17 Jan.

Polizeieinsatz in Werden: Senior mit Waffe

Mehrere Polizisten hielten heute Mittag die Grafenstraße in Atem: Eine Spaziergängerin hatte die Polizei gerufen, weil sie einen älteren Herren mit einer Waffe gesehen habe — dieser wolle „aufräumen“, habe sie ihn offenbar sagen hören.
Tatsächlich konnte die Polizei den 79-jährigen Bewaffneten festnehmen. Sie stellte bei ihm eine Schreckschusspistole sicher, die er in einem Rucksack hatte.

Aufräumen wollte der Heidhauser nicht mit der Waffe, wie die Polizei nach dem Anruf wohl befürchten musste, sondern mit Handschuhen und Plastiktüte: Er wollte nach eigenen Angaben Müll rund um die Brehminsel sammeln und entsorgen. Die Waffe führte er „zur Selbstverteidigung“ mit sich: In jüngster Zeit kam es auf der Brehminsel vermehrt zu Vandalismus. Er habe Angst gehabt, bei seiner Aufräumaktion attackiert zu werden, sagte er den „Werdener Nachrichten“.

Mehr zum Thema in der nächsten Ausgabe der Werdener Nachrichten!

27 Dez.

Schwerer Einbruch in Werden: Polizei sucht Zeugen

Eine Einbrecherbande drang am späten Abend des ersten Weihnachtstag in ein Mehrfamilienhaus an der Forstmannstraße ein und räumte die Wohnungen leer. Die Polizei sucht Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben.
Offenbar von der Rückseite hebelten sie Balkontüren gewaltsam auf oder zerschlugen mit großer Gewalt die Fenster. Rücksichtslos drangen die Unbekannten in mehrere Wohnungen ein, durchsuchten sie genauestens und stahlen die vorgefundenen Wertgegenstände. Der materielle Schaden dürfte sich auf mehrere hunderttausend Euro belaufen. Gegen 22.20 Uhr kehrte ein Bewohner in seine Wohnung zurück. Stimmen und Rufe von Männern in der Umgebung konnte er zu diesem Zeitpunkt noch nicht zuordnen. Als er seine aufgebrochenen Türen erblickte, alarmierte er sofort die Polizei.
Fast zeitgleich beobachtete ein sehr aufmerksamer Anwohner drei Männer, die über die abschüssige Forstmannstraße zu einem Auto liefen. Rückwärtsfahrend fuhr der wartende Fahrer in Richtung des Kreisverkehrs und bog in die Ludgerusstraße, Richtung Baldeneysee und Heckstraße ab. Die Beobachtung gab er sofort an eine kurz eintreffende Streifenbesatzung ab. Die Fahndung nach dem Wagen verlief aber ohne Erfolg.
Bei der ersten Tatortbegehung stellten die Polizisten fest, dass quasi jede Wohnung des mehrstöckigen Wohnhauses aufgebrochen wurde. Nicht nur aufgebrochene Kleintresore fanden die Beamten- in einer Wohnung stellten sie auch eine kleine Gärtnerei fest, die sich ausschließlich auf -verbotene- Cannabispflanzen spezialisiert hatte.
Da es sich augenscheinlich um eine professionell vorgehende Einbrecherbande gehandelt hat, fragt die Polizei nach möglichen Zeugen. Wer hat am Abend des 1. Weihnachtstages verdächtige Beobachtungen gemacht, die im Zusammenhang mit den Einbrüchen stehen könnten? Wem ist der dunkle Fluchtwagen aufgefallen, mit dem die mutmaßlichen Täter gegen 22.20 Uhr durch die Werdener Altstadt oder am Baldeneysee geflüchtet sind? Möglicherweise haben Unbekannte den Tatort bereits längere Zeit vor der Tat ausgekundschaftet. Auch dabei könnten abgelesene Kennzeichen den Ermittlungen des Einbruchskommissariats helfen. Hinweise nimmt die Essener Polizei unter der zentralen Rufnummer  0201-8290 entgegen.

