30 Mai

Marburg und Wadden

Für die Augen gab es noch mehr aus Musik: Mehrere schöne Oldtimer parkten in der Stadt.

Für die Augen gab es noch mehr als Musik: Mehrere schöne Oldtimer parkten in der Stadt.

Musik nach Werden zu bringen, das ist ja so ähnlich wie die sprichwörtlichen Eulen nach Athen; aber gestern das Fest der Sinne war schon ein nettes Pflänzchen, das noch wachsen darf. Manchmal musste man die Musik schon suchen, aber immerhin sorgte der Bürgerverein mit seiner Eröffnung der QR-Codes für viel Musik. Aber die Integration der Folkwang Uni in ein Fest, gelang erstmals seit dreißig Jahren auf breiter Linie.

Vom Fußball will ich nicht reden. Das kann es kaum sein. Aber der Polizeiruf war auch nicht das wahre: Eigentlich könnte diese Bikerin auf der Triumph (großartig!!!) sein, aber so negativ und abweisend, das ist schon ein trockenes Brot, das da der Zuschauer zu kauen hat. Klar, ihr Kollege ist schon sehr zudringlich, aber sein Pendeln zwischen nervend und die Nerven verlierend ist ein dankbares Ding. Zum Fall ist zu sagen: Überfrachtet wirkt das ganze, erst recht, weil auch noch der Sozialarbeiter der Kommissarin selbst weitere Querverbindungen schuf. Aber daraus kann in Magdeburg noch etwas werden, wenn die Unausstehliche mal etwas preisgibt — inhaltlich und menschlich.

 

26 Mai

Venedig Messehallen und Hangar

Miriam Giessler   „art goes fashio am  Freitag, den 27. Mai 2016 ab 20 Uhr Nach dem gut besuchten Auftakt der Ausstellung mit Eröffnungsperformance laden wir herzlich zur Finissage mit der Künstlerin ein. An diesem Abend besteht die Möglichkeit diese nochmals in einer Projektionsschleife, im Zusammenspiel mit der Inszenierung von Kleid und Bild im Raum, zu erleben und mit der Künstlerin und den Protagonisten ins Gespräch zu kommen. Und sicher wird auch noch mal am Licht „gespielt.
Es gibt Häppchen. Und ob zusätzlich auch der Grill in Einsatz kommt, wird eine spontane Entscheidung sein.

***

Das Erstaufnahmelager (EAE) auf dem ehemaligen Kutel-Gelände wird auf der Biennale in Venedig als mustergültiges Projekt vorgestellt. Das meldet die WAZ. In 14 Monaten wurde das Projekt fertiggestellt, mit einer Frischküche, Gebäuden für 800 Menschen, In dieser Tagen wird es nicht einmal zu einem Viertel genutzt.

Von den Messehallen in Venedig zum Hangar am Flughafen. Dort habe ich das Endspiel des Pokales gesehen. 10 Euro Verzehrgutschein, eine schöne große Leinwand; der Sound ist o.k.; von den Sitzbänken in Längsreihen aus kann ein breiter Vordermann schon einmal die Sicht stark einschränken. Die Stimmung war unerklärlicherweise leicht gereizt. Mit Verlaub: Es war eine kleine Gruppe der Bayernfans sehr laut und bis ins Absurde provokativ: „Auf der Toilette regieren wir.“ Aber das wird bei Länderspielen wahrscheinlich grundsätzlich anders.

 

24 Mai

Trara, die Post ist zu – mal wieder

Heute ab 14 Uhr öffnet die Werdener Post wieder. Das heißt: Derzeit ist sie wieder einmal zu. Was soll aus dieser Post mit so knapper Besetzung noch werden. Man darf gespannt sein.

BlogGBdrahtSicher und auch nicht mehr offen ist seit Monaten das Gitter an der Weißen Mühle. Was einst ein schönes geschmiedetes Geländer war, ist nun um ein Standard-Gartengitter erweitert. Ist da jemand mal reingefallen.? Oder warum hat das Land das gemacht?

23 Mai

Geländer noch einmal — Hinter der Mauer

Wir Radio Essen meldet, hat es heute morgen noch einmal einen Unfall gegeben, bei dem ein Fahrer das Geländer der Brücke durchbrochen hat, aber oben noch hängen blieb. Es gab keine Verletzten. Laut Radio Essen soll diesmal Alkohol mit im Spiel sein.

