Grugapark nicht in Anspruch genommen wird? Diese zentralen Fragen müssen die Initiatoren des Bürgerentscheides jetzt beantworten. Die Messe steht nach Ausgang des Bürgerbegehrens unter enormem Zeitdruck.
Die heftigen Auseinandersetzungen um die Modernisierung der Messe Essen haben gezeigt, dass die Grünen sich bereits im Kommunalwahlkampf befinden und offenbar das Viererbünd-nis verlassen haben. In den vergangenen vier Jahren haben wir gemeinsam wichtige Ent-scheidungen für eine positive Stadtentwicklung getroffen und die Haushalte gemeinsam ver-abschiedet. Und auch auf die Modernisierung der Messe bezogen sind alle grundsätzlichen Entscheidungen einvernehmlich getroffen worden, bevor die Grünen dann – ohne dass es nennenswerte Änderungen in dem Projekt gab – die gemeinsame Plattform verlassen haben.“

20 Jan.

Südwestler zeigten Verantwortung

Mit 38 Prozent Wahlbeteiligung bei der Messe ist der Essener Südwesten tatsächlich Spitze in Essen; und da war es im Durchschnitt schon eine sehr gute Wahlbeteiligung. Beide Seiten haben zu dieser Mobilisierung beigetragen. Ob einem nun die hiesige Mehrheit für Nein (8.826 gegen 7.737) und damit für den Messeumbau mit 138.000 Euro gefällt, oder nicht, oder eben das umgekehrte Ergebnis auf Stadtebene; generell stehen die Bürger offenbar zu ihrer Verantwortung und haben sich bemüht, den richtigen Weg mit zu bestimmen und zu tragen. Ja,ich glaube, diese Wahl war ein starkes Stück Demokratie. Nun müssen die Verantwortlichen die Messe tatsächlich zu einer Gesellschaft umbauen, die kommuniziert, wenn nicht den Essener begeistert: „Unsere Messe“ mit dem entsprechend positivem Tonfall wäre doch ein Gewinn.

20 Jan.

Lisa Loch gewinnt Promi Dinner

Gestern war eine ehemalige Marienschülerin auf Vox zu sehen: Lisa Loch gewann mit einem Start-Ziel-Sieg souverän das Promi-Dinner auf Vox. Dort auch komplett noch anzuschauen.

http://www.vox.de/cms/sendungen/das-perfekte-promi-dinner.html

Die Essenerin lebt heute in Köln und arbeitet als Model und auch Schauspielerin. 2004 hatte sie ihr Abitur in Werden gemacht, machte ihr Diplom in Betriebswirtschaftslehre, lebt seit einem Jahr in Köln, und hatte verschiedene Auftritte im Fernsehen und sogar mit Matthias Schweighöfer „What a Man“ in einer kleinen Rolle im Kino. Sie gewann bei „Wer wird Millionäer“ 32.000 Euro, ob sie den in den rosafarbenen Mercedes Sportwagen gesteckt hat, der bei Vox zu sehen war, ist allerdings nicht verraten worden. „Kochen sei ihre Leidenschaft“ bekannte sie vor der Esswoche der Models, unter anderem die . Bundesweit bekannt geworden war die damals noch Schülerin der Marienschule, als aus dem Opfer von Stefan raabs Spott eine Gewinnerin wurde. Bei einem Modelkontest sagte sie nur ihren Namen, woraus der Showmaster vier Sendungen lang einen running Ulk machte. 70.000 Euro erstritt damals ihr Rechtsanwalt Dr. Frank Roeser aus Heidhausen; ein Präzedenzfall in Deutschland, der sicher wichtige Grenzen steckte.

Mit dabei in der Sendung übrigens Larissa, die gerade im Dschungel zickt oder schauspielert. (Promi-Dinner letzter Platz)

20 Jan.

Sucht für Erwachsene

PaniniSie gingen in der WNGeschäfststelle weg wie warme Semmeln mit Leberkäs. Nichts wird die wunderbaren Fußballbildchen ersetzen können, also habe ich erst einmal kein Tütchen mit den Ruhrpott-Sammelbildchen angerührt, aber dann lag da so eine Tüte. Also mal investiert und in der Zeitung war dann auch noch eine; und gleich mit dem Neururer mit blauweißen Haaren. . . ich bin jetz angefixt; und gebe allen Recht, die nichts von der Idee halten. Aber waren nichts schon die Fußballbilder eine böse Idee, Kindet abzu zocken. Hier ist die Gefahr eindeutig bei Erwachsenen; und das ist doch schon fast anständig.

18 Jan.

Neuer Grund, Katholik zu bleiben – wie auch immer

Er gilt als der George Clooney des Vatikan, ist Vertrauter von Benedikt und Franziskus gleichzeitig, sieht auf diesem Bild aus, als wolle er im nächsten Hollywoodfilm den Teufel spielen (dem ein solcher Posten ja sehr gut gefallen würde) und sagt im Cicero-Interview einige sehr erstaunliche Sachen.

Er gilt als der George Clooney des Vatikan, ist Vertrauter von Benedikt und Franziskus gleichzeitig, sieht auf diesem Bild aus, als wolle er im nächsten Hollywoodfilm den Teufel spielen (dem ein solcher Posten ja sehr gut gefallen würde) und sagt im Cicero-Interview einige sehr erstaunliche Sachen.

Man darf austreten, die Steuer verweigern und bleibt Katholik. Ist das nicht sensationell?

Das ist schon allein ein Grund, die Steuern weiter zu zahlen, oder?

Vielleicht bin ich der einzige, der es nicht wusste, aber trotzdem muss es raus: Wenn ich austrete und die Steuer verweigere , bleibe ich nicht nur gottesgläubig und auch Christ sondern auch Katholik.

Das sagt Erzbischof im ausführlichen Cicero-Interview der Januar Ausgabe (ja, die gibt es nicht erst seit gestern. Aber habe es erst jetzt gelesen). Der Mann trifft täglich Benedikt und Franziskus; ist also nah dran.

 

Gänswein: (verteidigt das deutsche Kirchensteuersystem als „besser als sein Ruf“) „Die Frage lautet schlicht: Fördert unser Kirchensteuersystem kirchliches Leben, frei von äußeren Zwängen jeglicher Art, oder führt sie zur Verweltlichung, Verfettung und Verbürgerlichung“ (…) „Grundgesetz garantiert Freiwilligkeit. Jeder kann aus der Kirche austreten.
Cicero: „Aber er bleibt Katholik?
Gänswein: „Ja natürlich, er bleibt Katholik.“ — Interview geht über zum Thema Tebartz.

Der Austreter bleibt also Katholik, sowieso! Ähem: Und ich verweigere die Steuer nicht. Aber ich will schon gar keinem raten, was er tun soll. Ich freue mich unbändig über eine katholische Kirche, die ihre guten Einsichten nur zu wenig kommuniziert.

Spannend ist aber noch an dem Interview, dass Gänswein in Tebartz nicht so sehr den sicherlich irregeleiteten Bischof beobachtet, sondern das Bistum, das eine neue Rolle anstrebt. Denkt man an Kölner Parallelen und die eigenständige Suche nach einem Meisner-Nachfolger, ist das vielleicht sogar das spannendere Thema.