20 Dez.

Post öffnet vorerst wieder normal

Viele Menschen, die in den vergangenen Tagen und Wochen ein Paket bei der Werdener Postfiliale in der Hufergasse abgeben oder abholen wollten, haben sich geärgert: Oft standen sie vor verschlossenen Türen, weil die Filiale — mal wieder — außerplanmäßig geschlossen hatte.

In dieser Woche soll die Post allerdings wieder wie gewohnt geöffnet haben, versichert Ralf Palm, Sprecher der für diese Filiale zuständigen Postbank: „Aktuell kann ich aber Entwarnung geben. Das Finanzcenter ist regulär geöffnet. Auch liegen mir für den Rest der Woche keine Einschränkungen bei den Öffnungszeiten vor.“

Als Grund für die vielen außerplanmäßigen Schließungen nennt er die angespannte personelle Situation in der Filiale „Diese kurzfristig bekannt werdenden Personalausfälle können oft durch Maßnahmen in der Personalplanung aufgefangen werden. So zum Beispiel durch ,Springer‘ oder durch den Einsatz von Kollegen aus anderen Filialen. Leider gelingt das nicht in allen Fällen, daher kann es in Einzelfällen auch zu einer temporären Schließung der Filiale kommen. Dies insbesondere, da wir aus Sicherheitsgründen für Kunden und Mitarbeiter jederzeit das 4-Augen-Prinzip gewährleisten müssen (Kassenbereiche, Paketverwahrung, etc.). Aus diesem Grund war es nötig, die Filiale in Essen Werden temporär zu schließen.“

Bleibt zu hoffen, dass sich die Situation entspannt, damit die Werdener künftig nicht wieder vor verschlossenen Türen ihrer Post stehen.

14 Dez.

Tödlicher Unfall in Werden

Die Polizei Essen berichtet von einem tödlichen Unfall heute Morgen in Werden:

„Am Mittwochmorgen (14. Dezember) gegen 6:45 Uhr kam es zu einem tödlichen Verkehrsunfall auf dem „Platz Werdener Feintuchwerke“ (ehemaliger Kirmesplatz). Eine 53-jährige Autofahrerin aus Mettmann übersah in der Dunkelheit einen 71- jährigen Fußgänger aus Velbert und erfasste ihn mit ihrem roten Suzuki. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen erlag der Mann noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Ein Seelsorger kümmerte sich noch an der Unfallstelle um die Betreuung der anwesenden und hinzukommenden Angehörigen. Die genauen Umstände zum Unfallhergang ermittelt nun das Verkehrskommissariat 2.“

13 Dez.

Werdener Ratsfrau fällt auf Falschmeldung herein – und kritisiert die Lokalpresse dafür, dass sie nicht ebenfalls darauf hereingefallen ist

Auf der Facebook-Seite der Bürgerlich Alternativen Liste betitelt Elisabeth van Heesch-Orgaß einen Post: „Das Schweigen der Essener Lokalpresse: Sexuelle Belästigung in Kettwig“.

Dort gibt sie eine Falschmeldung wieder, die durch die soziale Medien geistert: Vor den Augen einer Frau habe sich ein Mann am Sonntagabend am Alten Bahnhof Kettwig entblößt und onaniert. Der im Auto wartende Freund, ein Heidhauser,  habe daraufhin die Polizei gerufen, welche die Personalien des Täters aufgenommen habe. Dabei beruft sie   sich auf einen angeblichen Augenzeugen.

Diesen Täter beschreibt Heesch-Orgaß in ihrem Ursprungs-Post so: Es solle sich „um einen Marokkaner handeln, der als Asylantragsteller in Kettwig in der neuen Unterkunft neben dem Alten Bahnhof untergebracht ist“. Weiteres ist bislang nicht bekannt.“
Sie kommentiert den Vorfall u. a. wie folgt: „Schlimm für die betroffene Frau, schlimm für alle Frauen, die sich wie gewohnt frei und ohne Bedenken in Kettwig und überall bewegen möchten.“
Schlimm ist dabei allerdings vor allem, dass Frau Heesch-Orgaß auf diese Weise Vorurteile gegenüber Asylbewerbern und Flüchtlingen schürt: Vor allem, weil an Heesch-Orgaß‘ Darstellung des Vorfalls wenig dran ist, wie auch „kettwig-intern“ aufzeigt.