Meldung: Gustav-Heinemann-Brücke (Werdener Brücke),
23.05.2016, 04.50 Uhr (ots) – Heute Morgen um 04.50 Uhr ist die
Feuerwehr Essen zur Gustav-Heinemann-Brücke nach Essen-Werden
alarmiert worden. Ein Pkw (Honda Civic mit Mettmanner Kennzeichen)
war aus bisher noch ungeklärten Gründen auf der Ruhrbrücke von der
Fahrbahn abgekommen und hatte das Brückengeländer durchbrochen. Der
Vorderwagen ragte über die Brückenkante hinaus, das linke Vorderrad
schwebte frei über der Ruhr. Anders als bei einem ähnlich gelagerten
Ereignis vor einer Woche in rund 25 Metern Entfernung (siehe PM vom
16.05.2016) wurden keine Passanten verletzt. Der Fahrer des
Unfallfahrzeuges war bei Eintreffen der Feuerwehr bereits aus dem
Fahrzeug heraus, auch er blieb unverletzt. Mit Kran und Rüstwagen
hoben die Rettungskräfte das Fahrzeug auf festen Boden zurück. Die
Polizei ermittelt die Unfallursache und teilte mit, dass dem Fahrer
vorsorglich eine Blutprobe entnommen werde. (MF)

BlogGBKigaHinter der durchbrochenen Mauer an der Heckstraße beginnen nun die Arbeiten für die neue zweistöckige Kindertagesstätte „Pusteblume“. Heute wurden die Betongewichte für den Baukran geliefert, der neben dem Haus Heck die Baustelle bestücken wird. Die Heckstraße wird demnach noch Wochen einspurig bleiben.

23 Mai

ER ist wieder da — Mythen-Mixer

BasilikaKammer1

Skizze ohne Maßstab nach endoskopischer Untersuchung

Alle Jahre wieder kommt ein Gerücht von einem Kettwiger. Jetzt kursiert eins wieder auf Facebook unter „Werden die Perle an der Ruhr“. Es sind Wahrheiten, die er immer auf seine unnachahmliche Weise deutet. Da soll es geheime Tunnel unter dem See hindurch gegeben haben. Der „Forscher“ war schon vor rund 28 Jahren bei mir und hatte ganz andere wildere Thesen als diese nun. Der Kettwiger ist frei nach Walter Moers ein Mythen-Mixer. Diesmal geht es um einen Raum unterhalb des Chorraums der Basilika. Dort sollen mutwillig Geheimnisse nicht aufgedeckt werden; womöglich Schandtaten aus der Nazizeit. Selbstverständlich weiß ich als Jahrgang 1959 auch nicht, was die Nazis in der alten Abtei alles gemacht und vergraben haben. Möglich ist vieles, aber deshalb zu den Fakten, soweit ich sie aus zuverlässigen Quellen kenne: In der Zeit der Restaurierung der Basilika vor 2009 ließ der ausführende Architekt 2008 in der Tat aus unerfindlichen Gründen (das steht allein dem Denkmalamt des Landes oder dem Archäologen Hopp zu) eine Mauer öffnen, und das zudem noch in Anwesenheit des besagten Mythen-Mixers. Dort waren in der Tat noch Särge zu sehen, und ein Skelett, ob irgendwo ein Gewehr war, darüber gegen die Ansichten sehr auseinander. Es kann dort drin ein langer metallischer Gegenstand liegen.

Verschlossen wurde das Loch allerdings nach Aussage mehrerer Beteiligter; nicht, um irgendetwas zu vertuschen, sondern aus einem ganz anderen Grund: Es ist sehr wohl bekannt, dass sich unter der Basilika und der Abtei noch manches finden lasse, von 800 an bis tatsächlich womöglich 1945. Aber gerade wegen des Alters will man an jede Forschung dort erst gehen, wenn das Geld für sachgemäße Arbeiten vorhanden ist. Das bedeutet: Keinesfalls luftdichte Räume öffnen, wenn man nicht garantieren kann, die Funde dann auch sachgerecht und ohne Schaden zu bewahren. Das ist alles.

