05 Aug.

Die Krone

Wir sind nun weg von Cornwall, war schön, aber nun in Lynton ist es fast noch schöner. Es ist das Beste, sagt George, ein Lektor aus London, der gegenüber dem Hotel und Pup Crown wohnt. Gestern Mittag waren wir Tintagel.,viele Ruinen mit viele Felsen, und doch nicht von Arthur. Hier ist das B&B Longmead perfekt und in 45 Minuten gibt es wieder ein Englisches Frühstück. Was will Mensch mehr? Leben wie God in England. Wissen Sie, warum im Englischen die Umkehrung von god dog ist. Ich auch nicht, habe anschließend an diese Frage den Witz nicht verstanden. Engländer!

04 Aug.

Die Werdener Nachrichten vom 5. August

Ist Werden ein Kandidat für die „rostige Speiche“? Bürger und Politiker beklagen sich jedenfalls über die Fahrradunfreundlichkeit des Dorfes. Das Verkehrskonzept bringt wenigstens etwas Entlastung. Ebenfalls ein Ärgernis sind Bänke und Sträucher im schlechten Zustand. Doch wer selbst anpacken will, muss einiges beachten… was, steht in der aktuellen Ausgabe der Waddischen.

Außerdem waren wir beim ausverkauften Auftritt von „La Signora“ Carmela De Feo im Bürgermeisterhaus dabei und berichten über das sakrale Abschlusskonzert des Gregorianischen Folkwang-Sommerkurses in der St.Lucius-Kirche.

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03 Aug.

Kirmes und Küste

Lands End, das westlichste Ende Englands , ist mehr Kirmes als Aussicht. Klar, ist Ales, da:  Klippen, Steilküste, alte Häuser und grüne Wiesen mit Blumen, aber auch ein Parkplatz für 6 Pfund, ein disneyartiger Park mit Kinos und allem, was man nicht braucht. Dagegen ist das Minack Theater von Rowena Case unfassbar genial, das Lebenswerk einer positiv Besessenen. Ein Freilufttheater am Pastoratsberg wäre auch noch etwas für Folkwang.

Abendessen in einer neuen Variante: Trotz freier und nicht reservierter Tische muss man warten, Getränke holen, aber Essen am Tisch bestellen, Bill also Rechnung aber dann wieder an der Theke. Aber es war lecker.

Heute am Strand eingeschlafen, enge Bucht, Flut kam, Strand war weg, nur Wasser, das war knapp.

Heute geht es nach Norden., Norden vom Süden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

03 Aug.

Wenn der Fiedler schabt

Eigentlich war war es eine Enttäuschung. Im Alexandra, unserem Housepub gab es statt Essen nur Livemusic. Aber das wurde urig. Das gute Bier war ebenso schnell ausgetrunken, wie die guten Musiker verbraucht. Dafür war jeder dieser Spieler einer Akustikgitarre ein echter Typ. Alle verbrüderten sich und es wurde ein sehr netter Abend. Am besten war das Trio, das alte Lieder anstimmte, der Fiedler war laut, alt, und sah sowie ein Landhausgeist.

02 Aug.

Bei Rosamunde ist es rauh

Lizard, rauh und klein, und romantisch

Mullion rauh und klein, und romantisch

Heute hat es permanent geregnet und es war nebelig. Wie sagte unser walisische Gastgeber, der nun ein B&B in Penzance betreibt: „Ihr Deutschen wollt es ja so. Ihr glaubt ja, es regnet immer bei uns.“ Aber es stimme nicht, wenn man die trockenen Böden anschaue, sehe man doch, wie lange es hier nicht geregnet habe. Heute jedenfalls wurde viel nachgeholt, wenn auch per dauerndem Nieselregen. Cornwall dachte ich immer, wäre kitschig schön. Dabei habe ich nie einen Pilcher Film angeschaut. Nun bin ich nass und weiß mehr: Diese Küsten sind so rauh, dass man es kaum begreifen kann: Porthleven ist ein Hafenstädtchen dass sich dermaßen gegen den Atlantik stemmt, dass man sich fragt´, warum haben die da einen Ort hingebaut, wenn sich das Meer offenbar mit jeder Welle den Ort zurückholen will.  Großartig.

unglaublich schön ist Mullion Cow, ein Minifischerort mit Felsen vor dem kleinen Hafen. Jede Unterkunft möchte man für gleich mehrere Wochen buchen und sich von der Welt zurückziehen und dem Meer mit seinen Gezeiten überlassen, das so schöne hohe Wellen gegen noch bizarrere Cliffs schmettert.

Michaels Mountain

Michaels Mountain

Wir waren auch am südlichsten Punkt Englands: Noch rauher, noch steiler und noch nasser! Lizard Point hat aber das engste und muckeligste Lokal mit einem Fischkuchen, den die drei jungen Köchinnen kreieren. Auch die haben den Brexit nicht gewollt, finden aber´, dass es das gute Recht der Briten ist, zu tun, was sie wollen. Uns gehe das wenig an, entgegneten sie meínem Widerwort: „Wir dürften das aber auch schade bis falsch finden.“ Die  Cornwaller sind offenbar so eine Art Bergvolk (Waddische) von England

Es regnet immer noch; und gleich ist Essenszeit. Heute morgen haben wir Mount St. Michaels besucht, das englische Gegenstück zu St. Michel in Frankreich, auch ein ehemaliges Kloster auf einem großen Fels vor der Küste. Mehr als sehenswert, alles geschützt und bewahrt vom National Trust ´, der solche Orte kauft und bewahrt; das Kloster ist aber nun in Privatbesitz.

 

Habe ich schon  erzählt, dass man sich das Essen fast immer an der Theke bestellen muss, es dann aber gebracht wird, falls man sich die Tischnummer gemerkt hat. Sonst muss man rufen? Das man hier auch gerne Hai isst? Dass ich nun eín trinkbares Bier gefunden habe, dass die Cornwaller stolz als besonders bitter anpreisen? Dass ich von Bier keine Ahnung habe, aber hier schon ein Biergourmet wäre? Dass das schlimmste Bier mit Tomatengeschmack veredelt war und in die Kategorie nichttrinkbar fällt? Dass ich heute erstmals ein kontinentales Frühstück bekommen habe, und schon süchtig nach englischen Frühstück bin: Ich will Ruhrei, Blutwurst, Pilze, Speck nd dass alles fettig aus der Pfanne, aber zumindest eín Omelette!

Porthleben - ene Ort trotzt dem Meer

Porthleven – ein Ort trotzt dem Meer. Heute sei das Meer ruhig sagten ein Brite und die grüne Flagge. Ja, hier gingen eini´ge junge Männer schwimmen, die aber auch so muskulös waren wie Kampfschwimmer.