So bestätigt die Polizei Essen zwar einen polizeilichen Einsatz am Sonntagabend. Jedoch habe es sich lediglich um einen Wildpinkler am Alten Bahnhof gehandelt. Von sexueller Belästigung ist keine Rede. Und vor allem habe der Vorfall nichts mit dem Flüchtlingsheim oder seinen Bewohnern zu tun, betont Polizeisprecher Peter Elke. „Frau Heesch-Orgaß wäre gut beraten, die Polizei nach dem Wahrheitsgehalt einer solchen Meldung zu fragen, bevor sie solcherlei Meldungen verbreitet“, so Elke zu den „Werdener Nachrichten“. Davon hielt Heesch-Orgaß offenbar jedoch nichts.

Stattdessen kritisierte sie:
„Was soll nun das Schweigen der Presse? Der ‚Vorfall‘ zieht ohnehin schon seine Kreise durch die sozialen Medien. Das Verschweigen bekommt so sogleich die Anrüchigkeit eines vorsätzlichen Vertuschens, eines ‚was nicht unserer Wahrheit entspricht, wird nicht berichtet‘. “

Unsere Wahrheit, Frau Heesch-Orgaß? Nein, es geht um die Wahrheit. Es gehört zum Grundhandwerk des Journalismus, zu recherchieren, bevor man etwas veröffentlicht. Der aktuelle Fall zeigt ziemlich gut auf, warum dies so ist. Manchen „Lügenpresse“-Rufern mag dieser Umstand tatsächlich nicht gefallen. Aber gerade in der heutigen Zeit, wo genügend Falschmeldungen gerade durch die sozialen Medien geistern, darf kein Journalist solcherlei Behauptungen ungeprüft weiterverbreiten. Und eine Ratsfrau sollte dies auch nicht tun.

Heesch-Orgaß sollte sich hüten, die Presse dafür zu kritisieren, ihrer journalistischen Sorgfaltspflicht nachgekommen zu sein.

Dass sie  später ihren Eintrag immer weiter relativierte und ihn schließlich  still, heimlich und ohne ein Wort der Entschuldigung oder Richtigstellung löschte, macht die Sache nicht viel besser: Der öffentlichen Empörung der „Danke Merkel!“-Rufer hat sie längst den Weg bereitet – ihr Ursprungspost wurde über 50 Mal geteilt.
—-
Edit: Inzwischen hat die BAL mit einem Post auf ihrer Seite, deren Status sie seit gestern von „öffentlich“ in „geschlossen“ geändert hat, reagiert, den wir hier — zunächst unkommentiert — wiedergeben:

„Liebe Freundinnen und Freunde,
inzwischen wird in der Presse vorgetragen, die Behauptung des Herrn sei falsch oder auf FB falsch dargestellt oder verbreitet worden, wir als BAL seien auf eine Fake-Meldung hereingefallen. Wir können dies i.M. nur zur Kenntnis nehmen, bleiben aber weiter an der Klärung des Sachverhaltes dran, dies sehen wir als Notwendigkeit an, da wir eine (vermeintliche) Zeugenaussage – wenn auch betonend, dass es nicht unsere Darstellung ist -, wenn auch betonend, dass die Darstellung ggf. nicht richtig sein kann, und die Presse dies aufklären solle – hier in der internen BAL-Gruppe thematisiert haben. Wir haben uns die Darstellung ausdrücklich nicht zu eigen gemacht, sondern berichtet und hinterfragt. Sonstige Postings unsererseits sind nirgendwo erfolgt. Auch haben wir nichts dazu auf unserer öffentlichen Seite BAL Werden gepostet. Es ging hier allein um die interne Diskussion. Soweit wir einer Fake-Meldung aufgesessen sind – trotz Hinterfragens und Prüfens -, bedauern wir dies ausserordentlich und ziehen unsere Konsequenzen für die Zukunft daraus. Danke.“