Ich meine, egal was darunter liegt, einer noch so heiligen Messe im Chorraum darüber dürfte nun wirklich nichts entgegen stehen.

Vierter offener Holzkasten mit Gebeinen.

Vierter offener Holzkasten mit Gebeinen.

Siehe nachfolgender Text des LVR:

Essen-Werden, Abteikirche St. Ludgerus, Krypta
Gutachtliche Stellungnahme gemäß § 22 (3) DSchG NW
Endoskopische Untersuchung des Hohlraumes hinter dem Ludgerusschrein am 1 6.1 0.2008
Teilnehmer:
Herr Martin Hebgen, Architekt
Frau Lena Wissing, Studentin FH Hildesheim
Unterzeichner
Die Untersuchung fand durch eine im Durchmesser ca. 6 cm große Öffnung statt, verwendet
wurde ein flexibles Endoskop der Firma Storz. Die Ergebnisse sind auf Film und Standbild
aufgezeichnet und beim LVR/Rheinische Denkmalpflege archiviert.
Befund
Der sich laut Herrn Hebgen ca. drei Meter in die Länge erstreckende Raum (Lasermessung)
beherbergt vier sargähnliche Holzkästen, von denen drei pyramidenartig übereinander gestellt
sind und ein vierter direkt an der durchbohrten Wand platziert ist. Augenscheinlich handelt es
sich bei den übereinander gestellten Kästen um Eichenholzsärge mit Unterbau und dachähnlichem Aufbau, deren Stirnseiten maximal ca. 35 cm messen, der vierte zeigt keinen dachähnlichen Verschluss. Die Länge der „Särge“ war im Zuge der Untersuchung nicht zu ermitteln.
Der obere der übereinander gestellten Kästen weist ein gebrochenes Bodenbrett auf, aus
welchem ein Schädel sowie Hobelspäne(?) und ein länglicher Glasbehälter heraus gefallen
sind. Dieses Material liegt nun auf bzw. zwischen den „Dachflächen“ der beiden unteren Kästen.
Links neben dem linken, unteren Kasten steht ein flaschenähnlicher Glasbehälter, der eindeutig verschlossen ist. Zu dokumentieren war weiterhin ein Metallring an der rechten Seite des
rechten, unteren Kastens, der sicher als Tragevorrichtung fungierte. Als verbindende Elemente unter den einzelnen Holzteilen der Kästen sind stark korrodierte Nägel erkennbar, vor allem
an den Verbindungsfugen der „Dachflächen“.
– 2 –
Zwischen den beiden unteren Kästen und dem darauf platzierten befindet sich augenscheinlich eine Art Lattenrost, wohl aus Eichenholz. Dieser reicht jedoch nicht bis an die vordere
Kante, da er das Herabfallen des ehemals innen liegenden Materials nicht verhindert hat.
Der vierte, direkt an der durchbohrten Mauer platzierte Kasten ohne dachähnlichen Verschluss, beherbergt augenscheinlich eine große Anzahl an Gebeinen, das Holz ist stark geschädigt und deformiert. Letzteres weist, wie auch die korrodierten Nägel und der eindeutig
auszumachende mikrobielle Befall, auf sehr hohe Feuchtewerte in der Kammer hin – was angesichts des nicht belüfteten Fundortes jedoch nicht überrascht.
Altersfrage
Leider lassen sich anhand der Konstruktion keine eindeutigen Aussagen zum Alter der Holzkästen machen, die exakte Ausarbeitung lässt jedoch eine Konstruktion des 1 9. Jh. oder jünger annehmen. Zur Klärung der Altersfrage könnte die Beschriftung eines Papiers(?) in dem
aus dem rechten Kasten heraus gefallenen Glasbehälter beitragen, hierzu reichen die fotografischen Aufnahmen jedoch leider nicht aus. Eine Entnahme des Glases wäre sicher schwierig
und nur unter Belastung des im direkten Umfeld befindlichen Materials möglich. Eventuell
können weitere Hinweise aus der Form des dokumentierten, flaschenähnlichen Behälters seitlich der Kästen gewonnen werden. Zu überprüfen wäre jedoch zunächst die historischen
Quellen, anzunehmen ist eine Umbettung von Gebeinen in nachbarocker Zeit.
Im Auftrag
Marc Peez
(Ltd. Dipl.-Restaurator)